Donnerstag, 16. November 2017

Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Ich habe ein paar von Laura Kneidls Büchern gelesen und auch gemocht, doch ich hätte nie gedacht, dass aus ihrer Feder mal so eine Perle kommen würde. In den vorherigen zwei Wochen habe ich noch zwei weitere NA Bücher gelesen, um meine plötzliche Lust auf das Genre zu stillen. Berühre mich. Nicht. hat alles, was ich in denen gesucht und nicht gefunden habe.
Zuerst das unwichtigste: Es ist für NA ja üblich, dass die am College spielen, doch vom Studium der Figuren selbst bekommt man nicht viel mit. HIER NICHT! Man schlägt das Buch auf und merkt: diese Leute studieren. Sie haben Stress mit Hausarbeiten und der Vorbereitung auf Klausuren und nicht allzu viel Freizeit (an dieser Stelle mochte ich Physikstudentin und Freundin April sehr =P), sie sitzen in ihren Vorlesungen und hören ihrem Professor zu und lästern untereinander über sie. Man sitzt mit vielen Leuten im Vorlesungssaal, von denen man die meisten nicht mal kennt. Sage führt das „typische“ armer Student-Dasein. Es gibt die eine oder andere Party, klar, doch das Thema Party ist hier nicht zentral wichtig für die Geschichte.
Nicht nur das Studentendasein ist realistisch aufgebaut. Auch generell sind Entwicklungen logisch und nehmen sich die Zeit, die sie brauchen. Manchmal hat es mich wahnsinnig gemacht, wie langsam Luca und Sage sich näher kamen, doch ich würde es gar nicht anders haben wollen, alles andere würde keinen Sinn machen. Oder auch Sages Umgang mit ihrem Problem, das nicht über Nacht plötzlich weg ist. Toll, einfach toll. (Und erinnert mich an mein anderes Jahreshighlight, wo es dieses Wunderheilmittel ebenfalls nicht gab.)
Berühre mich. Nicht. hat mich direkt von der ersten Seite an gefesselt und so sehr mitgenommen. Ich habe mit Sage gefühlt, ich wollte wissen, was ihr widerfahren ist und ich habe micht über jeden kleinen Erfolg mit ihr gefreut. DAS ist die Art von Buch, die meine Liebe zum Lesen immer wieder neu entfachen.
Die Figuren sind toll. Die Hauptcharaktere sind durchweg sympathisch, haben aber auch ihre Ecken und Kanten, die ihnen Tiefe verleihen. Ich kaufe es Laura einfach ab, Sage ist nicht perfekt, April und Luca sind keine Engel. Ich habe das schon ein paar mal hier gesagt, aber auch sie sind genauso realistisch, wie auch alles andere an dem Buch.
Einziges kleines Manko: Das Ende! WIE kann man Leser so hängen lassen? D= Der 2. Teil kommt Ende Januar raus, ich wollte ihn am liebsten nach den ersten 50 Seiten schon haben. Ich hätte sehr viel lieber ein doppelt so dickes Buch gelesen und alles direkt zusammen gehabt, als jetzt diese Qual aka Warten durchstehen zu müssen.


Fazit


Lest es. Lest dieses Buch unbedingt, es ist eine der besten New Adult Geschichten, die ich kenne. Besonders Fans des Genres werden viel Freude daran haben. Doch wartet am besten noch die zwei Monate, damit ihr beide Teile direkt hintereinander lesen könnt. Vertraut mir.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Buchmesse 2017




Vorneweg will ich sagen, dass ich von den Konflikten durch die Rechten auf der Buchmesse nichts mitbekommen, ich habe erst davon erfahren, als ich zu Hause Twitter aufgemacht und dort davon gelesen habe. Es ist furchtbar, dass das nun auch die Buchmesse erreicht hat. =( Aber da ich persönlich während meines Messebesuches nichts davon mitbekommen und den Beiträgen, die es zu dem Thema schon gibt, hinzuzufügen habe, werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Auch dieses Jahr war ich auf der Frankfurter Buchmesse ohne Termine unterwegs und habe nicht viel zu berichten (letztes Jahr habe ich daher nicht mal einen Beitrag geschrieben), deshalb habe ich mir überlegt, dass ich dieses Mal meinen Bericht nutze, um euch auf spannend aussehende und klingende Bücher aufmerksam zu machen, die man sonst vielleicht nicht finden würde. Ich habe für mich dabei die Grenze gesetzt bei Büchern, von denen ich vorher tatsächlich nicht gehört und die ich erst auf der Messe entdeckt habe. Henrik von zuendegelesen hatte die gleiche Idee, also stöbert auch bei ihm mal rein.

Vorher will ich noch mein persönliches Zeug loswerden. Ich habe so viele tolle Leute getroffen, die ich kannte, aber auch total nette neue Leute kennengelernt und über jedes „Dein Blog kommt mir bekannt vor“ von „Fremden“ habe ich mich mega gefreut. Aus verschiedenen Gründen war hier die letzten Monate nicht viel los, aber das war so ein Egobooster, dass meine Motivation, weiterzumachen, gerade wieder da ist und dafür will ich mich bei euch bedanken. ♥

Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal am Cosplayen probiert und war am Samstag als Danaerys aus Game of Thrones unterwegs. Ein kleines Highlight war für mich, dass mich völlig Fremde nach einem Foto mit mir gefragt haben. Ich habe keine Ahnung, ob ich das nochmal machen werde, aber auch dabei habe ich mich über jeden gefreut, der etwas Nettes gesagt hat. Diese Messe war auf jeden Fall sehr gut fürs Selbstwertgefühl ^^
Ich dieses Jahr auf der Messe

Das einzig andere, was ich sonst noch teilen könnte, sind die Signierungen, die ich dieses Jahr bekommen habe. Tanja Voosen, Bianca Iosivoni, Amelie Murmann und Becky Albertalli haben mir ein paar liebe Wörter in meine Bücher geschrieben, aber da ich nicht dazu komme, sie abzufotografieren, müsst ihr mir das so glauben. ;-)


Im Grunde war es das und ab hier folgen die Buchentdeckungen, vielleicht ist ja was für euch dabei.


