Montag, 3. September 2018

I'm back! oder: Wie geht es weiter mit Eclipses Bücherregal?

Ihr habt keine Ahnung, wie oft ich diesen Post in meinem Kopf in den letzten zwei Jahren schon geschrieben habe. Manchmal war es eine Erklärung mit dem Versprechen, dass jetzt wieder mehr kommt, manchmal ein Abschiedsbrief. Einen besonders nostalgisch-tragischen Anfang habe ich sogar irgendwo in den Entwürfen und ich bin froh, dass er dort geblieben ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie kitschig der Post geworden wäre ^^

Ich habe es in letzter Zeit ein paar Mal vorsichtig angekündigt, jetzt mache ich es offiziell: Ich bin zurück! Und ich will damit anfangen, euch ein wenig zu erzählen, was die letzten Jahre bei mir los war und wie sich das darauf ausgewirkt hat, dass es seit Anfang 2017 genau 10 neue Posts gab. (Das war übrigens keine Absicht, aber ich finde cool, dass es zumindest so eine Runde Zahl ist.)


(Qualifiziere ich mich damit schon als Buchcharakter?)

Vor zwei Jahren hatte ich mit dem Physikstudium angefangen und ziemlich schnell gemerkt, dass es doch nichts für mich war. Da ich nicht wusste, was ich sonst machen soll, weil das mein einziger Plan war, bin ich damals in ein Loch gefallen und es ging mir nicht besonders gut - mein Blog stand dabei sehr weit unten auf meiner Prioritäten-Liste. Durch eine Freundin bin ich dann auf Elektrotechnik gekommen. Da ich nichts zu verlieren hatte, bin ich letzten Herbst zu ETIT gewechselt, was wohl die richtige Entscheidung war. Das Studium gefällt mir nun deutlich besser und ich fühle mich wohler damit.

Nachdem das gesagt ist: Eigentlich wollte ich sogar schon nach dem letzten Semester wieder mit dem Bloggen anfangen. Ich fühlte mich schon im Frühling wieder bereit dazu. Nur etwa eine Woche, bevor ich losgelegt hätte, habe ich von der DSGVO erfahren. Will wer raten, wo ich meine Blogzeit stattdessen rein gesteckt habe? Ich glaube nicht, dass ich dazu viel sagen muss. Ich habe meine Blog, den einer Freundin und die Seite meiner Mutter angepasst und musste mich jedes Mal neu einlesen, was halt eine Menge Zeit in Anspruch nahm, aber damit sind wir soweit endlich fertig geworden, sodass dem Bloggen nichts mehr im Weg steht =)



In der Zeit, die ich so gut wie gar nicht gebloggt habe, habe ich mich verändert und deshalb wird sich auch die Art, wie ich hier blogge, ändern. Zum Einen habe ich gelernt, dass ich zu 100% ein mood reader bin. Als die REs und der damit einhergehende Druck, diese in einer bestimmten Zeitspanne zu lesen und zu rezensieren (es wurde zu genau dem, was ich immer als Argument gegen einen Job in der Buchbranche genannt habe), wegfielen, las ich, worauf auch immer ich gerade Lust habe oder auch mal gar nicht, wenn mir danach war und ich glaube nicht, dass ich wieder dazu zurückgehen könnte, wie ich das vorher gehandhabt habe. Dementsprechend wird es vermutlich weniger Rezensionen geben - wenn ich ein Buch besonders gut oder schlecht fand oder wenn ich etwas dazu zu sagen habe, will ich schon von mir aus darüber sprechen. Aber wieso sollte ich mich gezwungen fühlen, mir zu einem durchschnittlichen Buch, über das ich nichts sagen kann, außer, dass es durchschnittlich ist, etwas aus den Fingern zu saugen? Wieso sollte ich mich von meinem Hobby stressen lassen?

Des Weiteren habe ich, als ich anfing zu bloggen, immer darauf geachtet, dass es auf Eclipses Bücherregal nur um Bücher geht. Immerhin ist es ein Buchblog, dachte ich. Aber wieso eigentlich? Es ist meine kleine Ecke, wieso sollte ich nicht über eine Serie schreiben können, die ich gerade entdeckt habe? Oder über etwas, das mich privat beschäftigt? Etwas Politisches? Wenn ihr es nicht lesen wollt, lest ihr die entsprechenden Posts eben nicht. In erster Linie blogge ich für mich selbst und finde, dass ich das so machen sollte, wie ich es möchte. Deshalb werde ich diese mentale Beschränkung aufheben. Ich denke, mein Blog wird weiterhin überwiegend ein Buchblog bleiben, aber wenn ich über etwas anderes sprechen will, werde ich das auch tun.

