Dienstag, 22. April 2014

"Die letzte Nacht der Lilie" von Stéphanie Queyrol

Inhalt

Lily findet sich plötzlich in einer anderen Welt wieder. Hier erwachen mythologische Wesen zum Leben und Prophezeiungen werden wahr. Auf dem Weg durch dieses Abenteuer verdichten sich die Erlebnisse, Erfahrungen und Empfindungen des jungen Mädchens zu einer wunderbaren Reise zu sich selbst.

„Die letzte Nacht der Lilie“ ist eine etwas andere Vampirgeschichte, die in die Zeit von Babylon zurückgeht. Seit langem ist dies das erste Buch, in dem es eher um die Vampire und deren Geschichte als um Liebe geht.
Lily ist eine junge Frau, deren Familie ein uraltes Geheimnis hat. Sie hat ein tragisches Ereignis in ihrer Vergangenheit, welches sie schließlich wieder einholt. Natürlich hat die Liebe auch eine große Rolle in der Geschichte. Es ist keine klassische Dreiecksbeziehung. Drei Männer, die als Geliebte für die Protagonistin in Frage kommen. Und Lily, die die Seele der alten Vampirkönigin Lilith in sich trägt. Zwei Frauen in einem Körper, das erinnerte mich sehr an „Seelen“.
Im Laufe des Buches erfährt man die Geschichte von praktisch jedem Charakter. Zwar war jede einzelne wichtig für die Entwicklung der Geschichte, trotzdem hat es mich nach der vierten irgendwann genervt, dass die eigentliche Geschichte unterbrochen wurde.
Der Schreibstil ist ganz angenehm. Schön einfach, klar und gut verständlich.

Zur Autorin:

Stéphanie Queyrol wurde 1985 geboren und wuchs in Olten (Schweiz) und Umgebung auf. Sie studiert Literaturwissenschaft an der Universität Basel.

Fazit

„Die letzte Nacht der Lilie“ ist eine gute und etwas andere Vampirgeschichte, die mich durch ihre gut ausgebauten Strukturen überzeugen konnte. Die Charaktere waren zum Teil zwar ein wenig eindimensional, trotzdem hat mir deren Geschichte sehr gefallen.

Dienstag, 15. April 2014

Rezension zu "Unter goldenen Schwingen" von Natalie Luca

Inhalt

Ein Auto zum achtzehnten Geburtstag, aber keine Zeit, mit ihr zu feiern? Victoria ist maßlos enttäuscht von ihrem Vater, vor allem, weil es ihr erster Geburtstag seit dem Tod ihrer Mutter ist. Also steigt sie in den neuen Wagen und setzt ihn bei strömendem Regen prompt gegen eine Friedhofsmauer. Merkwürdigerweise bekommt sie dabei nicht den kleinsten Kratzer ab. Und noch merkwürdiger ist, dass niemand den blonden jungen Mann gesehen haben will, der sie aus dem Autowrack befreit hat. Sollte das etwa tatsächlich ein Schutzengel gewesen sein? Victoria muss der Sache unbedingt auf den Grund gehen und ihn wiedersehen …

Victoria ist eine einsame und anfangs eher depressive Protagonistin, die mir von Anfang an sehr Leid tat. Mit einer Mutter, die vor weniger als einem Jahr an Krebs gestorben ist, einem Vater, der nie da ist und Freunden, die ihre Lage schlicht und einfach zu übersehen scheinen. Als sie dann gegen die Friedhofsmauer fährt, hätte sie bei diesem sterben sollen. Und das ist erst der Anfang.
Dass Victoria einen Schutzengel, Nathaniel, hat, ist dabei sehr praktisch. Ein Engel, der nur existiert, um Victoria zu beschützen. Ich fand es richtig süß, wie nett er immer zu ihr war.
Das die Beiden Gefühle für einander haben ist unübersehbar. Trotzdem können Victoria und Nathaniel, ein Mensch und ein Engel, nicht zusammen sein, es wäre eine Unverzeiliche Tat, auf die der Fall des Engels steht. Das hat die Geschichte aber nicht negativ beeinflusst. Ein wenig nervig fand ich es aber dennoch, dass Nathaniel scheinbar so blind für Victorias Gefühle ihm gegenüber war.
Die Geschichte fand ich super. Zwar war Victorias Verletzlichkeit meiner Meinung nach ein wenig übertrieben, trotzdem hat mich das Buch in jeden Moment an die Seiten gefesselt. Das Buch war durchgehend spannend, ohne zwischendurch nachzulassen.
Der Schreibstil ist angenehm leicht und flüssig, sodass das Lesen leicht fällt und man alles versteht. Das fiel mir besonders auf, da ich zur selben Zeit auch ein Werk von Goethe las, da war es ganz angenehm, auch mal etwas einfacheres zu lesen, wobei Goethe die zwei Tage, die ich für das Buch brauchte, liegen blieb.