Nimmerlands Fluch von Salome Fuchs

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.



Ich denke, dazu muss ich nicht viel sagen ^^ Es geht um Peter Pan und nach der Interpretation aus Once upon a time bin ich ein Fan von PP-Nacherzählungen.



Dreamkeeper von Joyce Winter

Wer schützt uns, wenn wir träumen?

Mitten im Schuljahr wird Allegra an die Akademie der Dream Intelligence berufen, um wie ihre verstorbenen Eltern Traumagentin zu werden. Diese Spezialisten schützen die Träume der Menschen, damit ihre Seelen im Schlaf keinen Schaden nehmen und dünne Membran, die unsere Träume von der realen Welt trennt, keine Risse bekommt. Doch kaum an der Akademie angekommen, begreift Allegra, dass die Agenten selbst in größter Gefahr schweben und es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Als dann Allegras eigene Schwester in der Traumzeit verschwindet, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Seiten leer waren. Ich schätze mal, es wurde noch nicht gedruckt, da es erst im Januar erscheint. Es hat funktioniert - es klingt interessant und ich warte auf mehr Informationen.



Elesztrah: Feuer und Eis von Fanny Bechert

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.


Ich weiß nicht, wie viel ich auf die Meinung der Autorkolleginnen geben kann, die am Stand waren und von diesem Buch hier geschwärmt haben. Vielleicht will es einer von euch lesen und mir dann erzählen, ob es sich lohnt?



Banshee Livie: Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher

So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Hoffnung, dass es gute Bücher über Banshees gibt, ist noch nicht gestorben...





Linas Reise ins Land Glück von Martin Widmark

Es ist schon spät und Schlafenszeit für den kleinen Daniel. Zum Einschlafen erzählt Julia ihm ein fantastisches Märchen: Eines Tages verschwindet plötzlich Julias lieber Bruder. Sie vermisst ihn ganz schrecklich und bekommt zum Trost einen kleinen roten Schlitten. Den probiert sie aus und landet damit - plumps - direkt im Land Glück. Hier macht sie einige interessante Bekanntschaften, zum Beispiel mit Herrn Jacobi, einem Käfer in Frack und Fliege. Der bringt sie endlich mal wieder zum Lachen. Aber auch die gierige Krabbe hat es auf sie abgesehen. Und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen?

Auf dieses Buch hat mich Franzi von my.written.heartbeat aufmerksam gemacht. Es hat sehr schöne Illustrationen, wie man auf dem Cover schon direkt sieht =)




Constable and Toop von Gareth P. Jones

Something mysterious and terrible is happening throughout Victorian London: Ghosts are disap­pearing. When this reaches the attention of the Ghost Bureau, the diligent but clueless Mr. Lapsewood, a paranormal paper-pusher, is sent to investigate, and what he discovers is grave. The Black Rot has arrived—a voracious spiritual infestation whereby empty haunted houses suck in unsuspecting ghosts and imprison them. Lapsewood’s investigation weaves through the plotlines of several other memorable characters—both living and dead—including an undertaker’s son who can see ghosts, a serial throat-slasher reminiscent of Jack the Ripper, an evangelical exorcist, and many more. The living and dead must work together if they hope to destroy the Black Rot—before it destroys both the ghost and human worlds.

This highly atmospheric and bitingly funny ghost story by successful British author Gareth P. Jones will delight fans of Eva Ibbotson and Neil Gaiman.


 Das einzige englische Buch auf meiner Liste... Ich habe es mir gemerkt, weil es nach einer ähnlichen Geschichte wie Lockwood & Co. klingt, nur im viktorianischem England und die Mischung klingt, als könnte sie richtig gut funktionieren.
 


Die Dämonen Akademie: Der Erwählte von Taran Matharu

Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Ich merke, dass sich in dieser Liste ein wenig bemerkbar macht, was für ein Supernatural-Fan ich inzwischen bin xD Das hier und das Buch eben hatte ich hauptsächlich deshalb in der Hand. Es hört sich zwar nicht besonders, aber unterhaltsam an, also wieso nicht.




Heiße Liebe kalter Tod von Pia Hepke

Elsa liebt den Winter. Schon als kleines Mädchen konnte sie es kaum erwarten, bis es den ersten Schnee gab.
Als Jack Frost, der Sohn des Winters, Elsa begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück wehrt nicht lange, denn ihre Gefühle für einander bergen eine schreckliche Gefahr.
Die Schneekönigin hat es auf Jacks Herz abgesehen und lässt es durch ihren magischen Kuss gefrieren. Einzig und allein Elsa ist in der Lage, ihn zu retten.
Nur kann ihre flammende Liebe sie beide vor dem eisigen Tod bewahren?



Ich weiß nicht mehr, wer mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat, aber das klingt nach einer mega coolen Märchenadaption. Elsa und Jack Frost, hat schon was...