Meine vorerst letzte Änderung ist eine Art Zeitplan. Bisher habe ich meine Beiträge immer veröffentlich, sobald sie fertig waren. Man sieht, wie toll das funktioniert hat. Teilweise haben sie sich dadurch gehäuft, während es andere Phasen gab, in denen nichts kam. Daher habe ich mir grob einen Post im Monat vorgenommen. Das sind mindestens zwölf im Jahr, das klingt machbar. Ich hoffe, mich damit selbst zu motivieren und zumindest der völligen Funkstille der letzten Monate entgegenzuwirken. Mal schauen, ob das klappt. Aber ich will nichts versprechen, was ich am Ende brechen könnte, besonders mit Blick auf meinen Stundenplan im kommenden Semester ^^'

Das wars erstmal von mir. Ich habe noch keine konkrete Ahnung, wie es hier weiter geht, aber es geht weiter =)

Montag, 20. August 2018

Lesetipp für den Sommer


Der Jahreszeiten-Lesetipp ist eine Aktion von Leni von Meine Welt voller Welten und Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee. Schaut bei den beiden vorbei für weitere Lesetipps!

Als ich den Ankündigungspost gesehen habe, dachte ich mir: Wieso nicht? Ich habe sowieso vor, wieder mehr zu bloggen (dazu bald mehr) und ich habe aktuell tatsächlich DAS Sommerbuch, das ich am liebsten jedem in die Hand drücken würde (und da ich wahrscheinlich keine Rezension mehr dazu schreiben werde...).

My First Love von Tanja Voosen

Eigentlich wollte Cassidy einem Mädchen an ihrer Schule nur dabei helfen, ihren blöden Freund loszuwerden. Doch plötzlich hat die 17-Jährige sich damit den Ruf erworben, Beziehungen innerhalb eines Tages zerstören zu können. Die dankbaren Mitschüler bezahlen sie sogar für ihren „Schlussmach-Service“. Als Cassidy aber den ebenso gutaussehenden wie nervigen Colton von seiner Freundin „befreit“, fordert er sie zu einer unglaublichen Wette heraus: Statt Paare zu trennen, soll sie zwei ganz bestimmte Mitschüler verkuppeln. Nicht ahnend, welch finstere Hintergedanken Colton hegt, nimmt Cassidy die Herausforderung an. Und stolpert mitten hinein in ein Wirrwarr aus heimlichen Küssen, verschlungenen Intrigen und der ersten großen Liebe ...


Für mich ist YA Contemporary, insbesondere die, die auch im Sommer spielt, das Genre to go, wenn es heiß ist und ich mich nur noch von Eis ernähren kann und wenige Autoren meistern es so gut wie Tanja Voosen. Eine nicht sortierte Liste der Gründe, wieso ihr ihr neuestes Buch lesen solltet:
- Haters to Lovers
- Cassidy
- der Humor
- realistische und tolle Darstellung von Freundschaft
- originelle Story (Schlussmachservice!)
- die Stelle, an der der Bezug zum Cover auftaucht
- es macht Spaß und teilweise konnte ich nicht aufhören zu grinsen (Die Leute in der Bahn haben mich bestimmt für verrückt gehalten)
- es ist ihr bisher bestes Buch! Wenn ihr noch nichts von ihr gelesen habt, wieso nicht direkt mit dem hier anfangen?
- gespoilert, deshalb mal so: es wird nicht aus jeder Figur ein Paar -> Abwechslung und realistischer


Kennt ihr das Buch schon? Oder habt ihr es vielleicht auf eurer Liste? =)

Sonntag, 20. Mai 2018

So brauch ich Gewalt von Stefanie Mühlsteph

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Inhalt

Es ist das Jahr 1837. Eine Geheimorganisation mit dem Namen Sealgair agiert in und um London, um die Machtverhältnisse der Reichen, der Krone und des Staates im Gleichgewicht zu halten.
Nicht nur um ihre Eltern zu rächen, bleibt Megan Teil der Organisation, der man nachsagt, dass sie die gesamte Londoner Unterwelt kontrollieren würde. Sie ist noch keine einundzwanzig Jahre alt und bringt trotzdem jahrelange Berufserfahrung als Auftragsmörderin mit. Unter dem Decknamen "Black Widow" führt sie ihre blutigen Aufträge im Alleingang durch.
Doch auf einmal wird "Black Widow" zum Schutz einer einflussreichen Person abgestellt, die eine andere Sealgaira mit dem Namen "Hawk" eliminieren soll. So beginnt ein Spiel aus Intrigen, Verfolgungsjagden und zu ergründenden Geheimnissen, bei dem sie doch von ihrem sonst so subtilen Vorgehen abweichen muss. Denn manchmal braucht es eben doch Gewalt …


