Freitag, 31. Oktober 2014

Ivory - Von Schatten verführt von Regina Meissner

Inhalt

Ivory Laurentis ist seit ihrem vierten Lebensjahr auf der Flucht, denn sie besitzt eine verhängnisvolle Gabe: Sie ist die Einzige, die das Tor nach Embonis öffnen kann, einem Reich bevölkert von seelenlosen Kreaturen, die sich nichts sehnlicher wünschen, als in die Welt der Menschen überzusiedeln. Das Tor muss für immer geschlossen bleiben, doch die Schatten von Embonis sind Ivory dicht auf der Spur. Als sie dem geheimnisvollen Privatermittler Kil begegnet, fühlt sie sich zum ersten Mal in ihrem Leben geborgen. Trotzdem ist er für sie undurchschaubar und ihr Geheimnis jemandem anzuvertrauen bleibt eine große Gefahr.

„Ivory“ beginnt schon richtig spannend und diese Spannung lässt bis zum Ende nicht einen Moment nach. Die Protagonistin Ivory hat kein normales Leben, sie ist ständig auf der Flucht. Dieses Leben hat sie verändert. Statt des normalen Mädchens, das sonst sonst geworden wäre, ist sie eine Einzelgängerin, die es schon vor Jahren aufgegeben hat, immer wieder neue Freunde zu suchen. Ivy ist zurückgezogen und voller Selbstdisziplin. Und doch steht sie noch immer aufrecht und wehrt sich gegen ihr Schicksal. Ivy ist eine wirklich sympathischer Charakter und ich mochte sie richtig gerne.
Was es mit Kil auf sich hat, habe ich fast sofort erraten können. Und auch wenn ich es ziemlich offensichtlich fand, ist es das eigentlich nicht. Wenn man aufmerksam liest, kann man auf sein Geheimnis kommen, wenn nicht, ist das aber auch nicht schlimm. Ich werde an dieser Stelle nicht verraten was es ist, lediglich, dass es meine Meinung über ihn kein bisschen beeinflusst hat, weder positiv, noch negativ. Er ist einfach ein so charismatischer und einnehmender Mann, das hat mein immer mal wieder aufkeimendes Misstrauen gegen ihn deutlich überwogen.
Was mir wirklich sehr gefallen hat, ist, dass die Geschichte neu ist, ich habe sie so vorher nirgendwo sonst gelesen. Es ist eine neue Idee, die die Autorin super umgesetzt hat.
Der einzige kleine Kritikpunkt, wobei es nicht mal richtige Kritik ist, ist der Cliffhanger am Ende. Das Buch endet einfach an einer unglaublich spannenden Stelle und am liebsten möchte man gleich wissen, wie es weiter geht. Ich warte schon sehnsüchtig darauf, das der nächste Band erscheint, was hoffentlich bald sein wird.


Über die Autorin:

Regina Meißner, geboren 1993, schreibt schon sehr lange Geschichten, mit denen sie sich nun an die Öffentlichkeit wagen möchte. Im Genre der (Urban)Fantasy fühlt sie sich zu Hause. Die Jungautorin hat den ersten Talentwettbewerb von Lyx Storyboard gewonnen, bei dem sie sich mit ihrem Debütroman "Ivory - Von Schatten verführt" durchsetzen konnte. Selbiger erschien am 4.9.2014. Neben dem Schreiben, das die Autorin selbst als ihr größtes Hobby ansieht, studiert sie Deutsch und Englisch an der Universität in Gießen. Momentan arbeitet Regina Meißner am zweiten Teil von "Ivory - Von Schatten verführt". Weitere Projekte und Veröffentlichungen sind geplant.

Fazit

Fliehen? Vor diesem Buch? Bestimmt nicht! „Ivory“ hat nicht nur großen Spaß gemacht, sondern auch an die Seiten gefesselt. Selbst wenn man will, kann man sich nur mit Mühe aus der Geschichte befreien und will am liebsten gleich wieder abtauchen und Ivory bei ihrer Flucht begleiten.

Freitag, 24. Oktober 2014

Salt & Storm von Kendall Kulper

Inhalt

Seit Generationen verlässt kein Schiff den Hafen von Prince Island ohne einen Talisman der mächtigen Roe-Frauen. Avery ist die Jüngste und Letzte ihrer Linie. Nimmt sie ihr Erbe an, wird sie Macht über das Meer, den Sturm, das Glück und die Liebe haben. Doch sie weiß noch nicht, dass der Preis dafür ihr eigenes gebrochenes Herz sein wird. Verweigert sie sich ihrem Schicksal, muss sie sterben.

