Sonntag, 20. Mai 2018

So brauch ich Gewalt von Stefanie Mühlsteph

Inhalt

Es ist das Jahr 1837. Eine Geheimorganisation mit dem Namen Sealgair agiert in und um London, um die Machtverhältnisse der Reichen, der Krone und des Staates im Gleichgewicht zu halten.
Nicht nur um ihre Eltern zu rächen, bleibt Megan Teil der Organisation, der man nachsagt, dass sie die gesamte Londoner Unterwelt kontrollieren würde. Sie ist noch keine einundzwanzig Jahre alt und bringt trotzdem jahrelange Berufserfahrung als Auftragsmörderin mit. Unter dem Decknamen "Black Widow" führt sie ihre blutigen Aufträge im Alleingang durch.
Doch auf einmal wird "Black Widow" zum Schutz einer einflussreichen Person abgestellt, die eine andere Sealgaira mit dem Namen "Hawk" eliminieren soll. So beginnt ein Spiel aus Intrigen, Verfolgungsjagden und zu ergründenden Geheimnissen, bei dem sie doch von ihrem sonst so subtilen Vorgehen abweichen muss. Denn manchmal braucht es eben doch Gewalt …


Na, wer musste beim Lesen des Klappentexts auch an Marvel denken? Megan – Black Widow – hat tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten mit Natascha. Abgesehen von den offensichtlichen roten Haaren, haben beide Frauen die spezielle Art, ihren Körper einzusetzen, um ihre Opfer näher heranzulocken. Das war es auch schon an Ähnlichkeiten, sonst haben die beiden nichts mehr mit einander zu tun.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Megans und Abigails, und sie könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Beide Figuren sind vielschichtig aufgebaut. Megan ist ruhig und wie gesagt, ihre Art zu töten hat Stil. Abigail dagegen ist temperamentvoll, sie regt sich schnell auf, doch mit dem Colt macht ihr keiner etwas vor. Gerade in dieser Kombination spiegelt die Tötungsweise den jeweiligen Charakter gut wieder, finde ich. Ich mochte sie beide auf ihre Weise und besonders die Dynamik zwischen ihnen. Es hat Spaßgemacht, zu beobachten, wie sie sich gegenseitig gesehen haben zwischen dem ersten Aufeinandertreffen und der letzten Szene. Dennoch, Megan war mein Liebling. Im direkten Vergleich wirkt Abigail so gewöhnlich neben ihr, die typische Auftragsmörderin, wie ich mir eine im ersten Moment vorstellen würde.
Im Gegensatz zu Megan und Abigail wirken die meisten Nebencharaktere dagegen recht eindimensional. Sie werden fast alle auf eine einzige Eigenschaft oder Funktion beschränkt, was ich schade fand. Einige hatten interessante Ansätze und konnten sich gefühlt nur nicht entfalten.
Bis zur Hälfte etwa besteht das Buch aus mehreren Aufträgen von Megan und Abigail, bei denen sie teilweise aufeinander treffen und die scheinbar nicht mit einander zusammenhängen. Es dauert lange, bis ein roter Faden erkennbar wird. Gerade als es anfing, mich zu stören, dass es kein Ziel gibt, auf das die Geschichte hinarbeitet, kamen die Verbindungen zwischen den Ereignissen und das größere Bild langsam zum Vorschein. Ich kann damit leben, hätte es trotzdem gerne schon früher gesehen. So wirkt die erste Hälfte wie eine sehr lange Einleitung und dementsprechend hat der Rest der Geschichte weniger Raum.
Ich sage das immer wieder: wenn ich irgendwas zum Schreibstil schreibe, dann nur, wenn er besonders gut oder besonders schlecht war. Im Fall von So brauch ich Gewalt ist es der erste Fall. Die Autorin hat eine geniale Balance gefunden. Einerseits passt er zum historischen Setting und wirkt leicht altmodisch, andererseits aber benutzt sie moderne Begriffe, die zu den modernen Ansichten von Hawk und Black Widow passen. Dadurch lässt sich das Buch einfach lesen. Zusätzlich habe ich mir während des Lesens bestimmt mindestens ein Dutzend Stellen markiert, Stephanie Mühlsteph bringt Sachen teilweise kurz und schön beschrieben auf den Punkt, da geht es gar nicht anders.
Abschließend will ich noch sagen, dass mir am Ende noch zu vieles offen geblieben ist und ich auf eine Fortsetzung hoffe, in denen die Hintergründe der Sealgair erklärt werden. Wieso haben alle zum Beispiel Tiere als Codenamen? Wer sucht sie aus? Das wollte ich von Anfang an Wissen. Oder auch, wie das mit den Sealgair überhaupt anfing. Da sehe ich definitiv noch Potential.


Fazit

Auftragskillerinnen im historischen London und ein toller Schreibstil – was gibt es daran nicht zu lieben? Trotz meiner kleinen Kritikpunkte kann ich das Buch nur empfehlen, ich hatte eine Menge Spaß mit Abigail und Megan.

Mittwoch, 21. März 2018

[Rezension] Im Zauberbann des Schneemonds von Natalie Luca

Klappentext

Neuwald - ein nobler Stadtteil in den Weinbergen des Wienerwalds: Hierher muss die siebzehnjährige Ari nach einem Schicksalsschlag ziehen, um bei ihrem Großvater zu leben, den sie nie zuvor kennengelernt hat.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird Ari in der neuen Privatschule schnell klar, dass etwas sehr Merkwürdiges in Neuwald vorgeht. Die alten Adelsfamilien der Gegend scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten …
Wie viel weiß der gutaussehende, aber verschlossene Schüler-Counselor Lykos darüber? Ari beginnt nachzuforschen und gerät dabei selbst in größte Gefahr …


Ich habe mich sehr auf Natalie Lucas neues Buch gefreut. Sobald ich von ihrer neuen Reihe erfahren habe, habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht, ob ich es lesen werde – ich mag ihren Schreibstil sehr und bisher mochte ich alle Bücher von ihr, die ich gelesen habe. Leider ist „Im Zauberbann des Schneemonds“ die erste Ausnahme. Direkt nach dem Lesen habe ich dem Buch drei Sterne gegeben, doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr hat mich gestört.

