Mittwoch, 9. Dezember 2020

Crescent City von Sarah J. Maas

 



Diese Rezension ist aus meinem Frust über die ganzen vier und fünf Sterne Wertungen, die ich die letzten Monate gesehen habe, geboren. Was seht ihr, was ich nicht sehe? Hätte ich dieses Buch nicht für eine Aktion gelesen, ich hätte Crescent City sehr wahrscheinlich sehr früh abgebrochen und nicht zurück geblickt.


Figuren als schlechte Kopien


Ich kriege immer mehr das Gefühl, SJM kann nur eine Geschichte erzählen. Sie hat ein Set an Figuren, die sie in ein neues Setting setzt, ohne viel zu verändern. Bryce ist Calaena und Feyre mit noch weniger Makeln (ihr einziger Makel ist, dass sie zur Hälfte ein Mensch ist in einer Gesellschaft, die auf Menschen hinab blickt...), Hunt ist Rhysand und Rowan (aber keiner der Beiden hätte mehrfach das Trauma der Prota vergessen???), Fury ist Amren und Manon und taucht noch weniger auf als sie. Würde ich es darauf ankommen lassen, ich könnte vermutlich fast jeder Figur zuordnen, auf welchen Gegenstücken sie basiert. Doch es sind nicht mal gute Kopien und funktioniert für mich dieses Mal nicht.



„Erwachsenenbuch“


Was gilt als Erwachsenenbuch? Nach dem Lesen von Crescent City habe ich keine Ahnung mehr. Das Buch wird als SJMs erstes Erwachsenenbuch beworben, nachdem ihre bisherigen Bücher unter New Adult fallen. Am Anfang wirkte es wie eine FSK 18 Sicht darauf, was als erwachsen gilt: mehr Sex, mehr Drogen. Doch das hält sich vielleicht 100 Seiten. Was bleibt ist lediglich, dass die Charaktere fluchen, ansonsten sehe ich keine wesentlichen Unterschiede zu ihren NA Reihen. Weder der Weltenbau, noch die Handlung ist komplexer, Sex- und Gewaltszenen sind nicht graphischer, auch alterlich unterscheiden sich die Figuren kaum.



Handlung? Welche Handlung?


Bryce untersucht zusammen mit Hunt eine Reihe von Mordfällen. Sie folgen ein paar Spuren, kommt aber nicht weit. Glaubt ihr mir, dass ich mit den zwei Sätzen gerade etwa 500 der 800 Seiten beschrieben habe? Die zwei sind furchtbare Detektive und es ist ihnen und anscheinend auch SJM nicht mal bewusst!
Okay, das ist etwas überspitzt. Doch es passiert für 800 Seiten viel zu wenig, um diese Seitenzahl zu rechtfertigen. Wenn es SJM um die Romanze ginge, hätte sie aber das Krimielement nicht anreißen müssen. Wenn sie sich dafür entschieden hätte, über die Diskriminierung von Menschen durch alle anderen Wesen zu schreiben? Klar, ich bin dabei. Die Beziehung zu ihrem Bruder, ihren Freunden? Bitte! Doch sie hat sich dafür entschieden, den Krimi in den Mittelpunkt zu stellen und ihn dann einen großen Teil des Buches ignoriert, um die Beziehung zwischen der Protagonistin und dem Love Interest laufen zu lassen.



So laaang, so laaangsam

Dieser Punkt baut ein wenig auf dem vorherigen auf. Ich bin der festen Überzeugung, SJM hätte locker 200-300 Seiten streichen können, ohne dass es irgendwas verändert, der Geschichte sogar gut getan hätte. Nach den ersten etwa 100 Seiten passiert lange nichts, bis auf den letzten etwa 150 Seiten alles Schlag auf Schlag kommt. Was ist mit dem Mittelteil? Wieso müssen wir uns durch 600 Seiten voll mit ineffektiven Ermittlungen und Sackgassen quälen, um eine unzufriedenstellende Antwort darauf zu bekommen, wieso Bryces Freunde gestorben sind? Wieso kriegt der Antagonist 11 Seiten, um alle Handlungen und Motivationen im kleinsten Detail zu erklären, die wir als Leser und Bryce als Prota vorher nicht mitkriegen?