In „Salt & Storm“ spielt das Meer eine unglaublich wichtige Rolle. Viele Kilometer entfernt vom nächsten Meer, konnte ich es beim Lesen dennoch nicht nur deutlich vor mir sehen, sondern es auch auf der Haut spüren und das Salz des Meeres riechen. Das Buch brachte das Gefühl des Meeres mit und hat es in jeder Zeile versprüht. Denn das Meer wurde nicht nur ständig erwähnt, was nicht verwunderlich ist, da die Geschichte auf einer kleinen Insel spielt, sondern auch die Sprache ist mit vielen Vergleichen und Anspielungen aufs Meer gespickt.
Diese Allgegenwärtigkeit des Wassers war ein großer Teil dessen, was mir an dem Buch so gut gefallen hat. Ich bin eigentlich kein besonders großer Fan vom Meer, doch Averys besondere Bindung zu ihm und auch das Buch ganz allgemein haben mich so mitgerissen, dass ich hier einfach eine Ausnahme mache. Das Meer ist toll und das Buch bringt das wundervoll rüber.
Die Protagonistin der Geschichte ist Avery. Ich mag Avery. Zumindest am Anfang mochte ich sie. Da war sie zwar verzweifelt, doch ihre Verzweiflung hat sie nicht aufgehalten, sondern ihre Stärke und ihre Entschlossenheit eher noch verstärkt. Sie war eigentlich ein ganz normales Mädchen, das ihrem Traum folgen wollte, doch von der Mutter daran gehindert wurde. Das klingt jetzt nach nichts Ungewöhnlichem, doch fügt man noch hinzu, dass der Traum beinhaltet, um jeden Preis die nächste Roe-Hexe zu werden und die Mutter ihre Tochter durch einen Fluch daran hindert, diesem Traum zu verfolgen, dann wird klar, wo Averys Stärke, aber auch ihre Verzweiflung, herkommt. Wie sich ihr Charakter im Laufe der Geschichte entwickelte mochte ich aber nicht so sehr, wobei ich nicht mal wirklich sagen kann, was genau mich gestört hat. Trotzdem mochte ich Avery immer weniger.
Insgesamt gefiel mir nicht, in welche Richtung das Ganze ging. Während mir Averys Geschichte am Anfang noch ganz gut gefiel und ich mir eine schöne und spannende Zeit mit ihr versprach, nahm das immer mehr ab, je weiter ich kam. Immer und immer wieder musste die Autorin noch ein bisschen mehr Drama auf den Haufen schmeißen, sodass es schließlich so viel war, dass ich keine Ahnung hatte, wieso Avery trotz dieser ganzen Schicksalsschläge noch am Leben war. Mir war das einfach viel zu überladen.
Die Liebesgeschichte fand ich ganz in Ordnung. Sie war nicht kitschig und, viel wichtiger noch, passte super in die Geschichte hinein. Mir gefällt, was die Autorin daraus gemacht hat. Sie hat die Liebe mit Flüchen und Geheimnissen umwickelt, sodass sie sich wirklich an den Rest des Buches anpasst, dabei aber gleichzeitig eine nicht allzu große und die größtdenkbare Rolle einnimmt.

Über die Autorin:

Kendall Kulper wuchs im Norden New Jerseys auf. Sie arbeitete einige Jahre als Journalistin, beschloss aber irgendwann, sich ganz dem Schreiben von literarischen Texten zu widmen. Am meisten beschäftigen sie die Momente, in denen Menschen sich entscheiden müssen: Wer bist du wirklich, wofür stehst du ein – und wer willst du sein? Kendall Kulper lebt mit ihrem Mann und einem Hund in Chicago. 

Fazit

Selbst der Verlauf von „Salt & Storm“ erinnert stark an das Meer: anfangs die Flut, die alles mitreißt, was nicht niet- und nagelfest ist, aber schnell auch vorübergeht und der Ebbe Platz macht, die enthüllt, was das Meer während der Flut angespült hat.

Samstag, 18. Oktober 2014

Schmetterlingsherz von Mascha Matysiak

Inhalt

Mimi hat das Gefühl, bei Germany's Next Topmodel gelandet zu sein. Denn genauso verrückt geht's im Studio der Berliner Modefotografin zu, bei der sie gerade ein Praktikum macht. Neben schrägen Designern trifft Mimi auch den coolen Chris. Mit ihm soll sie spannende Foto-Locations suchen, was der schönen Lola gar nicht gefällt. Das Model ist nämlich selbst in Chris verliebt und setzt alles daran, ihn für sich zu gewinnen ...

