Freitag, 14. November 2014

Die Liebe ist ein Trampeltier von Ina Straubing

Inhalt

Uppsala, Schweden: Elin ist Ende Zwanzig, arbeitet als selbständige Designerin und könnte eigentlich ganz zufrieden sein. Mit sich, dem Leben, und der Liebe. Immerhin ist sie gerade mit ihrem Freund Tomas in die gemeinsame Wohnung gezogen. Und auch wenn ihr Job bislang noch nicht gerade auf Hochtouren angelaufen ist und sie hin und wieder auch mal etwas "verschusselt" - ein paar Startschwierigkeiten gehören eben einfach dazu. Elin ist doch schließlich Optimistin! Doch ihre heile Welt stürzt ein, als sie eines Abends unverhofft nach Hause kommt und ihren Freund zwischen den viel zu großen und viel zu jungen Brüsten einer anderen erwischt - und auch noch im gemeinsamen Bett! Völlig unter Schock flüchtet Elin zu ihrer besten Freundin Misha, und zieht in das kleine Häuschen am Stadtrand ein. Als ihr bewusst wird, dass auch diese Lösung nicht von Dauer sein kann, meldet sich aus heiterem Himmel Tomas. Der bereut inzwischen seinen "Ausrutscher" und macht Elin einen unglaublichen Vorschlag: Sie soll herausfinden, ob sie Tomas noch liebt - wenn es sein muss, auch in den Armen anderer Männer. Und dazu hat Elin genau drei Wochen Zeit.

„Die Liebe ist ein Trampeltier“ ist ein Chick Lit-Buch und somit eigentlich nicht mein Genre. Doch der Schreibstil hat mich schon magisch angezogen, als ich mir nur die Inhaltsangabe durchgelesen habe. Deshalb stand für mich fest: ich möchte dieses Buch lesen! Und das hat sich auch gelohnt, und wie. Der Schreibstil hat mich von Anfang an begeistert und nur so durch die Seiten getragen und nach dem letzten Satz hätte ich am liebsten noch weiter gelesen. Dieser Schreibstil verdient es einfach, gelesen zu werden und macht unglaublichen Spaß.
Die Figuren sind sehr realistisch und (mehr oder weniger) nett gestaltet. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Elin, Tomas, Kristian und alle Anderen tatsächlich irgendwo da draußen gibt, vielleicht in Schweden, in einer Stadt namens Uppsala (die es übrigens wirklich gibt, auch wenn ich zuerst anderer Meinung war). Elin ist eine sympathische Protagonistin. Ich mochte sie sehr gerne und habe genauso gerne zugeschaut, wie sie ihre Zeit nach dem Betrug verbracht hat. Elin zerfließt nicht in Selbstmitleid, sie macht weiter, stürzt sich in ihr neues Design-Projekt und geht auch auf Tomas Vorschlag, mit anderen Männern auszugehen, ein.
Die Idee hinter dem Buch ist eine ganz neue, zumindest ist sie mir bisher sonst nirgendwo bisher begegnet. Dieses Angebot, sich selber mit anderen Männern zu treffen, von seinem Partner zu bekommen finde ich zwar ein wenig ungewöhnlich, aber es passt hier einfach. Es passt und wie die Autorin dies umgesetzt hat, ist wirklich gelungen.

Über die Autorin

Ina Straubing dachte sich bereits als plappernde Vierjährige Geschichten aus. Da ihr wohl niemand so richtig zuhören wollte, fasste sie den Entschluss, ihre Geschichten aufzuschreiben, was schließlich zu einem Studium der Germanistik führte. Und einer Unmenge mehr oder weniger gelungener Kurzgeschichten und Gedichte, die Ina in ihrer Freizeit schreibt. »Die Liebe ist ein Trampeltier« ist ihr Debütroman. Die Autorin lebt und arbeitet in München.

Fazit

Mir fällt wirklich absolut nichts ein, was man am „Trampeltier“ nicht lieben könnte. Es macht Spaß, es reißt mit und lässt nicht mehr los. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und komme werde nicht umhinkommen, auch ihr nächstes Buch zu lesen, sobald es rauskommt. So viel und so guten Humor finde ich nicht oft.

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