Na, wer musste beim Lesen des Klappentexts auch an Marvel denken? Megan – Black Widow – hat tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten mit Natascha. Abgesehen von den offensichtlichen roten Haaren, haben beide Frauen die spezielle Art, ihren Körper einzusetzen, um ihre Opfer näher heranzulocken. Das war es auch schon an Ähnlichkeiten, sonst haben die beiden nichts mehr mit einander zu tun.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Megans und Abigails, und sie könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Beide Figuren sind vielschichtig aufgebaut. Megan ist ruhig und wie gesagt, ihre Art zu töten hat Stil. Abigail dagegen ist temperamentvoll, sie regt sich schnell auf, doch mit dem Colt macht ihr keiner etwas vor. Gerade in dieser Kombination spiegelt die Tötungsweise den jeweiligen Charakter gut wieder, finde ich. Ich mochte sie beide auf ihre Weise und besonders die Dynamik zwischen ihnen. Es hat Spaßgemacht, zu beobachten, wie sie sich gegenseitig gesehen haben zwischen dem ersten Aufeinandertreffen und der letzten Szene. Dennoch, Megan war mein Liebling. Im direkten Vergleich wirkt Abigail so gewöhnlich neben ihr, die typische Auftragsmörderin, wie ich mir eine im ersten Moment vorstellen würde.
Im Gegensatz zu Megan und Abigail wirken die meisten Nebencharaktere dagegen recht eindimensional. Sie werden fast alle auf eine einzige Eigenschaft oder Funktion beschränkt, was ich schade fand. Einige hatten interessante Ansätze und konnten sich gefühlt nur nicht entfalten.
Bis zur Hälfte etwa besteht das Buch aus mehreren Aufträgen von Megan und Abigail, bei denen sie teilweise aufeinander treffen und die scheinbar nicht mit einander zusammenhängen. Es dauert lange, bis ein roter Faden erkennbar wird. Gerade als es anfing, mich zu stören, dass es kein Ziel gibt, auf das die Geschichte hinarbeitet, kamen die Verbindungen zwischen den Ereignissen und das größere Bild langsam zum Vorschein. Ich kann damit leben, hätte es trotzdem gerne schon früher gesehen. So wirkt die erste Hälfte wie eine sehr lange Einleitung und dementsprechend hat der Rest der Geschichte weniger Raum.
Ich sage das immer wieder: wenn ich irgendwas zum Schreibstil schreibe, dann nur, wenn er besonders gut oder besonders schlecht war. Im Fall von So brauch ich Gewalt ist es der erste Fall. Die Autorin hat eine geniale Balance gefunden. Einerseits passt er zum historischen Setting und wirkt leicht altmodisch, andererseits aber benutzt sie moderne Begriffe, die zu den modernen Ansichten von Hawk und Black Widow passen. Dadurch lässt sich das Buch einfach lesen. Zusätzlich habe ich mir während des Lesens bestimmt mindestens ein Dutzend Stellen markiert, Stephanie Mühlsteph bringt Sachen teilweise kurz und schön beschrieben auf den Punkt, da geht es gar nicht anders.
Abschließend will ich noch sagen, dass mir am Ende noch zu vieles offen geblieben ist und ich auf eine Fortsetzung hoffe, in denen die Hintergründe der Sealgair erklärt werden. Wieso haben alle zum Beispiel Tiere als Codenamen? Wer sucht sie aus? Das wollte ich von Anfang an Wissen. Oder auch, wie das mit den Sealgair überhaupt anfing. Da sehe ich definitiv noch Potential.


Fazit

Auftragskillerinnen im historischen London und ein toller Schreibstil – was gibt es daran nicht zu lieben? Trotz meiner kleinen Kritikpunkte kann ich das Buch nur empfehlen, ich hatte eine Menge Spaß mit Abigail und Megan.

Mittwoch, 21. März 2018

[Rezension] Im Zauberbann des Schneemonds von Natalie Luca

Vielen Dank an Natalie Luca für das Rezensionsexemplar.

Klappentext

Neuwald - ein nobler Stadtteil in den Weinbergen des Wienerwalds: Hierher muss die siebzehnjährige Ari nach einem Schicksalsschlag ziehen, um bei ihrem Großvater zu leben, den sie nie zuvor kennengelernt hat.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird Ari in der neuen Privatschule schnell klar, dass etwas sehr Merkwürdiges in Neuwald vorgeht. Die alten Adelsfamilien der Gegend scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten …
Wie viel weiß der gutaussehende, aber verschlossene Schüler-Counselor Lykos darüber? Ari beginnt nachzuforschen und gerät dabei selbst in größte Gefahr …


Ich habe mich sehr auf Natalie Lucas neues Buch gefreut. Sobald ich von ihrer neuen Reihe erfahren habe, habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht, ob ich es lesen werde – ich mag ihren Schreibstil sehr und bisher mochte ich alle Bücher von ihr, die ich gelesen habe. Leider ist „Im Zauberbann des Schneemonds“ die erste Ausnahme. Direkt nach dem Lesen habe ich dem Buch drei Sterne gegeben, doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr hat mich gestört.

Ich lasse euch ein paar Wörter da: Vollmond, Jäger, Wolf. Woran denkt ihr? Werwölfe? Glückwunsch, ihr seid schneller darauf gekommen als Ari. Ich erwarte gar nicht, dass sie ganz alleine hinter die Geheimnisse Neuwalds kommt, aber wenn wir bei den Worten allein schon an Werwölfe denken, wieso nicht auch Ari, die noch viel mehr Hinweise hat? Wenigstens einen Gedanken à la „Glauben die tatsächlich an Werwölfe?“ hätte ich super gefunden. Es dauert lange, sehr lange, bis sie erfährt, was in Neuwald überhaupt los ist und selbst dann hat sie noch Probleme damit, es zu glauben, obwohl es wirklich überall um sie herum ist. Ihr muss alles Wort für Wort gesagt werden, von selbst kommt sie auf gar nichts. Sie hat sogar an einer Stelle das Wort „Werwolf“ gehört. Ihre Reaktion? Tja, drei Mal dürft ihr raten...

