Samstag, 27. Dezember 2014

Schattenhauch von Tanja Bern

Inhalt

Die siebzehnjährige Amelie ist einer der wenigen übrig gebliebenen Menschen einer veränderten Welt. Umringt von riesigen Festungswällen führen sie und die anderen Dorfbewohner ein einfaches naturverbundenes Leben ohne Strom, Gas und allem, was seit der zerstörerischen Chemiekatastrophe vor dreißig Jahren vernichtet wurde. Amelie kennt es nicht anders, sie ist glücklich. Mögen da draußen im undurchdringlichen Urwald die Schatten lauern, sie weiß, dass ihr nichts passieren kann, so lange sie hinter den Barrieren bleibt. Aber dann geschieht etwas, was sie zum Verlassen des Dorfes zwingt. Und zwar ausgerechnet mit dem Jungen an ihrer Seite, den man einst in den düsteren Wäldern gefunden hat...

„Schattenhauch“ ist ein Buch, das mit keinem anderen vergleichbar ist, welches ich kenne. Zwar enthält sie auch die für Impress-Titel übliche Liebesgeschichte, doch sie spielt hier eher eine Nebenrolle. Die Natur und die Katastrophe, die durch Fracking verursacht wurde, sind eindeutig Mittelpunkt der Geschichte.
Deshalb äußere ich mich auch nur kurz zu den Protagonisten. Amelie lernen wir am Anfang als nettes und selbstbewusstes, ansonsten aber relativ normales Mädchen kennen. Nachdem sie aber aus ihrer vertrauten Umgebung kommt, wird sie viel ängstlicher, verletzlicher und auch schüchterner. Verständlich? Ja, klar, auf alle Fälle. Aber mögen tat ich diese Veränderung mal mehr, mal weniger.
Derlyn hingegen mochte ich sehr gerne. Auch er ist, genau wie das Buch, ungewöhnlich und das war einer der Gründe dafür, wieso ich ihn so interessant fand.
Wie schon gesagt, liegt das Augenmerk der Geschichte auf der Natur. Die Natur wird als wunderschön dargestellt, als furchterregend und als der „Retter“ der Menschheit. Und das fand ich sehr beeindruckend. Die Autorin hat das einfach super eingefangen, der Wald erscheint lebendig. Gleichzeitig wird dem Leser aber auch die Bedeutung der Natur bewusst. (Kleine Zwischenbemerkung: In der zehnten Folge der achten Staffel von Doctor Who, „In the Forest of the Night“, ist das übrigens auch so ähnlich. An die musste ich beim Lesen immer mal wieder denken.)
Aber auch das Frecking und die dadurch entstandene Katastrophe sind allgegenwärtig. Für die, die, wie ich vor dem Buch, keine Ahnung haben, was Fracking ist: Es ist eine Form, Energie zu gewinnen. Dabei werden unter der Erdoberfläche Bohrungen nach durchgeführt. Und die ganzen Chemikalien, die dabei verwendet werden, tun der Erde und unserer Umwelt nicht gut. In dem Buch zeigt die Autorin eine Möglichkeit auf, wie diese auch uns Menschen beeinflussen könnten. Teilweise ziemlich erschreckende Bilder und Szenarien zeigen, wie sehr das Thema der Autorin am Herzen liegt. Ich habe vorher noch nie was von Fracking gehört, aber beim Lesen habe ich gesehen, was für ein aktuelles Thema das ist. Das hat mir die Augen dafür geöffnet und mich zum Nachdenken gebracht und da bin ich bestimmt nicht die Einzige.

Über die Autorin:

Tanja Bern lebt mit ihrer Familie und drei Katzen im schönen Ruhrgebiet. Durch eine starke Verbundenheit zur Natur und die Liebe zum Mystischen entstand bei ihr irgendwann der Wunsch einen eigenen Roman zu schreiben. Im Südwesten Irlands wurde ihre dichterische Seele dann aufgeweckt. Beeindruckt von Irland und seinen Sagengestalten, von dem Gefühl, nach Hause gekommen zu sein, begann Tanja Bern die Geschichte zu suchen, die sie unaufhörlich in ihrem Inneren sah. Doch kein Buch konnte das wiedergeben, was sie sich vorstellte – bis sie erkannte, dass all das in ihr selbst war ... Im Frühling 2008 erschien ihr Debüt, der Auftaktroman ihrer Fantasy-Buchreihe, die nun unter dem Namen "Elfental" neu vorgestellt wird. Aktuell sind ihre Romane "Schattenhauch - Ruinen der Dämmerung", "Der silberne Flügel" und "Ruf der Geister". Außerdem ist sie in mehreren Anthologien vertreten und arbeitet an weiteren Romanprojekten unterschiedlicher Genres. Wer mehr erfahren möchte, sollte unbedingt auf der offiziellen Homepage der Autorin vorbeischauen: - www.tanja-bern.de - Hier finden sich auch mehrere Kurzgeschichten, die man kostenlos lesen kann. 


Fazit

„Schattenhauch“ ist ein ganz spezielles Buch, dass einem die Augen für unsere Umwelt öffnet und zum Nachdenken anregt. Aber auch das Fantasy-Element, die Schatten, sind etwas ganz Besonderes und alles zusammen lässt den Leser die Schönheit der Natur sehen.

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Zur Hölle mit Bridget von Paige Harbison

Inhalt

Was Bridget will, setzt sie durch. Immer. Zuhause macht sie ihrer Stiefmutter das Leben zur Hölle, in der Schule tanzen alle nach ihrer Pfeife. Bis eine Neue auf die Winchester Prep kommt: Anna Judge - Judge wie Richterin. Und mit Anna ändert sich alles: Die Lehrer fallen nicht mehr auf Bridgets Masche rein, ihr Fan-Club verkleinert sich blitzartig. Als eines Tages sich auch noch ihr Freund Liam abwendet, baut Bridget, total irritiert, einen katastrophalen Unfall! Sie ist nicht tot - aber auch nicht lebendig. Stattdessen ist sie in einer Schattenwelt gefangen, in der ihr Anna Judge zeigt, was für eine Mega-Zicke sie war. Bridget hat genau eine Chance, das zu ändern und ins Leben zurückzukehren. Oder für immer zu gehen. 

Das Buch beginnt mit einer Szene aus der Mitte der Geschichte, einem Autounfall. Anschließend wird zuerst erklärt, wie es zu dieser Situation kam und wie es danach weitergeht. Und genauso zweigeteilt wie das Buch ist auch meine Meinung dazu.
In der Beschreibung steht es schon: Bridget ist eine absolute Zicke, die jeden in ihrer Umgebung tyrannisiert. Meinetwegen, das habe ich erwartet. Was mich aber genervt hat, ist, dass Bridget sogar hin und wieder Schuldgefühle empfindet, die sie aber jedes Mal unterdrückt. Wieso bloß? Denn dadurch, dass sie wusste, dass sie den Menschen unrecht tut und es trotzdem tut, erschien sie mir viel unsympathischer. Tja, zweigeteilt. Ich sage nur soviel: In der zweiten Hälfte des Buches erging es mir anders. Bridget wurde sympathischer und sobald sie mal nicht ständig überall die Überhand haben will, sieht man, dass sie eigentlich ein ganz nettes Mädchen ist.
Ich mochte also, wie eben schon erwähnt, die zweite Hälfte des Buches viel lieber. Da muss Bridget mal in die Fußstapfen ihrer Opfer treten, und zwar wortwörtlich, und sieht aus ihrer Sicht, was sie ihnen, zum Teil sogar unbewusst, angetan hat und welche weiten Kreise das mit sich zog. Bridget und damit auch wir Leser erleben einige Situationen aus ihrer Sicht und lauschen ihren Gedanken und Gefühlen. Und das zähle ich schon zu „Mehrere Perspektiven“, das ich so mag, auch wenn es hier auf eine andere Weise als gewöhnlich gestaltet ist. Ich finde es sehr gelungen.
Das Buch regt zum Nachdenken an. Nachdem ich Bridget gesehen habe, habe ich angefangen, ein wenig darüber nachzudenken, wie mein Handeln bei anderen Menschen ankommt und wie es sie beeinflusst. Auch wenn ich keine solche Machtposition innehabe wie unsere Protagonistin, nehmen auch wir Einfluss auf die Leute, mit denen wir zu tun haben, das wird einem dabei umso bewusster.
Aber von der Idee her ist es eigentlich nichts neues. Bridget erinnerte mich sehr an Sam aus Lauren Olivers „Wenn du stirbst“. Beide haben einen ähnlichen Charakter und Beide machen eine ähnliche Veränderung durch. Die Weise, wie die Geschichte erzählt wird, gefiel mir bei Bridget aber deutlich besser, einfach weil die zweite Hälfte, das Nach-dem-Unfall, mich überzeugt hat.


Über die Autorin:

Geboren als Winterkind im Dezember 1989, schloss Paige Harbison 22 Jahre später ihr Studium an der Towson University in Baltimore ab. Seit 2009 schreibt sie, mittlerweile ist ihr dritter Roman bei Harlequin Teen erschienen. Spannend: die Filmrechte für „Zur Hölle mit Bridget“ liegen in Hollywood. Paige Harbison lebt im sonnigen Florida.

Fazit

„Zur Hölle mit Bridget“ ist wirklich zweigeteilt. Durch die erste Hälfte muss man sich teilweise sogar ein wenig kämpfen, doch die zweite macht das wieder wett. Aber gerade weil die zweite Hälfte mir gefallen und bei mir einen viel stärkeren Eindruck hinterlassen hat, kann ich Bridget ihre Art verzeihen. Es lohnt sich, ihre Tyranneien zu ertragen, denn dann bekommt man als Leser eine schöne und zum Nachdenken anregende Geschichte geboten.



Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an:
http://www.mira-taschenbuch.de/gesamtprogramm/darkiss/http://www.bloggdeinbuch.de/

Sonntag, 14. Dezember 2014

Flügelschläge in der Nacht von Rebecca Wild

Inhalt

Eben noch ein Rotkehlchen und plötzlich ein Mädchen mit roten Haaren statt rotem Gefieder. Robin versteht die Welt nicht mehr und findet, dass das Leben als kleiner Vogel um einiges besser war. Dabei ahnt sie nicht einmal annähernd, welcher Gefahr sie wirklich ausgesetzt ist. Alle Welt glaubt, sie sei ein Engel. Doch diese dürfte es seit dem großen Krieg gar nicht mehr geben. Und so nehmen nicht zuletzt die herrschsüchtigen Dämonen selbst ihre Spur auf. Nur Dorian, der Junge mit den Haselnussaugen, der so merkwürdige wie wundervolle Gefühle in ihr auslöst, und seine übernatürlich begabte Schwester Emma scheinen Robin helfen zu wollen…

Ein Vogel, der plötzlich in einen Menschen (mit Flügeln!) verwandelt wird. Ich finde, allein schon diese Idee verdient fünf Sterne. Aber auch die Umsetzung finde ich gut gelungen und zusammen ergibt das einen schönen, stimmigen Roman, der einen in Weihnachtsstimmung bringt.
Das Buch wird aus vielen verschiedenen Sichten erzählt und dementsprechend gibt es auch viele Charaktere, die wichtig für die Geschichte sind. Ich mag Perspektivenwechsel sehr, deshalb war das genau das Richtige für mich. Am Anfang geht es zwar etwas schnell und verwirrend zu und man bekommt noch nicht so viel von den einzelnen Charakteren mit, aber im Laufe der Geschichte lernt man sie besser kennen. Das hohe Tempo aber bleibt bestehen und da Robin auf der Flucht ist, passt das sehr gut.
Robin selber ist einfach niedlich. Da sie ihr Leben lang ein Vogel war, hat sie keine Ahnung vom Menschsein. Obwohl sie nun ein Mensch ist, benimmt sie sich weiterhin wie ein Vogel. Dadurch entstehen dann einige ganz süße und witzige Situationen, denn für andere Menschen erscheint das natürlich merkwürdig. Diese Eigenheit mochte ich so an Robin, ihre vogelhaften Reaktionen finde ich sehr realistisch.
Was mochte ich an dem Buch noch? Na die Engel und Dämonen! Die Autorin hat die Dämonen so liebenswert gestaltet, dass man sogar die (meisten) mag. Aber auch die Engel sind etwas anders als man es erwarten würde und dennoch ganz toll. Also egal ob Engel, Dämon, Mensch oder Vogel, jeden von ihnen hat man früher oder später sehr gern.
Die Geschichte spielt einige Tage vor Weihnachten. Gerade jetzt zur Weihnachtszeit passt das natürlich super. Man bekommt als Leser die weihnachtliche Stimmung in New York mit und es entsteht eine schöne und gemütliche Atmosphäre, die die Vorfreude auf Weihnachten weckt.

Über die Autorin:

Rebecca Wild wurde am 21. Juni 1991 in Salzburg geboren, verbrachte jedoch einen Teil ihrer Kindheit in München. Schon früh zeigte sich ihre kreative Seite. So hat sie sich dem Zeichnen und dem Schreiben zugewandt und den Kern der Mathematik nie ganz verstanden. Heute lebt sie wieder in Salzburg und studiert neben ihren eigenen Tagträumen MultiMediaArt. "Verräter der Magie" ist ihr erster Roman 

Fazit

„Flügelschläge in der Nacht“ hat mich durch die Idee schon komplett überzeugt. Weihnachtliche Stimmung, eine spannende Geschichte und ganz viele tolle Charaktere kann es noch zusätzlich bieten. Was will man von einem Buch mehr?

Sonntag, 7. Dezember 2014

Der Fluch des Drachen von Michelle Natascha Weber

Inhalt

Zweihundert Jahre sind vergangen, seitdem ein mächtiger Fluch über Rhydans Familie ausgesprochen wurde. Zweihundert Jahre, in denen er gehofft hat, dass er ihm entkommen könnte. Aber seine Hoffnungen waren vergebens. Die ersten Drachenschuppen bohren sich durch seine Haut und der unheimliche, verzehrende Zorn erwacht. Der König von Ailyad verwandelt sich unaufhaltsam in eine Bestie, die nach dem Blut ihres eigenen Volkes giert. Rhydan weiß, dass es nur eine Rettung für ihn gibt - Neah, die Erbin der Frau, die ihn einst verflucht hat. Die Tochter des Königs jenes Volkes, das er seinerzeit im Namen seines Vaters gejagt hat. Doch Neah hasst den Mann, der seit ihrer Kindheit als erbarmungsloser Krieger durch ihre Albträume wandelt. Und auch die junge Prinzessin hütet ein Geheimnis. Denn in ihr schlummert ein fremder Geist, der mit jedem Tag mehr Einfluss auf ihr Leben gewinnt. Sie muss feststellen, dass es eine geheimnisvolle Verbindung zwischen ihr und dem feindlichen König gibt, von der sie niemals etwas geahnt hat. Und diese Entdeckung stellt alles infrage, woran sie ihr Leben lang geglaubt hat.

Was sagt man über ein Buch, das absolut perfekt ist?
Ich mochte schon den Vorgänger „Feenblut“ sehr, doch „Der Fluch des Drachen“ setzt noch einen drauf. Ich liebe es! Michelle Natascha Weber ist einfach so eine Autorin, bei der man jeden Satz beim Lesen genießt.
Rhydan kennt und mag man schon ein bisschen, wenn man den ersten Teil gelesen hat. Deshalb war ich sehr auf seine Geschichte gespannt. Und schon nach wenigen Seiten hat er mich wieder für sich eingenommen. Rhydan ist ein sehr sympathischer und liebenswerter Charakter und obwohl er der König eines ganzen Reiches ist, ist er trotzdem sehr bodenständig. Das bringt ihn dem Leser näher und sein Handeln tut sein übriges. Man kann nicht anders, man muss ihn einfach gern haben.
Bei Neah ist es ähnlich. Anders als Rhydan ist sie ein neuer Charakter, doch auch sie schlich sich mit ihrem Temperament und ihrem Mut sehr schnell in mein Herz und machte es sich dort bequem. Aufgrund ihres eben genannten Temperaments und ihrer roten Haare wird sie von Rhydan mehrmals mit dem Feuer verglichen und ich finde, dieser Vergleich trifft sie perfekt. Einerseits faszinierend, Wärme spendend und schön, andererseits aber auch gefährlich und kommt man ihr zu nahe, kann man sich auch mal verbrennen.
Ich liebe es, wie die Beziehung zwischen diesen Beiden Protagonisten verläuft. Schön langsam lernen sie sich erst kennen und dann lieben, auch wenn vieles gegen ihre Liebe spricht. Es ist eine zaghafte Liebe, die sich leise entspinnt und die Beiden fest aneinander bindet. Sie drängt sich zu keinem Zeitpunkt in den Vordergrund, denn immer gibt es andere Probleme, die wichtiger sind und ihnen im Weg stehen. Aus der Sicht von Beiden, Rhydan und Neah, wird die Geschichte erzählt (wie übrigens auch noch aus der von einigen anderen Personen, unter anderem des Drachenweibchens Charysar). Man bekommt Einblicke in beide Personen und erfährt deren Liebe dadurch noch viel intensiver, gerade auch weil sie nicht das Wichtigste an dem Ganzen ist.
Die Geschichte spielt in einer ausgedachten Welt, die man schon aus „Feenblut“ kennt. Jedoch werden hier einige ganze andere Aspekte diese beleuchtet. Hexen, Fey, Drachen, über all diese Wesen und noch viele mehr, sowie über ihre Verhältnisse unter einander erfährt man in diesem Buch. Die Autorin hat eine komplexe und gut durchdachte Welt erschaffen, in dir man sich gerne fallenlässt und wohlfühlt.
Habe ich eigentlich schon erwähnt, wie sehr ich den Schreibstil der Autorin liebe? Ich liebe ihn wirklich sehr. Nicht zu viele und nicht zu wenige Details, konstant spannend und so flüssig, dass man gar nicht zu lesen aufhören kann oder will. Außerdem bleibt die Spannung von Anfang bis Ende ganz oben. Man klebt praktisch an den Seiten und will wissen, wie es weitergeht.

Über die Autorin:

Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Romane und Kurzgeschichten aus dem Bereich Fantasy, die häufig starke Einflüsse aus dem Mantel & Degen Genre aufweisen. 

Fazit

Ich hoffe wirklich sehr, dass ich mit dieser Rezension ausdrücken konnte, wie sehr ich „Der Fluch des Drachen“ geliebt habe. Es ist ein unglaublich gutes Buch. Die Geschichte wird dem wunderschönen Cover mehr als nur gerecht.

Montag, 1. Dezember 2014

Buch des Monats November

Diesen Monat habe ich tatsächlich großes Glück gehabt und nur Bücher gelesen, die ich mochte. Außer einem Hörbuch habe ich nur vier und fünf Sterne verteilt! Da fällt es nicht leicht, sich nur für einige von ihnen zu entscheiden. Auf diese vier konnte ich mich dann schließlich festlegen:


Die Liebe ist ein Trampeltier
Ina Straubing
*Meine Rezension*

Ich habe mich in die wunderbare Sprache der Autorin verliebt! Das Lesen hat hier großen Spaß gemacht, obwohl das Buch aus einem Genre ist, das ich normalerweise nicht oder kaum lese.