Ich lasse euch ein paar Wörter da: Vollmond, Jäger, Wolf. Woran denkt ihr? Werwölfe? Glückwunsch, ihr seid schneller darauf gekommen als Ari. Ich erwarte gar nicht, dass sie ganz alleine hinter die Geheimnisse Neuwalds kommt, aber wenn wir bei den Worten allein schon an Werwölfe denken, wieso nicht auch Ari, die noch viel mehr Hinweise hat? Wenigstens einen Gedanken à la „Glauben die tatsächlich an Werwölfe?“ hätte ich super gefunden. Es dauert lange, sehr lange, bis sie erfährt, was in Neuwald überhaupt los ist und selbst dann hat sie noch Probleme damit, es zu glauben, obwohl es wirklich überall um sie herum ist. Ihr muss alles Wort für Wort gesagt werden, von selbst kommt sie auf gar nichts. Sie hat sogar an einer Stelle das Wort „Werwolf“ gehört. Ihre Reaktion? Tja, drei Mal dürft ihr raten...

Wobei die Wölfe selber ziemlich cool sind. Die Ideen und Strukturen sind interessant und gut durchdacht und obwohl man nicht viel davon mitkriegt, waren sie einer meiner Lieblingsteile des Buches. Das wäre einer der Punkte, die mich vielleicht reizen würden, die Reihe weiterzuverfolgen.
Dagegen fand ich den Konflikt zwischen den Wölfen und den Jägern relativ eindimensional gehalten. Die Wölfe hassen die Jäger, die Jäger hassen sie Wölfe und sobald sie auf einander treffen und die Fehde erwähnt wird, bestehen sie nur noch aus Zorn und Hass und der Rest ihrer Persönlichkeit ist ausgelöscht. Außer den Protagonisten und den Leuten, mit denen sie direkt zu tun haben, kann ich über sonst niemanden etwas anderes sagen, als dass er zu einer der Gruppen gehört.

Natalie hat es drauf, ruhige, zurückhaltende Protagonistinnen zu schreiben, in denen ich mich bis zu einem gewissen Grad wiederfinde. Auch Ari ist wieder so eine Protagonistin, die sich eher im Hintergrund hält. Leider hatte ich öfter das Gefühl, dass das nicht unbedingt zu der Geschichte passt, dass die Autorin in diesem Buch erzählt. Ari stolpert praktisch in einen bevorstehenden Krieg und ist Mitten drin. Völlig unabhängig davon, was sonst geschieht – das ist die Position, bei der es am gefährlichsten ist und bei der es meiner Meinung nach tödlich sein kann, wenn man nichts tut. Ari tut nicht viel und steht mitten zwischen den Fronten und so sehr ich verstehe, dass die Autorin sie bewusst anders machen wollte als die anderen Figuren um sie herum, wie zur Hölle hat sie es geschafft, nicht mal verletzt zu werden?

Ein zentraler Punkt des Buches ist die „Liebesgeschichte“ zwischen Ari und dem Ordensbruder und Schüler Counselor Lykos. Ein Ordensbruder! Oh Gott, wie kann sie nur? Er ist doch ein ORDENSBRUDER!! Von Anfang an hält Ari ihre Liebe zu ihm genau deshalb für verboten, sogar noch, als sie erfährt, dass er bisher noch keine Schwüre abgelegt und deshalb auch kein richtiger Bruder ist. Wie wäre es mit dem Werwolf-Jäger Konflikt und dass die Gruppen sich sonst hassen und immer nur für sich bleiben? Wollt ihr mir weismachen, dass das nicht ein viel besseres Argument für diese verbotene Liebe gewesen wäre als irgendwelche Vorgeschobenen Ordensbruder-Ausreden? Wie auch immer, verboten oder nicht, die Liebe ist da. Nur leider war sie mir vollkommen egal. Ich sehe die Punkte, an denen sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln und vertiefen sollte, ich verstehe objektiv, wieso das an genau den Stellen passiert. Aber die Gefühle, die Lykos und Ari anscheinend haben, kommen nicht bei mir an. Es war nicht direkt eine Instalove, Ari fühlte sich nur vom ersten Moment an zu Lykos hingezogen und Lykos hatte keine tieferen Gefühle ihr gegenüber. Aber so fühlt es sich an. Von dieser anfänglichen Faszination kommt Ari nicht weg. Wenn ich einen Graphen zeichnen würde mit ihren Gefühlen ihm gegenüber, es wäre eine konstante Gerade, er TUT sich einfach nichts mehr. Bei Lykos dagegen kriegt man nicht viel mit. Es gibt diese paar Ereignisse, bei denen Ari mehr oder weniger was für ihn tut und er fühlt sich vermutlich dankbar und verpflichtet, diese Schuld zu begleichen. So kam es zumindest bei mir an. Später aus dem Nichts nennt er Ari „mein Herz“. Mag sein, dass er das wirklich fühlt und es nur die ganze Zeit verborgen hat oder ich nur zu doof bin seine Gefühle zu lesen, wenn nicht explizit steht, wie er sich fühlt. Aber für mich passt das nicht zusammen.

Einen Punkt möchte ich noch ansprechen. Und zwar betrifft es die Familiennamen in dem Buch. Der einzige Nachname aus Neuwald, den ich noch im Kopf habe, ist von Grafenstein, der Name von Aris Familie. Dafür, dass diese Namen ziemlich wichtig für die Geschichte sind, finde ich das traurig. Die Jäger und die Wölfe haben alle längere Namen, mit denen sie angesprochen werden, wenn die Sprache auf sie fällt. Versteht mich nicht falsch, während des Lesens wusste ich, wer gemeint war und die Namen passen zu einem gehobenem Viertel Österreichs. Doch selbst da hätte ich keinen von ihnen nennen können, wenn mich jemand gefragt hätte. Sie bleiben nicht im Kopf.



