Samstag, 26. September 2015

[R] Die Nacht, in der wir uns wiedersahen von Lauren Gibaldi

Inhalt

Eine Nacht, zweite Chance, große Liebe. Ella kann es kaum fassen, als auf einer Party plötzlich Matt vor ihr steht. Matt, der sie vor acht Monaten ohne ein Wort sitzen ließ. Ella ist wütend, aufgeregt und neugierig. Hin- und hergerissen entscheidet Ella sich dafür, Matt eine zweite Chance zu geben, zumindest für diesen Abend. Und erlebt eine unvergessliche Nacht voller Überraschungen ...

Im Juni dieses Jahres kam ein Buch mit dem Titel The Night We Said Yes raus, das nach einem idealen Sommerbuch und einer niedlichen Liebesgeschichte klang. Und die Autorin hat auch sonst einiges mit Büchern zu tun, also muss sie doch wissen, was sie tut, oder? Als es nur zwei Monate später schon übersetzt wurde, musste ich es doch unbedingt lesen, dachte ich mir. Und nö, das tolle Cover hatte GAR NICHTS damit zu tun, bestimmt nicht. Höchstens ein klitzekleines bisschen.
Ganz so toll war es dann aber nicht. Am meisten hat mich gestört, dass die Autorin die ganze halbjährige Beziehung von Matt und Ella, bevor er wegging, anscheinend in diese eine erste Nacht gestopft hat und auch sonst immer wieder zu vergessen scheint, dass es das erste Mal ist, dass sie sich getroffen haben. Hier ein paar Beispiele:
Hey, cool. Ich wusste nicht, dass du schreibst.“ (ca. 2 Stunden nach dem ersten Treffen, wann hätte er es bitteschön herausfinden sollen?)
War ja süß, dass Matt sich daran erinnerte [...]“ (ca. 5 Stunden nach dem ersten Treffen, also sicher nicht die paar Wochen, nach denen es klingt)
Matt und ich waren nicht perfekt, bei Weitem nicht, doch wir ergänzten uns wunderbar.“ (selbe Situation wie eben und ich wiederhole: Stunden!)

Es werden gerade am Anfang einige Ereignisse erwähnt, die die zwei und ihre Freunde damals gemeinsam erlebt haben und ich war echt überrascht, das fast alle dieser Ereignisse tatsächlich in dieser ersten Nacht spielten. Was haben sie denn die restlichen sechs Monate lang getan? Dasitzen und Däumchen drehen, bis einer beschließt, dass er geht? Da kann ich Matt noch noch nicht mal einen Vorwurf machen, dass er weggegangen ist.
Dann hatten die Begründungen und Argumentationen der Figuren irgendeine verdrehte Logik, die mir nicht klarwerden wollte. Jake, der On-Off-Freund von Ellas bester Freundin, ist Leadsänger in seiner Band und deshalb hat er die PFLICHT, mit anderen Mädchen zu flirten, auch wenn er eine Freundin hat? Ella hatte erst einen Freund, den keiner leiden konnte, und deshalb soll irgendwer denken, sie „stünde nur auf Blödmänner“?? Und sie nimmt nicht Matts Hand, weil sie NATÜRLICH nicht die Initiative ergreifen wollte? Ähm... hä? Irgendwer hat da den Sinn für logische Begründungen verloren und hoffe einfach mal, dass das nicht ich bin.
Der Blick auf die Charaktere macht es auch nicht besser. Ich fand sie nämlich alle total flach und unscheinbar und sie haben einfach gar keinen Eindruck bei mir hinterlassen. Naja, abgesehen davon, dass ich aus besagten Gründen immer wieder die Augen verdreht habe. Mir war es aber relativ egal, ob die beiden Paare (Matt und Ella, Meg und Jake) am Ende nun zusammen sind oder nicht. Ich habe immer mal wieder ganze Szenen nur überflogen und nicht das Gefühl, dadurch etwas Wichtiges verpasst zu haben, da vieles einfach auch immer wieder wiederholt wurde.


Über die Autorin:

Lauren Gibaldi ist eine Bibliothekarin, die auch schon als Redakteurin eines Magazins, Englischlehrerin an der Highschool, Buchhändlerin und Luftakrobatin (ehrlich!) gearbeitet hat. Sie hat einen Abschluss in Literatur und Bibliothekswissenschaften. Sie wohnt in Orlando, Florida, mit ihrem Mann und ihrer Tochter. "Die Nacht, in der wir uns wiedersahen" ist ihr erster Roman. 

Fazit

Jemand weniger kritisches als ich könnte das Buch vielleicht mögen, aber für mich ist es einfach nichts Besonderes, total nichtssagend und leider gar nicht, wie ich es erwartet habe.

Kommentare:

  1. *Lach* Alles was mir dazu einfällt ist: Ach du Scheiße! xD Hmm ja, das Buch nehme ich dann mal ganz unauffällig von meiner WuLi runter. =') Echt Schade, dass die Geschichte überhaupt keinen Bezug zu diesem tollen Cover hat und auch die Protagonisten hören sich ja wirklich wuundeeervoll an (...nicht). =D

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    1. Sehr elegant ausgedrückt. xD Ja, das finde ich auch. Es gibt zwar eine Szene im Buch, die so ähnlich ist, aber sie ist weder romantisch, noch schön, noch sonst irgendwas. Da starre ich lieber weiter das Cover an. =)

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    2. *Lach* War jetzt also nicht ganz so ladylike? =D Aber dieses Buch hört sich wirklich schlecht an. =') Das Fazit könnte also praktisch auch lauten: Liest am besten nicht das Buch, sondern genießt nur das Cover. *-*

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    3. Ich verrate nichts. ;-)
      Ja, genau. xD Oder, wenn man ganz geschickt ist, könnte man das Cover als Umschlag ausdrucken und um ein gutes Buch legen. Problem gelöst, man hat ein tolles Cover und eine tolle Geschichte.^^

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