Dienstag, 4. November 2014

Barfuß im Regen von Hannah Siebern

Inhalt

Janna trifft an der Uni auf Josh- den süßen Jungen aus ihrer alten Nachbarschaft, mit dem sie schon als Kind barfuß im Regen gespielt hat. Doch ihre Wiedersehensfreude hält sich in Grenzen. Jannas letzte Beziehung endete in einer Katastrophe und hinterließ bei ihr tiefe Wunden. Um Männer macht sie seitdem einen großen Bogen und konzentriert sich lieber auf ihr Studium. Daher kann sie es gar nicht brauchen, dass Josh sie mit seiner sorglosen Art und seinen sturmgrauen Augen immer wieder aus der Reserve locken will. Als die Umstände sie dazu bringen, mit Josh in eine WG zu ziehen, ist das Chaos perfekt. Vor allem, weil die Vergangenheit jeden Augenblick an die Tür klopfen könnte ...

Janna und Josh, das klingt wie die perfekte Liebesgeschichte: Junge und Mädchen sind als Kinder beste Freunde, sie Beiden verlieren sich aus den Augen, als der Junge wegzieht, treffen aber nach Jahren an der Uni wieder auf einander. Inzwischen haben ihre Gefühle von damals sich verändert und sind tiefer geworden und die beiden finden endlich zusammen. Eine perfekte Liebesgeschichte eben – wäre da nicht die andere Seite der Medaille. Nachdem Josh weggezogen ist, hat Janna nämlich einige Entscheidungen getroffen, die sie schließlich zu Rogelio führten, der das komplette Gegenteil von Josh ist und mit dem Janna schöne, aber auch schlimme Zeiten erlebte, die sie und ihre Meinung über Männer geprägt haben.
Dieses Buch erzählt die Geschichte von zwei Beziehungen, voller Liebe und Glück, aber auch voller Schmerz und Unglück. Ich finde es wirklich erstaunlich, wie die Autorin diese beiden Extrema nicht nur in eine Geschichte gebracht hat, sondern auch in eine logische und schöne Geschichte.
Obwohl man manche ihrer Entscheidungen nicht wirklich nachvollziehen kann, ist die Protagonistin Janna doch sympathisch. Man weiß von Anfang an, dass sie etwas Schlimmes durchgemacht haben muss, als sie für ein Jahr in Mexiko war, jedoch nicht, was es ist. Das hat die Autorin aber geschickt gelöst: Der Großteil der Geschichte spielt in der Gegenwart, doch durch Kapitel, die in der Vergangenheit spielen, kriegt man als Leser hautnah mit, was sie erlebt hat. Diese Art, die Vergangenheit zu erzählen, hat mir gut gefallen, denn sie ist viel lebendiger als eine Erzählung während eines Gesprächs es je sein könnte.
Was mich schließlich überzeugt hat, waren die liebenswerten Nebencharaktere, jeder mit seiner eigenen kleinen Eigenheit. Ob nun die mexikanische beste Freundin, Alexis, mit ihren Vertauschungen von Sprichwörtern oder Letica, die Gastmutter, die Janna wie eine Tochter in ihre Familie aufnahm, man muss sie einfach gern haben.

Über die Autorin:

Hannah Siebern (geb. 1986 in Münster) lebt mit ihrem Freund in Coesfeld (Westfalen). Lesen ist ihre ganz große Leidenschaft und seit ein paar Jahren schreibt sie auch selber. Lebenslauf Nach der Realschule hat Hannah Siebern ein Auslandsjahr in Mexiko verbracht. Danach machte sie in Münster ihr Abitur und den Bachelor in Erziehungswissenschaften. Seit 2011 studiert sie an der Universität Dortmund Erziehungswissenschaften im Master und hat einen Großteil ihrer neuen Texte im Zug geschrieben. Mit der Veröffentlichung von Nubila ging für sie ein großer Traum in Erfüllung.

Fazit

„Barfuß im Regen“ erzählt eine etwas andere Liebesgeschichte, mit Ecken und Kanten. Eine realistische und schöne Geschichte über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft und wie alle drei zusammenhängen und Jannas Leben bilden.

1 Kommentar:

  1. Hi Julia :)
    Schöne Rezi. Ich hab deine mal bei mir verlinkt, ich hoffe das ist ok. :)
    Falls du vorbei schauen magst: sie geht Morgen online.

    Liebe Grüße,
    Nicki

    nickisbuecherwelt.blogspot.de

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