Fazit

Leider hat mir Natalie Lucas neues Buch nicht gefallen. Von den Protagonisten und ihrer Beziehung unter einander, über die blassen Nebenfiguren bis zum Hauptkonflikt hat mich „Im Zauberbann des Schneemonds“ nicht überzeugen können. Ich lege euch ans Herz, eher Natalies andere Romane, „Unter goldenen Schwingen“ und „Gefährliche Wünsche“ zu lesen.



Lieben Dank an Natalie Luca für das zur Verfügung Stellen eines Rezensionsexemplars.

Samstag, 2. Dezember 2017

Bird and Sword von Amy Harmon

*3,5 Sterne*

Inhalt
Lark ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wird. Ihre letzten Worte sind "Still, Tochter. Bleib am Leben.", womit sie Lark sowohl die Fähigkeit nimmt, zu sprechen, als auch die Möglichkeit, ihre Magie einzusetzen - eine Todsünde im abergläubischen Jeru. Dreizehn Jahre verbringt das Mädchen daraufhin am Hof ihres Vaters, der sich für sie schämt und sie wie einen Vogel im goldenen Käfig hält. Lark wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich frei zu sein. Da bittet König Tiras von Jeru ihren Vater um Unterstützung im bevorstehenden Krieg. Um sicherzugehen, dass dieser sich an die Abmachung hält, nimmt der König Lark als Geisel mit in sein Schloss. Zunächst fürchtet sich Lark vor Tiras. Doch sie merkt schnell, dass er der Einzige ist, der sie auch ohne ihre Stimme verstehen kann ...


Bird and Sword hat von mir 3,5 Sterne bekommen. Das ist ja an sich keine schlechte Wertung, aber ich will trotzdem etwas erklären, bevor ich richtig loslege. Und zwar habe ich von dem Buch kein Märchen erwartet und dementsprechen auch nicht einige Aspekte, die mich bei Märchen generell öfter mal stören.
Ich habe also mit komplett falschen Erwartungen angefangen, die Geschichte ist sehr viel ruhiger als die actiongeladene Fantasy, die in Richtung Throne of Glass geht. Dennoch habe ich mich nach ein paar Umgewöhnungsseiten fallen lassen und Larks Geschichte und den märchenhaften (^^) Schreibstil genießen. Ich meine, hier sind einge Sätze, die ich mir markiert habe:

Die Feigen und Schwachen ließen zu, dass das Böse gedieh.“

Worte können grausam sein, wenn man die Wahrheit nicht hören will.“


Völlig untypisch ist Lark eine unauffällige, graue Maus, die damit aber auch ganz zufrieden ist. Sie ist auf eine Art gar nicht besonders und will es auch gar nicht sein. Die hat einen fast naiven Glauben an das Gute, obwohl sie echt keinen Grund dafür hat, so, wie sie zu Hause behandelt wurde. Und auf ihre stille Art ist sie stark und lässt sich nicht von der Welt zerquetschen. Die Mischung ist klasse, ich mochte Larks Version einer toughen Protagonistin sehr gerne.
Was mir sehr gefallen hat war das Magiesystem der Welt. Dass es mehr oder weniger normal ist, welche zu haben und man nicht direkt auserwählt ist, weil man ein paar Fähigkeiten hat. Und wie „alltäglich“ die Fähigkeiten sein: sich in Tiere Verwandeln, Heilen, Weissagen und Spinnen bzw. Stoffe in andere Stoffe verwandeln. Fähigkeiten, die dazu geeignet sind, im täglichen Leben genutzt zu werden. Auch Larks extrabesondere Gabe wirkt natürlich und passt vor allem super zu ihrem Charakter.
Womit ich nicht völlig zufrieden bin, sind Tiras und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Lark. Tiras ist vom Typ Prince Charming, er hat kaum Ecken und Kanten und ich habe das Gefühl, hätte er den Fluch nicht gehabt, wäre er völlig langweilig gewesen. Er war ganz nett, hat einige wahnsinnig tolle Sachen gemacht, doch seine Rolle und sein Charakter haben für mich nicht ganz zusammen gepasst.
Jaa, wie gesagt ist es nach wie vor ein Märchen und weist Märchenaspekte auf. Märchen sind oft vorhersehbar und das Buch hier bildet leider keine Ausnahme. Der Bösewicht ist böse, weil er nun mal der Bösewicht ist und das selbe mit den Helden (wie Tiras). Ich bin kein großer Märchenfan, vielleicht stört das andere gar nicht so sehr, doch mich hat das gestört und ich habe bis zum Ende gehofft, dass es doch anders kommt, dass die Figuren mehr Tiefe und die Geschichte mehr Wendungen kriegt. Deshalb kam mir das Buch auch etwas zu lang vor für die Geschichte, einen Teil der zweiten Hälfte hätte man auch streichen können.
Laut Goodreads gibt es einen zweiten Teil von Bird and Sword. Ich habe keine Ahnung, ob ich ihn lesen werde. Einerseits habe ich das Buch gerne gelesen und vieles hat mir gefallen, andererseits ist die Story abgeschlossen und ich kann mir nicht vorstellen, was da noch kommen soll, sodass es gezwungen wirkt.



Fazit

Bird and Sword ist ein nettes, märchenhaftes Buch, das man gerade zwischendurch gut lesen kann und meine „Probleme“ damit sind mein persönlicher Geschmack. Falls ich mit meinem jetzigen Wissen vor der Wahl stünde, hätte ich das Buch vermutlich trotzdem gelesen.