Am Samstag war ich bei einer Diskussion mit den Gewinnern des Jugendliteraturpreises. Ich habe keine Ahnung, wer die moderiert hat, aber die Moderatorin war der Wahnsinn. Ich kannte nur zwei der Gewinnerbücher und sie hat es geschafft, einem alle richtig schmackhaft zu machen.
Hier kommt keiner durch von Isabel Minhôs Martins und Bernardo P. Carvalho

Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals: Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln.

Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll,
nur weil ein General das bestimmt hat!
Und dann passiert etwas.

Anarchisch, wild und turbulent – ein wahrhaft grenzüberschreitendes Bilderbuch.


Ich wäre von selbst sonst vermutlich nie auf dieses Buch gekommen. Die Idee ist genial und spielt mit dem Medium Buch. Von Kinderbüchern bin ich nicht so begeistert wie ein paar der Leute, mit denen ich unterwegs war, doch ich hatte meinen Spaß mit Hier kommt keiner durch!, als ich es mir später in Ruhe angeschaut habe.

 

Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fadosängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeonvirtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel.

 

Ich habe das Cover vorher irgendwo schonmal gesehen, aber dem Buch weiter keine Beachtung geschenkt. Zu Unrecht! Danke, Moderatorin der Diskussion! Das Buch wird von einer schlauen Gorilladame erzählt, die ihre Geschichte auf einer Schreibmaschine eintippt. Ihrem Pfleger wird ein Mord in die Schuhe geschoben und sie versucht, seinen Namen rein zu waschen und ihn aus dem Gefängnis zu kriegen. Zur Zeit ist Sally Jones ganz oben auf meiner Will-ich-unbedingt-bald-lesen-Liste.



Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer von Mario Fesler

Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser – denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein „Klub der Verlierer“ erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken …

Das Buch ist eigentlich nur auf der Liste, da mir der Autor (ebenfalls bei der Diskussion) so sympathisch war. ^^




 Evil Hero: Superschurke wider willen von Sandra Grauer

 Ein Action-Abenteuer über Freundschaft und Vertrauen, Helden und Schurken und darüber, wie man eine Mission gegen alle Widerstände erfolgreich meistert!

Wo lernen Superschurken, wie man so richtig böse ist? An der Evil Äcädemy natürlich. Und genau dorthin verschlägt es John, der eigentlich Sohn eines Superhelden ist. Denn John hat eine klare Mission: Er will an der Schurken-Schule den Erzfeind seines Vaters finden. Um nicht aufzufliegen, muss er so schnell wie möglich alles über Schurkische Etikette und Superwaffenkunde lernen! Dabei helfen ihm seine Mitschüler Max und Serena. Aber kann er den beiden trauen?


Hier hat mich das Cover angezogen und der Klappentext überzeugt. Superhelden sind zur Zeit überall und das hier klingt nach dem Typ Buch, das auf dem Markt noch fehlt.


Wenn ich dich nicht erfunden hätte von Julia Dibbern

Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?


Ein bisschen gemogelt. Dieses Buch hat Leni von Meine Welt voller Welten gerade gelesen und uns gezeigt. Wir waren dabei noch auf dem Gelände der Messe, deshalb zähle ich es nocht mit dazu. Es klingt SO MEGA GENIAL.





Für mehr Neuentdeckungen schaut hier bei zuendegelesen vorbei!





War etwas für euch dabei, kennt ihr Bücher von meiner Liste vielleicht sogar schon? =)

Mittwoch, 19. Juli 2017

Soul Screamer - Mit ganzer Seele von Rachel Vincent

Ursprünglich erschienen bei Goodreads (*klick*)


Achtung, ich werde massiv spoilern!!





 