Zur Autorin:

Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit früher Jugend. Auf ausgedehnten Reisen lässt sie sich für ihre Fantasygeschichten inspirieren. “Unter goldenen Schwingen” war ihr erster Roman.

Fazit

Ich liebe die Geschichte um Victoria und Nathaniel. Spannend, fesselnd und wunderschön erzählt ist dieses tolle Buch, das ich jedem wärmstens empfehlen kann.

Montag, 14. April 2014

Rezension "Schattenmädchen" von Laila El Omari


Inhalt

Das Leben muss mehr zu bieten haben als langweilige Tanzveranstaltungen, die Vermählung mit einem wohlhabenden Teehändler und gelegentliche Ausflüge in die nächste Kleinstadt, da ist sich Maya sicher! Gut behütet und gelangweilt wächst die 16-Jährige auf den Teeplantagen Ceylons auf – bis im Frühjahr 1895 alles, was sie zu kennen glaubt, auseinanderzubrechen droht. Plötzlich kommt sie einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur, das mit dem mysteriösen Verschwinden ihrer Tante vor vielen Jahren in Zusammenhang steht. Und auch ihre Großmutter sieht Maya mit einem Mal mit ganz anderen Augen. Als dann auch noch der charismatische und gut aussehende Engländer Adrian in ihre Leben tritt, steht Mayas Gefühlswelt endgültig Kopf …

Maya ist als Protagonistin sehr sympathisch. Sie beugt sich nicht den Zwängen und Erwartungen der Gesellschaft, zumindest nicht völlig, sondern sie geht ihren eigenen Weg. Doch nicht nur sie fand ich gut dargestellt, ihre Familie mochte ich auch sehr. Sie waren alle ganz verschieden, von der strengen Großmutter, über die vernünftige große Schwester, bis zu den abenteuerlustigen kleinen Geschwistern. Ich habe sie alle schon nach kurzer Zeit ins Herz geschlossen.
Was ich besonders schön fand, ist, dass die alltäglichen Abläufe von Maya und den anderen so gut dargestellt sind. Damals gab es für Frauen kaum etwas zu tun, außer auf gesellschaftliche Feste zu gehen oder selber welche vorzubereiten. Das kommt in dieser Geschichte ganz gut rüber, ohne dass sie dadurch langweilig wird. Auch der Wunsch der Eltern und Großeltern, ihre Töchter so schnell wie möglich zu verheiraten, taucht hier auf, allerdings hätte man darauf noch ein wenig mehr eingehen können.
Mir hat auch gefallen, dass es in dem Buch nicht ausschließlich um die Liebesgeschichte oder das Familiengeheimnis ging, sondern dass Beides meiner Meinung nach ganz gut ausbalanciert war. Zwar hätte ich mir hier ab und zu ein wenig mehr Abwechslung zwischen den beiden Themen gewünscht, aber so sehr hat mich das dann auch nicht gestört.
Auch ganz schön war der Handlungsort der Geschichte, die Teefelder. Es war mal etwas Anderes, als die Bücher, die ich sonst lese, zur Abwechslung spielt hier die Geschichte nicht in einer (großen) Stadt. Mayas nächste Nachbarn wohnen ein ganzes Stück entfernt, sodass die Bewohner des Hauses öfter mal unter sich sind. Natürlich besuchen die Leute sich gegenseitig, vor Allem die Besuche von und bei Helen, Mayas Freundin und Tochter der erwähnten Nachbarn, haben mir gefallen.
Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen. Leicht und flüssig erzählt sie Mayas Geschichte und trotz leichter Startschwierigkeiten konnte mich das Buch schließlich doch fesseln.