Sternenschimmer
Kim Winter

Ich habe es schon in meiner Rezension gesagt und ich sage es gerne nochmal. Dieses Buch hat mich aus den Anfängen einer Leseflaute gerissen. Und nun warte ich schon sehnsüchtig auf den Januar, wenn der nächste Teil bei im.press erscheint.



Summers Lost
Juliane Käppler
*Meine Rezension*

Juliane Käppler hat mich vor einigen Monaten schon mit ihrem ersten Buch überzeugt. Dementsprechend waren meine Erwartungen an dieses Buch ziemlich hoch. Und: sie wurden sogar übertroffen! Mir hat die Geschichte um Alex und Kat sehr gefallen. =)



Der Fluch des Drachen
Michelle Natascha Weber
Meine Rezension folgt noch

Das ist ohne Zweifel mein liebstes Buch in diesem Monat gewesen. Auch hier habe ich vor einigen Monaten den Vorgänger gelesen und geliebt, aber "Der Fluch des Drachen" ist doch noch einen Tick besser als "Feenblut".








Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich hoffe, der Dezember bringt mir genauso viele gute Bücher und Lesestunden mit. =)



Buch des Monats Oktober

Ups, mir ist gerade aufgefallen, dass ich den Post mit meinen Büchern des Monats Oktober zwar geschrieben, aber vergessen habe, ihn abzuschicken. Deshalb jetzt gleich zwei Beiträge, nämlich für die beiden letzten Monate, nicht wundern!
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Meine liebsten Bücher diesen Monat kommen dieses Mal alle aus der Feder deutscher Autoren.
Die Bücher mochte ich im letzten Monat besonders gerne:



H(e)ar(t)d Beat
Janessa Bears
*Meine Rezension*

Diese Geschichte spielt nur ein paar Kilometer von mir weg. Die Darstellung Frankfurt fand ich zwar nicht so toll, aber das hat der Rest des Buches wieder wett gemacht.


 
Rosen und Seifenblasen - Verliebt in Serie
Sonja Kalblinger

Auf dieses Buch habe ich mich besonders gefreut, da ich bisher nur Gutes davon gehört habe und auch immer wieder Vergleiche mit Kerstin Gier aufkamen. Und ich schließe mich der Begeisterung zu diesem Buch an. Ich fand es ziemlich gut, aber nur bis das Ende kam. Das hat mich nochmal komplett umgehauen und dem Buch auch den letzten Stern von mir beschert.




Ivory - Von Schatten verführt
Regina Meissner
*Meine Rezension*

Ivory hat den ersten Lyx-Storyboard-Schreibwettbewerb gewonnen, aus meiner Sicht verdient. Ich war gefesselt bis zum Schluss, auch wenn ich mir so einiges schon vorher zusammenreimen konnte. Letztendlich hat es nichts daran geändert, dass das Lesen hier großen Spaß gemacht hat.






Samstag, 29. November 2014

Summers Lost von Juliane Käppler

Inhalt

Sie kommen aus einer Welt, aber sie sind sieben Sommer voneinander entfernt. Für eine Mutprobe soll sich Katharina Conelli einen Luxuswagen "borgen". Die Sache geht gründlich schief, denn sie wird vom Besitzer überrumpelt. Hals über Kopf verliebt sie sich in Alex Levi, obwohl sie zuerst glaubt, dass sie nichts gemeinsam haben. Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Beide stammen aus angesehenen Familien und haben etwas anderes vor, als den für sie vorgesehenen Weg des Erfolgs zu gehen. Ihre Faszination für das Tauchen verbindet sie bis das Schicksal sie auseinanderreißt. Sieben Sommer später begegnen sie sich im Süden wieder: als Fremde, die sich verhängnisvoll vertraut sind

Ich habe schon das erste Werk der Autorin, „Willkommen in Hawks“, gelesen und geliebt. „Summers Lost“ setzt aber sogar noch einen drauf und hat mir sogar noch besser gefallen als Hawks.
Unter anderem lag das an den Charakteren. Cameron und Charlotte aus Hawks sind nicht nur zwei starke, sondern auch sehr herausstechende und ungewöhnliche Charaktere. Mit Alex und Kat hat die Autorin nun ein „normaleres“ Paar geschaffen, wobei sich das auch hier in Grenzen hält. Normal sind die Beiden als Erbin einer großen Confiserie und Sohn eines Spitzenanwalts nicht. Dennoch fand ich sie viel realistischer. Zwei sympathische Protagonisten, die ich schnell ins Herz geschlossen habe.
Betrachtet man das Cover von „Summers Lost“, dann hat man keinen Zweifel daran, dass das Tauchen eine große Rolle in der Geschichte spielt. Ich habe mich also auf viel Tauchen eingestellt. So viel war es dann aber auch wieder nicht. Richtig getaucht sind Alex und Kat erst in der zweiten Hälfte des Buches und auch da deutlich weniger oft, als ich erwartet habe. Dennoch kann ich sagen, dass das Tauchen eine wichtige Rolle spielt, auch wenn ich mehr davon erwartet habe. Aber ich war so beschäftigt mit Lesen und dem Rest der Geschichte, dass mich das kaum gestört hat. Denn obwohl ich auf jeden Fall zu der Fraktion der Muschelsammler gehöre, haben mir die Tauchszenen gut gefallen und ihre Beschreibungen mich fasziniert, sodass ich gar nicht selbst unters Wasser muss, um die beschriebenen Bilder unter dem Meeresspiegel zu sehen.
Ich liebe es, wie die Autorin ihre Charaktere gestaltet, nicht nur die Protagonisten. Denn es fällt einem wirklich sehr leicht, auch die meisten Nebenfiguren gern zu haben. Die Skater am Anfang zum Beispiel. Auf den ersten Blick erscheinen sie nicht sehr sympathisch, doch der Anschein trügt uns schon bald wurde der eine oder andere davon zu meiner Lieblingsfigur.
Was ich an dem Buch mochte, sind die unerwarteten Wendungen. Die Geschichte blieb dadurch sehr spannend, auch wenn eine dieser Wendungen mich so sehr mitgenommen hat, dass ich den Reader für einige Tage zur Seite legen musste. Und um ehrlich zu sein, bin ich noch immer nicht darüber hinweg, was dort passiert ist. Aber danach ging es genauso gut weiter und immer weiter. Einmal im Lesefluss, fiel es mir schwer, wieder aufzuhören.
Die eine oder andere Kleinigkeit hat mich gestört, worauf ich jetzt nicht näher eingehen werde, dennoch kann ich mich nicht beschweren. „Summers Lost“ ist ein fantastisches Buch. Vom Aufbau her erinnert es zwar an „Willkommen in Hawks“, der Stil der Autorin ist gut wiederzuerkennen, doch die Umsetzung hat mir hier sehr viel besser gefallen. Aber ich glaube, wem eines der beiden Bücher gefallen hat, der wird auch das andere mögen.


Über die Autorin:

Juliane Käppler, Jahrgang 1977, stammt aus Thüringen. Aus Liebe zum Rheinland zog sie nach Mainz, wo sie als freiberufliche Autorin für verschiedene Verlage in ganz unterschiedlichen Genres schreibt. Als Tochter einer Deutschlehrerin und Enkelin eines Geschichtenerzählers wuchs die Autorin mit Literatur und der Liebe zu phantastischen Welten auf. Der Reiz, ihre eigenen Märchen zu schreiben, packte sie früh. Schon auf den letzten erlernten Buchstaben des Alphabets türmten sich Wörter. Bald folgten Reime über Spatzen, Wolken und Flöhe. Einige Jahre später, mit der Expedition ins Reich der Kurzprosa, nahmen ihre Helden menschliche Gestalt an. Es gab keinen Zeitpunkt, an dem Juliane beschlossen hat, Schriftstellerin zu werden. Vielmehr glaubt sie nicht, dass die Schreiberei etwas ist, zu dem man sich entschließt, das man erlernen oder aufgeben kann. Für sie ist es weder Hobby noch Alternative, sondern ein Teil ihrer selbst.

Fazit

Wie schon „Willkommen in Hawks“ kann ich „Summers Lost“ wirklich nur weiterempfehlen. Das Buch ist nicht einfach eine Liebesgeschichte, nein, es kommt viel mehr zusammen. Freundschaft, Intrigen, Schicksal, alles in einer wundervollen Geschichte vereint. Ich kann nur sagen, lest es, ihr werdet es nicht bereuen.

Sonntag, 23. November 2014

Sternenschimmer von Kim Winter

Inhalt

Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu beschützen.