Wobei die Wölfe selber ziemlich cool sind. Die Ideen und Strukturen sind interessant und gut durchdacht und obwohl man nicht viel davon mitkriegt, waren sie einer meiner Lieblingsteile des Buches. Das wäre einer der Punkte, die mich vielleicht reizen würden, die Reihe weiterzuverfolgen.
Dagegen fand ich den Konflikt zwischen den Wölfen und den Jägern relativ eindimensional gehalten. Die Wölfe hassen die Jäger, die Jäger hassen sie Wölfe und sobald sie auf einander treffen und die Fehde erwähnt wird, bestehen sie nur noch aus Zorn und Hass und der Rest ihrer Persönlichkeit ist ausgelöscht. Außer den Protagonisten und den Leuten, mit denen sie direkt zu tun haben, kann ich über sonst niemanden etwas anderes sagen, als dass er zu einer der Gruppen gehört.

Natalie hat es drauf, ruhige, zurückhaltende Protagonistinnen zu schreiben, in denen ich mich bis zu einem gewissen Grad wiederfinde. Auch Ari ist wieder so eine Protagonistin, die sich eher im Hintergrund hält. Leider hatte ich öfter das Gefühl, dass das nicht unbedingt zu der Geschichte passt, dass die Autorin in diesem Buch erzählt. Ari stolpert praktisch in einen bevorstehenden Krieg und ist Mitten drin. Völlig unabhängig davon, was sonst geschieht – das ist die Position, bei der es am gefährlichsten ist und bei der es meiner Meinung nach tödlich sein kann, wenn man nichts tut. Ari tut nicht viel und steht mitten zwischen den Fronten und so sehr ich verstehe, dass die Autorin sie bewusst anders machen wollte als die anderen Figuren um sie herum, wie zur Hölle hat sie es geschafft, nicht mal verletzt zu werden?

Ein zentraler Punkt des Buches ist die „Liebesgeschichte“ zwischen Ari und dem Ordensbruder und Schüler Counselor Lykos. Ein Ordensbruder! Oh Gott, wie kann sie nur? Er ist doch ein ORDENSBRUDER!! Von Anfang an hält Ari ihre Liebe zu ihm genau deshalb für verboten, sogar noch, als sie erfährt, dass er bisher noch keine Schwüre abgelegt und deshalb auch kein richtiger Bruder ist. Wie wäre es mit dem Werwolf-Jäger Konflikt und dass die Gruppen sich sonst hassen und immer nur für sich bleiben? Wollt ihr mir weismachen, dass das nicht ein viel besseres Argument für diese verbotene Liebe gewesen wäre als irgendwelche Vorgeschobenen Ordensbruder-Ausreden? Wie auch immer, verboten oder nicht, die Liebe ist da. Nur leider war sie mir vollkommen egal. Ich sehe die Punkte, an denen sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln und vertiefen sollte, ich verstehe objektiv, wieso das an genau den Stellen passiert. Aber die Gefühle, die Lykos und Ari anscheinend haben, kommen nicht bei mir an. Es war nicht direkt eine Instalove, Ari fühlte sich nur vom ersten Moment an zu Lykos hingezogen und Lykos hatte keine tieferen Gefühle ihr gegenüber. Aber so fühlt es sich an. Von dieser anfänglichen Faszination kommt Ari nicht weg. Wenn ich einen Graphen zeichnen würde mit ihren Gefühlen ihm gegenüber, es wäre eine konstante Gerade, er TUT sich einfach nichts mehr. Bei Lykos dagegen kriegt man nicht viel mit. Es gibt diese paar Ereignisse, bei denen Ari mehr oder weniger was für ihn tut und er fühlt sich vermutlich dankbar und verpflichtet, diese Schuld zu begleichen. So kam es zumindest bei mir an. Später aus dem Nichts nennt er Ari „mein Herz“. Mag sein, dass er das wirklich fühlt und es nur die ganze Zeit verborgen hat oder ich nur zu doof bin seine Gefühle zu lesen, wenn nicht explizit steht, wie er sich fühlt. Aber für mich passt das nicht zusammen.

Einen Punkt möchte ich noch ansprechen. Und zwar betrifft es die Familiennamen in dem Buch. Der einzige Nachname aus Neuwald, den ich noch im Kopf habe, ist von Grafenstein, der Name von Aris Familie. Dafür, dass diese Namen ziemlich wichtig für die Geschichte sind, finde ich das traurig. Die Jäger und die Wölfe haben alle längere Namen, mit denen sie angesprochen werden, wenn die Sprache auf sie fällt. Versteht mich nicht falsch, während des Lesens wusste ich, wer gemeint war und die Namen passen zu einem gehobenem Viertel Österreichs. Doch selbst da hätte ich keinen von ihnen nennen können, wenn mich jemand gefragt hätte. Sie bleiben nicht im Kopf.