1,5 Sterne

Wegen Todd und weil es ganz witzig war, sich darüber lustig zu machen xD
Falls ihr irgendwas von meinen status updates (bei Goodreads, siehe Link) mitbekommen habt und das Buch immer noch lesen wollt: Lasst es, man kann so viel besseres mit seiner Zeit machen.
Etwas... beschränkte Protagonistinnen sind ja im Moment echt nichts Ungewöhnliches in Jugendbüchern, aber Kaylee hat mich mehr genervt als so manche anderen. Sie wirkt wie eine verdammte Puppe, die nichts selbst hinkriegt. Sie denkt absolut nicht nach – ich meine wirklich so gar nicht, sie sieht nicht mal die einfachsten Verbindungen und handelt glaube ich sogar auch nur, wenn jemand anderes sagt, dass sie es tun soll. Moment, war das der Grund, wieso sie ständig Nash angerufen...? Egal. Ganz normale Sachen kriegt sie auch nicht hin. Leute, meine Lieblingsstelle: Kaylee schaltet den Fernseher an, blättert in einem Buch und macht Musik an und dann kommt der Satz, dass sie sich auf nichts davon konzentrieren kann. xD Aller spätestens da konnte ich sie auch gar nicht mehr ernst nehmen. Ich würde ihr durchaus zutrauen, mit einem geschlossenen Regenschirm in der Hand im Regen zu stehen und sich zu beschweren, dass sie nass wird.
Super fand ich auch, wie sie mit der ganzen „Tote aufhalten und sie zurückbringen“-Sache umgegangen ist. Sie will unbedingt jeden retten und sieht partout nicht ein, dass es so nicht funktioniert und sie das nicht kann und dann fühlt sie sich schuldig wegen jedem Tod, der auch nur entfernt irgendwie mit ihr in Verbundung gebracht werden kann. Das erinnert mich an diese philosophische Frage mit dem Zug, der auf Personen zufährt und man hat die Möglichkeit, einen Schalter umzulegen zu einem anderen Gleis, wo nur eine ist oder irgendwie sowas. Ich war dabei ja immer der Meinung, dass ich ihn nicht umlegen würde, denn wenn ich nicht zufällig da gewesen wäre, wäre der Zug einfach weiter gefahren und das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. Bei Kaylee ist es das selbe, wäre sie nicht da gewesen und hätte die Tode mitbekommen, wäre alles genauso gekommen, wie es gekommen ist und es frustet mich, dass sie das nicht so sehen konnte. -.-
Die Gaben der Banshees in dem Buch sind generell dämlich. Wenn es einen Freund oder einen Verwandten trifft, ist es ja vielleicht ganz praktisch, ihn zurückholen zu können, würde sich wegen der Seelentausch Geschichte aber in locker 95% aller Fälle sowieso nicht lohnen und bei Fremden erst recht, wenn dabei die Gefahr besteht, dass man selbst dafür sterben muss.
Ich kann nicht beurteilen, ob es bei den folgenden Ausgaben (falls es welche gibt...) nicht verbessert wurde, aber meine Ausgabe ist eine Erstausgabe und da sind seeehr viele Grammatikfehler drin: fehlende Wörter und Satzzeichen, falsche Formen. Normalerweise stört mich nicht weiter, wenn in einem Buch ein Fehler austaucht, kann ja mal passieren. Doch hier häuften sie sich massiv, sodass teilweise zwei oder drei Fehler auf nur einer Seite waren. Das war ein Teil meiner Aufregung, den ihr in meinen Updates nicht mitbekommen habt. xD Wäre nicht mein K.O.-Kriterium, aber trotzdem, es hat mich gestört, deshalb gehört es hier rein.
Mein nächster Punkt sind Nash und die Liebesgeschichte. Fangen wir mal damit an, dass es eine von uns allen geliebte Instalove gibt. Beliebter Typ aus der Schule kommt plötzlich im Club auf Kaylee zu und tanzt mit ihr ein paar Songs lang. Tada! Nicht mehr zu retten. Später erfährt man, dass er zuvor Kaylees Stimme gehört hat und sie daraufhin verfolgt hat, um sie zu treffen, aber ganz ehrlich, das macht es auch nicht besser. Von einem Tag auf den anderen kleben sie an einander und Nash hat nichts mehr mit den Leuten zu tun, mit denen er vorher abhing. Junge, das ist doch nicht mehr gesund! Die Liebesgeschichte wirkt, als hätte die Autorin unbedingt eine drin haben wollen, aber keine Ahnung gehabt, wie sie das machen soll. Ich kaufe ihnen ihre „Gefühle“ nicht ab und sobald Todd vorkam habe ich gehofft, dass Kaylee sich ein bisschen Gehirn besorg und mit Nash Schluss macht, um mit Todd zusamme zu sein. Banshee und Reaper, die komplett gegensätzliche Gaben haben, das wäre mal was gewesen!
Noch dazu hatte Nash (wie eigentlich fast alle Figuren) keinerlei Tiefe. Nichts! Er ist perfekt und dackelt Kaylee verliebt hinterher, inklusive Eifersucht, als Todd mit ihr redet. Das einzig Sinnvolle, was er in dem ganzen Buch tut, ist, Kaylee darüber aufzuklären, was sie ist und wie ihre Kräfte zu funktionieren. Hätte die Autorin Kaylee stattdessen ein Buch mit den ganzen Antworten in die Hand gedrückt, hätte sie Nash auch komplett streichen können. Ach ja, und er hasst Todd. Liebe für Kaylee und Hass für Todd. Yeah, wo würden wir nur ohne ihn stehen?
Gerade fallen mir die „wirbelnden Augen“ der Banshee ein. Wenn sie starke Gefühle empfinden, wirbeln die Farben in ihren Augen herum, was andere Banshees sehen können. Leute, ich stand gestern vor dem Spiegel und habe mir das vorgestellt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lachen. xD Nichts emotional, es wirkt nur sehr albern.
Wisst ihr, den Mystery-Aspekt mit den Mädchen, die ohne Grund tot umfallen, fand ich am Anfang sogar ganz cool. Und dann sollte es was mit Kaylee zu tun haben, noch mehr als mit den Vorhersehungen, und da ging das auch schief. Als es dieses Persönliche aufgedrückt bekommen hat, stand das Rätsel um den Mörder nicht mehr im Vordergrund, nur noch, wie man sie rettet. Das perfekte Beispiel für eine Antiklimax!
Übrigens ist das mit dem Bösewicht auch eine, mehr oder weniger. Hätte der abtrünnige Reaper von sich aus gehandelt und irgenwelche Gründe gehabt, die Mädels zu töten, okay. Vielleicht nicht so spannend, aber nachvollziehbar. Falls ihr das jetzt nicht wissen wollt, solltet ihr jetzt echt wegsehen.



Ich hab euch gewarnt...
Der Bösewicht ist die Tante, weil sie ewig jung sein will. -.- Das ist der verdammt nochmal dämmlichste Grund überhaupt, unschuldige Mädchen töten zu lassen!! Und diese blöde Eitelkeit ist die einzige Eigenschaft der Tante, es geht die ganze Zeit darum, dass sie verschiedene Diäten macht und was weiß ich, weil sie so fertig ist, dass sie jünger als ihr Mann ist, aber älter aussieht. Gott, erschießt mich einfach, das war für mich eine der miesesten Auflösungen überhaupt.