Donnerstag, 16. November 2017

Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Ich habe ein paar von Laura Kneidls Büchern gelesen und auch gemocht, doch ich hätte nie gedacht, dass aus ihrer Feder mal so eine Perle kommen würde. In den vorherigen zwei Wochen habe ich noch zwei weitere NA Bücher gelesen, um meine plötzliche Lust auf das Genre zu stillen. Berühre mich. Nicht. hat alles, was ich in denen gesucht und nicht gefunden habe.
Zuerst das unwichtigste: Es ist für NA ja üblich, dass die am College spielen, doch vom Studium der Figuren selbst bekommt man nicht viel mit. HIER NICHT! Man schlägt das Buch auf und merkt: diese Leute studieren. Sie haben Stress mit Hausarbeiten und der Vorbereitung auf Klausuren und nicht allzu viel Freizeit (an dieser Stelle mochte ich Physikstudentin und Freundin April sehr =P), sie sitzen in ihren Vorlesungen und hören ihrem Professor zu und lästern untereinander über sie. Man sitzt mit vielen Leuten im Vorlesungssaal, von denen man die meisten nicht mal kennt. Sage führt das „typische“ armer Student-Dasein. Es gibt die eine oder andere Party, klar, doch das Thema Party ist hier nicht zentral wichtig für die Geschichte.
Nicht nur das Studentendasein ist realistisch aufgebaut. Auch generell sind Entwicklungen logisch und nehmen sich die Zeit, die sie brauchen. Manchmal hat es mich wahnsinnig gemacht, wie langsam Luca und Sage sich näher kamen, doch ich würde es gar nicht anders haben wollen, alles andere würde keinen Sinn machen. Oder auch Sages Umgang mit ihrem Problem, das nicht über Nacht plötzlich weg ist. Toll, einfach toll. (Und erinnert mich an mein anderes Jahreshighlight, wo es dieses Wunderheilmittel ebenfalls nicht gab.)
Berühre mich. Nicht. hat mich direkt von der ersten Seite an gefesselt und so sehr mitgenommen. Ich habe mit Sage gefühlt, ich wollte wissen, was ihr widerfahren ist und ich habe micht über jeden kleinen Erfolg mit ihr gefreut. DAS ist die Art von Buch, die meine Liebe zum Lesen immer wieder neu entfachen.
Die Figuren sind toll. Die Hauptcharaktere sind durchweg sympathisch, haben aber auch ihre Ecken und Kanten, die ihnen Tiefe verleihen. Ich kaufe es Laura einfach ab, Sage ist nicht perfekt, April und Luca sind keine Engel. Ich habe das schon ein paar mal hier gesagt, aber auch sie sind genauso realistisch, wie auch alles andere an dem Buch.
Einziges kleines Manko: Das Ende! WIE kann man Leser so hängen lassen? D= Der 2. Teil kommt Ende Januar raus, ich wollte ihn am liebsten nach den ersten 50 Seiten schon haben. Ich hätte sehr viel lieber ein doppelt so dickes Buch gelesen und alles direkt zusammen gehabt, als jetzt diese Qual aka Warten durchstehen zu müssen.


Fazit


Lest es. Lest dieses Buch unbedingt, es ist eine der besten New Adult Geschichten, die ich kenne. Besonders Fans des Genres werden viel Freude daran haben. Doch wartet am besten noch die zwei Monate, damit ihr beide Teile direkt hintereinander lesen könnt. Vertraut mir.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Buchmesse 2017




Vorneweg will ich sagen, dass ich von den Konflikten durch die Rechten auf der Buchmesse nichts mitbekommen, ich habe erst davon erfahren, als ich zu Hause Twitter aufgemacht und dort davon gelesen habe. Es ist furchtbar, dass das nun auch die Buchmesse erreicht hat. =( Aber da ich persönlich während meines Messebesuches nichts davon mitbekommen und den Beiträgen, die es zu dem Thema schon gibt, hinzuzufügen habe, werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Auch dieses Jahr war ich auf der Frankfurter Buchmesse ohne Termine unterwegs und habe nicht viel zu berichten (letztes Jahr habe ich daher nicht mal einen Beitrag geschrieben), deshalb habe ich mir überlegt, dass ich dieses Mal meinen Bericht nutze, um euch auf spannend aussehende und klingende Bücher aufmerksam zu machen, die man sonst vielleicht nicht finden würde. Ich habe für mich dabei die Grenze gesetzt bei Büchern, von denen ich vorher tatsächlich nicht gehört und die ich erst auf der Messe entdeckt habe. Henrik von zuendegelesen hatte die gleiche Idee, also stöbert auch bei ihm mal rein.

Vorher will ich noch mein persönliches Zeug loswerden. Ich habe so viele tolle Leute getroffen, die ich kannte, aber auch total nette neue Leute kennengelernt und über jedes „Dein Blog kommt mir bekannt vor“ von „Fremden“ habe ich mich mega gefreut. Aus verschiedenen Gründen war hier die letzten Monate nicht viel los, aber das war so ein Egobooster, dass meine Motivation, weiterzumachen, gerade wieder da ist und dafür will ich mich bei euch bedanken. ♥

Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal am Cosplayen probiert und war am Samstag als Danaerys aus Game of Thrones unterwegs. Ein kleines Highlight war für mich, dass mich völlig Fremde nach einem Foto mit mir gefragt haben. Ich habe keine Ahnung, ob ich das nochmal machen werde, aber auch dabei habe ich mich über jeden gefreut, der etwas Nettes gesagt hat. Diese Messe war auf jeden Fall sehr gut fürs Selbstwertgefühl ^^
Ich dieses Jahr auf der Messe

Das einzig andere, was ich sonst noch teilen könnte, sind die Signierungen, die ich dieses Jahr bekommen habe. Tanja Voosen, Bianca Iosivoni, Amelie Murmann und Becky Albertalli haben mir ein paar liebe Wörter in meine Bücher geschrieben, aber da ich nicht dazu komme, sie abzufotografieren, müsst ihr mir das so glauben. ;-)


Im Grunde war es das und ab hier folgen die Buchentdeckungen, vielleicht ist ja was für euch dabei.


Nimmerlands Fluch von Salome Fuchs

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.



Ich denke, dazu muss ich nicht viel sagen ^^ Es geht um Peter Pan und nach der Interpretation aus Once upon a time bin ich ein Fan von PP-Nacherzählungen.



