Vielen Dank an impress für das Rezensionsexemplar!
Inhalt
Ob die Sterne wussten, dass diese Nacht
Mias Leben verändern würde? Sie erleuchteten den ganzen Himmel, als
Iason mit den anderen Flüchtlingen auf der Erde landete. Jetzt steht
er vor ihr. Eine dunkle Stille geht von ihm aus, doch seine
graublauen Augen scheinen ins Innerste von Mia zu blicken. Augen mit
der Anziehungskraft eines schwarzen Lochs. Augen, in die sie
hineinfällt. Sie lassen Mia vergessen, dass es eigentlich nicht sein
kann: eine überirdische Liebe, die Welten überbrücken muss. Und
jeder Tag, der vergeht, bringt den endgültigen Abschied näher. Denn
Iason ist nur Gast auf der Erde. Auf seinem Heimatplaneten Loduun
herrscht Krieg und Iason ist als Wächter vorbestimmt, sein Volk zu
beschützen.
„Sternenschimmer“ ist so ein Buch,
über das ich im Vorfeld nur Gutes gehört habe. Jeder war begeistert
und schwärmte in den höchsten Tönen davon. Da war ich natürlich
von vornherein sehr gespannt darauf, auch ohne vorher wirklich zu
wissen, um was es in dem Buch geht.
Mia und ich, wir hatten einen etwas
holprigen Start. Ich fand sie zwar ganz sympathisch, vor Allem weil
sie sich für ihre Überzeugungen einsetzt und für das geradesteht,
was sie für richtig hält. Das Betreuen der Kinder von Loduun ist so
eine Sache. Es ist „the road less taken“, wie Robert Frost es so
schön sagt. Die Loduuner, die „Außerirdischen“, werden nicht
von allen mit offenen Armen empfangen und es sind noch weniger
Menschen, die ihnen aktiv irgendwie helfen. Dass Mia zu den wenigen
Helfern gehört, spricht wohl für sich. Aber ansonsten konnte ich in
den ersten Kapiteln nicht viel mit ihr anfangen. Nach einiger Zeit
und einigen Aktionen Mias mochte ich sie aber immer lieber und
irgendwann hatte ich sie wirklich gern.
Bei den meisten anderen Charakteren war
das aber nicht so, bloß Mia erschien anfangs durch ihre perfekte und
vorbildliche Art etwas unwirklich. Ganz besonders gerne hatte ich die
eben schon erwähnten loduunischen Kinder, die Mia betreut. Fünf
zauberhafte kleine Engel, die viel durchgemacht haben und nun weit
entfernt von ihrem Zuhause und dem dort herrschenden Krieg sind. Die
Kinder sind voller Lebensfreude, nachdem sie sich erst an ihre neue
Umgebung gewöhnt haben und ich habe sie sehr ins Herz geschlossen.
Auch ein Loduuner, aber einer, der nicht mehr wirklich zu den Kindern
gezählt werden kann, ist Iason. Im Gegensatz zu Mia ist er sehr
verantwortungsbewusst und nimmt besonders seine Verantwortung
gegenüber seinen kleinen Schwester sehr ernst. Damit ist er so
ziemlich das Gegenteil von Mia, die zwar auch an ihre Verantwortung
denkt, jedoch nicht so stark wie Iason, und sich eher darauf
konzentriert, die Kinder zu beschäftigen und ihnen Freude zu
bereiten.
Bei zwei so verschiedenen Charakteren
wundert es einen nicht, dass auch ihre Beziehung ziemlich kompliziert
ist. Typische klischeehafte Liebesgeschichte? Keine Spur. Viel eher
entwickelt sie sich langsam, verändert sich ständig und macht
einige Wendungen durch. Ich hatte das Gefühl, die Beiden würden
nicht still stehen und ihre Gedanken und Gefühle wären die ganze
Zeit in Bewegung. Diese Art von Beziehung hat mir sehr gefallen, da
sie eben nicht so ist, wie man es sonst so liest, ungewöhnlich und
neugierig darauf machend, was bei dem nächsten Aufeinandertreffen
der Beiden wohl passieren wird.
Was mir an dem Buch noch so gut
gefallen hat, sind die Themen, die darin angesprochen werden und zum
Nachdenken anregen. „Sternenschimmer“ spielt in der Zukunft und
zeigt auf, wie sich der Klimawandel auf die Erde auswirken könnte.
Aber auch, dass Menschen aus der Geschichte lernen und in Frieden
neben einander leben können. Und noch so vieles mehr.
Über die Autorin:
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden,
lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur
Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem
Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer
Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem
Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie
dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das
immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich
umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei
Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“
Fazit
„Sternenschimmer“ ist ein
umwerfendes Buch, das ich mit keinem anderen vergleichen könnte.
Trotz einiger Längen ab und zu habe ich es genossen, es zu lesen.
Ich freue mich sehr es gelesen zu haben, denn das Buch hat mich aus
den Anfängen einer ziemlich fiesen Leseflaute rausgeholt und
erwartungsvoll zurückgelassen. Ich bin gespannt, wie es mit Mia,
Iason und Loduun weitergeht und freue mich schon jetzt auf das
Erscheinen des zweiten Teils.
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