Ach, und dank Eli kann ich nicht mal mehr das Cover ernst nehmen. xD Ich kann nicht mehr aufhören, da Miley Cyrus zu sehen, nachdem sie erst darauf hingewiesen hat. xD

Ich glaube, ich habe mehr oder weniger alles abgehandelt und kann jetzt mit dem Buch abschließen. Will es zufällig noch jemand haben? xD Ich brauche es nicht mehr 

Dienstag, 4. April 2017

[Bericht] Leipziger Buchmesse 2017 mit den Booktravellern


Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf der Buchmesse in Leipzig, nachdem ich die letzten Jahre immer halb vor Neid umgekommen bin, als ich Fotos und Kommentare direkt von der Messe gesehen habe. Na gut, die Messe war eigentlich nur die Hälfte des Ganzen, der Trip nach Leipzig war hauptsächlich ein gemeinsamer Trip der Book traveler Gruppe (tbpg plus link), um uns mal persönlich kennenzulernen. Aber hier geht es zuerst um die Buchmesse.
Auf der Messe selbst war ich zwei Mal. Am Donnerstag bin ich nur so durch die Hallen gelaufen und habe mir angeschaut, was es so gibt. (Tipp: ganz viele Bücher xD) Irgendwie verliert das aber langsam den Reiz für mich, je mehr Buchmessen ich besuche. Ich meine, es gibt sehr viel mehr Bücher, die mich gar nicht erst interessieren, als neue, spannend klingende, die ich vorher auch noch nicht kannte. Was ich den Verlagsleuten aber lassen muss: der Aufbau ist klasse. =D Die Verlagsstände sind ähnlich wie in Frankfurt, aber von dieser Burg hier war echt sogar so begeistert, dass ich ein Foto gemacht habe. xD

Außerdem habe ich am Donnerstag die Sanne endlich mal persönlich kennengelernt (*klick* und *klick*). Und bei der Gelegenheit auch erfahren, dass man in der Blogger Lounge kostenlos Tee und Kaffee kriegt. Das merke ich mir auf jeden Fall für die nächste Messe, besonders, falls es das in Frankfurt auch gibt.
Mein Messehighlight war auf jeden Fall die Signierstunde von Brandon Sanderson am Freitag, die zwar nicht auf dem Messegelände statt fand, aber im Programm gelistet war, deshalb zähle ich es auch dazu. Brandon Sanderson ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe erst knapp eine Woche vorher erfahren, dass er überhaupt nach Leipzig kommt, da MUSSTE ich ihn sehen. Der Kerl ist so sympathisch 💕 er hat mir und meiner Freundinnen die Bücher signiert, ein Foto mit uns gemacht und sich dabei ein wenig mit uns unterhalten, gefragt, ob wir Fragen an ihn haben. Sanne hat ihn an dem Tag interviewt, ich habe alle möglichen Fragen, die mir eingefallen sind, ihr schon geschickt xD aber auf die Frage einer Freundin meinte er, dass er Deutschland bis dahin mochte und typisch deutsche Sachen machen wollte.

 
Mein letzter Tag auf der Messe war am Samstag, wobei ich den Tag für mich auch nicht direkt als Messetag zähle. Ich hatte vorher gehört, das Sebastian Fitzek nach Leipzig kommt und nachdem ich letzten Herbst mit seinem Paket bewusst meinen ersten Thriller gelesen habe, wollte ich es mir signieren lassen und habe es und sein neuestes Buch, AchtNacht, einfach auch mal eingepackt. Eigentlich wollten wir am Samstag etwas früher hin, aber wir haben uns verschätzt, wie voll es am Hauptbahnhof sein würde und bis wir auf dem Messegelände waren ist noch eine ganze Weile vergangen. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Signierstunde kam ich am Stand an und da war die Schlange schon höllisch lang. Als ich mich hinten anstellte, ging sie um die Ecke und 2,5 Gänge weiter. Und hinter mir war die Schlange noch länger. UND es ging ewig nicht voran. Ich bin zwischendurch nicht einfach irgendwann gegangen, weil es mir zu blöd gewesen wäre, erst Stunden dort zu warten und dass das dann umsonst ist. Naja, es kamen ein paar Freunde vorbei und sonst habe ich AchtNacht angefangen und ca. die ersten 50 Seiten geschafft. xD Nachdem ich nach ca. 2,5 Stunden dann endlich dran kam, hatte ich keine Lust mehr und bin lieber in die Stadt gegangen. Massen von Menschen kann ich auch woanders haben und es gab eigentlich nichts mehr, was ich noch unbedingt sehen wollte.