Dreamkeeper von Joyce Winter

Wer schützt uns, wenn wir träumen?

Mitten im Schuljahr wird Allegra an die Akademie der Dream Intelligence berufen, um wie ihre verstorbenen Eltern Traumagentin zu werden. Diese Spezialisten schützen die Träume der Menschen, damit ihre Seelen im Schlaf keinen Schaden nehmen und dünne Membran, die unsere Träume von der realen Welt trennt, keine Risse bekommt. Doch kaum an der Akademie angekommen, begreift Allegra, dass die Agenten selbst in größter Gefahr schweben und es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Als dann Allegras eigene Schwester in der Traumzeit verschwindet, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Seiten leer waren. Ich schätze mal, es wurde noch nicht gedruckt, da es erst im Januar erscheint. Es hat funktioniert - es klingt interessant und ich warte auf mehr Informationen.



Elesztrah: Feuer und Eis von Fanny Bechert

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.


Ich weiß nicht, wie viel ich auf die Meinung der Autorkolleginnen geben kann, die am Stand waren und von diesem Buch hier geschwärmt haben. Vielleicht will es einer von euch lesen und mir dann erzählen, ob es sich lohnt?



Banshee Livie: Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher

So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Hoffnung, dass es gute Bücher über Banshees gibt, ist noch nicht gestorben...





Linas Reise ins Land Glück von Martin Widmark

Es ist schon spät und Schlafenszeit für den kleinen Daniel. Zum Einschlafen erzählt Julia ihm ein fantastisches Märchen: Eines Tages verschwindet plötzlich Julias lieber Bruder. Sie vermisst ihn ganz schrecklich und bekommt zum Trost einen kleinen roten Schlitten. Den probiert sie aus und landet damit - plumps - direkt im Land Glück. Hier macht sie einige interessante Bekanntschaften, zum Beispiel mit Herrn Jacobi, einem Käfer in Frack und Fliege. Der bringt sie endlich mal wieder zum Lachen. Aber auch die gierige Krabbe hat es auf sie abgesehen. Und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen?

Auf dieses Buch hat mich Franzi von my.written.heartbeat aufmerksam gemacht. Es hat sehr schöne Illustrationen, wie man auf dem Cover schon direkt sieht =)




Constable and Toop von Gareth P. Jones

Something mysterious and terrible is happening throughout Victorian London: Ghosts are disap­pearing. When this reaches the attention of the Ghost Bureau, the diligent but clueless Mr. Lapsewood, a paranormal paper-pusher, is sent to investigate, and what he discovers is grave. The Black Rot has arrived—a voracious spiritual infestation whereby empty haunted houses suck in unsuspecting ghosts and imprison them. Lapsewood’s investigation weaves through the plotlines of several other memorable characters—both living and dead—including an undertaker’s son who can see ghosts, a serial throat-slasher reminiscent of Jack the Ripper, an evangelical exorcist, and many more. The living and dead must work together if they hope to destroy the Black Rot—before it destroys both the ghost and human worlds.

This highly atmospheric and bitingly funny ghost story by successful British author Gareth P. Jones will delight fans of Eva Ibbotson and Neil Gaiman.


 Das einzige englische Buch auf meiner Liste... Ich habe es mir gemerkt, weil es nach einer ähnlichen Geschichte wie Lockwood & Co. klingt, nur im viktorianischem England und die Mischung klingt, als könnte sie richtig gut funktionieren.
 


Die Dämonen Akademie: Der Erwählte von Taran Matharu

Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Ich merke, dass sich in dieser Liste ein wenig bemerkbar macht, was für ein Supernatural-Fan ich inzwischen bin xD Das hier und das Buch eben hatte ich hauptsächlich deshalb in der Hand. Es hört sich zwar nicht besonders, aber unterhaltsam an, also wieso nicht.




Heiße Liebe kalter Tod von Pia Hepke

Elsa liebt den Winter. Schon als kleines Mädchen konnte sie es kaum erwarten, bis es den ersten Schnee gab.
Als Jack Frost, der Sohn des Winters, Elsa begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück wehrt nicht lange, denn ihre Gefühle für einander bergen eine schreckliche Gefahr.
Die Schneekönigin hat es auf Jacks Herz abgesehen und lässt es durch ihren magischen Kuss gefrieren. Einzig und allein Elsa ist in der Lage, ihn zu retten.
Nur kann ihre flammende Liebe sie beide vor dem eisigen Tod bewahren?



Ich weiß nicht mehr, wer mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat, aber das klingt nach einer mega coolen Märchenadaption. Elsa und Jack Frost, hat schon was...



Am Samstag war ich bei einer Diskussion mit den Gewinnern des Jugendliteraturpreises. Ich habe keine Ahnung, wer die moderiert hat, aber die Moderatorin war der Wahnsinn. Ich kannte nur zwei der Gewinnerbücher und sie hat es geschafft, einem alle richtig schmackhaft zu machen.
Hier kommt keiner durch von Isabel Minhôs Martins und Bernardo P. Carvalho

Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals: Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln.

Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll,
nur weil ein General das bestimmt hat!
Und dann passiert etwas.

Anarchisch, wild und turbulent – ein wahrhaft grenzüberschreitendes Bilderbuch.


Ich wäre von selbst sonst vermutlich nie auf dieses Buch gekommen. Die Idee ist genial und spielt mit dem Medium Buch. Von Kinderbüchern bin ich nicht so begeistert wie ein paar der Leute, mit denen ich unterwegs war, doch ich hatte meinen Spaß mit Hier kommt keiner durch!, als ich es mir später in Ruhe angeschaut habe.

 

Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fadosängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeonvirtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel.

 

Ich habe das Cover vorher irgendwo schonmal gesehen, aber dem Buch weiter keine Beachtung geschenkt. Zu Unrecht! Danke, Moderatorin der Diskussion! Das Buch wird von einer schlauen Gorilladame erzählt, die ihre Geschichte auf einer Schreibmaschine eintippt. Ihrem Pfleger wird ein Mord in die Schuhe geschoben und sie versucht, seinen Namen rein zu waschen und ihn aus dem Gefängnis zu kriegen. Zur Zeit ist Sally Jones ganz oben auf meiner Will-ich-unbedingt-bald-lesen-Liste.



Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer von Mario Fesler

Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser – denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein „Klub der Verlierer“ erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken …

Das Buch ist eigentlich nur auf der Liste, da mir der Autor (ebenfalls bei der Diskussion) so sympathisch war. ^^




 Evil Hero: Superschurke wider willen von Sandra Grauer

 Ein Action-Abenteuer über Freundschaft und Vertrauen, Helden und Schurken und darüber, wie man eine Mission gegen alle Widerstände erfolgreich meistert!

Wo lernen Superschurken, wie man so richtig böse ist? An der Evil Äcädemy natürlich. Und genau dorthin verschlägt es John, der eigentlich Sohn eines Superhelden ist. Denn John hat eine klare Mission: Er will an der Schurken-Schule den Erzfeind seines Vaters finden. Um nicht aufzufliegen, muss er so schnell wie möglich alles über Schurkische Etikette und Superwaffenkunde lernen! Dabei helfen ihm seine Mitschüler Max und Serena. Aber kann er den beiden trauen?


Hier hat mich das Cover angezogen und der Klappentext überzeugt. Superhelden sind zur Zeit überall und das hier klingt nach dem Typ Buch, das auf dem Markt noch fehlt.


Wenn ich dich nicht erfunden hätte von Julia Dibbern

Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?


Ein bisschen gemogelt. Dieses Buch hat Leni von Meine Welt voller Welten gerade gelesen und uns gezeigt. Wir waren dabei noch auf dem Gelände der Messe, deshalb zähle ich es nocht mit dazu. Es klingt SO MEGA GENIAL.





Für mehr Neuentdeckungen schaut hier bei zuendegelesen vorbei!





War etwas für euch dabei, kennt ihr Bücher von meiner Liste vielleicht sogar schon? =)

Mittwoch, 19. Juli 2017

Soul Screamer - Mit ganzer Seele von Rachel Vincent

Ursprünglich erschienen bei Goodreads (*klick*)


Achtung, ich werde massiv spoilern!!





 



1,5 Sterne

Wegen Todd und weil es ganz witzig war, sich darüber lustig zu machen xD
Falls ihr irgendwas von meinen status updates (bei Goodreads, siehe Link) mitbekommen habt und das Buch immer noch lesen wollt: Lasst es, man kann so viel besseres mit seiner Zeit machen.
Etwas... beschränkte Protagonistinnen sind ja im Moment echt nichts Ungewöhnliches in Jugendbüchern, aber Kaylee hat mich mehr genervt als so manche anderen. Sie wirkt wie eine verdammte Puppe, die nichts selbst hinkriegt. Sie denkt absolut nicht nach – ich meine wirklich so gar nicht, sie sieht nicht mal die einfachsten Verbindungen und handelt glaube ich sogar auch nur, wenn jemand anderes sagt, dass sie es tun soll. Moment, war das der Grund, wieso sie ständig Nash angerufen...? Egal. Ganz normale Sachen kriegt sie auch nicht hin. Leute, meine Lieblingsstelle: Kaylee schaltet den Fernseher an, blättert in einem Buch und macht Musik an und dann kommt der Satz, dass sie sich auf nichts davon konzentrieren kann. xD Aller spätestens da konnte ich sie auch gar nicht mehr ernst nehmen. Ich würde ihr durchaus zutrauen, mit einem geschlossenen Regenschirm in der Hand im Regen zu stehen und sich zu beschweren, dass sie nass wird.
Super fand ich auch, wie sie mit der ganzen „Tote aufhalten und sie zurückbringen“-Sache umgegangen ist. Sie will unbedingt jeden retten und sieht partout nicht ein, dass es so nicht funktioniert und sie das nicht kann und dann fühlt sie sich schuldig wegen jedem Tod, der auch nur entfernt irgendwie mit ihr in Verbundung gebracht werden kann. Das erinnert mich an diese philosophische Frage mit dem Zug, der auf Personen zufährt und man hat die Möglichkeit, einen Schalter umzulegen zu einem anderen Gleis, wo nur eine ist oder irgendwie sowas. Ich war dabei ja immer der Meinung, dass ich ihn nicht umlegen würde, denn wenn ich nicht zufällig da gewesen wäre, wäre der Zug einfach weiter gefahren und das Ergebnis wäre das gleiche gewesen. Bei Kaylee ist es das selbe, wäre sie nicht da gewesen und hätte die Tode mitbekommen, wäre alles genauso gekommen, wie es gekommen ist und es frustet mich, dass sie das nicht so sehen konnte. -.-
Die Gaben der Banshees in dem Buch sind generell dämlich. Wenn es einen Freund oder einen Verwandten trifft, ist es ja vielleicht ganz praktisch, ihn zurückholen zu können, würde sich wegen der Seelentausch Geschichte aber in locker 95% aller Fälle sowieso nicht lohnen und bei Fremden erst recht, wenn dabei die Gefahr besteht, dass man selbst dafür sterben muss.
Ich kann nicht beurteilen, ob es bei den folgenden Ausgaben (falls es welche gibt...) nicht verbessert wurde, aber meine Ausgabe ist eine Erstausgabe und da sind seeehr viele Grammatikfehler drin: fehlende Wörter und Satzzeichen, falsche Formen. Normalerweise stört mich nicht weiter, wenn in einem Buch ein Fehler austaucht, kann ja mal passieren. Doch hier häuften sie sich massiv, sodass teilweise zwei oder drei Fehler auf nur einer Seite waren. Das war ein Teil meiner Aufregung, den ihr in meinen Updates nicht mitbekommen habt. xD Wäre nicht mein K.O.-Kriterium, aber trotzdem, es hat mich gestört, deshalb gehört es hier rein.
Mein nächster Punkt sind Nash und die Liebesgeschichte. Fangen wir mal damit an, dass es eine von uns allen geliebte Instalove gibt. Beliebter Typ aus der Schule kommt plötzlich im Club auf Kaylee zu und tanzt mit ihr ein paar Songs lang. Tada! Nicht mehr zu retten. Später erfährt man, dass er zuvor Kaylees Stimme gehört hat und sie daraufhin verfolgt hat, um sie zu treffen, aber ganz ehrlich, das macht es auch nicht besser. Von einem Tag auf den anderen kleben sie an einander und Nash hat nichts mehr mit den Leuten zu tun, mit denen er vorher abhing. Junge, das ist doch nicht mehr gesund! Die Liebesgeschichte wirkt, als hätte die Autorin unbedingt eine drin haben wollen, aber keine Ahnung gehabt, wie sie das machen soll. Ich kaufe ihnen ihre „Gefühle“ nicht ab und sobald Todd vorkam habe ich gehofft, dass Kaylee sich ein bisschen Gehirn besorg und mit Nash Schluss macht, um mit Todd zusamme zu sein. Banshee und Reaper, die komplett gegensätzliche Gaben haben, das wäre mal was gewesen!
Noch dazu hatte Nash (wie eigentlich fast alle Figuren) keinerlei Tiefe. Nichts! Er ist perfekt und dackelt Kaylee verliebt hinterher, inklusive Eifersucht, als Todd mit ihr redet. Das einzig Sinnvolle, was er in dem ganzen Buch tut, ist, Kaylee darüber aufzuklären, was sie ist und wie ihre Kräfte zu funktionieren. Hätte die Autorin Kaylee stattdessen ein Buch mit den ganzen Antworten in die Hand gedrückt, hätte sie Nash auch komplett streichen können. Ach ja, und er hasst Todd. Liebe für Kaylee und Hass für Todd. Yeah, wo würden wir nur ohne ihn stehen?
Gerade fallen mir die „wirbelnden Augen“ der Banshee ein. Wenn sie starke Gefühle empfinden, wirbeln die Farben in ihren Augen herum, was andere Banshees sehen können. Leute, ich stand gestern vor dem Spiegel und habe mir das vorgestellt und ich konnte nicht mehr aufhören zu lachen. xD Nichts emotional, es wirkt nur sehr albern.
Wisst ihr, den Mystery-Aspekt mit den Mädchen, die ohne Grund tot umfallen, fand ich am Anfang sogar ganz cool. Und dann sollte es was mit Kaylee zu tun haben, noch mehr als mit den Vorhersehungen, und da ging das auch schief. Als es dieses Persönliche aufgedrückt bekommen hat, stand das Rätsel um den Mörder nicht mehr im Vordergrund, nur noch, wie man sie rettet. Das perfekte Beispiel für eine Antiklimax!
Übrigens ist das mit dem Bösewicht auch eine, mehr oder weniger. Hätte der abtrünnige Reaper von sich aus gehandelt und irgenwelche Gründe gehabt, die Mädels zu töten, okay. Vielleicht nicht so spannend, aber nachvollziehbar. Falls ihr das jetzt nicht wissen wollt, solltet ihr jetzt echt wegsehen.