Plottwists & Vorhersehbarkeit

Hypothese: Leser*innen könnten vermutlich jeden einzelnen Plottwist vorhersehen, der anständig gemacht ist, wenn sie es darauf ankommen lassen würden. Es gab genau einen guten Twist, auf den ich nicht vorher gekommen bin, es aber rückblickend gekonnt hätte. Alle anderen habe ich entweder schon früh erraten, oder sie waren mies gemacht. Sorry, aber wenn etwas aus dem Nichts kommt und nicht zur bisherigen Handlung passt, dann kann SJM noch so sehr versuchen, mir das zu erklären, es ist kein guter Twist. Und sie hat das mehrfach getan und jedes Mal hat mich wütender zurück gelassen. Hätte sie eine solche Wendung eingebaut, okay. Ich bin kein großer Fan davon, aber okay. Doch es ist die Häufung, die mich so stört.



Das Finale

Ohne zu sehr zu spoilern will ich nur kurz darauf eingehen, dass mich genervt hat, wie SJM das Finale gestaltet hat. Im Grunde schauen fast alle Figuren zu, während eine andere Figur fast alles erledigt, um ein Problem zu lösen. Es gibt einen Grund dafür, wie gut er ist, sei dahin gestellt, doch nach dem Frust von 600 Seiten Nichts war das echt die Spitze. Ist es zu viel verlangt, dass ich mitfiebern möchte?



IRGENDWAS Positives?

Um fair zu bleiben, das Buch hat seine Momente. Zum einen gibt es einen Plottwist, den ich für echt genial und gut gemacht halte. Doch Bryce und Hunt haben auch ihre Momente. Zum Beispiel nimmt Bryce an einer Stelle ein Spiel für Hunt auf, als er plötzlich weg muss. Ich hätte gerne mehr solcher süßen Gesten gesehen.



Persönliches Fazit

Ich bin durch mit SJM. Aktuell kann ich nicht sehen, dass sie in der nahen Zukunft etwas schreiben wird, das etwas Neues sein und mich interessieren wird und mir ist meine Zeit zu schade, mich durch weitere solche Wälzer zu kämpfen, wenn es sich nicht mal lohnt.

Donnerstag, 22. Oktober 2020

Avros: Das Amulett und der Frieden von Derek K. Adler

 



Ich wollte doch nur Frieden.

Die Schlacht steht kurz bevor, als sich der junge Hendrid zwischen seinen Kameraden in Formation aufstellt.
Niemand hat ihn gefragt. Niemand ihm die Wahl gelassen. Der Einzugsbefehl hat ihn und seinen Bruder Belan zu Soldaten in einem Krieg gemacht, den er nicht will. Sein einziger Wunsch ist es diese Schlacht, diesen Krieg zu überleben und mit seinem Bruder heimzukehren.



Ich habe Avros: Das Amulett und der Frieden auf eine Empfehlung hin gelesen. Es hat meinen Geschmack zwar getroffen – ich mochte die Kurzgeschichte, oder zumindest das, was sie sein könnte – hätte mir aber mehr von ihr gewünscht.


Atmosphäre & Welt

Der Autor fängt die Kriegsstimmung super ein, ich fühlte mich neben Protagonist Hendried auf das Schlachtfeld versetzt. Es passt zu der Geschichte, die er hier erzählen will und ich musste mehrfach an Szenen von Brandon Sanderson denken, ohne dass die beschriebenen Welten sich wirklich ähneln. Worldbuildingtechnisch kann ich nicht viel sagen, es werden ein paar Aspekte in den Raum geworfen, doch da es eine Kurzgeschichte ist, verstehe ich, wieso der Autor sie nicht stärker ausgearbeitet hat.


Plot & Protagonist

Das Herz dieser Novelle ist – neben Hendried, der in den Krieg hinein gezogen wird und eigentlich gar nicht dort sein will – der Plottwist. Er hat Potential, hätte meiner Meinung nach aber etwas mehr Vorlauf gebraucht. So fehlt mir sowohl die Überraschung der Wendung, als auch die Gewichtigkeit der Handlungen. Ähnlich geht es mir mit Hendried, außer, dass er sich denkt, dass er das alles doch gar nicht will, ist bei mir kaum etwas von ihm hängen geblieben.