Man merkt, dass das Buch jüngere Mädchen ansprechen soll. Es unterscheidet sich von meinen sonstigen Lesegewohnheiten. Zum einen ist Mimi, die Protagonistin, mit ihren etwa 14 Jahren jünger, als ich es sonst gewohnt bin. Aber auch das Thema des Buches ist deutlich auf das jüngere Publikum konzipiert. Während für gewöhnlich die Liebe im Vordergrund steht, tritt sie hier einen Schritt zurück und macht Platz für die (nicht ganz so) glitzernde Modewelt. Das finde ich einerseits toll, dass es auch noch solche Bücher gibt, bei denen es nicht nur um die Liebe geht, andererseits lese ich einfach gerne über die Liebe.
Mimi ist eine gewöhnliches Mädchen, dass in einem Dorf aufgewachsen ist und nun in die Großstadt schlechthin kommt: Berlin. Während man ihre Eindrücke hautnah mitbekommt, habe ich kaum einen Eindruck von ihr bekommen können. Zwar erfährt man genug über sie, besonders auch über ihre Vergangenheit, aber was für einen Charakter hat sie eigentlich? Das könnte ich jetzt beim besten Willen nicht mehr sagen, lediglich dass sie eine nette und einigermaßen sympathische Person ist. Ich muss auch gestehen, dass ich einen recht großen Teil der Zeit vergessen habe, dass Mimi überhaupt so heißt. Der Name wird nicht sehr oft genannt und ging bei mir immer wieder unter, bis er irgendwann doch einmal hängen blieb.
Der unumstrittene Star in diesem Buch ist der Make-up-Artist und Assistent der Fotografin Tine, KDW. Sein Name ist eine Anspielung auf das berühmte Einkaufszentrum Berlins, das KaDeWe. Er ist ein ziemlich durchgeknallter, aber dadurch auch sehr liebenswerter Mensch. KDW, der Mimi nicht nur Tipps zum Thema Liebe gibt, sondern sich auch um sie kümmert und für sie da ist, während Tine durch die ganze Welt fliegt und ihren Beruf ausübt.
Und wo ich schon dabei bin: KDW ist nicht der einzige Liebesbeweis der Autorin an unsere Hauptstadt. Ihre Liebe zu Berlin ist in jeder Zeile deutlich zu spüren, ob sie gerade den Fernsehturm auf dem Alexanderplatz beschreibt oder eine kleine, unbekannte Ecke der Stadt. Man sieht die Orte vor sich und erlebt Berlin auf eine ganz andere Weise, als man es sonst kennt, und kriegt direkt Lust, selbst dort zu sein. Die Autorin und Berlin, keine Frage, passen einfach zusammen.
Was mir auch gefallen hat, ist der bereits erwähnte Einblick in die Welt der Mode. Ich habe nicht viel mit Mode zu tun. Ich weiß, dass es Kollektionen gibt, die sich ständig ändern. Und, dass es Menschen gibt, die viel Geld dafür ausgeben. Auch wenn es mir nicht komplett neu war und meine Meinung nicht beeinflusst hat, war es doch ganz nett, mal zu sehen, wie so eine Kollektion entsteht und an die Menschen kommt und wie viele Leute daran beteiligt sind. Die Modebranche ist nicht so leicht, wie sie erscheint


Über die Autorin:

Mascha Matysiak wollte als Kind gerne Musicalstar werden, doch zu mehr als einigen ambitionierten Soloeinlagen unter der Dusche kam es nie. Stattdessen studierte sie Kunstgeschichte, Germanistik und spanische Philologie. Seit ihrem Abschluss widmet sie sich intensiv und voller Freude dem Schreiben. Sie mag Dachgeschosswohnungen, den Coast Path, Bauernhofgeruch und guten Cappuccino mit ganz viel Schaum. Was sie nicht mag, sind zu lange Winter, Teppichboden, leidende Tiere und Humorlosigkeit. Gemeinsam mit ihrem Mann und zwei verfressenen Meerschweinchen lebt die Autorin in Berlin. 

Fazit

„Schmetterlingsherz“ ist eine süße Geschichte für jüngere Mädchen, die einen in die schönsten Ecken Berlins versetzt und Einblick in die Realität der Modewelt gibt. Und mit KDW, der dem Buch einen ganz besonderen Charme verleiht.

Mittwoch, 15. Oktober 2014

H(e)ar(t)d Beat (oder auch Heart Hard Beat) von Janessa Bears

Inhalt

Trotz ihrer 17 Jahre weiß Price ganz genau, was sie vom Leben will: Ein Rockstar werden! Als sie allerdings den ersten Schritt in Richtung Zukunft macht, muss sie erkennen, dass Willen allein kein Garant für Erfolg ist. Sie muss zunächst sich selbst finden, die sanfte Seite des härtesten Punkrockers der Schule auftun und ihren geheimnisvollen Chatfreund enttarnen. Ob ihr das gelingt und welche Erfahrungen auf dem Weg dorthin sonst noch auf sie warten, erfahrt ihr im ersten Teil von »H(e)ar(t)d Beat«. Der turbulente, verworrene und von tiefen Gefühlen geprägte Werdegang einer berühmten Rockabella!