Ich hab euch gewarnt...
Der Bösewicht ist die Tante, weil sie ewig jung sein will. -.- Das ist der verdammt nochmal dämmlichste Grund überhaupt, unschuldige Mädchen töten zu lassen!! Und diese blöde Eitelkeit ist die einzige Eigenschaft der Tante, es geht die ganze Zeit darum, dass sie verschiedene Diäten macht und was weiß ich, weil sie so fertig ist, dass sie jünger als ihr Mann ist, aber älter aussieht. Gott, erschießt mich einfach, das war für mich eine der miesesten Auflösungen überhaupt.

Ach, und dank Eli kann ich nicht mal mehr das Cover ernst nehmen. xD Ich kann nicht mehr aufhören, da Miley Cyrus zu sehen, nachdem sie erst darauf hingewiesen hat. xD

Ich glaube, ich habe mehr oder weniger alles abgehandelt und kann jetzt mit dem Buch abschließen. Will es zufällig noch jemand haben? xD Ich brauche es nicht mehr 

Dienstag, 4. April 2017

[Bericht] Leipziger Buchmesse 2017 mit den Booktravellern


Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf der Buchmesse in Leipzig, nachdem ich die letzten Jahre immer halb vor Neid umgekommen bin, als ich Fotos und Kommentare direkt von der Messe gesehen habe. Na gut, die Messe war eigentlich nur die Hälfte des Ganzen, der Trip nach Leipzig war hauptsächlich ein gemeinsamer Trip der Book traveler Gruppe (tbpg plus link), um uns mal persönlich kennenzulernen. Aber hier geht es zuerst um die Buchmesse.
Auf der Messe selbst war ich zwei Mal. Am Donnerstag bin ich nur so durch die Hallen gelaufen und habe mir angeschaut, was es so gibt. (Tipp: ganz viele Bücher xD) Irgendwie verliert das aber langsam den Reiz für mich, je mehr Buchmessen ich besuche. Ich meine, es gibt sehr viel mehr Bücher, die mich gar nicht erst interessieren, als neue, spannend klingende, die ich vorher auch noch nicht kannte. Was ich den Verlagsleuten aber lassen muss: der Aufbau ist klasse. =D Die Verlagsstände sind ähnlich wie in Frankfurt, aber von dieser Burg hier war echt sogar so begeistert, dass ich ein Foto gemacht habe. xD

Außerdem habe ich am Donnerstag die Sanne endlich mal persönlich kennengelernt (*klick* und *klick*). Und bei der Gelegenheit auch erfahren, dass man in der Blogger Lounge kostenlos Tee und Kaffee kriegt. Das merke ich mir auf jeden Fall für die nächste Messe, besonders, falls es das in Frankfurt auch gibt.
Mein Messehighlight war auf jeden Fall die Signierstunde von Brandon Sanderson am Freitag, die zwar nicht auf dem Messegelände statt fand, aber im Programm gelistet war, deshalb zähle ich es auch dazu. Brandon Sanderson ist einer meiner Lieblingsautoren und ich habe erst knapp eine Woche vorher erfahren, dass er überhaupt nach Leipzig kommt, da MUSSTE ich ihn sehen. Der Kerl ist so sympathisch 💕 er hat mir und meiner Freundinnen die Bücher signiert, ein Foto mit uns gemacht und sich dabei ein wenig mit uns unterhalten, gefragt, ob wir Fragen an ihn haben. Sanne hat ihn an dem Tag interviewt, ich habe alle möglichen Fragen, die mir eingefallen sind, ihr schon geschickt xD aber auf die Frage einer Freundin meinte er, dass er Deutschland bis dahin mochte und typisch deutsche Sachen machen wollte.