Dialoge

Dialoge gehören oft zu meinen liebsten Teilen von Büchern, vermutlich achte ich deshalb auch mehr auf sie als auf Beschreibungen. Und hier konnte ich mich mit den Dialogen nicht anfreunden. Sie lesen sich stellenweise ziemlich gestelzt, als würden die Figuren ein Skript ablesen, statt wirklich zu reden.


Das Ende

Dadurch, dass die Geschichte eben so kurz ist, war sie auch schon zu Ende, als ich langsam rein kam. Sie liest sich wie ein Einstieg in die Welt und verspricht mehr, daher bin ich gespannt, was der Autor in Zukunft noch macht, doch als alleinstehendes Werl funktioniert sie für mich persönlich nicht. Die Kurzgeschichte hat definitiv Potential, das für mich aber leider nicht erreicht wird.


Sonntag, 13. September 2020

The Priory of the Orange Tree von Samantha Shannon

 

'There's promise in tales that are yet to be spoken.'


 

Geständnis: Ich bin kein großer Fantasy Fan. YA Fantasy habe ich inzwischen so viel gelesen, dass ich oft schon beim Lesen von Klappentexten das Interesse verliere. High Fantasy „für Erwachsene“ ist oft sehr ähnlich aufgebaut und hat mich ehrlich gesagt nie groß interessiert. Ich lese Fantasy, kann aber nicht wirklich behaupten: „Das ist MEIN Genre.“ Und dann kommt immer mal wieder ein Buch wie Priory und erinnert mich daran, wie viel Spaß Fantasy als Genre machen kann.


Worldbuilding

Mit wenigen Worten beschreibt Samantha Shannon ihre Welt voller Drachen. Ich hatte nicht das Gefühl, absatzweise Beschreibungen zu lesen, doch ich habe trotzdem ein genaues Bild der Welt vor Augen. SS hat verschiedene Religionen erschaffen, die teilweise die selbe Figur im Mittelpunkt haben und teilweise zu einer vollkommen anderen Kultur gehören und gar nichts mit den anderen gemeinsam haben. Sie hat Reiche mit verschiedenen Drachen und verschiedenen Sichten auf Drachen erschaffen und sie in Kontrast gesetzt. Alles in allem hat sie auf knapp 800 Seiten geschafft, nicht nur eine Geschichte zu erzählen, sondern auch eine ganze Welt aufzuspannen und ihr Leben einzuhauchen.


Schreibstil

Erinnert sich hier noch irgendwer daran, dass mir der Schreibstil beim Lesen nur sehr selten auffällt? Ich bezweifle es, aber Priory ist definitiv einer dieser seltenen Fälle. Ich wünschte, ich hätte mir Stellen markiert, die ich hier zitieren könnte. Mehrfach habe ich innegehalten und gedacht, wie gut ein Satz oder ein Dialog geschrieben war.


Beziehungen & Charaktere

SS legt einen starken Fokus auf die Figuren und ihre Beziehungen unterschiedlichster Art. Im folgenden werde ich auf die vier eingehen, aus deren Sicht das Buch erzählt wird.


Ead

Ead war vermutlich eine der coolsten Figuren des Buches. Als Mitglied der Priory of the Orange Tree, eine Art Hexe, wurde sie nach Inys geschickt, um die dortige Königin, Sabran, zu beschützen. Durch Eads Sicht wird das Leben am Hof direkt interessant. Sie arbeitet hinter den Kulissen und hat es sich zur Aufgabe gesetzt, über die Geheimnisse am Hof auf dem Laufenden zu bleiben. Als Außenstehende behandelt sie unsere Königin als Menschen, anders als der Rest des Hofes, und fängt damit ihre Aufmerksamkeit ein. Es macht Spaß, mitzuverfolgen, wie ihre Beziehung sich langsam entwickelt und ich liebe die kleinen Details, die immer wieder zeigen, wie nahe sie sich stehen. Und eine Szene, in der die Beiden mit einander tanzen, ist vermutlich die Stelle des Buches, an die ich aktuell am häufigsten denke. Man spürt praktisch durch die Seiten die Spannung zwischen ihnen.