Fazit

Leider hat mir Natalie Lucas neues Buch nicht gefallen. Von den Protagonisten und ihrer Beziehung unter einander, über die blassen Nebenfiguren bis zum Hauptkonflikt hat mich „Im Zauberbann des Schneemonds“ nicht überzeugen können. Ich lege euch ans Herz, eher Natalies andere Romane, „Unter goldenen Schwingen“ und „Gefährliche Wünsche“ zu lesen.

Samstag, 2. Dezember 2017

Bird and Sword von Amy Harmon

*3,5 Sterne*

Vielen Dank an Lyx und Netgalley für das Rezensionsexemplar!


Inhalt
Lark ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wird. Ihre letzten Worte sind "Still, Tochter. Bleib am Leben.", womit sie Lark sowohl die Fähigkeit nimmt, zu sprechen, als auch die Möglichkeit, ihre Magie einzusetzen - eine Todsünde im abergläubischen Jeru. Dreizehn Jahre verbringt das Mädchen daraufhin am Hof ihres Vaters, der sich für sie schämt und sie wie einen Vogel im goldenen Käfig hält. Lark wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich frei zu sein. Da bittet König Tiras von Jeru ihren Vater um Unterstützung im bevorstehenden Krieg. Um sicherzugehen, dass dieser sich an die Abmachung hält, nimmt der König Lark als Geisel mit in sein Schloss. Zunächst fürchtet sich Lark vor Tiras. Doch sie merkt schnell, dass er der Einzige ist, der sie auch ohne ihre Stimme verstehen kann ...


Bird and Sword hat von mir 3,5 Sterne bekommen. Das ist ja an sich keine schlechte Wertung, aber ich will trotzdem etwas erklären, bevor ich richtig loslege. Und zwar habe ich von dem Buch kein Märchen erwartet und dementsprechen auch nicht einige Aspekte, die mich bei Märchen generell öfter mal stören.
Ich habe also mit komplett falschen Erwartungen angefangen, die Geschichte ist sehr viel ruhiger als die actiongeladene Fantasy, die in Richtung Throne of Glass geht. Dennoch habe ich mich nach ein paar Umgewöhnungsseiten fallen lassen und Larks Geschichte und den märchenhaften (^^) Schreibstil genießen. Ich meine, hier sind einge Sätze, die ich mir markiert habe:

Die Feigen und Schwachen ließen zu, dass das Böse gedieh.“

Worte können grausam sein, wenn man die Wahrheit nicht hören will.“


Völlig untypisch ist Lark eine unauffällige, graue Maus, die damit aber auch ganz zufrieden ist. Sie ist auf eine Art gar nicht besonders und will es auch gar nicht sein. Die hat einen fast naiven Glauben an das Gute, obwohl sie echt keinen Grund dafür hat, so, wie sie zu Hause behandelt wurde. Und auf ihre stille Art ist sie stark und lässt sich nicht von der Welt zerquetschen. Die Mischung ist klasse, ich mochte Larks Version einer toughen Protagonistin sehr gerne.
Was mir sehr gefallen hat war das Magiesystem der Welt. Dass es mehr oder weniger normal ist, welche zu haben und man nicht direkt auserwählt ist, weil man ein paar Fähigkeiten hat. Und wie „alltäglich“ die Fähigkeiten sein: sich in Tiere Verwandeln, Heilen, Weissagen und Spinnen bzw. Stoffe in andere Stoffe verwandeln. Fähigkeiten, die dazu geeignet sind, im täglichen Leben genutzt zu werden. Auch Larks extrabesondere Gabe wirkt natürlich und passt vor allem super zu ihrem Charakter.
Womit ich nicht völlig zufrieden bin, sind Tiras und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Lark. Tiras ist vom Typ Prince Charming, er hat kaum Ecken und Kanten und ich habe das Gefühl, hätte er den Fluch nicht gehabt, wäre er völlig langweilig gewesen. Er war ganz nett, hat einige wahnsinnig tolle Sachen gemacht, doch seine Rolle und sein Charakter haben für mich nicht ganz zusammen gepasst.
Jaa, wie gesagt ist es nach wie vor ein Märchen und weist Märchenaspekte auf. Märchen sind oft vorhersehbar und das Buch hier bildet leider keine Ausnahme. Der Bösewicht ist böse, weil er nun mal der Bösewicht ist und das selbe mit den Helden (wie Tiras). Ich bin kein großer Märchenfan, vielleicht stört das andere gar nicht so sehr, doch mich hat das gestört und ich habe bis zum Ende gehofft, dass es doch anders kommt, dass die Figuren mehr Tiefe und die Geschichte mehr Wendungen kriegt. Deshalb kam mir das Buch auch etwas zu lang vor für die Geschichte, einen Teil der zweiten Hälfte hätte man auch streichen können.
Laut Goodreads gibt es einen zweiten Teil von Bird and Sword. Ich habe keine Ahnung, ob ich ihn lesen werde. Einerseits habe ich das Buch gerne gelesen und vieles hat mir gefallen, andererseits ist die Story abgeschlossen und ich kann mir nicht vorstellen, was da noch kommen soll, sodass es gezwungen wirkt.