„H(e)ar(t)d Beat“ ist ein ungewöhnliches Buch. Gleich der Anfang davon ist anders, als man es erwarten würde. Es fängt nämlich damit an, dass Price schon alles erreicht hat, was sie wollte, ein berühmter und auch sehr erfolgreicher Rockstar ist und sogar in eine Talkshow eingeladen wurde. Sozusagen ein Ausblick auf das Ende der kompletten Reihe. Und gleich darauf wird Price gezeigt, wie sie am Anfang ihres Weges ist. Ihre Entwicklung ist unglaublich.
Die eben schon genannte Price ist die Protagonistin des Buches. Gleich von Anfang an ist sie ein sehr sympathischer Charakter und ich hatte sie schnell sehr gern. Mir gefiel die Mischung, wie sie einerseits ganz normal, andererseits aber auch etwas Besonderes ist. Ihre Persönlichkeit hat die Autorin meiner Meinung nach fantastisch ausgearbeitet. Mit Price hat sie etwas Besonderes geschaffen.
Die Geschichte mit dem Sky, dem Chatfreund, sehe ich ein wenig gespalten. Einerseits ist die Idee nichts Neues und es war (zumindest mir) sehr früh klar, wer Prices geheimnisvoller Chatpartner ist. Aber andererseits, und auch deutlich überwiegend, mochte ich die Gespräche und deren Verlauf sehr gerne. Sky und Price haben völlig offen und ehrlich miteinander geschrieben, obwohl sie sich erst über das Internet kennengelernt haben. Und auch später, als Sky sie schon kannte, sie aber nach wie vor keine Ahnung hatte, wer er ist, gefielen mir die Chats der Beiden. Diese verliefen dann einfach auf einer anderen Ebene, die aber ebenfalls gut mit dem Rest der Geschichte harmoniert.
„Heart Hard Beat“ spielt in Frankfurt. Ich glaube, dass ist der erste Roman, den ich lese, der dort spielt. Leider fand ich die Umsetzung der Stadt im Buch etwas enttäuschend. Da ich praktisch direkt um die Ecke wohne und einige Teile Frankfurts auch etwas besser kenne, habe ich erwartet, dass einige dieser Orte auch vorkommen. Doch tatsächlich wurden nur einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Stadt erwähnt, wie der Römerplatz und der Eiserne Steg. Außer diesen paar Szenen hätte die Geschichte an jedem beliebigen Ort spielen können. Da hätte ich mir mehr Details gewünscht.
Aber auch die Musik, um die es im Inhaltsangabe hauptsächlich geht, hatte meiner Meinung nach eine zu kleine Rolle. Ab der Mitte des Buches etwa wird vielleicht zwei Mal erwähnt, dass Price in einer Band spielt. Ansonsten ist das Ganze eher auf das Studium und den Chatfreund fokussiert, was keineswegs schlecht ist. An dem Punkt wird es besonders deutlich, dass es nun mal der erste Teil einer Reihe ist.

Über die Autorin:

Im Herzen "Forever Young", in ihrem Tun "You drive me crazy" und im Leben "Sugar,Sugar", das ist Jane (vielen auch als Maya bekannt), in Liedern!
Jung, zuweilen naiv, aber immer mit Herz und Seele bei der Sache: Das ist die genauste Beschreibung dieser Frau, die mit unzähligen Träumen und einer Menge Bücher im Frankfurter Raum wohnt. 

Fazit

Für mich war „H(e)ar(t)d Beat“ auf jeden Fall eine schöne Geschichte, die mich trotz einiger Kritikpunkte gut unterhalten hat. Price hat mich einfach überzeugt. Mit Musik hat dieser erste Teil der Reihe zwar noch nicht so viel zu tun, doch er ist eine super Einleitung in Prices Welt und ihren Traum, bei dem man Lust auf die nächsten Teile bekommt.

Sonntag, 12. Oktober 2014

Mein Besuch der Frankfurter Buchmesse 2014

Gestern (Freitag) und heute (Samstag) war ich auf der Frankfurter Buchmesse unterwegs. Und ich bin noch immer total verblüfft darüber, dass ich akkrediert wurde und überhaupt am Freitag schon kommen durfte.
Mein Freitag war recht ereignislos. Ich bin ohne konkrete Pläne auf die Messe gegangen und habe mich dann die ganze Zeit in Halle 3 aufgehalten. Während ich im letzten Jahr nur kurz durch gegangen bin, hatte ich gestern genug Zeit, um an allen Ständen zumindest mal vorbei zu kommen, aber auch mal genauer hinzuschauen. Dabei habe ich nicht nur viele neue und interessante Bücher entdeckt und etwa 50 Leseproben, sowie einige Postkarten und Lesezeichen mitgenommen, sondern auch eine Menge neuer Verlage kennengelernt, unter Anderem den WagnerVerlag und Forever, das digitale Imprint des Ullmann Verlages. Aber auch bei den mir schon bekannten Verlagen schaute ich vorbei und mir an, was sie im Moment so im Programm haben.