Tané

Wenn Tané sich ein Ziel setzt, dann setzt sie alles daran, es zu erreichen. Und Tané will unbedingt zur Drachenreiterin werden. Während ihrer Kapitel geht eine Menge schief, aber sie ist zu stur, um sich unterkriegen zu lassen und kämpft sich immer weiter. Durch sie lernen wir den Osten kennen, der sich stark von dem Westen unterscheidet. Letztendlich hinkt der Vergleich, doch gerade am Anfang habe ich ein paar Mal gedacht, dass Tanés Erzählstrang wie eine erwachsenere Version des Filmes Drachenzähmen leicht gemacht wirkt.


Loth

Loth ist definitiv die Figur, die im Laufe des Buches am meisten dazu gelernt hat. Seine Reise beginnt mit einem Exil, weil durch seine Freundschaft zu Sabran Gerüchte aufkamen, die mögliche Ehepartner abschrecken könnten. An Loths Sicht mochte ich, dass ihm keine Romanzen aufgezwungen werden. Es wäre nicht schwer gewesen, ihm jemanden an die Seite zu schreiben, stattdessen hat sich SS dafür entschieden, dass die enge Beziehung zu seiner Schwester und seine ebenso enge Freundschaft mit Ead und mit Sabran genug für ihn sind.


Niclays

Und letztendlich Niclays. Niclays ist die komplexeste der vier Erzähler-Figuren. Er wurde vor Jahren aus Inys verbannt und lebt seitdem auf einer kleinen Insel im Osten im Exil. Selbst nach 800 Seiten weiß ich nicht, was ich über ihn denke. Mag ich ihn? Habe ich Mitleid mit ihm? Bin ich genervt von ihm? Oder vielleicht eine Mischung aus allem? Er ist nicht unbedingt ein guter Mensch und er hat seine Gründe für seine Ansichten und Handlungen, doch viele der Dinge, die ihm passieren, verdient er nicht.


Zusätzlich zu den vielschichtigen Hauptcharakteren hat SS allerdings auch geschafft, Nebenfiguren genug Charakter zu geben. Mehrfach hat mich der Tod von Figuren getroffen, bei denen ich nicht erwartet habe, an ihnen zu hängen. Mehrfach habe ich mich für Figuren gefreut, wenn ihnen mal etwas Gutes passiert.


Diversity

SSs Welt ist divers. Von Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben, über queere Menschen bis hin zu Menschen mit Behinderung ist so ziemlich alles dabei. Es ist eine ideale Welt, in der niemand wegen irgendwas davon verurteilt wird und es ist erfrischend und hat das Buch für mich lebendiger gemacht.


Plot & Foreshadowing

Einer meiner liebsten Teile des Buches sind die Puzzle-Stückchen, die SS auf den Seiten verstreut. Kleine Details, die die vier Erzählperspektiven verbinden und Hinweise auf künftige Enthüllungen liefern. Nicht alle Wendungen kommen überraschend und genau das macht sie so gut. Es macht ebenso viel Spaß, sie selbst zusammen zu bekommen wie absolut nichts zu ahnen und das spricht nur dafür, dass die Autorin es richtig gemacht hat.


Unterschiede zu klassischer Fantasy & andere Details

Ich will hier gar nicht tief eintauchen, sondern nur nochmal ein paar der Twists erwähnen, die Priory in meinen Augen anders machen. Zum einen wäre da, wie bereits erwähnt, dass die Welt divers ist und der Cast nicht so männerlastig wie bei Fantasy sonst üblich, ohne in Richtung YA Fantasy zu gehen. Ich fand es ganz erfrischend, dass die meisten Figuren in ihren Zwanzigern sind – also weder halbe Kinder, noch komplett Erwachsene. Und die Drachen, ich fand spannend, dass es zwei verschiedene Arten von Drachen gibt, wie sie sich unterscheiden und wie die Welt um sie herum aufgebaut wurde.