Fazit

Bird and Sword ist ein nettes, märchenhaftes Buch, das man gerade zwischendurch gut lesen kann und meine „Probleme“ damit sind mein persönlicher Geschmack. Falls ich mit meinem jetzigen Wissen vor der Wahl stünde, hätte ich das Buch vermutlich trotzdem gelesen.

Donnerstag, 16. November 2017

Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Ich habe ein paar von Laura Kneidls Büchern gelesen und auch gemocht, doch ich hätte nie gedacht, dass aus ihrer Feder mal so eine Perle kommen würde. In den vorherigen zwei Wochen habe ich noch zwei weitere NA Bücher gelesen, um meine plötzliche Lust auf das Genre zu stillen. Berühre mich. Nicht. hat alles, was ich in denen gesucht und nicht gefunden habe.
Zuerst das unwichtigste: Es ist für NA ja üblich, dass die am College spielen, doch vom Studium der Figuren selbst bekommt man nicht viel mit. HIER NICHT! Man schlägt das Buch auf und merkt: diese Leute studieren. Sie haben Stress mit Hausarbeiten und der Vorbereitung auf Klausuren und nicht allzu viel Freizeit (an dieser Stelle mochte ich Physikstudentin und Freundin April sehr =P), sie sitzen in ihren Vorlesungen und hören ihrem Professor zu und lästern untereinander über sie. Man sitzt mit vielen Leuten im Vorlesungssaal, von denen man die meisten nicht mal kennt. Sage führt das „typische“ armer Student-Dasein. Es gibt die eine oder andere Party, klar, doch das Thema Party ist hier nicht zentral wichtig für die Geschichte.
Nicht nur das Studentendasein ist realistisch aufgebaut. Auch generell sind Entwicklungen logisch und nehmen sich die Zeit, die sie brauchen. Manchmal hat es mich wahnsinnig gemacht, wie langsam Luca und Sage sich näher kamen, doch ich würde es gar nicht anders haben wollen, alles andere würde keinen Sinn machen. Oder auch Sages Umgang mit ihrem Problem, das nicht über Nacht plötzlich weg ist. Toll, einfach toll. (Und erinnert mich an mein anderes Jahreshighlight, wo es dieses Wunderheilmittel ebenfalls nicht gab.)
Berühre mich. Nicht. hat mich direkt von der ersten Seite an gefesselt und so sehr mitgenommen. Ich habe mit Sage gefühlt, ich wollte wissen, was ihr widerfahren ist und ich habe micht über jeden kleinen Erfolg mit ihr gefreut. DAS ist die Art von Buch, die meine Liebe zum Lesen immer wieder neu entfachen.
Die Figuren sind toll. Die Hauptcharaktere sind durchweg sympathisch, haben aber auch ihre Ecken und Kanten, die ihnen Tiefe verleihen. Ich kaufe es Laura einfach ab, Sage ist nicht perfekt, April und Luca sind keine Engel. Ich habe das schon ein paar mal hier gesagt, aber auch sie sind genauso realistisch, wie auch alles andere an dem Buch.
Einziges kleines Manko: Das Ende! WIE kann man Leser so hängen lassen? D= Der 2. Teil kommt Ende Januar raus, ich wollte ihn am liebsten nach den ersten 50 Seiten schon haben. Ich hätte sehr viel lieber ein doppelt so dickes Buch gelesen und alles direkt zusammen gehabt, als jetzt diese Qual aka Warten durchstehen zu müssen.


Fazit


Lest es. Lest dieses Buch unbedingt, es ist eine der besten New Adult Geschichten, die ich kenne. Besonders Fans des Genres werden viel Freude daran haben. Doch wartet am besten noch die zwei Monate, damit ihr beide Teile direkt hintereinander lesen könnt. Vertraut mir.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Buchmesse 2017




Vorneweg will ich sagen, dass ich von den Konflikten durch die Rechten auf der Buchmesse nichts mitbekommen, ich habe erst davon erfahren, als ich zu Hause Twitter aufgemacht und dort davon gelesen habe. Es ist furchtbar, dass das nun auch die Buchmesse erreicht hat. =( Aber da ich persönlich während meines Messebesuches nichts davon mitbekommen und den Beiträgen, die es zu dem Thema schon gibt, hinzuzufügen habe, werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Auch dieses Jahr war ich auf der Frankfurter Buchmesse ohne Termine unterwegs und habe nicht viel zu berichten (letztes Jahr habe ich daher nicht mal einen Beitrag geschrieben), deshalb habe ich mir überlegt, dass ich dieses Mal meinen Bericht nutze, um euch auf spannend aussehende und klingende Bücher aufmerksam zu machen, die man sonst vielleicht nicht finden würde. Ich habe für mich dabei die Grenze gesetzt bei Büchern, von denen ich vorher tatsächlich nicht gehört und die ich erst auf der Messe entdeckt habe. Henrik von zuendegelesen (Edit. inzwischen offline) hatte die gleiche Idee, also stöbert auch bei ihm mal rein.