„Sternenschimmer“ ist so ein Buch, über das ich im Vorfeld nur Gutes gehört habe. Jeder war begeistert und schwärmte in den höchsten Tönen davon. Da war ich natürlich von vornherein sehr gespannt darauf, auch ohne vorher wirklich zu wissen, um was es in dem Buch geht.
Mia und ich, wir hatten einen etwas holprigen Start. Ich fand sie zwar ganz sympathisch, vor Allem weil sie sich für ihre Überzeugungen einsetzt und für das geradesteht, was sie für richtig hält. Das Betreuen der Kinder von Loduun ist so eine Sache. Es ist „the road less taken“, wie Robert Frost es so schön sagt. Die Loduuner, die „Außerirdischen“, werden nicht von allen mit offenen Armen empfangen und es sind noch weniger Menschen, die ihnen aktiv irgendwie helfen. Dass Mia zu den wenigen Helfern gehört, spricht wohl für sich. Aber ansonsten konnte ich in den ersten Kapiteln nicht viel mit ihr anfangen. Nach einiger Zeit und einigen Aktionen Mias mochte ich sie aber immer lieber und irgendwann hatte ich sie wirklich gern.
Bei den meisten anderen Charakteren war das aber nicht so, bloß Mia erschien anfangs durch ihre perfekte und vorbildliche Art etwas unwirklich. Ganz besonders gerne hatte ich die eben schon erwähnten loduunischen Kinder, die Mia betreut. Fünf zauberhafte kleine Engel, die viel durchgemacht haben und nun weit entfernt von ihrem Zuhause und dem dort herrschenden Krieg sind. Die Kinder sind voller Lebensfreude, nachdem sie sich erst an ihre neue Umgebung gewöhnt haben und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen. Auch ein Loduuner, aber einer, der nicht mehr wirklich zu den Kindern gezählt werden kann, ist Iason. Im Gegensatz zu Mia ist er sehr verantwortungsbewusst und nimmt besonders seine Verantwortung gegenüber seinen kleinen Schwester sehr ernst. Damit ist er so ziemlich das Gegenteil von Mia, die zwar auch an ihre Verantwortung denkt, jedoch nicht so stark wie Iason, und sich eher darauf konzentriert, die Kinder zu beschäftigen und ihnen Freude zu bereiten.
Bei zwei so verschiedenen Charakteren wundert es einen nicht, dass auch ihre Beziehung ziemlich kompliziert ist. Typische klischeehafte Liebesgeschichte? Keine Spur. Viel eher entwickelt sie sich langsam, verändert sich ständig und macht einige Wendungen durch. Ich hatte das Gefühl, die Beiden würden nicht still stehen und ihre Gedanken und Gefühle wären die ganze Zeit in Bewegung. Diese Art von Beziehung hat mir sehr gefallen, da sie eben nicht so ist, wie man es sonst so liest, ungewöhnlich und neugierig darauf machend, was bei dem nächsten Aufeinandertreffen der Beiden wohl passieren wird.
Was mir an dem Buch noch so gut gefallen hat, sind die Themen, die darin angesprochen werden und zum Nachdenken anregen. „Sternenschimmer“ spielt in der Zukunft und zeigt auf, wie sich der Klimawandel auf die Erde auswirken könnte. Aber auch, dass Menschen aus der Geschichte lernen und in Frieden neben einander leben können. Und noch so vieles mehr.


Über die Autorin:

Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“

Fazit

„Sternenschimmer“ ist ein umwerfendes Buch, das ich mit keinem anderen vergleichen könnte. Trotz einiger Längen ab und zu habe ich es genossen, es zu lesen. Ich freue mich sehr es gelesen zu haben, denn das Buch hat mich aus den Anfängen einer ziemlich fiesen Leseflaute rausgeholt und erwartungsvoll zurückgelassen. Ich bin gespannt, wie es mit Mia, Iason und Loduun weitergeht und freue mich schon jetzt auf das Erscheinen des zweiten Teils.

Samstag, 15. November 2014

Der Lovelybooks Leserpreis






Wie jedes Jahr wenn das Jahr sich dem Ende zuneigt, ist es wieder Zeit für den Lovelybooks Leserpreis, einen Buchpreis, bei dem Leser in insgesamt 16 Kategorien darüber abstimmen, welche die besten Bücher des Jahres sind. Jeweils die besten drei werden mit Gold, Silber und Bronze geehrt. Bis zum 19. November kann man noch seine Lieblinge nominieren, danach kommen die 35 besten ins Finale und es wird abgestimmt.
Ich habe unter Anderem für "Gefrorenes Herz" von Mirjam H. Hüberli gestimmt, aber auch anderen Büchern, die ich mochte, meine Stimme gegeben. Dabei fällt die Wahl bei einer so großen Auswahl guter Bücher wirklich nicht leicht.
Ich bin schon sehr gespannt, welche Bücher den Preis bekommen. Unterstützt doch auch eure Lieblinge des Jahres mit einer Nominierung und einer Stimme, die ihr ab dem 20. November abgeben könnt. Und am 28. werden dann die Gewinner bekannt gegeben.

*Hier geht es zum Leserpreis*




Freitag, 14. November 2014

Die Liebe ist ein Trampeltier von Ina Straubing

Inhalt

Uppsala, Schweden: Elin ist Ende Zwanzig, arbeitet als selbständige Designerin und könnte eigentlich ganz zufrieden sein. Mit sich, dem Leben, und der Liebe. Immerhin ist sie gerade mit ihrem Freund Tomas in die gemeinsame Wohnung gezogen. Und auch wenn ihr Job bislang noch nicht gerade auf Hochtouren angelaufen ist und sie hin und wieder auch mal etwas "verschusselt" - ein paar Startschwierigkeiten gehören eben einfach dazu. Elin ist doch schließlich Optimistin! Doch ihre heile Welt stürzt ein, als sie eines Abends unverhofft nach Hause kommt und ihren Freund zwischen den viel zu großen und viel zu jungen Brüsten einer anderen erwischt - und auch noch im gemeinsamen Bett! Völlig unter Schock flüchtet Elin zu ihrer besten Freundin Misha, und zieht in das kleine Häuschen am Stadtrand ein. Als ihr bewusst wird, dass auch diese Lösung nicht von Dauer sein kann, meldet sich aus heiterem Himmel Tomas. Der bereut inzwischen seinen "Ausrutscher" und macht Elin einen unglaublichen Vorschlag: Sie soll herausfinden, ob sie Tomas noch liebt - wenn es sein muss, auch in den Armen anderer Männer. Und dazu hat Elin genau drei Wochen Zeit.

„Die Liebe ist ein Trampeltier“ ist ein Chick Lit-Buch und somit eigentlich nicht mein Genre. Doch der Schreibstil hat mich schon magisch angezogen, als ich mir nur die Inhaltsangabe durchgelesen habe. Deshalb stand für mich fest: ich möchte dieses Buch lesen! Und das hat sich auch gelohnt, und wie. Der Schreibstil hat mich von Anfang an begeistert und nur so durch die Seiten getragen und nach dem letzten Satz hätte ich am liebsten noch weiter gelesen. Dieser Schreibstil verdient es einfach, gelesen zu werden und macht unglaublichen Spaß.
Die Figuren sind sehr realistisch und (mehr oder weniger) nett gestaltet. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Elin, Tomas, Kristian und alle Anderen tatsächlich irgendwo da draußen gibt, vielleicht in Schweden, in einer Stadt namens Uppsala (die es übrigens wirklich gibt, auch wenn ich zuerst anderer Meinung war). Elin ist eine sympathische Protagonistin. Ich mochte sie sehr gerne und habe genauso gerne zugeschaut, wie sie ihre Zeit nach dem Betrug verbracht hat. Elin zerfließt nicht in Selbstmitleid, sie macht weiter, stürzt sich in ihr neues Design-Projekt und geht auch auf Tomas Vorschlag, mit anderen Männern auszugehen, ein.
Die Idee hinter dem Buch ist eine ganz neue, zumindest ist sie mir bisher sonst nirgendwo bisher begegnet. Dieses Angebot, sich selber mit anderen Männern zu treffen, von seinem Partner zu bekommen finde ich zwar ein wenig ungewöhnlich, aber es passt hier einfach. Es passt und wie die Autorin dies umgesetzt hat, ist wirklich gelungen.

Über die Autorin

Ina Straubing dachte sich bereits als plappernde Vierjährige Geschichten aus. Da ihr wohl niemand so richtig zuhören wollte, fasste sie den Entschluss, ihre Geschichten aufzuschreiben, was schließlich zu einem Studium der Germanistik führte. Und einer Unmenge mehr oder weniger gelungener Kurzgeschichten und Gedichte, die Ina in ihrer Freizeit schreibt. »Die Liebe ist ein Trampeltier« ist ihr Debütroman. Die Autorin lebt und arbeitet in München.

Fazit

Mir fällt wirklich absolut nichts ein, was man am „Trampeltier“ nicht lieben könnte. Es macht Spaß, es reißt mit und lässt nicht mehr los. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und komme werde nicht umhinkommen, auch ihr nächstes Buch zu lesen, sobald es rauskommt. So viel und so guten Humor finde ich nicht oft.

Sonntag, 9. November 2014

Kirschkernküsse von Barbara Schinko

4,5 Sterne

Inhalt

Elsie Bairns liebt Katzen, Kirschen und den Sommer – und sie liebt heimlich Cody Fletcher, den mutigen blonden Nachbarsjungen mit dem unglaublichen Lächeln. Als Cody mitten in der Nacht in ihr Haus schleicht und sie zu einer fünftägigen Fahrt quer durch Amerika einlädt, glaubt sie an die Erfüllung ihrer Träume. Der Roadtrip ihres Lebens beginnt, doch bald steht für Elsie fest: Das alles scheint zu verrückt und schön, um wahr zu sein. Und vielleicht ist es das. Denn je mehr Elsie den Mut aufbringt, Fragen zu stellen, desto klarer wird, dass ihr Cody etwas Entscheidendes verschweigt…