Ich habe schon viel Gutes von der Leipziger Buchmesse gehört, aber ich muss sagen, ich mag die in Frankfurt lieber. Einer der Hauptgründe ist, dass es in Leipzig keine englischsprachigen Bücher gibt. T.T Unter englischen Büchern würde ich noch eher Bücher entdecken, die ich nicht kenne, mich aber interessieren. Die meisten deutschen kenne ich vorher einfach schon durch Goodreads, lovelybooks, Newsletter etc., da bleibt weniger Möglichkeit für Neuentdeckungen beim Stöbern.
Die Messe in Frankfurt ist sehr viel größer. Das ist natürlich Geschmackssache, aber in Frankfurt habe ich noch nie alle Hallen geschafft, in Leipzig hätte ich nach der Fitzek Signierstunde nicht gewusst, wo ich noch hingehen sollte.
Leipzig spricht eine andere Zielgruppe an. In Leipzig kann man schon unter der Woche als Privatbesucher auf die Messe, was ich an sich echt cool finde, aber man merkt der Messe eben an, dass sie darauf ausgelegt ist, Bücher zu verkaufen. Überall liefen Messeverkäufer herum und diese Burg da oben zum Beispiel war komplett sowas wie ein Buchladen. Prinzipiell ist das nicht schlecht, aber ich bin nicht hin gefahren, um Bücher zu kaufen, es hat mich auch nichts genug interessiert, daher fand ich es schade. Ich bin es aus Frankfurt gewohnt, dass man hingeht, um sich Bücher anzuschauen, neue zu entdecken und wenn man sich am Sonntag nochmal durch die Massen kämpft, um sich vielleicht doch noch welche als Souvenir mitzunehmen. Vielleicht liegt das auch nur an der Gewohnheit, aber das mag ich lieber.
Wo wir schon bei kundenfreundlicher waren: in Leipzig sind die Gänge zwischen den Ständen breiter angelegt. Gerade in der Fitzek-Schlange ist mir das positiv aufgefallen. Ist in Frankfurt eine Schlange, hat man Pech gehabt und muss sich einen anderen Weg durch suchen. In Leipzig kamen die Leute auch dann noch problemlos vorbei, wenn mehrere Leute neben einander in der Schlange standen.
Wie das in Frankfurt war, weiß ich gerade nicht mehr, aber in Leipzig war das mit Internet und Netz schwierig. Wenn man sich getrennt hat, hat es teilweise Zeit und Nerven gekostet, sich wiederzufinden.
Abgesehen von den Messen ist Leipzig jedoch die schönere Stadt, ich würde sie auch zum einfach mal so hin fahren empfehlen. =) 

Und jetzt nochmal ein Shoutout für die tolle Traveling Book Project Gruppe. Die Booktraveller sind eine Gruppe bei Goodreads und WhatsApp. Das Prinzip ist, dass Bücher auf die Reise geschickt werden und jeder Mitlesen darf Gedanken und Kommentare reinschreiben, zeichnen und was einem sonst noch einfällt, man liest sozusagen zusammen und zwar auf nochmal eine andere Weise als in einer Leserunde. Hier auf unserer Instagramseite findet ihr einige Bilder und wenn ihr ein bisschen stöbert, findet ihr auch bestimmt welche, auf denen ihr einen Blick rein werfen könnt, wie das so aussehen kann.
Plus ihr kriegt einen Haufen total lieber Menschen aus ganz Deutschland gratis mit dazu.

Das wars von mir. Ward ihr schon mal auf der Buchmesse in Leipzig oder wollt ihr noch hin? Wäre sowas wie das TBPG etwas für euch? Oder geht in Bücher schreiben für euch gar nicht?

Sonntag, 5. März 2017

[R] Trust Again von Mona Kasten

Inhalt

Happy End? Das gibt es doch nur im Film! Da ist sich Dawn Edwards ganz sicher. Seit sie ihren Exfreund in flagranti mit einer anderen erwischt hat, hat sie Männern abgeschworen und sich stattdessen ganz aufs College und das Verwirklichen ihrer Träume konzentriert. Vor allem für einen Weiberhelden wie Spencer Cosgrove ist in ihrem Leben kein Platz. Da können seine Annäherungsversuche noch so kreativ sein. Doch eines Tages entdeckt Dawn durch Zufall eine völlig neue Seite an Spencer und stellt fest, dass hinter seiner humorvollen Fassade ein dunkles Geheimnis steckt und er viel mehr als der Aufreißer ist, der er vorgibt zu sein ...

Das ist bestimmt nicht meine ausführlichste oder wortgewandteste Rezension, aber was solls. Sowohl die tollen Sachen, als auch meine Probleme sollten trotzdem rüber kommen.
Dawn und Spencer waren meine beiden Lieblinge in Begin Again und seit ich das Buch gelesen hatte, habe ich mich auf ihre Geschichte gefreut und mal ehrlich, die Kurzbeschreibung klingt einfach nur gut. Nachdem ich die ersten zwei oder drei Kapitel gelesen habe, war ich aber erstmal sehr enttäuscht und musste Trust Again einige Tage zur Seite legen. Der Anfang ist durchtbar und wirkt, als hätte ein Teenager ihn geschrieben, der gerade erst entdeckt hat, was Sex ist. Der Stil hatte gar nichts mit Monas Stil aus Begin Again gemeinsam, fand ich. Zum Glück bleibt das Problem wirklich nur am Anfang, nachdem ich mich wieder heran gewagt habe, war es viel, viel besser.
Alles in allem fand ich Dawns Geschichte besser als Allies. Allies Vergangenheit ist, ohne zu spoilern, speziell. Dawns Schicksal begegnet man zwar auch nicht an jeder Straßenecke, dennoch kommt sie mir glaubwürdiger vor, nicht ganz so krass. Ich konnte Dawn und ihren Konflikt verstehen, obwohl ich es auch hier wieder zu dick aufgetragen fand.
Was ich an Dawn und Spencer so toll fand, ist, dass die zwei Freunde waren, bevor es mehr wurde, es aber kaum ihren Umgang mit einander verändert hat. Die Grenzen verschwimmen ein wenig, sodass man nicht zu 100% mit dem Finger zeigen und sagen kann „Da, da fängt es an“. Davon kann sich so mancher Autor gerne eine Scheibe abschneiden!
Doch das Buch lebt, wie Begin Again schon, von all den alltäglichen Kleinigkeiten und den Charakteren. Sawyers Fotoshootings, Dawns Schreibwerkstadt, Livvy, sie machen das Buch erst besonders und verleihen ihm eine gewisse Tiefe und nach und nach gewinnt man auch die neuen Figuren lieb.