Vorher will ich noch mein persönliches Zeug loswerden. Ich habe so viele tolle Leute getroffen, die ich kannte, aber auch total nette neue Leute kennengelernt und über jedes „Dein Blog kommt mir bekannt vor“ von „Fremden“ habe ich mich mega gefreut. Aus verschiedenen Gründen war hier die letzten Monate nicht viel los, aber das war so ein Egobooster, dass meine Motivation, weiterzumachen, gerade wieder da ist und dafür will ich mich bei euch bedanken. ♥

Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal am Cosplayen probiert und war am Samstag als Danaerys aus Game of Thrones unterwegs. Ein kleines Highlight war für mich, dass mich völlig Fremde nach einem Foto mit mir gefragt haben. Ich habe keine Ahnung, ob ich das nochmal machen werde, aber auch dabei habe ich mich über jeden gefreut, der etwas Nettes gesagt hat. Diese Messe war auf jeden Fall sehr gut fürs Selbstwertgefühl ^^
Ich dieses Jahr auf der Messe

Das einzig andere, was ich sonst noch teilen könnte, sind die Signierungen, die ich dieses Jahr bekommen habe. Tanja Voosen, Bianca Iosivoni, Amelie Murmann und Becky Albertalli haben mir ein paar liebe Wörter in meine Bücher geschrieben, aber da ich nicht dazu komme, sie abzufotografieren, müsst ihr mir das so glauben. ;-)


Im Grunde war es das und ab hier folgen die Buchentdeckungen, vielleicht ist ja was für euch dabei.


Nimmerlands Fluch von Salome Fuchs

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.



Ich denke, dazu muss ich nicht viel sagen ^^ Es geht um Peter Pan und nach der Interpretation aus Once upon a time bin ich ein Fan von PP-Nacherzählungen.



Dreamkeeper von Joyce Winter

Wer schützt uns, wenn wir träumen?

Mitten im Schuljahr wird Allegra an die Akademie der Dream Intelligence berufen, um wie ihre verstorbenen Eltern Traumagentin zu werden. Diese Spezialisten schützen die Träume der Menschen, damit ihre Seelen im Schlaf keinen Schaden nehmen und dünne Membran, die unsere Träume von der realen Welt trennt, keine Risse bekommt. Doch kaum an der Akademie angekommen, begreift Allegra, dass die Agenten selbst in größter Gefahr schweben und es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Als dann Allegras eigene Schwester in der Traumzeit verschwindet, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Seiten leer waren. Ich schätze mal, es wurde noch nicht gedruckt, da es erst im Januar erscheint. Es hat funktioniert - es klingt interessant und ich warte auf mehr Informationen.



Elesztrah: Feuer und Eis von Fanny Bechert

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.


Ich weiß nicht, wie viel ich auf die Meinung der Autorkolleginnen geben kann, die am Stand waren und von diesem Buch hier geschwärmt haben. Vielleicht will es einer von euch lesen und mir dann erzählen, ob es sich lohnt?



Banshee Livie: Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher

So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Hoffnung, dass es gute Bücher über Banshees gibt, ist noch nicht gestorben...





Linas Reise ins Land Glück von Martin Widmark

Es ist schon spät und Schlafenszeit für den kleinen Daniel. Zum Einschlafen erzählt Julia ihm ein fantastisches Märchen: Eines Tages verschwindet plötzlich Julias lieber Bruder. Sie vermisst ihn ganz schrecklich und bekommt zum Trost einen kleinen roten Schlitten. Den probiert sie aus und landet damit - plumps - direkt im Land Glück. Hier macht sie einige interessante Bekanntschaften, zum Beispiel mit Herrn Jacobi, einem Käfer in Frack und Fliege. Der bringt sie endlich mal wieder zum Lachen. Aber auch die gierige Krabbe hat es auf sie abgesehen. Und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen?

Auf dieses Buch hat mich Franzi von my.written.heartbeat aufmerksam gemacht. Es hat sehr schöne Illustrationen, wie man auf dem Cover schon direkt sieht =)




Constable and Toop von Gareth P. Jones

Something mysterious and terrible is happening throughout Victorian London: Ghosts are disap­pearing. When this reaches the attention of the Ghost Bureau, the diligent but clueless Mr. Lapsewood, a paranormal paper-pusher, is sent to investigate, and what he discovers is grave. The Black Rot has arrived—a voracious spiritual infestation whereby empty haunted houses suck in unsuspecting ghosts and imprison them. Lapsewood’s investigation weaves through the plotlines of several other memorable characters—both living and dead—including an undertaker’s son who can see ghosts, a serial throat-slasher reminiscent of Jack the Ripper, an evangelical exorcist, and many more. The living and dead must work together if they hope to destroy the Black Rot—before it destroys both the ghost and human worlds.