Was verbinde ich mit einem Roadtrip durch Amerika? Diese Frage wurde am Anfang der Leserunde zu diesem Buch gestellt, an der ich teilgenommen habe. Auf Grund mangelnder Kenntnisse war meine Antwort darauf ziemlich einfach gehalten: die Fahrt selbst mit einem bequemen Auto, Musik und gutes Wetter. Nun nach dem Lesen ist das anders. Würde ich jetzt nochmal gefragt werden, würde ich wahrscheinlich viel mehr dazu sagen, allem voran: Elsie und Kirschen.
Elsie ist ein Mädchen vom Land uns bezeichnet sich selbst wegen diesem Umstand häufiger Mal als langweilig. Doch verbringt man ein wenig Zeit mit ihr, dann merkt man schnell, dass sie genau das nicht ist. Sie versprüht ihren ganz eigenen Charme, jedoch fehlt ihr das Selbstbewusstsein, um das zu erkennen, was sich nach und nach aber ändert. Während des Roadtrips mit Cody wird Elsie nicht nur selbstbewusster, sondern wächst auch über sich hinaus und tut Dinge, die sie früher nie getan hätte.
Womit ich Roadtrips, oder zumindest diesen hier, sonst noch verbinde, sind Kirschen. Kirschen, die Elsie liebt. Mir hat es sehr gefallen, dass die Kirschen sich wirklich durch das gesamte Buch zogen. Ob beim „Traust du dich?“-Spiel, bei dem Elsie beim nächsten Halt nach Kirschsuppe fragen muss, oder beim Kirschfestival, bei welchem sie bei der Wahl zur Kirschkönigin teilnimmt, die Kirschen begleiten Elsie auf ihrer Reise quer durchs Land.
Während der Reise treffen Elsie und Cody viele verschiedene Menschen. Aileen, die Elsie bei der Kirschköniginnenwahl frisiert und geschminkt hat. Die Biker-Schwestern, die die Beiden in einem Café getroffen haben und die einfach super drauf waren. Und das waren nur zwei Beispiele für die vielen tollen Begegnungen, die sie gemacht haben.
Cody habe ich schon einige Male erwähnt, nun gehe ich ein wenig näher auf ihn ein. Cody scheint, wenn man sie so betrachtet, eigentlich das komplette Gegenteil von Elsie zu sein – mutig, selbstbewusst und er hat Spaß im Leben. Doch auch er ist nicht, wie er auf den ersten Blick wirkt. Und vor Allem tut er Elsie gut (wenn auch vielleicht nicht aus der Sicht ihrer Eltern).
Ein weiterer Pluspunkt: das Ende kann man auf keinen Fall vorhersehen. Kurz vor dem Ende erhält die Geschichte nochmal eine 180°-Wendung.
Ich kann nicht sagen, was für mich zur vollen Wertung gefehlt hätte. Eine Kleinigkeit, die ich nicht bestimmen kann. Deshalb vergebe ich 4,5 Sterne. „Kirschkernküsse“ hat für mich nicht ganz 5, aber doch mehr als 4 Sterne verdient.

Über die Autorin:

Barbara Schinko, geboren 1980, wuchs in einer österreichischen Kleinstadt auf. Ihre Kindheit spielte sich zwischen Bücherbergen und den Welten in ihrem Kopf ab. Später studierte sie internationale Wirtschaftsbeziehungen, erkundete Asien und Australien und fuhr mit ihrem Verlobten im Wohnmobil durch die USA. Wenn sie nicht arbeitet, sitzt sie in ihrem geliebten Hängesessel auf dem Balkon und träumt sich ans Meer.

Fazit

Die kurze Zeit mit Elsie und Cody hat mir gut gefallen. Mal ruhig, mal ereignisreich, doch nie langweilig, das war ihr Roadtrip und es hat Spaß gemacht, die beiden dabei zu begleiten.

Dienstag, 4. November 2014

Barfuß im Regen von Hannah Siebern

Inhalt

Janna trifft an der Uni auf Josh- den süßen Jungen aus ihrer alten Nachbarschaft, mit dem sie schon als Kind barfuß im Regen gespielt hat. Doch ihre Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen. Jannas letzte Beziehung endete in einer Katastrophe und hinterließ bei ihr tiefe Wunden. Um Männer macht sie seitdem einen großen Bogen und konzentriert sich lieber auf ihr Studium. Daher kann sie es gar nicht brauchen, dass Josh sie mit seiner sorglosen Art und seinen sturmgrauen Augen immer wieder aus der Reserve locken will. Als die Umstände sie dazu bringen, mit Josh in eine WG zu ziehen, ist das Chaos perfekt. Vor allem, weil die Vergangenheit jeden Augenblick an die Tür klopfen könnte ...

Janna und Josh, das klingt wie die perfekte Liebesgeschichte: Junge und Mädchen sind als Kinder beste Freunde, sie Beiden verlieren sich aus den Augen, als der Junge wegzieht, treffen aber nach Jahren an der Uni wieder auf einander. Inzwischen haben ihre Gefühle von damals sich verändert und sind tiefer geworden und die beiden finden endlich zusammen. Eine perfekte Liebesgeschichte eben – wäre da nicht die andere Seite der Medaille. Nachdem Josh weggezogen ist, hat Janna nämlich einige Entscheidungen getroffen, die sie schließlich zu Rogelio führten, der das komplette Gegenteil von Josh ist und mit dem Janna schöne, aber auch schlimme Zeiten erlebte, die sie und ihre Meinung über Männer geprägt haben.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Beziehungen, voller Liebe und Glück, aber auch voller Schmerz und Unglück. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie die Autorin diese beiden Extrema nicht nur in eine Geschichte gebracht hat, sondern auch in eine logische und schöne Geschichte.
Obwohl man manche ihrer Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehen kann, ist die Protagonistin Janna doch sympathisch. Man weiß von Anfang an, dass sie etwas Schlimmes durchgemacht haben muss, als sie für ein Jahr in Mexiko war, jedoch nicht, was es ist. Das hat die Autorin aber geschickt gelöst: Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart, doch durch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, kriegt man als Leser hautnah mit, was sie erlebt hat. Diese Art, die Vergangenheit zu erzählen, hat mir gut gefallen, denn sie ist viel lebendiger als eine Erzählung während eines Gesprächs es je sein könnte.
Was mich schließlich überzeugt hat, waren die liebenswerten Nebencharaktere, jeder mit seiner eigenen kleinen Eigenheit. Ob nun die mexikanische beste Freundin, Alexis, mit ihren Vertauschungen von Sprichwörtern oder Letica, die Gastmutter, die Janna wie eine Tochter in ihre Familie aufnahm, man muss sie einfach gern haben.

Über die Autorin:

Hannah Siebern (geb. 1986 in Münster) lebt mit ihrem Freund in Coesfeld (Westfalen). Lesen ist ihre ganz große Leidenschaft und seit ein paar Jahren schreibt sie auch selber. Lebenslauf Nach der Realschule hat Hannah Siebern ein Auslandsjahr in Mexiko verbracht. Danach machte sie in Münster ihr Abitur und den Bachelor in Erziehungswissenschaften. Seit 2011 studiert sie an der Universität Dortmund Erziehungswissenschaften im Master und hat einen Großteil ihrer neuen Texte im Zug geschrieben. Mit der Veröffentlichung von Nubila ging für sie ein großer Traum in Erfüllung.

Fazit

„Barfuß im Regen“ erzählt eine etwas andere Liebesgeschichte, mit Ecken und Kanten. Eine realistische und schöne Geschichte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und wie alle drei zusammenhängen und Jannas Leben bilden.

Freitag, 31. Oktober 2014

Ivory - Von Schatten verführt von Regina Meissner

Inhalt

Ivory Laurentis ist seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Flucht, denn sie besitzt eine verhängnisvolle Gabe: Sie ist die Einzige, die das Tor nach Embonis öffnen kann, einem Reich bevölkert von seelenlosen Kreaturen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in die Welt der Menschen überzusiedeln. Das Tor muss für immer geschlossen bleiben, doch die Schatten von Embonis sind Ivory dicht auf der Spur. Als sie dem geheimnisvollen Privatermittler Kil begegnet, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben geborgen. Trotzdem ist er für sie undurchschaubar und ihr Geheimnis jemandem anzuvertrauen bleibt eine große Gefahr.

„Ivory“ beginnt schon richtig spannend und diese Spannung lässt bis zum Ende nicht einen Moment nach. Die Protagonistin Ivory hat kein normales Leben, sie ist ständig auf der Flucht. Dieses Leben hat sie verändert. Statt des normalen Mädchens, das sonst sonst geworden wäre, ist sie eine Einzelgängerin, die es schon vor Jahren aufgegeben hat, immer wieder neue Freunde zu suchen. Ivy ist zurückgezogen und voller Selbstdisziplin. Und doch steht sie noch immer aufrecht und wehrt sich gegen ihr Schicksal. Ivy ist eine wirklich sympathischer Charakter und ich mochte sie richtig gerne.
Was es mit Kil auf sich hat, habe ich fast sofort erraten können. Und auch wenn ich es ziemlich offensichtlich fand, ist es das eigentlich nicht. Wenn man aufmerksam liest, kann man auf sein Geheimnis kommen, wenn nicht, ist das aber auch nicht schlimm. Ich werde an dieser Stelle nicht verraten was es ist, lediglich, dass es meine Meinung über ihn kein bisschen beeinflusst hat, weder positiv, noch negativ. Er ist einfach ein so charismatischer und einnehmender Mann, das hat mein immer mal wieder aufkeimendes Misstrauen gegen ihn deutlich überwogen.
Was mir wirklich sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte neu ist, ich habe sie so vorher nirgendwo sonst gelesen. Es ist eine neue Idee, die die Autorin super umgesetzt hat.
Der einzige kleine Kritikpunkt, wobei es nicht mal richtige Kritik ist, ist der Cliffhanger am Ende. Das Buch endet einfach an einer unglaublich spannenden Stelle und am liebsten möchte man gleich wissen, wie es weiter geht. Ich warte schon sehnsüchtig darauf, das der nächste Band erscheint, was hoffentlich bald sein wird.