Über die Autorin:

Mona Kasten, geboren 1992, lebt mit ihrem Mann und zwei Katzen im Norden Deutschlands. Ihre Vorliebe für Kaffee und Schokolade ist mindestens so groß wie ihre Faszination für Worte, die sich bereits im Kindesalter tief in ihr verankert hat. Wenn sie nicht gerade schreibt oder liest, vloggt sie über Bücher, Filme und alles, was sonst noch Lebensfreude macht.

Fazit

Trust Again hat mich nicht vollständig überzeugen können, mich nach Startschwierigkeiten aber dennoch fesseln und unterhalten können.

Dienstag, 31. Januar 2017

[Julia freut sich auf...] The Love Interest von Cale Dietrich

Der letzte Post ist schon eine Weile her...
Solange meine anderen Posts noch nicht fertig sind (und ich keine Ahnung habe, wann sie fertig werden ^^'), will ich euch heute mal das Buch vorstellen, auf das ich mich dieses Jahr am meisten freue: The Love Interest von Cale Dietrich


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 There is a secret organization that cultivates teenage spies. The agents are called Love Interests because getting close to people destined for great power means getting valuable secrets.

Caden is a Nice: The boy next door, sculpted to physical perfection. Dylan is a Bad: The brooding, dark-souled guy, and dangerously handsome. The girl they are competing for is important to the organization, and each boy will pursue her. Will she choose a Nice or the Bad?

Both Caden and Dylan are living in the outside world for the first time. They are well-trained and at the top of their games. They have to be – whoever the girl doesn’t choose will die.

What the boys don’t expect are feelings that are outside of their training. Feelings that could kill them both.

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Das Buch erscheint am 16. Mai und ich kann es gar nicht mehr erwarten. Ich habe fest geplant, alles stehen und liegen zu lassen und es zu lesen, sobald es endlich ankommt. ^^

Was haltet ihr davon? Spricht es euch auch an oder könnt ihr damit nichts anfangen? =) 