 
Mein letzter Tag auf der Messe war am Samstag, wobei ich den Tag für mich auch nicht direkt als Messetag zähle. Ich hatte vorher gehört, das Sebastian Fitzek nach Leipzig kommt und nachdem ich letzten Herbst mit seinem Paket bewusst meinen ersten Thriller gelesen habe, wollte ich es mir signieren lassen und habe es und sein neuestes Buch, AchtNacht, einfach auch mal eingepackt. Eigentlich wollten wir am Samstag etwas früher hin, aber wir haben uns verschätzt, wie voll es am Hauptbahnhof sein würde und bis wir auf dem Messegelände waren ist noch eine ganze Weile vergangen. Etwa eine halbe Stunde vor Beginn der Signierstunde kam ich am Stand an und da war die Schlange schon höllisch lang. Als ich mich hinten anstellte, ging sie um die Ecke und 2,5 Gänge weiter. Und hinter mir war die Schlange noch länger. UND es ging ewig nicht voran. Ich bin zwischendurch nicht einfach irgendwann gegangen, weil es mir zu blöd gewesen wäre, erst Stunden dort zu warten und dass das dann umsonst ist. Naja, es kamen ein paar Freunde vorbei und sonst habe ich AchtNacht angefangen und ca. die ersten 50 Seiten geschafft. xD Nachdem ich nach ca. 2,5 Stunden dann endlich dran kam, hatte ich keine Lust mehr und bin lieber in die Stadt gegangen. Massen von Menschen kann ich auch woanders haben und es gab eigentlich nichts mehr, was ich noch unbedingt sehen wollte.



Ich habe schon viel Gutes von der Leipziger Buchmesse gehört, aber ich muss sagen, ich mag die in Frankfurt lieber. Einer der Hauptgründe ist, dass es in Leipzig keine englischsprachigen Bücher gibt. T.T Unter englischen Büchern würde ich noch eher Bücher entdecken, die ich nicht kenne, mich aber interessieren. Die meisten deutschen kenne ich vorher einfach schon durch Goodreads, lovelybooks, Newsletter etc., da bleibt weniger Möglichkeit für Neuentdeckungen beim Stöbern.
Die Messe in Frankfurt ist sehr viel größer. Das ist natürlich Geschmackssache, aber in Frankfurt habe ich noch nie alle Hallen geschafft, in Leipzig hätte ich nach der Fitzek Signierstunde nicht gewusst, wo ich noch hingehen sollte.
Leipzig spricht eine andere Zielgruppe an. In Leipzig kann man schon unter der Woche als Privatbesucher auf die Messe, was ich an sich echt cool finde, aber man merkt der Messe eben an, dass sie darauf ausgelegt ist, Bücher zu verkaufen. Überall liefen Messeverkäufer herum und diese Burg da oben zum Beispiel war komplett sowas wie ein Buchladen. Prinzipiell ist das nicht schlecht, aber ich bin nicht hin gefahren, um Bücher zu kaufen, es hat mich auch nichts genug interessiert, daher fand ich es schade. Ich bin es aus Frankfurt gewohnt, dass man hingeht, um sich Bücher anzuschauen, neue zu entdecken und wenn man sich am Sonntag nochmal durch die Massen kämpft, um sich vielleicht doch noch welche als Souvenir mitzunehmen. Vielleicht liegt das auch nur an der Gewohnheit, aber das mag ich lieber.
Wo wir schon bei kundenfreundlicher waren: in Leipzig sind die Gänge zwischen den Ständen breiter angelegt. Gerade in der Fitzek-Schlange ist mir das positiv aufgefallen. Ist in Frankfurt eine Schlange, hat man Pech gehabt und muss sich einen anderen Weg durch suchen. In Leipzig kamen die Leute auch dann noch problemlos vorbei, wenn mehrere Leute neben einander in der Schlange standen.
Wie das in Frankfurt war, weiß ich gerade nicht mehr, aber in Leipzig war das mit Internet und Netz schwierig. Wenn man sich getrennt hat, hat es teilweise Zeit und Nerven gekostet, sich wiederzufinden.
Abgesehen von den Messen ist Leipzig jedoch die schönere Stadt, ich würde sie auch zum einfach mal so hin fahren empfehlen. =) 

Und jetzt nochmal ein Shoutout für die tolle Traveling Book Project Gruppe. Die Booktraveller sind eine Gruppe bei Goodreads und WhatsApp. Das Prinzip ist, dass Bücher auf die Reise geschickt werden und jeder Mitlesen darf Gedanken und Kommentare reinschreiben, zeichnen und was einem sonst noch einfällt, man liest sozusagen zusammen und zwar auf nochmal eine andere Weise als in einer Leserunde. Hier auf unserer Instagramseite findet ihr einige Bilder und wenn ihr ein bisschen stöbert, findet ihr auch bestimmt welche, auf denen ihr einen Blick rein werfen könnt, wie das so aussehen kann.
Plus ihr kriegt einen Haufen total lieber Menschen aus ganz Deutschland gratis mit dazu.

Das wars von mir. Ward ihr schon mal auf der Buchmesse in Leipzig oder wollt ihr noch hin? Wäre sowas wie das TBPG etwas für euch? Oder geht in Bücher schreiben für euch gar nicht?