Über die Autorin:

Regina Meißner, geboren 1993, schreibt schon sehr lange Geschichten, mit denen sie sich nun an die Öffentlichkeit wagen möchte. Im Genre der (Urban)Fantasy fühlt sie sich zu Hause. Die Jungautorin hat den ersten Talentwettbewerb von Lyx Storyboard gewonnen, bei dem sie sich mit ihrem Debütroman "Ivory - Von Schatten verführt" durchsetzen konnte. Selbiger erschien am 4.9.2014. Neben dem Schreiben, das die Autorin selbst als ihr größtes Hobby ansieht, studiert sie Deutsch und Englisch an der Universität in Gießen. Momentan arbeitet Regina Meißner am zweiten Teil von "Ivory - Von Schatten verführt". Weitere Projekte und Veröffentlichungen sind geplant.

Fazit

Fliehen? Vor diesem Buch? Bestimmt nicht! „Ivory“ hat nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch an die Seiten gefesselt. Selbst wenn man will, kann man sich nur mit Mühe aus der Geschichte befreien und will am liebsten gleich wieder abtauchen und Ivory bei ihrer Flucht begleiten.

Freitag, 24. Oktober 2014

Salt & Storm von Kendall Kulper

Inhalt

Seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island ohne einen Talisman der mächtigen Roe-Frauen. Avery ist die Jüngste und Letzte ihrer Linie. Nimmt sie ihr Erbe an, wird sie Macht über das Meer, den Sturm, das Glück und die Liebe haben. Doch sie weiß noch nicht, dass der Preis dafür ihr eigenes gebrochenes Herz sein wird. Verweigert sie sich ihrem Schicksal, muss sie sterben.

In „Salt & Storm“ spielt das Meer eine unglaublich wichtige Rolle. Viele Kilometer entfernt vom nächsten Meer, konnte ich es beim Lesen dennoch nicht nur deutlich vor mir sehen, sondern es auch auf der Haut spüren und das Salz des Meeres riechen. Das Buch brachte das Gefühl des Meeres mit und hat es in jeder Zeile versprüht. Denn das Meer wurde nicht nur ständig erwähnt, was nicht verwunderlich ist, da die Geschichte auf einer kleinen Insel spielt, sondern auch die Sprache ist mit vielen Vergleichen und Anspielungen aufs Meer gespickt.
Diese Allgegenwärtigkeit des Wassers war ein großer Teil dessen, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Ich bin eigentlich kein besonders großer Fan vom Meer, doch Averys besondere Bindung zu ihm und auch das Buch ganz allgemein haben mich so mitgerissen, dass ich hier einfach eine Ausnahme mache. Das Meer ist toll und das Buch bringt das wundervoll rüber.
Die Protagonistin der Geschichte ist Avery. Ich mag Avery. Zumindest am Anfang mochte ich sie. Da war sie zwar verzweifelt, doch ihre Verzweiflung hat sie nicht aufgehalten, sondern ihre Stärke und ihre Entschlossenheit eher noch verstärkt. Sie war eigentlich ein ganz normales Mädchen, das ihrem Traum folgen wollte, doch von der Mutter daran gehindert wurde. Das klingt jetzt nach nichts Ungewöhnlichem, doch fügt man noch hinzu, dass der Traum beinhaltet, um jeden Preis die nächste Roe-Hexe zu werden und die Mutter ihre Tochter durch einen Fluch daran hindert, diesem Traum zu verfolgen, dann wird klar, wo Averys Stärke, aber auch ihre Verzweiflung, herkommt. Wie sich ihr Charakter im Laufe der Geschichte entwickelte mochte ich aber nicht so sehr, wobei ich nicht mal wirklich sagen kann, was genau mich gestört hat. Trotzdem mochte ich Avery immer weniger.
Insgesamt gefiel mir nicht, in welche Richtung das Ganze ging. Während mir Averys Geschichte am Anfang noch ganz gut gefiel und ich mir eine schöne und spannende Zeit mit ihr versprach, nahm das immer mehr ab, je weiter ich kam. Immer und immer wieder musste die Autorin noch ein bisschen mehr Drama auf den Haufen schmeißen, sodass es schließlich so viel war, dass ich keine Ahnung hatte, wieso Avery trotz dieser ganzen Schicksalsschläge noch am Leben war. Mir war das einfach viel zu überladen.
Die Liebesgeschichte fand ich ganz in Ordnung. Sie war nicht kitschig und, viel wichtiger noch, passte super in die Geschichte hinein. Mir gefällt, was die Autorin daraus gemacht hat. Sie hat die Liebe mit Flüchen und Geheimnissen umwickelt, sodass sie sich wirklich an den Rest des Buches anpasst, dabei aber gleichzeitig eine nicht allzu große und die größtdenkbare Rolle einnimmt.

Über die Autorin:

Kendall Kulper wuchs im Norden New Jerseys auf. Sie arbeitete einige Jahre als Journalistin, beschloss aber irgendwann, sich ganz dem Schreiben von literarischen Texten zu widmen. Am meisten beschäftigen sie die Momente, in denen Menschen sich entscheiden müssen: Wer bist du wirklich, wofür stehst du ein – und wer willst du sein? Kendall Kulper lebt mit ihrem Mann und einem Hund in Chicago. 

Fazit

Selbst der Verlauf von „Salt & Storm“ erinnert stark an das Meer: anfangs die Flut, die alles mitreißt, was nicht niet- und nagelfest ist, aber schnell auch vorübergeht und der Ebbe Platz macht, die enthüllt, was das Meer während der Flut angespült hat.

Samstag, 18. Oktober 2014

Schmetterlingsherz von Mascha Matysiak

Inhalt

Mimi hat das Gefühl, bei Germany's Next Topmodel gelandet zu sein. Denn genauso verrückt geht's im Studio der Berliner Modefotografin zu, bei der sie gerade ein Praktikum macht. Neben schrägen Designern trifft Mimi auch den coolen Chris. Mit ihm soll sie spannende Foto-Locations suchen, was der schönen Lola gar nicht gefällt. Das Model ist nämlich selbst in Chris verliebt und setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen ...

Man merkt, dass das Buch jüngere Mädchen ansprechen soll. Es unterscheidet sich von meinen sonstigen Lesegewohnheiten. Zum einen ist Mimi, die Protagonistin, mit ihren etwa 14 Jahren jünger, als ich es sonst gewohnt bin. Aber auch das Thema des Buches ist deutlich auf das jüngere Publikum konzipiert. Während für gewöhnlich die Liebe im Vordergrund steht, tritt sie hier einen Schritt zurück und macht Platz für die (nicht ganz so) glitzernde Modewelt. Das finde ich einerseits toll, dass es auch noch solche Bücher gibt, bei denen es nicht nur um die Liebe geht, andererseits lese ich einfach gerne über die Liebe.
Mimi ist eine gewöhnliches Mädchen, dass in einem Dorf aufgewachsen ist und nun in die Großstadt schlechthin kommt: Berlin. Während man ihre Eindrücke hautnah mitbekommt, habe ich kaum einen Eindruck von ihr bekommen können. Zwar erfährt man genug über sie, besonders auch über ihre Vergangenheit, aber was für einen Charakter hat sie eigentlich? Das könnte ich jetzt beim besten Willen nicht mehr sagen, lediglich dass sie eine nette und einigermaßen sympathische Person ist. Ich muss auch gestehen, dass ich einen recht großen Teil der Zeit vergessen habe, dass Mimi überhaupt so heißt. Der Name wird nicht sehr oft genannt und ging bei mir immer wieder unter, bis er irgendwann doch einmal hängen blieb.
Der unumstrittene Star in diesem Buch ist der Make-up-Artist und Assistent der Fotografin Tine, KDW. Sein Name ist eine Anspielung auf das berühmte Einkaufszentrum Berlins, das KaDeWe. Er ist ein ziemlich durchgeknallter, aber dadurch auch sehr liebenswerter Mensch. KDW, der Mimi nicht nur Tipps zum Thema Liebe gibt, sondern sich auch um sie kümmert und für sie da ist, während Tine durch die ganze Welt fliegt und ihren Beruf ausübt.
Und wo ich schon dabei bin: KDW ist nicht der einzige Liebesbeweis der Autorin an unsere Hauptstadt. Ihre Liebe zu Berlin ist in jeder Zeile deutlich zu spüren, ob sie gerade den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz beschreibt oder eine kleine, unbekannte Ecke der Stadt. Man sieht die Orte vor sich und erlebt Berlin auf eine ganz andere Weise, als man es sonst kennt, und kriegt direkt Lust, selbst dort zu sein. Die Autorin und Berlin, keine Frage, passen einfach zusammen.
Was mir auch gefallen hat, ist der bereits erwähnte Einblick in die Welt der Mode. Ich habe nicht viel mit Mode zu tun. Ich weiß, dass es Kollektionen gibt, die sich ständig ändern. Und, dass es Menschen gibt, die viel Geld dafür ausgeben. Auch wenn es mir nicht komplett neu war und meine Meinung nicht beeinflusst hat, war es doch ganz nett, mal zu sehen, wie so eine Kollektion entsteht und an die Menschen kommt und wie viele Leute daran beteiligt sind. Die Modebranche ist nicht so leicht, wie sie erscheint


Über die Autorin:

Mascha Matysiak wollte als Kind gerne Musicalstar werden, doch zu mehr als einigen ambitionierten Soloeinlagen unter der Dusche kam es nie. Stattdessen studierte sie Kunstgeschichte, Germanistik und spanische Philologie. Seit ihrem Abschluss widmet sie sich intensiv und voller Freude dem Schreiben. Sie mag Dachgeschosswohnungen, den Coast Path, Bauernhofgeruch und guten Cappuccino mit ganz viel Schaum. Was sie nicht mag, sind zu lange Winter, Teppichboden, leidende Tiere und Humorlosigkeit. Gemeinsam mit ihrem Mann und zwei verfressenen Meerschweinchen lebt die Autorin in Berlin. 