Samstag, 10. Dezember 2016

[R] The Chemist - Die Spezialistin von Stephanie Meyer

-*-Achtung, enthält Spoiler!!!-*-

*1,5 Sterne*

The Chemist ist so ein Buch, bei dem habe ich das Gefühl, ich muss was dazu, weil es so im Rampenlich steht. So als Abschreckung. Eigentlich waren die Voraussetzungen echt gut. Ich habe mit Thrillern gerade erst angefangen und dementsprechend nicht viel Vergleichsmaterial. Und als ich zum ersten Mal von dem Buch gehört habe, war die Rede von einer "klugen Protagonistin". Bis dahin hatte es alles, um ein richtig, richtig gutes Buch zu sein.
Okay, wen überrascht es bei der Wertung, dass ich mächtig enttäuscht bin? Irgendwer? Selbst schon mit meinen kaum vorhandenen Erfahrungen wäre ich wohl kaum auf die Idee gekommen, The Chemist als Thriller zu bezeichnen. Das ist er nicht. Es ist eine Romanze, die meinetwegen Thrillerelemente hat. Das Buch wurde ganz falsch vermarktet. Ich schätze mal, es soll sich hauptsächlich an Stephanie Meyer Fans richten. Gut, aber ich denke, die hätten etwas neues aus ihrer Feder auch so gelesen. Vermutlich soll durch das Thriller-Etikett noch die Thriller-Lesergruppe angesprochen werden und mich würde ja mal echt interessieren, wie erfolgreich diese Strategie ist. Schaut mich an! Ich sehe schon, dass es kein guter Thriller ist, "normale" Thrillerleser durchschauen das doch sofort.
Ganz allgemein finde ich die faulen, sehr klischeehaften Erklärungen/Wendungen ziemlich blöd. Zum Beispiel die Sache mit den Zwillingen. Ich finde das so dämlich! Theoretisch kann man immer Zwillinge als Erklärung geben, aber wie Wahrscheinlich ist das? Ich musste an dem Punkt an eine Szene aus Sherlock denken. Es war diese Special-Folge, glaube ich. Und zwar überlegen Sherlock und John sich gerade mögliche Erklärungen für diese irre Geisterbraut und John schlägt vor: "Zwillinge?"
Sherlock: "Nein, keine Zwillinge."
John: "Wieso nicht?"
Sherlock: "Weil es NIE Zwillinge sind."
Und so ist es auch! Gerade bei einem Thriller habe ich das Gefühl, dass ist eine faule, unkreative Ausrede. Da hätte ich noch die Erklärung mit der gespaltenen Persönlichkeit besser gefunden.
Oder das Ende. Ich habe schon Bücher gelesen, da hat das Ende das Buch für mich noch rausgerissen, aber nö, bei Chemist war es das genaue Gegenteil. Bis ca. 50 Seiten vor dem Ende hätte ich dem Buch auch noch 2,5 Sterne gegeben. Nichts besonders Gutes, aber auch nich allzu schlecht. Sorry, aber dieses Ende war das Letzte. Total vorhersehbar. Zu viel Drama. (Zu wenig Tote.) Und der Epilog setzt dem allem noch die Krone auf. Mal im Ernst, was sollte das? Auf einmal war alles Friede, Freude, Eierkuchen. Ich wiederhole mich, aber es war ein THRILLER, verdammt! Es kann meinetwegen gut enden für die Figuren, aber bitte, BITTE nicht so dick aufgetragen.
Figuren. Nächstes Stichwort. Die waren ja mal alles solche Klischees! Daniel, der typische Naive und Unschuldige, Kevin, der Ex-CIA Agent, Val, die typisch weibliche Rolle und Alex, die... eiskalte Wissenschaftlerin ohne Sozialleben? Ich lasse das mal mehr oder weniger kommentarlos so stehen.
Ich fand Alex (oder Juliana (-.-) oder Ollie oder wie auch immer) am Anfang eigentlich ganz interessant. Aber nach und nach hat sie alle Sympathiepunkte verbraucht. Was ist nur aus der toughen, selbstständigen Frau geworden, die mit Gasmaske schläft und Jahre auf der Flucht verbracht hat? Ich fand diese Stelle am Ende so unwirklich, als sie tatsächlich zusammengebrochen ist und geweint hat. Das passt nicht zu ihr. Es PASST nicht, das ist nicht sie und niemand kann mir einreden, dass ein paar Tage mit einigen Leuten, die sie kaum kennt, sie so verändert haben. Und trotzdem entführt die "zahme" Alex einfach mal so ein Kind, als gäbe es nichts Leichteres auf der Welt und geht absolut verantwortungslos mit ihm um. WER IST DIESE PERSON? Wisst ihr, wie das auf mich wirkt? Als hätte Frau Meyer eine Charakterentwicklung schreiben wollen, die ihr nicht gelungen ist und jetzt ist es nichts Halbes und nichts Ganzes und es passt nicht zusammen.
Wem eine Charakterentwicklung dagegen ganz gut getan hätte, ist Daniel. Verdammt, er wird gefoltert und tut hinterher so, als wäre es nichts gewesen. Weil er sich auf den ersten Blick unsterblich in Alex verliebt hat ("ein paar läppische Schmerzen werden mich nicht von meiner Traumfrau abhalten" oder sowas in die Richtung *würg*). MENSCH, JUNGE, LASS DIR MAL EIN BISSCHEN GESUNDEN MENSCHENVERSTAND WACHSEN!! Oder generell ein Gehirn. Ich meine, wenn du gerade auf der Flucht bist und von Spezialisten verfolgt wirst, kannst du auch mal selber auf den Gedanken kommen, dass du nicht unbedingt sorglos in den nächsten Supermarkt spazieren solltest. -.- Diese tolle "Logik" bleibt uns übrigens erhalten, er lernt nicht dazu.
Ich habe ja schon gesagt, das Buch ist eine Romanze. Instalove vom Feinsten auf der einen Seite. "Er ist ja sooo unschuldig" auf der anderen. Wo kommt da die Liebe her? Ich fange mal mit Alex an: Was mir im Gedächtnis geblieben ist, ist, dass sie Daniels Reinheit und Unschuld bewundert und sie einen seltsamen Beschützerinstinkt ihm gegenüber hatte, weil sie ihn zu unrecht gefoltert hat. Wann ist daraus bitte Liebe geworden? Ich habe keine Veränderungen bemerkt und auch keine Auslöser, Anzeichen, irgendwas, damit es nicht völlig aus dem Blauen kommt. Äh, hallo Liebe, bist du vom Baum gefallen? Wann? Wie? Wo?
Tja, und von Daniels Seite aus war Alex für ihn vom ersten Moment an die absolute Traumfrau und nicht mal das Foltern hat etwas daran geändert. Hier wieder, etwas Menschenverstand hätte ihm nicht geschadet. Wie kann man nur so naiv sein? So... ein Vertrauen in Menschen haben?
Die Liebesgeschichte fand ich sehr ungelungen. Okay, ich untertreibe. Das, was ich bisher schon gesagt habe, plus: Zwischen dem 1. Treffen und dem großen Showdown vergeht geschätzt vielleicht eine Woche. Zwei, höchstens. Okay, die Situation zwischen ihnen ist nicht unbedingt "normal", aber bitte, so schnell geht das nicht. Es ist alles so unrealistisch kitschig, da hätte ich lieber weiter seitenweise für die eigentliche Geschichte eher irrelevante Beschreibungen gelesen. (Zu denen ich jetzt als Nächstes komme.)
Ich bin auch gleich fertig. Ich will nur noch von diesen ganzen Beschreibungen erzählen. Und zwar war das am Anfang ganz schlimm. Ich kann keine konkreten Beispiele mehr nennen, dazu ist es inzwischen zu lange her, aber teilweise gingen die Beschreibungen seiten- und kapitellang, ohne, dass ich das Gefühl hatte, dass die Geschichte voran kommt. Ich bin so jemand, bei vielen und ausführlichen Beschreibungen neige ich auch mal dazu, die Absätze zu überfliegen. Wollt ihr mal raten, wie lustig diese Kapitel da waren? Ich meine, klar, Infos, schaden nie. Aber es interessiert mich nicht so sehr, ich will wissen, was passiert. Wie die Geschichte weiter läuft. Und ich finde, der Anfang hätte nicht so lang und ausführlich sein müssen.

Unterm Strich:
Ich kann das Buch nicht empfehlen. Vielleicht noch Meyer-Fans, die sonst nocht viel Erfahrung mit Thrillern haben. Für mich war es eine einzige Enttäuschung und es hat mich auf so viele Weisen gestört. Zuerst, direkt nach dem Lesen, hatte ich dem Buch 2 Sterne gegeben. Nachdem ich jetzt aber nochmal so gründlich reflektiert (zerrissen*hust*) habe, was ich alles nicht mochte, kann ich dem Buch nicht mehr als 1,5 geben. Sorry, geht nicht.

P.S. Ganz vergessen ^^' Für mich macht es einen guten Thriller aus, dass man mitgrübeln kann. Dann man theoretisch auch selbst auf den Täter kommen kann. Und das ist hier so gar nicht der Fall. Stephanie scheint nur vor sich hin gesponnen und sich voher keine Gedanken dazu gemacht zu haben, wie sie die Geschichte auflöst.