Meine mitgebrachten Leseproben

Eines der herausstechendsten Bücher, die ich gesehen habe, war Amizaras-Chronik. Genau genommen ist es eine ganze Reihe, bei der bald der dritte Teil erscheint. Und jeder davon ist ein dickes Ding und voller toller Illustrationen. Ein Mann an dem Stand (vielleicht der Autor? Das habe ich nicht wirklich verstanden) erklärte mir, dass die Bilder Hinweise zu dem Rätsel in dem Buch liefern. Jedoch kann man die auch einfach ignorieren und bloß die Texte lesen. In nächster Zeit werde ich es zwar wahrscheinlich noch nicht lesen, aber ich werde es auf jeden Fall mal im Auge behalten.
Ich bin inzwischen ein großer Fan von Im.press und mag ihre Bücher sehr. Als ich durch einen der Gang schlenderte und diese Wand mit den Covern von allen bisher erschienen Titeln entdeckte, habe ich mich sehr gefreut und gleich ein paar Fotos davon geschossen


Die Im.press Wand

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Während ich mir am gestrigen Tag nur die verschiedenen Stände angeschaut habe, hatte ich heute gleich mehrere Ereignisse, bei denen ich dabei war. Zuerst war da das Treffen mit dem bookshouse-Verlag. Eine Gruppe von Lesern und Bloggern traf sich mit einigen der Mitarbeiter und Autoren des Verlags. Es wurden T-Shirts mit dem Logo verteilt und dann ging es los. Wir liefen einige stunden mit unseren T-Shirts herum und machten auf den Verlag aufmerksam. Obwohl ich bei diesem Treffen niemanden vorher kannte, war es doch eine ganz angenehme und lustige Gruppe, sodass die Zeit schnell verflog bis wir und wieder trennten.
Da ich bis zum nächsten Treffen noch Zeit habe, habe ich diese genutzt und die Agora erkundet. Für eine Weile habe ich mich ins Lesezelt gesetzt, wo gerade eine Lesung mit Interview der beiden Autoren, Sari Luthanen und Miikko Oikkonen, zu den "Nymphs"-Büchern stattfand. Ihre Bücher habe ich schon vor einer Weile im Programm des Fischer-Verlages entdeckt, sie haben mich damals aber nicht so recht angesprochen. Die Lesung hat mein Interesse geweckt und wenn auch ich mir nicht sicher bin, dass ich die Bücher lese, so werde ich mir auf jeden Fall mal die Serie
dazu anschauen, die Februar nächsten Jahres in Deutschland ausgestrahlt wird.
Anschließend kam ich noch an der Open Stage vorbei und bekam noch einen Teil von der laufenden Veranstaltung mit: Katja Burkard stellte ihr neues Kinderbuch "Prinz Grünigitt" vor. Eine sympathische Frau, die abschließend zu ihrer Lesung auch kleine gesunde Snacks passend zum Buch organisiert hatte, nämlich Obstspieße, sowie Gemüsesticks mit Dipp.
Dann kam ich noch an einer Station vorbei, bei der man sich aus einem der freistehenden Regale ein Buch rausnehmen, sich hinsetzen und darin lesen konnte. Eine kleine Bücherei auf der großen Buchmesse. Dort habe ich gleich zwei Wunschbücher gefunden, die ich auch mitgenommen habe. Dies waren zum Einen "Totenbraut" von Nina Blazon, sowie "Into the Deep" von Samantha Young.




Danach war es endlich Zeit für das LovelyBooks Leser- und Bloggertreffen, mein Highlight der ganzen Messe. Als ich am Stand ankam, war es dort schon sehr voll. Es standen dort viele Lovelybooker vor dem Stand, aber vor Allem auch in der Schlange, um eines der begehrten Goodie-Bags abzuholen. Ich war eine jener, die so eine bekommen hat. Dies war der Inhalt meiner Tasche:
Inhalt meines Goodie-Bags