Fazit

„Schmetterlingsherz“ ist eine süße Geschichte für jüngere Mädchen, die einen in die schönsten Ecken Berlins versetzt und Einblick in die Realität der Modewelt gibt. Und mit KDW, der dem Buch einen ganz besonderen Charme verleiht.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

H(e)ar(t)d Beat (oder auch Heart Hard Beat) von Janessa Bears

Inhalt

Trotz ihrer 17 Jahre weiß Price ganz genau, was sie vom Leben will: Ein Rockstar werden! Als sie allerdings den ersten Schritt in Richtung Zukunft macht, muss sie erkennen, dass Willen allein kein Garant für Erfolg ist. Sie muss zunächst sich selbst finden, die sanfte Seite des härtesten Punkrockers der Schule auftun und ihren geheimnisvollen Chatfreund enttarnen. Ob ihr das gelingt und welche Erfahrungen auf dem Weg dorthin sonst noch auf sie warten, erfahrt ihr im ersten Teil von »H(e)ar(t)d Beat«. Der turbulente, verworrene und von tiefen Gefühlen geprägte Werdegang einer berühmten Rockabella!

„H(e)ar(t)d Beat“ ist ein ungewöhnliches Buch. Gleich der Anfang davon ist anders, als man es erwarten würde. Es fängt nämlich damit an, dass Price schon alles erreicht hat, was sie wollte, ein berühmter und auch sehr erfolgreicher Rockstar ist und sogar in eine Talkshow eingeladen wurde. Sozusagen ein Ausblick auf das Ende der kompletten Reihe. Und gleich darauf wird Price gezeigt, wie sie am Anfang ihres Weges ist. Ihre Entwicklung ist unglaublich.
Die eben schon genannte Price ist die Protagonistin des Buches. Gleich von Anfang an ist sie ein sehr sympathischer Charakter und ich hatte sie schnell sehr gern. Mir gefiel die Mischung, wie sie einerseits ganz normal, andererseits aber auch etwas Besonderes ist. Ihre Persönlichkeit hat die Autorin meiner Meinung nach fantastisch ausgearbeitet. Mit Price hat sie etwas Besonderes geschaffen.
Die Geschichte mit dem Sky, dem Chatfreund, sehe ich ein wenig gespalten. Einerseits ist die Idee nichts Neues und es war (zumindest mir) sehr früh klar, wer Prices geheimnisvoller Chatpartner ist. Aber andererseits, und auch deutlich überwiegend, mochte ich die Gespräche und deren Verlauf sehr gerne. Sky und Price haben völlig offen und ehrlich miteinander geschrieben, obwohl sie sich erst über das Internet kennengelernt haben. Und auch später, als Sky sie schon kannte, sie aber nach wie vor keine Ahnung hatte, wer er ist, gefielen mir die Chats der Beiden. Diese verliefen dann einfach auf einer anderen Ebene, die aber ebenfalls gut mit dem Rest der Geschichte harmoniert.
„Heart Hard Beat“ spielt in Frankfurt. Ich glaube, dass ist der erste Roman, den ich lese, der dort spielt. Leider fand ich die Umsetzung der Stadt im Buch etwas enttäuschend. Da ich praktisch direkt um die Ecke wohne und einige Teile Frankfurts auch etwas besser kenne, habe ich erwartet, dass einige dieser Orte auch vorkommen. Doch tatsächlich wurden nur einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnt, wie der Römerplatz und der Eiserne Steg. Außer diesen paar Szenen hätte die Geschichte an jedem beliebigen Ort spielen können. Da hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Aber auch die Musik, um die es im Inhaltsangabe hauptsächlich geht, hatte meiner Meinung nach eine zu kleine Rolle. Ab der Mitte des Buches etwa wird vielleicht zwei Mal erwähnt, dass Price in einer Band spielt. Ansonsten ist das Ganze eher auf das Studium und den Chatfreund fokussiert, was keineswegs schlecht ist. An dem Punkt wird es besonders deutlich, dass es nun mal der erste Teil einer Reihe ist.

Über die Autorin:

Im Herzen "Forever Young", in ihrem Tun "You drive me crazy" und im Leben "Sugar,Sugar", das ist Jane (vielen auch als Maya bekannt), in Liedern!
Jung, zuweilen naiv, aber immer mit Herz und Seele bei der Sache: Das ist die genauste Beschreibung dieser Frau, die mit unzähligen Träumen und einer Menge Bücher im Frankfurter Raum wohnt. 

Fazit

Für mich war „H(e)ar(t)d Beat“ auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die mich trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten hat. Price hat mich einfach überzeugt. Mit Musik hat dieser erste Teil der Reihe zwar noch nicht so viel zu tun, doch er ist eine super Einleitung in Prices Welt und ihren Traum, bei dem man Lust auf die nächsten Teile bekommt.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Mein Besuch der Frankfurter Buchmesse 2014

Gestern (Freitag) und heute (Samstag) war ich auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs. Und ich bin noch immer total verblüfft darüber, dass ich akkrediert wurde und überhaupt am Freitag schon kommen durfte.
Mein Freitag war recht ereignislos. Ich bin ohne konkrete Pläne auf die Messe gegangen und habe mich dann die ganze Zeit in Halle 3 aufgehalten. Während ich im letzten Jahr nur kurz durch gegangen bin, hatte ich gestern genug Zeit, um an allen Ständen zumindest mal vorbei zu kommen, aber auch mal genauer hinzuschauen. Dabei habe ich nicht nur viele neue und interessante Bücher entdeckt und etwa 50 Leseproben, sowie einige Postkarten und Lesezeichen mitgenommen, sondern auch eine Menge neuer Verlage kennengelernt, unter Anderem den WagnerVerlag und Forever, das digitale Imprint des Ullmann Verlages. Aber auch bei den mir schon bekannten Verlagen schaute ich vorbei und mir an, was sie im Moment so im Programm haben.

Meine mitgebrachten Leseproben

Eines der herausstechendsten Bücher, die ich gesehen habe, war Amizaras-Chronik. Genau genommen ist es eine ganze Reihe, bei der bald der dritte Teil erscheint. Und jeder davon ist ein dickes Ding und voller toller Illustrationen. Ein Mann an dem Stand (vielleicht der Autor? Das habe ich nicht wirklich verstanden) erklärte mir, dass die Bilder Hinweise zu dem Rätsel in dem Buch liefern. Jedoch kann man die auch einfach ignorieren und bloß die Texte lesen. In nächster Zeit werde ich es zwar wahrscheinlich noch nicht lesen, aber ich werde es auf jeden Fall mal im Auge behalten.
Ich bin inzwischen ein großer Fan von Im.press und mag ihre Bücher sehr. Als ich durch einen der Gang schlenderte und diese Wand mit den Covern von allen bisher erschienen Titeln entdeckte, habe ich mich sehr gefreut und gleich ein paar Fotos davon geschossen


Die Im.press Wand

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Während ich mir am gestrigen Tag nur die verschiedenen Stände angeschaut habe, hatte ich heute gleich mehrere Ereignisse, bei denen ich dabei war. Zuerst war da das Treffen mit dem bookshouse-Verlag. Eine Gruppe von Lesern und Bloggern traf sich mit einigen der Mitarbeiter und Autoren des Verlags. Es wurden T-Shirts mit dem Logo verteilt und dann ging es los. Wir liefen einige stunden mit unseren T-Shirts herum und machten auf den Verlag aufmerksam. Obwohl ich bei diesem Treffen niemanden vorher kannte, war es doch eine ganz angenehme und lustige Gruppe, sodass die Zeit schnell verflog bis wir und wieder trennten.
Da ich bis zum nächsten Treffen noch Zeit habe, habe ich diese genutzt und die Agora erkundet. Für eine Weile habe ich mich ins Lesezelt gesetzt, wo gerade eine Lesung mit Interview der beiden Autoren, Sari Luthanen und Miikko Oikkonen, zu den "Nymphs"-Büchern stattfand. Ihre Bücher habe ich schon vor einer Weile im Programm des Fischer-Verlages entdeckt, sie haben mich damals aber nicht so recht angesprochen. Die Lesung hat mein Interesse geweckt und wenn auch ich mir nicht sicher bin, dass ich die Bücher lese, so werde ich mir auf jeden Fall mal die Serie
dazu anschauen, die Februar nächsten Jahres in Deutschland ausgestrahlt wird.
Anschließend kam ich noch an der Open Stage vorbei und bekam noch einen Teil von der laufenden Veranstaltung mit: Katja Burkard stellte ihr neues Kinderbuch "Prinz Grünigitt" vor. Eine sympathische Frau, die abschließend zu ihrer Lesung auch kleine gesunde Snacks passend zum Buch organisiert hatte, nämlich Obstspieße, sowie Gemüsesticks mit Dipp.
Dann kam ich noch an einer Station vorbei, bei der man sich aus einem der freistehenden Regale ein Buch rausnehmen, sich hinsetzen und darin lesen konnte. Eine kleine Bücherei auf der großen Buchmesse. Dort habe ich gleich zwei Wunschbücher gefunden, die ich auch mitgenommen habe. Dies waren zum Einen "Totenbraut" von Nina Blazon, sowie "Into the Deep" von Samantha Young.