Das Finale

Meine einzige winzige Kritik wäre, dass das Finale etwas zu schnell ging. Nachdem fast 800 Seiten lang alles langsam aufgebaut wird wirkte es seltsam, dass der Konflikt innerhalb von zwei Kapiteln oder so gelöst ist. Doch abgesehen davon habe ich das Buch nach der letzten Seite zufrieden zugeklappt. Das Geschichte ist zwar abgeschlossen, bietet aber Potential für eine Fortsetzung in der Zukunft. Das Zitat am Anfang fällt auf den letzten Seiten und drückt das selbst ziemlich gut aus. Priory funktioniert schon perfekt als Einzelband, diese Möglichkeit von Mehr gibt ihr aber noch ein gewisses Extra, dass es perfekt abrundet.

Samstag, 23. Februar 2019

Mädelsabend bei Leni & Tanja

Leni von Meine Welt voller Welten und Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee veranstalten heute einen ihrer Mädelsabende, bei denen es darum geht, einen Abend lang zusammen zu lesen. Falls ihr mehr darüber wissen wollt, schaut unbedingt mal auf ihren Blogs vorbei! Ich freue mich, endlich mal wieder mitlesen zu können =D


Ich muss noch ein paar Sachen erledigen, bevor ich richtig einsteige, aber ich wollte schon mal meinen Update-Post erstellen und sagen, dass ich da bin =) Ich lese heute Abend I Was Born For This von Alice Oseman:
'I'm gonna die. I'm literally gonna die.'
'Wouldn't recommend that,' says Juliet, as if she's been on a two week holiday to Death and gave it a two out of five on TripAdvisor.
For Angel, life is only about one thing: The Ark – a pop-rock trio of teenage boys who are currently taking the world by storm. Being part of The Ark’s fandom has given her everything – her friend Juliet, her dreams, her place in the world.

Jimmy owes everything to The Ark. He’s their frontman – and playing in a band with his mates is all he ever dreamed of doing.

But dreams don't always turn out the way you think, and when Jimmy and Angel are unexpectedly thrust together they find out just how strange and surprising facing up to reality can be.

Funny and wise, I Was Born for This is a stunning reflection on the power of believing in something - especially yourself.

(Inhaltsangabe von Goodreads)



18:00 Uhr: Magst du uns verraten, wie du auf dein Buch aufmerksam geworden bist? Auf welcher Seite beginnst du heute? Hast du ein Leseziel?

Ich habe mich neulich in den Webcomic der Autorin verliebt und daraufhin habe ich mir zwei ihrer drei Bücher besorgt, das hier und Solitaire. Ich bin noch relativ am Anfang, erst auf Seite 27, aber ich habe keine Zweifel daran, dass es genauso gut wird =D Ein Leseziel habe ich nicht


19:00 Uhr: Wenn dein Protagonist nur einen Gegenstand behalten oder sich für eine Person entscheiden könnte, welcher/welche wäre es?

Ich vermute mal stark, das wäre The Ark, eine Boyband, von der sie ein großer Fan ist. Ich finde übrigens super, wie schon auf den ersten Seiten aufkam, dass man durch Fandoms gute Freunde finden kann <3 Durch die Band hat Angel nämlich auch Juliet getroffen, eine gute Freundin, die sie jetzt zum ersten Mal tatsächlich getroffen hat.


20:00 Uhr: Stell dir vor, dein Protagonist müsste eine Rolle in deinem Leben einnehmen. In welcher Rolle würdest du ihn gerne sehen? Wäre er vielleicht ein Verwandter, ein Kollege oder aber eine heimliche Liebschaft? Wäre er vielleicht sogar gut als ein Bodyguard, dein persönlicher Bankberater oder als dein Hausangestellter geeignet? Warum könntest du ihn/sie dir gut in dieser Rolle vorstellen? Welche besonderen Charaktereigenschaften machen ihn/sie zu einem perfekten Kandidaten für die Rolle in deinem Leben?

Ich glaube, Angel und ich wären gute Freunde. Sie ist ein Außenseiter und kann stundenlang über ihre Leidenschaft reden. Einerseits erkenne ich mich selber ein wenig in ihr und andererseits kann ich mir genau vorstellen, wie wir über die Band reden ^^


21:00 Uhr: Gibt es eine Stelle/eine Situation/einen Charakter in deinem Buch, zu dem/der du bislang noch zu wenig erfahren hast und zu dem/der du gerne etwas mehr erfahren würdest? Was würdest du gerne darüber erfahren?