Zur Autorin

Laila El Omari, geboren 1975 in Münster als Tochter eines palästinensischen Vaters und einer deutschen Mutter wuchs in Hamm auf. Nach dem Abitur studierte sie Orientalistik, Germanistik und Politikwissenschaften in Münster und Bonn. Im Jahre 2001 begann sie, Romane zu schreiben. "Die englische Erbin" wurde 2006 dann zu ihrem Debütroman. Die Autorin lebt heute mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bonn.

Fazit

„Schattenmädchen“ ist ein schöner historischer Jugendroman, den ich empfehlen kann, obwohl er mich nicht komplett überzeugt hat. Trotzdem bereue ich es nicht, das Buch gelesen zu haben.

Freitag, 11. April 2014

Rezension: Herr der zwei Welten von Sibylle Meyer

Inhalt

Julie Neumann verliebt sich ohne es zu wissen ausgerechnet in einen Jahrhunderte alten Vampir. Eugeñio. Als dieser begreift, dass er ihre Gefühle erwidert, beschließt er Abstand zu ihr zu halten. Er will sie nicht gefährden. Doch als Julie eines Tages verschwindet, hört er ihren Hilferuf. Eugeñio begreift, sie befindet sich nicht mehr in dieser Welt und sie ist nicht freiwillig dort! Er bittet Gaston um Hilfe. Das Lichtwesen Morsena hilft den beiden Vampiren in die Bunte Welt zu kommen. Sie möchte mithilfe der Menschen dort eine andere Rasse erschaffen. Doch es kommt alles ganz anders!

Julie ist eine sympathische und starke Protagonistin, die bisher kein Glück in der Liebe hatte und noch dazu keine Eltern mehr hat. Sie tat mir sehr Leid und da fand ich es schön, dass sie sich enlich mal selbst verliebt hat. Sie hat eine Stärke an sich, die ich einfach bewundere. Trotzdem hat mich die Art, wie sie Eugenio schon nach der ersten Begegnung für die Liebe ihres Lebens hielt, nach einer Weile genervt.
Der Vampir Eugenio war auch eine tolle Person. An ihm hat mir besonders die Wandlung gefallen, die er während der Buches durchlief, wie sehr die Liebe ihn veränderte.
Die andere Welt, genannt die bunte Welt, hat mir sehr gefallen. Ich finde es noch immer erstaunlich, dass sie Autorin sie sich so ausgedacht hat. Sie ist komplett anders als unsere Welt, doch das Leben dort ist viel leichter und angenehmer. Obwohl Julie und die anderen nicht freiwillig dort sind, finde ich, sie hätten es auch viel schlechter treffen können. Dort finden sie Freunde und haben Spaß am Leben.
Zeitweise schien der Roman aber kaum Handlung zu haben, oder zumindest keine, die einen großen Eindruck auf mich hinterließ. Das sind vor Allem Handlungen in der Blauen und der Gelben Welt, die bei mir einfach nicht hängen geblieben sind. Auch hätte ich mir eine bessere Erklärung dieser gewünscht.
Der Schreibstil war nicht so meins. Die ganzen verschachtelten Sätze mit den Erklärungen mitten im Satz haben meinen Lesefluss immer wieder gestört. Aber als ich mich erst mal daran gewöhnt habe, las es sich ziemlich flüssig.

Zur Autorin:

Sibylle Meyer ist 1960 in Berlin geboren, wo sie bis heute lebt. Privat hat sie zwei Kinder und ist stolze dreifache Oma. Beruflich leitet sie ihre eigene Firma mit dem Schwerpunkt Garten-Landschafts-Bau.

Fazit

Das Buch war schön und besonders die Bunte Welt hat mir sehr gefallen, trotzdem war das Buch leider nicht so meins. Trotzdem kann ich es jedem empfehlen, der Highfantasy, Vampire und Liebesgeschichten mag. Letztere stand zwar nicht im Mittelpunkt, war aber trotzdem allgegenwärtig.