This highly atmospheric and bitingly funny ghost story by successful British author Gareth P. Jones will delight fans of Eva Ibbotson and Neil Gaiman.


 Das einzige englische Buch auf meiner Liste... Ich habe es mir gemerkt, weil es nach einer ähnlichen Geschichte wie Lockwood & Co. klingt, nur im viktorianischem England und die Mischung klingt, als könnte sie richtig gut funktionieren.
 


Die Dämonen Akademie: Der Erwählte von Taran Matharu

Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Ich merke, dass sich in dieser Liste ein wenig bemerkbar macht, was für ein Supernatural-Fan ich inzwischen bin xD Das hier und das Buch eben hatte ich hauptsächlich deshalb in der Hand. Es hört sich zwar nicht besonders, aber unterhaltsam an, also wieso nicht.




Heiße Liebe kalter Tod von Pia Hepke

Elsa liebt den Winter. Schon als kleines Mädchen konnte sie es kaum erwarten, bis es den ersten Schnee gab.
Als Jack Frost, der Sohn des Winters, Elsa begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück wehrt nicht lange, denn ihre Gefühle für einander bergen eine schreckliche Gefahr.
Die Schneekönigin hat es auf Jacks Herz abgesehen und lässt es durch ihren magischen Kuss gefrieren. Einzig und allein Elsa ist in der Lage, ihn zu retten.
Nur kann ihre flammende Liebe sie beide vor dem eisigen Tod bewahren?



Ich weiß nicht mehr, wer mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat, aber das klingt nach einer mega coolen Märchenadaption. Elsa und Jack Frost, hat schon was...



Am Samstag war ich bei einer Diskussion mit den Gewinnern des Jugendliteraturpreises. Ich habe keine Ahnung, wer die moderiert hat, aber die Moderatorin war der Wahnsinn. Ich kannte nur zwei der Gewinnerbücher und sie hat es geschafft, einem alle richtig schmackhaft zu machen.
Hier kommt keiner durch von Isabel Minhôs Martins und Bernardo P. Carvalho

Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals: Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln.

Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll,
nur weil ein General das bestimmt hat!
Und dann passiert etwas.

Anarchisch, wild und turbulent – ein wahrhaft grenzüberschreitendes Bilderbuch.


Ich wäre von selbst sonst vermutlich nie auf dieses Buch gekommen. Die Idee ist genial und spielt mit dem Medium Buch. Von Kinderbüchern bin ich nicht so begeistert wie ein paar der Leute, mit denen ich unterwegs war, doch ich hatte meinen Spaß mit Hier kommt keiner durch!, als ich es mir später in Ruhe angeschaut habe.

 

Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fadosängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeonvirtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel.

 

Ich habe das Cover vorher irgendwo schonmal gesehen, aber dem Buch weiter keine Beachtung geschenkt. Zu Unrecht! Danke, Moderatorin der Diskussion! Das Buch wird von einer schlauen Gorilladame erzählt, die ihre Geschichte auf einer Schreibmaschine eintippt. Ihrem Pfleger wird ein Mord in die Schuhe geschoben und sie versucht, seinen Namen rein zu waschen und ihn aus dem Gefängnis zu kriegen. Zur Zeit ist Sally Jones ganz oben auf meiner Will-ich-unbedingt-bald-lesen-Liste.



Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer von Mario Fesler

Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser – denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein „Klub der Verlierer“ erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken …

Das Buch ist eigentlich nur auf der Liste, da mir der Autor (ebenfalls bei der Diskussion) so sympathisch war. ^^




 Evil Hero: Superschurke wider willen von Sandra Grauer

 Ein Action-Abenteuer über Freundschaft und Vertrauen, Helden und Schurken und darüber, wie man eine Mission gegen alle Widerstände erfolgreich meistert!

Wo lernen Superschurken, wie man so richtig böse ist? An der Evil Äcädemy natürlich. Und genau dorthin verschlägt es John, der eigentlich Sohn eines Superhelden ist. Denn John hat eine klare Mission: Er will an der Schurken-Schule den Erzfeind seines Vaters finden. Um nicht aufzufliegen, muss er so schnell wie möglich alles über Schurkische Etikette und Superwaffenkunde lernen! Dabei helfen ihm seine Mitschüler Max und Serena. Aber kann er den beiden trauen?


Hier hat mich das Cover angezogen und der Klappentext überzeugt. Superhelden sind zur Zeit überall und das hier klingt nach dem Typ Buch, das auf dem Markt noch fehlt.


Wenn ich dich nicht erfunden hätte von Julia Dibbern

Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?


Ein bisschen gemogelt. Dieses Buch hat Leni von Meine Welt voller Welten gerade gelesen und uns gezeigt. Wir waren dabei noch auf dem Gelände der Messe, deshalb zähle ich es nocht mit dazu. Es klingt SO MEGA GENIAL.





Für mehr Neuentdeckungen schaut hier bei zuendegelesen vorbei! (Edit. inzwischen offline)




War etwas für euch dabei, kennt ihr Bücher von meiner Liste vielleicht sogar schon? =)