Ganz allgemein wüsste ich gerne mehr über den zweiten Hauptcharakter des Buches, Jimmy, und über die Band. Jimmy ist einer der Sänger, daher kommt da hoffentlich noch was (ziemlich sicher ^^) Ich wüsste gerne mehr darüber, wie die drei sich getroffen haben. Außerdem wurde vor ein paar Seiten erwähnt, dass Jimmy trans ist und darüber wüsste ich gerne mehr. Kennt ihr eigentlich Bücher mit trans Figuren? Mir fällt im Moment nämlich sonst auch keines ein


22:00 Uhr: Dein Protagonist muss das Buch wechseln. In welcher Geschichte würdest du sie/ihn gerne sehen?

Zuerst dachte ich an verschiedene Contemporary Geschichten, in die Angel passen würde, aber irgendwie sind meine Gedanken bei Twilight gelandet und kommen da nicht mehr weg. Eine Bella mit Kopftuch, die ständig über ihre Lieblingsband redet wäre definitiv eine Verbesserung und jetzt wüsste ich zu gerne, wie lange Edward das mitmachen würde xD



Schade, dass es schon wieder zu Ende ist. Ich bin nicht weit gekommen, erst bis Seite 43, aber da ich ohne Erwartungen angefangen habe, bin ich damit ganz zufrieden. Ich mag mein Buch, aber ich fand es auch wieder interessant, zu sehen, was die anderen Teilnehmer so gelesen haben =) Danke für den schönen Abend, ihr alle!

Mittwoch, 12. Dezember 2018

Die Krone der Dunkelheit von Laura Kneidl

Inhalt
Magie ist in Thobria, dem Land der Menschen, verboten – doch Prinzessin Freya wirkt sie trotzdem. Und das nicht ohne Grund. Vor Jahren wurde ihr Zwillingsbruder entführt und seitdem versucht Freya verzweifelt, ihn zu finden. Endlich verrät ihr ein Suchzauber, wo er sich aufhält: in Melidrian, dem sagenumwobenen Nachbarland, das von magischen Wesen und grausamen Kreaturen, den Elva, bewohnt wird. Gemeinsam mit dem unsterblichen Wächter Larkin begibt sich Freya auf den Weg dorthin und muss ungeahnten Gefahren ins Auge blicken.
Zur selben Zeit setzt die rebellische Ceylan alles daran bei den Wächtern aufgenommen zu werden, welche die Grenze zwischen Thobria und Melidrian schützen. Ihr gesamtes Dorf wurde einst von blutrünstigen Elva ausgelöscht, und Ceylan sehnt sich nicht nur nach Rache, sondern möchte auch um jeden Preis verhindern, dass so etwas noch einmal geschieht. Doch ihr Ungehorsam bringt sie bei den Wächtern immer wieder in Schwierigkeiten, bis sie schließlich bestraft wird: Sie soll als Repräsentantin an der Krönung des Fae-Prinzen teilnehmen. Dafür muss sie nach Melidrian reisen, in ein Land, in dem es vor Feinden nur so wimmelt.  
Und während sich die beiden Frauen ihrem Schicksal stellen, regt sich eine dunkle Macht in der Anderswelt, welche Thobria und Melidrian gleichermaßen bedrohen wird


Ich bin bestimmt nicht die Einzige, die nach Berühre mich. Nicht. Laura Kneidls neues Buch kaum erwarten konnte. Dass ich Die Krone der Dunkelheit lesen würde, sobald es draußen war, war selbstverständlich. Nun habe ich es vor einigen Tagen beendet und bin zwiegespalten.

Fangen wir mit den Figuren an. Insbesondere in englischen Büchern spielt diversity eine immer größere Rolle, wogegen man in Deutschland kaum oder zumindest sehr viel weniger davon mitbekommt. DKDD ist der erste deutsche Fantasyroman, in dem ich bewusst wahrgenommen habe, dass nicht alle Figuren weiß und hetero sind. Zwei der Hauptfiguren sind schwarz und es wird immer wieder darauf eingegangen, wie dies ihr Leben beeinflusst (oder eben nicht) und eine Nebenfigur ist schwul. Es ist definitiv ein Schritt in die Richtung und Laura Kneidl hat sich damit meinen Respekt verdient.

