Mittwoch, 15. Oktober 2014

H(e)ar(t)d Beat (oder auch Heart Hard Beat) von Janessa Bears

Inhalt

Trotz ihrer 17 Jahre weiß Price ganz genau, was sie vom Leben will: Ein Rockstar werden! Als sie allerdings den ersten Schritt in Richtung Zukunft macht, muss sie erkennen, dass Willen allein kein Garant für Erfolg ist. Sie muss zunächst sich selbst finden, die sanfte Seite des härtesten Punkrockers der Schule auftun und ihren geheimnisvollen Chatfreund enttarnen. Ob ihr das gelingt und welche Erfahrungen auf dem Weg dorthin sonst noch auf sie warten, erfahrt ihr im ersten Teil von »H(e)ar(t)d Beat«. Der turbulente, verworrene und von tiefen Gefühlen geprägte Werdegang einer berühmten Rockabella!

„H(e)ar(t)d Beat“ ist ein ungewöhnliches Buch. Gleich der Anfang davon ist anders, als man es erwarten würde. Es fängt nämlich damit an, dass Price schon alles erreicht hat, was sie wollte, ein berühmter und auch sehr erfolgreicher Rockstar ist und sogar in eine Talkshow eingeladen wurde. Sozusagen ein Ausblick auf das Ende der kompletten Reihe. Und gleich darauf wird Price gezeigt, wie sie am Anfang ihres Weges ist. Ihre Entwicklung ist unglaublich.
Die eben schon genannte Price ist die Protagonistin des Buches. Gleich von Anfang an ist sie ein sehr sympathischer Charakter und ich hatte sie schnell sehr gern. Mir gefiel die Mischung, wie sie einerseits ganz normal, andererseits aber auch etwas Besonderes ist. Ihre Persönlichkeit hat die Autorin meiner Meinung nach fantastisch ausgearbeitet. Mit Price hat sie etwas Besonderes geschaffen.
Die Geschichte mit dem Sky, dem Chatfreund, sehe ich ein wenig gespalten. Einerseits ist die Idee nichts Neues und es war (zumindest mir) sehr früh klar, wer Prices geheimnisvoller Chatpartner ist. Aber andererseits, und auch deutlich überwiegend, mochte ich die Gespräche und deren Verlauf sehr gerne. Sky und Price haben völlig offen und ehrlich miteinander geschrieben, obwohl sie sich erst über das Internet kennengelernt haben. Und auch später, als Sky sie schon kannte, sie aber nach wie vor keine Ahnung hatte, wer er ist, gefielen mir die Chats der Beiden. Diese verliefen dann einfach auf einer anderen Ebene, die aber ebenfalls gut mit dem Rest der Geschichte harmoniert.
„Heart Hard Beat“ spielt in Frankfurt. Ich glaube, dass ist der erste Roman, den ich lese, der dort spielt. Leider fand ich die Umsetzung der Stadt im Buch etwas enttäuschend. Da ich praktisch direkt um die Ecke wohne und einige Teile Frankfurts auch etwas besser kenne, habe ich erwartet, dass einige dieser Orte auch vorkommen. Doch tatsächlich wurden nur einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnt, wie der Römerplatz und der Eiserne Steg. Außer diesen paar Szenen hätte die Geschichte an jedem beliebigen Ort spielen können. Da hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Aber auch die Musik, um die es im Inhaltsangabe hauptsächlich geht, hatte meiner Meinung nach eine zu kleine Rolle. Ab der Mitte des Buches etwa wird vielleicht zwei Mal erwähnt, dass Price in einer Band spielt. Ansonsten ist das Ganze eher auf das Studium und den Chatfreund fokussiert, was keineswegs schlecht ist. An dem Punkt wird es besonders deutlich, dass es nun mal der erste Teil einer Reihe ist.

Über die Autorin:

Im Herzen "Forever Young", in ihrem Tun "You drive me crazy" und im Leben "Sugar,Sugar", das ist Jane (vielen auch als Maya bekannt), in Liedern!
Jung, zuweilen naiv, aber immer mit Herz und Seele bei der Sache: Das ist die genauste Beschreibung dieser Frau, die mit unzähligen Träumen und einer Menge Bücher im Frankfurter Raum wohnt. 

Fazit

Für mich war „H(e)ar(t)d Beat“ auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die mich trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten hat. Price hat mich einfach überzeugt. Mit Musik hat dieser erste Teil der Reihe zwar noch nicht so viel zu tun, doch er ist eine super Einleitung in Prices Welt und ihren Traum, bei dem man Lust auf die nächsten Teile bekommt.

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