Danach war es endlich Zeit für das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen, mein Highlight der ganzen Messe. Als ich am Stand ankam, war es dort schon sehr voll. Es standen dort viele Lovelybooker vor dem Stand, aber vor Allem auch in der Schlange, um eines der begehrten Goodie-Bags abzuholen. Ich war eine jener, die so eine bekommen hat. Dies war der Inhalt meiner Tasche:
Inhalt meines Goodie-Bags

Allein die Tasche ist schon richtig schön, dazu kommt aber auch noch, dass sie mit fünf Büchern, zwei Notizbüchern, einem Bücher-Tagebuch, einem Hörbuch sowie einem Schlüsselanhänger, einem kleinen Stempel, einem SmartKosi von feelings und einigen der tollen Postkarten und Lesezeichen von Lovelybooks gefüllt war. Dazu wurden noch leckere Cupcakes verteilt. Der Hauptzweck dieses Treffens war aber der Kontakt zu den anderen Bloggern und Lesern. Ich habe dort einige Freunde und Bekannte getroffen, die ich zum Teil vor Monaten das letzte Mal gesehen habe, aber auch bekannte Namen von Lovelybooks kurz vorbeihuschen sehen. Auch anwesend waren einige Autoren, die ihre Werke bewarben, und auch Teri Terry war dort, die wohl bekannteste unter den Anwesenden. Man konnte sich mit der Autorin unterhalten und ihr Fragen stellen oder auch seine Bücher von ihr signieren lassen.
Danach hatte ich alles, was ich auf jeden Fall sehen wollte, schon gesehen und auch keine Lust mehr, noch länger auf der Messe zu bleiben, also fuhr ich nach Hause. Damit endete die Messe für mich, dass morgen (am Sonntag) habe ich nicht vor, nochmal hinzugehen. Einerseits ist das zwar schade, die Buchmesse ist einfach ein richtig tolles Ereigniss, doch andererseits bin ich nach diesen zwei Messetagen schon ganz kaputt und freue mich darauf, mich morgen noch ein wenig ausruhen zu können. Doch ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn die Buchmesse wieder ihre Türen öffnet.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Engelsherz von Isabella Rameder

Inhalt

Als die junge Luisa am Tag des prophezeiten Weltuntergangs in der Kapelle ihres Dorfes auf vier Erzengel trifft, ändert sich ihr Leben schlagartig. Auf dem Gutshof ihrer Eltern tummeln sich plötzlich nicht nur attraktive Engel und zauberhafte Naturgeister, sondern auch deren düstere Gegenspieler, die gefallenen Engelswächter. Luisa verliebt sich Hals über Kopf in Erzengel Raphael und gerät dadurch in allerhöchste Gefahr. Gemeinsam mit der Engelschar begibt sie sich in einen Kampf gegen das Böse und stellt sich dem Ruf ihres Herzens - mit unerwarteten Folgen ...

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich unentschlossen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es hat mich zwar nicht komplett umgehauen, schlecht fand ich es aber garantiert auch nicht. Ich werde mal versuchen, meinen Zwiespalt in dieser Rezension deutlich zu machen.
Die Idee mit den Engeln und die Geschichte rund um sie herum fand ich von Anfang an ganz schön. Im Moment lese ich wieder sehr gerne Bücher mit Engeln und da haben mich Raphael, Michael, Gabriel und die anderen Erzengel nicht enttäuscht. Sie sind so, wie man sich Engel auf Erden vorstellen würde. Hin und wieder vielleicht ein wenig zu perfekt, aber trotzdem toll.
Dann ist da noch Luisa, die Protagonistin des Buches. Am Anfang hatte ich sie wirklich gern, doch je mehr ich von ihr las, desto weniger mochte ich sie. Luisa ist nämlich ein unglaublich schwieriger Charakter. Sie denkt nur an sich, verletzt alle um sie herum, wobei sie gar nicht daran denkt, dass ihr Handeln andere Leute verletzen könnte und raucht und trinkt nebenbei auch noch. Im Laufe der Geschichte bessert sie sich zwar ein wenig, aber für mich zu wohl zu wenig. Ich hatte irgendwann nicht mehr genug Nerven für Luisa und ihre nervige Art.
Eine weitere ziemlich wichtige Person, bei der es mir ähnlich ging, war Luisas bester Freund Paul. Anfangs mochte ich ihn und hatte Mitleid mit ihm wegen seiner familiären Lage, doch auch wie er sich entwickelte, gefiel mir nicht.
So empfand ich es zum Glück aber lange nicht bei allen Figuren, bloß bei einigen, die leider ziemlich oft vorkommen. Zum Beispiel gibt es da auch Marlene, Luisas Schwester. Sie war toll, einer meiner liebsten Charaktere, aber ich hätte sie gerne etwas öfter gesehen. Aber auch die meisten von Luisas Freunden waren ganz nette Typen, die ich richtig gern hatte.
Abgesehen davon war das Buch auch ziemlich lang. Klar, es hat über 500 Seiten, aber ich kenne auch Bücher mit mehr Seiten, die mir viel kürzer vorkamen. Viele Stellen zogen sich, sodass ich den Eindruck hatte, es wäre länger als es tatsächlich ist. Hin und wieder war die Geschichte mit einigen actionreichen Szenen gespickt, für meinen Geschmack aber zu selten. Ansonsten floss die Geschichte einfach dahin wie ein kleines Bächlein, dass mal ruhig fließt und dann wieder einen schweren und hindernisreichen Weg vor sich hat.

Über die Autorin:

Isabella Rameder wurde im Sommer 1978 in Wien geboren. Das Schreiben und Lesen waren schon immer ihre ganz großen Leidenschaften. Sie studierte Germanistik und Journalistik und arbeitete als Redakteurin und Lektorin in Wien, bis es sie eines Tages völlig überraschend in ein kleines Dorf nach Bayern verschlug. Seither ist Deutschland ihre Wahlheimat. "Engelsherz" ist ihr erster Roman.

Fazit

Für „Engelsherz“ braucht man entweder eine sehr tolerante Einstellung oder starke Nerven, denn Luisa ist wirklich nicht einfach. Findet man aber entweder das Eine, oder das Andere, dann bekommt man eine nette Geschichte und eine tolle Engelsbande in ihrer menschlichen Gestalt, die man wirklich gern haben kann.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Dark Elements - Steinerne Schwingen von Jennifer L. Armentrout

Inhallt

Vampire waren gestern – jetzt kommen die Gargoyles! Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Ash gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Dies ist nun schon das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe, und ich bin jedes Mal wieder absolut begeistert davon, wie originell sie ihre Geschichten schreibt. Nach „Wait for you“ und „Obsidian“ habe ich aber auch nichts Anderes erwartet, denn schon die Beiden haben es geschafft, dass ich gefesselt an den Seiten hing und innerhalb kürzester Zeit schon am Ende war und am liebsten immer weiterlesen wollte. „Dark Elements“ hat diese in meinen Augen aber sogar noch übertroffen.
Zum Einen liegt das an den tollen Protagonisten. Layla, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, ist sympathisch und unterscheidet sich von allen um sie herum. Dadurch, dass sie zur Hälfte Wächterin und zur Hälfte Dämonin ist, passt sie weder zu der einen, noch zu der anderen Seite wirklich. Und je mehr man von ihr liest, desto mehr mag man sie auch, denn mit jeder Seite wird man tiefer in Laylas ungewöhnliches Leben gezogen und fiebert bei jedem Kampf oder Angriff mit, während man aber auch alle Geheimnisse, die sie umgeben, lösen will.
Aber auch der Wächter Zayne, mit dem Layla aufgewachsen ist, und der Dämon Roth sind fantastisch. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und trotzdem spielen sie beide eine recht große Rolle in Laylas Leben. Und auch wenn sich das jetzt nach einer Dreiecksbeziehung anhört, es ist keine, zumindest keine, die ich so bezeichnen würde. Für mich gehört zu einer solchen nämlich, dass da wirklich eine erkennbare romantische Beziehung zwischen den beiden Partnern vorhanden ist, was hier nicht der Fall ist.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die übernatürlichen Wesen. Die sind zwar nichts wirklich Besonderes in Büchern, doch Jennifer L. Armentrout lässt in ihrer Welt ganz neue Wesen auftreten. Die Gargoyles sind mir vorher nicht untergekommen und ich bezweifle, dass ich zu ihnen auch viel finden würde. Sie sind eine neue Art von Fabelwesen und mit Vampiren oder Werwölfen nicht zu vergleichen und genau das macht sie so interessant und aufregend.
Nachdem ich „Obsidian“ schon gelesen habe, habe ich vor Allem am Anfang einige Parallelen zwischen den beiden Büchern gesehen, eine der auffälligsten den männlichen Protagonisten betreffend. Roth ist Daemon nicht unähnlich. Es hat aber nicht lange gedauert, bis ich nicht mehr jede Szene mit „Obsidian“ verglich, denn obwohl es unverkennbar die gleiche Autorin ist, hat sie eine komplett andere Welt geschaffen, in der man sich verliert. Dazu kam die Spannung, die keinen Augenblick nachlässt. Es herrscht eine angespannte und erwartungsvolle Atmosphäre, die es einem unmöglich macht, das Buch zur Seite zu legen.

Über die Autorin:

Jennifer L. Armentrout ist eine US-amerikanische Autorin, die 1980 in West Virginia geboren wurde und heute mit ihrem Ehemann und ihrem Hund Loki zusammen lebt. Der Wunsch, Autorin zu werden, entstand in den Mathestunden ihrer Schulzeit, als sie anfing Kurzgeschichten zu schreiben, anstatt zu rechnen. Heute ist sie eine bekannte Jugendbuch- und Fantasyautorin, die es mit einigen Romanen auf die New-Yorker-Bestseller-Liste schaffte. 

Fazit

Würde ich „Dark Elements“ weiterempfehlen? Auf jeden Fall! Es ist das beste Buch der Autorin von denen, die ich bisher kenne und die waren schon sehr gut. Jennifer L. Armentrout hat mich mit ihren Ideen inzwischen so sehr begeistert, dass sie sich ihren Platz als eine meiner Lieblingsautorinnen wirklich verdient hat.