Das Buch hat relativ viele Protagonisten die sich auf mehrere Handlungsstränge verteilen. Zum einen gibt es die Prinzessin Freya. Sie will das ihr zugedachte Schicksal, zu heiraten und irgendwann das Land zu regieren, nicht nimmt und unter anderem deshalb sucht sie nach ihrem Bruder Talon, der vor Jahren von Fae entführt wurde. Doch die beiden standen sich sehr nah und das merkt man Feyras Handlungen an. Sie vermisst ihren Zwillingsbruder, doch sie ist auch ein neugieriger Mensch und sie steht für das ein, woran sie glaubt.
Eine ebenso starke weibliche Figur ist mein Liebling, die Kriegerin Ceylan, die um jeden Preis Wächterin an der Mauer sein will, die das Reich der Fae und der Menschen von einander trennt. Sie erinnerte mich öfter mal an Celeana aus der Throne of Glass-Reihe. Sie kämpft darum, ihrem Traum in einer männerdominierten Position nachgehen zu können und sie lässt sich nichts von ihnen gefallen.
Weitere Hauptfiguren der Fae Prinz Kheeran, der Assassine Weylin, der beauftragt wurde, ihn umzubringen, sowie der Wächter Leigh, der Feyra auf ihrer Reise begleitet. Anders als bei den weiblichen Figuren hatte ich bei ihnen häufiger das Gefühl, dass sie nur einen „Daseinszweck“ haben. Es wird angedeutet, dass sie mehr ausmacht, als ihre jeweilige Aufgabe, doch insbesondere bei Weylin und bei Leigh kann man das fast vergessen.

Man merkt schon an dieser Aufzählung, wie viele Protagonisten das Buch hat und aus der Perspektive von jedem von ihnen wird die Geschichte erzählt, von manchen mehr, von anderen weniger. Nach jedem Kapitel wechselt die Sicht. Das war eines meiner größten Probleme. Ich habe das Buch über einen relativ langen Zeitraum gelesen und musste mich immer wieder neu in der Welt einfinden und sobald ich gerade anfing, rein zu kommen, endete das Kapitel und ich konnte wieder von vorne anfangen. Ich kann mir vorstellen, dass Leser, die das Buch nicht so lange ziehen wie ich, dieses Problem nicht haben, doch ich habe mich zwischendurch einige Male dabei erwischt, dass meine Motivation, weiterzulesen, niedrig war.

Ich mochte das World Building. Laura benutzt eine bildhafte Sprache, durch die die Umgebung greifbar wird und man einen Teil der Welt, die sie erschafft, miterlebt. Ich hätte mir noch ein wenig mehr über die Vergangenheit gewünscht, darüber, wie die Welt, wie sie dargestellt hat, entstanden ist. Vor allem was genau passierte, als Fae und Menschen sich von einander abgrenzten. Da DKDD erst der erste Band der Trilogie ist, finde ich das verzeihbar.

Wie fand ich die Idee an sich? Naja, sie ist nichts komplett Neues. Die Prinzessin, die ihr Schicksal nicht mag, findet man in jedem zweiten YA Fantasy Buch, auch die Kriegerin, die sich beweisen will, ist in Fantasy nicht selten. Ähnliches trifft auf die Fae zu, die in Seelie und Unseelie aufgeteilt sind. Vielleicht habe ich kein Buch mit genau dieser Kombination gelesen, dennoch hatte ich das Gefühl, alles schon mal gesehen zu haben und zu wissen, in welche Richtung sich alles entwickelt. Mir fehlte dieser Funke, der der Kombination Leben einhaucht.

Zuletzt will ich kurz auf die Beziehungen zwischen verschiedenen Figuren eingehen. Es gibt keine offene, im Zentrum stehende Liebesgeschichte, es werden lediglich Andeutungen gemacht, dass da in den folgenden Bänden noch was kommen könnte/wird. Ich mochte es, dass Laura den Figuren den Raum gegeben hat, ihre Ziele zu verfolgen, bevor etwas Ernsteres zwischen ihnen entsteht. Noch bin ich nicht bei allen überzeugt, dass sie tatsächlich ein Paar werden sollten, doch ich bin gespannt, wie sie sich noch entwickeln.