Allein die Tasche ist schon richtig schön, dazu kommt aber auch noch, dass sie mit fünf Büchern, zwei Notizbüchern, einem Bücher-Tagebuch, einem Hörbuch sowie einem Schlüsselanhänger, einem kleinen Stempel, einem SmartKosi von feelings und einigen der tollen Postkarten und Lesezeichen von Lovelybooks gefüllt war. Dazu wurden noch leckere Cupcakes verteilt. Der Hauptzweck dieses Treffens war aber der Kontakt zu den anderen Bloggern und Lesern. Ich habe dort einige Freunde und Bekannte getroffen, die ich zum Teil vor Monaten das letzte Mal gesehen habe, aber auch bekannte Namen von Lovelybooks kurz vorbeihuschen sehen. Auch anwesend waren einige Autoren, die ihre Werke bewarben, und auch Teri Terry war dort, die wohl bekannteste unter den Anwesenden. Man konnte sich mit der Autorin unterhalten und ihr Fragen stellen oder auch seine Bücher von ihr signieren lassen.
Danach hatte ich alles, was ich auf jeden Fall sehen wollte, schon gesehen und auch keine Lust mehr, noch länger auf der Messe zu bleiben, also fuhr ich nach Hause. Damit endete die Messe für mich, dass morgen (am Sonntag) habe ich nicht vor, nochmal hinzugehen. Einerseits ist das zwar schade, die Buchmesse ist einfach ein richtig tolles Ereigniss, doch andererseits bin ich nach diesen zwei Messetagen schon ganz kaputt und freue mich darauf, mich morgen noch ein wenig ausruhen zu können. Doch ich freue mich schon jetzt auf nächstes Jahr, wenn die Buchmesse wieder ihre Türen öffnet.

Mittwoch, 8. Oktober 2014

Engelsherz von Isabella Rameder

Inhalt

Als die junge Luisa am Tag des prophezeiten Weltuntergangs in der Kapelle ihres Dorfes auf vier Erzengel trifft, ändert sich ihr Leben schlagartig. Auf dem Gutshof ihrer Eltern tummeln sich plötzlich nicht nur attraktive Engel und zauberhafte Naturgeister, sondern auch deren düstere Gegenspieler, die gefallenen Engelswächter. Luisa verliebt sich Hals über Kopf in Erzengel Raphael und gerät dadurch in allerhöchste Gefahr. Gemeinsam mit der Engelschar begibt sie sich in einen Kampf gegen das Böse und stellt sich dem Ruf ihres Herzens - mit unerwarteten Folgen ...

Ich bin ehrlich gesagt ziemlich unentschlossen, wie ich dieses Buch bewerten soll. Es hat mich zwar nicht komplett umgehauen, schlecht fand ich es aber garantiert auch nicht. Ich werde mal versuchen, meinen Zwiespalt in dieser Rezension deutlich zu machen.
Die Idee mit den Engeln und die Geschichte rund um sie herum fand ich von Anfang an ganz schön. Im Moment lese ich wieder sehr gerne Bücher mit Engeln und da haben mich Raphael, Michael, Gabriel und die anderen Erzengel nicht enttäuscht. Sie sind so, wie man sich Engel auf Erden vorstellen würde. Hin und wieder vielleicht ein wenig zu perfekt, aber trotzdem toll.
Dann ist da noch Luisa, die Protagonistin des Buches. Am Anfang hatte ich sie wirklich gern, doch je mehr ich von ihr las, desto weniger mochte ich sie. Luisa ist nämlich ein unglaublich schwieriger Charakter. Sie denkt nur an sich, verletzt alle um sie herum, wobei sie gar nicht daran denkt, dass ihr Handeln andere Leute verletzen könnte und raucht und trinkt nebenbei auch noch. Im Laufe der Geschichte bessert sie sich zwar ein wenig, aber für mich zu wohl zu wenig. Ich hatte irgendwann nicht mehr genug Nerven für Luisa und ihre nervige Art.
Eine weitere ziemlich wichtige Person, bei der es mir ähnlich ging, war Luisas bester Freund Paul. Anfangs mochte ich ihn und hatte Mitleid mit ihm wegen seiner familiären Lage, doch auch wie er sich entwickelte, gefiel mir nicht.
So empfand ich es zum Glück aber lange nicht bei allen Figuren, bloß bei einigen, die leider ziemlich oft vorkommen. Zum Beispiel gibt es da auch Marlene, Luisas Schwester. Sie war toll, einer meiner liebsten Charaktere, aber ich hätte sie gerne etwas öfter gesehen. Aber auch die meisten von Luisas Freunden waren ganz nette Typen, die ich richtig gern hatte.
Abgesehen davon war das Buch auch ziemlich lang. Klar, es hat über 500 Seiten, aber ich kenne auch Bücher mit mehr Seiten, die mir viel kürzer vorkamen. Viele Stellen zogen sich, sodass ich den Eindruck hatte, es wäre länger als es tatsächlich ist. Hin und wieder war die Geschichte mit einigen actionreichen Szenen gespickt, für meinen Geschmack aber zu selten. Ansonsten floss die Geschichte einfach dahin wie ein kleines Bächlein, dass mal ruhig fließt und dann wieder einen schweren und hindernisreichen Weg vor sich hat.

Über die Autorin:

Isabella Rameder wurde im Sommer 1978 in Wien geboren. Das Schreiben und Lesen waren schon immer ihre ganz großen Leidenschaften. Sie studierte Germanistik und Journalistik und arbeitete als Redakteurin und Lektorin in Wien, bis es sie eines Tages völlig überraschend in ein kleines Dorf nach Bayern verschlug. Seither ist Deutschland ihre Wahlheimat. "Engelsherz" ist ihr erster Roman.

Fazit

Für „Engelsherz“ braucht man entweder eine sehr tolerante Einstellung oder starke Nerven, denn Luisa ist wirklich nicht einfach. Findet man aber entweder das Eine, oder das Andere, dann bekommt man eine nette Geschichte und eine tolle Engelsbande in ihrer menschlichen Gestalt, die man wirklich gern haben kann.

Donnerstag, 2. Oktober 2014

Dark Elements - Steinerne Schwingen von Jennifer L. Armentrout

Inhallt

Vampire waren gestern – jetzt kommen die Gargoyles! Nichts wünscht Layla sich sehnlicher, als ein ganz normaler Teenager zu sein. Aber während ihre Freundinnen sich Gedanken um Jungs und erste Küsse machen, hat sie ganz andere Sorgen: Layla gehört zu den Wächtern, die sich nachts in Gargoyles verwandeln und Dämonen jagen. Doch in ihr fließt auch dämonisches Blut – und mit einem Kuss kann sie einem Menschen die Seele rauben. Deshalb sind Dates für sie streng tabu, erst recht mit ihrem heimlichen Schwarm Zayne, dem Sohn ihrer Wächter-Ersatzfamilie. Plötzlich wird sie auf einem ihrer Streifzüge von dem höllisch gut aussehenden Dämon Ash gerettet … und er offenbart ihr das schockierende Geheimnis ihrer Herkunft!

Dies ist nun schon das dritte Buch der Autorin, das ich gelesen habe, und ich bin jedes Mal wieder absolut begeistert davon, wie originell sie ihre Geschichten schreibt. Nach „Wait for you“ und „Obsidian“ habe ich aber auch nichts Anderes erwartet, denn schon die Beiden haben es geschafft, dass ich gefesselt an den Seiten hing und innerhalb kürzester Zeit schon am Ende war und am liebsten immer weiterlesen wollte. „Dark Elements“ hat diese in meinen Augen aber sogar noch übertroffen.
Zum Einen liegt das an den tollen Protagonisten. Layla, aus deren Sicht das Buch erzählt wird, ist sympathisch und unterscheidet sich von allen um sie herum. Dadurch, dass sie zur Hälfte Wächterin und zur Hälfte Dämonin ist, passt sie weder zu der einen, noch zu der anderen Seite wirklich. Und je mehr man von ihr liest, desto mehr mag man sie auch, denn mit jeder Seite wird man tiefer in Laylas ungewöhnliches Leben gezogen und fiebert bei jedem Kampf oder Angriff mit, während man aber auch alle Geheimnisse, die sie umgeben, lösen will.
Aber auch der Wächter Zayne, mit dem Layla aufgewachsen ist, und der Dämon Roth sind fantastisch. Sie könnten unterschiedlicher kaum sein und trotzdem spielen sie beide eine recht große Rolle in Laylas Leben. Und auch wenn sich das jetzt nach einer Dreiecksbeziehung anhört, es ist keine, zumindest keine, die ich so bezeichnen würde. Für mich gehört zu einer solchen nämlich, dass da wirklich eine erkennbare romantische Beziehung zwischen den beiden Partnern vorhanden ist, was hier nicht der Fall ist.
Ein weiterer großer Pluspunkt sind die übernatürlichen Wesen. Die sind zwar nichts wirklich Besonderes in Büchern, doch Jennifer L. Armentrout lässt in ihrer Welt ganz neue Wesen auftreten. Die Gargoyles sind mir vorher nicht untergekommen und ich bezweifle, dass ich zu ihnen auch viel finden würde. Sie sind eine neue Art von Fabelwesen und mit Vampiren oder Werwölfen nicht zu vergleichen und genau das macht sie so interessant und aufregend.
Nachdem ich „Obsidian“ schon gelesen habe, habe ich vor Allem am Anfang einige Parallelen zwischen den beiden Büchern gesehen, eine der auffälligsten den männlichen Protagonisten betreffend. Roth ist Daemon nicht unähnlich. Es hat aber nicht lange gedauert, bis ich nicht mehr jede Szene mit „Obsidian“ verglich, denn obwohl es unverkennbar die gleiche Autorin ist, hat sie eine komplett andere Welt geschaffen, in der man sich verliert. Dazu kam die Spannung, die keinen Augenblick nachlässt. Es herrscht eine angespannte und erwartungsvolle Atmosphäre, die es einem unmöglich macht, das Buch zur Seite zu legen.

Über die Autorin:

Jennifer L. Armentrout ist eine US-amerikanische Autorin, die 1980 in West Virginia geboren wurde und heute mit ihrem Ehemann und ihrem Hund Loki zusammen lebt. Der Wunsch, Autorin zu werden, entstand in den Mathestunden ihrer Schulzeit, als sie anfing Kurzgeschichten zu schreiben, anstatt zu rechnen. Heute ist sie eine bekannte Jugendbuch- und Fantasyautorin, die es mit einigen Romanen auf die New-Yorker-Bestseller-Liste schaffte. 

Fazit

Würde ich „Dark Elements“ weiterempfehlen? Auf jeden Fall! Es ist das beste Buch der Autorin von denen, die ich bisher kenne und die waren schon sehr gut. Jennifer L. Armentrout hat mich mit ihren Ideen inzwischen so sehr begeistert, dass sie sich ihren Platz als eine meiner Lieblingsautorinnen wirklich verdient hat.

Mittwoch, 1. Oktober 2014

Buch des Monats August und September

Schon zwei Monate sind seit meinem letzten "Buch des Monats"-Post vergangen. Also wird das hier eigentlich ein Doppelter-"Buch des Monats"-Post. Ich hatte so viel um die Ohren, dass ich ihn ganz einfach vergessen habe. Und nachdem nun immerhin zwei Monate rum sind, in denen ich nicht wenige wirklich gute Bücher gelesen habe, sind es diesesmal auch entsprechend viele Bücher des Monats.


Lana - Schattenbilder
Annie J. Dean

*Meine Rezension*

Dieses Buch war eines der ersten im August und ist mir nach wie vor in guter Erinnerung geblieben.


 
Die Stunde der Lilia
Sandra Regnier


Bei dem hier hatte ich beim Lesen auch sehr viel Spaß. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung, der schon im Januar erscheint.


City of Heavenly Fire
Cassandra Clare

Die "Mortal Instruments"-Reihe kennt wohl jeder und nun ist endlich der letzte Band draußen. Das Buch war nicht perfekt, doch die Autorin hat sich nochmal richtig ins Zeug gelegt und wie schon bei den "Infernal Devices" einen fantastischen Abschuss geschrieben.


Die Vernichteten
Ursula Poznanski

Auch hier wieder ein super Serienabschluss. Es ist schon oft vorgekommen, dass ich das Ende einer Reihe nicht mochte, umso begeisterter bn ich, dass es dieses Jahr schon so viele tolle gab, unter Anderem "Die Vernichteten".

Isla and the Happily Ever After
Stephanie Perkins

Nachdem "Herzklopfen auf Französisch" zu meinen absoluten Lieblingsbüchern gehört, war es selbstverständlich, dass ich auch Isla lese. Zwar kommt Isla an Anna nicht heran (was man aber auch wirklich nicht erwarten kann), aber es ist eine süße Geschichte.


Im freien Fall oder wie ich mich in eine Pappfigur verliebte
Jessica Park

Zwar konnten meine Erwartungen nicht ganz erfüllt werden, trotzdem ist dieses Buch etwas ganz Besonderes.



Obsidian
Jennifer L. Armentrout

"Obsidian" wurde mir schon ewig auf Goodreads vorgeschlagen und nun bin ich endlich dazu gekommen, mir selber einen Eindruck davon zu bilden. Und dieser war wirklich gut.


Gefrorenes Herz
Mirjam H. Hüberli


Ohne Zweifel das absolute Highlight der letzten zwei Wochen. Und noch dazu ein Buch, dass mir einen sehr hartnäckigen Ohrwurm gleich mitgebracht hat. Trotz des Ohrwurms kann ich es jedem nur ans Herz legen, denn obwohl es als Thriller eigentlich gar nicht mein Genre ist, habe ich es geliebt.


Dark Elements
Jennifer L. Armentrout

Meine Rezension folgt noch

Wer aufgepasst hat, wird bemerkt haben, dass das nun schon das zweite Buch von Jennifer L. Armentrout ist, das ich nicht nur gelesen habe, sondern das es auch unter meine Lieblinge geschafft hat. Und das zu Recht! "Dark Elements" ist sogar noch besser als "Obsidian"!









Das waren die Bücher, bei denen mir das Lesen in den letzten Monaten besonders großen Spaß gemacht hat. Hoffentlich findet auch ihr eines darunter, das ihr genauso sehr mögt wie ich.