Fazit


Die Krone der Dunkelheit ist vielleicht nicht offiziell YA Fantasy, doch sie liest sich definitiv so. Es gibt bessere und schlechtere, dieses Buch würde ich etwas über dem Durchschnitt einordnen. Wenn man Lust hat, auf eine solche Geschichte, kann man es bestimmt ganz gut lesen, ansonsten verpasst man nicht allzu viel, falls man es ausfallen lässt.

Mittwoch, 21. November 2018

Ich schreib mit beim NaNoWriMo 2018

Quelle: https://nanowrimo.org/


So viel zu meinem Vorhaben ^^ Der geplante Post für den Oktober war mein Messebericht, doch die FBM musste kurzfristig ausfallen für mich und danach fehlte mir die Zeit und ehrlich gesagt auch die Motivation, mir ernsthaft ein anderes Thema zu suchen.

Eigentlich lese ich aktuell an einem Rezensionsexemplar, komme aber so wenig zum Lesen, dass die Rezension wohl erst nächsten Monat kommt. Daher bietet es sich an, dass ich heute ein wenig über den NaNoWriMo rede.





Was ist der National Novel Writing Month, kurz NaNoWriMo, überhaupt? Vermutlich kennen manche von euch ihn, aber für diejenigen, denen das nichts sagt, ist hier der Crashkurs: es geht darum, in einem Monat 50.000 Wörter zu schreiben, was in etwa die Länge eines Romans ist. Die Seite ist mit jeder Menge Statistiken, Foren, Pep talks und was nicht sonst noch alles, darauf ausgerichtet, jemanden zu motivieren, dran zu bleiben und die Sache durchzuziehen. Falls ihr euch mal umsehen wollt, *hier* findet ihr den Link.

Ich habe mich relativ spontan entschieden, dieses Jahr nicht nur mitzuschreiben, sondern den NaNo dieses Mal auch ernst zu nehmen. (Die letzten zwei Jahre habe ich es nebenher probiert und geschrieben, "wenn mir danach war" und dementsprechend gut lief es ^^) Bei Twitter hat der deutsche Account im Oktober angefangen, jeden Tag Vorbereitungsfragen zu posten und nachdem ich diese Tweets und diverse Antworten erst oft genug gelesen habe, dachte ich mir: "Wieso nicht?" und habe für mich angefangen, die Fragen für mein aktuelles Projekt zu beantworten. Eine der Fragen hat mir eine mögliche Lösung für eine Situation aufgezeigt, über der ich schon seit MONATEN gegrübelt habe, und da war sie, die Motivation xD

Ich bereue nicht, die Entscheidung getroffen zu haben. Der NaNo gibt mir so viel, was ich teilweise gar nicht erwartet habe. In einer Liste zusammen gefasst:

-Spaß. Es macht unglaublich viel Spaß, sich jeden Tag hinzusetzen und zu sehen, wohin sich die Geschichte entwickelt. Und ich kann dafür Sorgen, dass meine Figuren tatsächlich einen anständigen Grund haben, wieso sie nicht mit einander reden und keine von den üblichen Ausreden vorschieben =P

-unerwartete Ideen bzw. kleine Aspekte und Verbindungen. In meiner Geschichte sind jetzt bereits eine Menge Elemente eingeflossen, an die ich vorher gar nicht gedacht habe. Ich habe mit sowas wie einem Grundgerüst angefangen und einigen Szenen, die drin sein sollen, alles andere, was dazu kam, ist während des NaNoWriMos entstanden.

-Gemeinschaftsgefühl. Man ist eben nicht alleine. Ich habe mich nicht viel im Forum oder in sozialen Medien ausgetauscht, aber man sieht, dass andere Autoren in der selben Situation sind wie man selbst und das verbindet. Oder auch direkter: ich habe bei einer Care-Paket Wichtelrunde teilgenommen, wo man nochmal direkter motiviert und motiviert wird <3

-die Wortzahl. Ja, okay, das kommt nicht unerwartet, aber es ist trotzdem toll, zu sehen, wie viel man schon geschrieben hat. Vermutlich komme ich nicht auf die 50k, aber ich kriege ein Gefühl dafür, wie lange es dauert, etwas zu schreiben und wie lang eine Szene sein sollte. Und das ist mir mehr wert, als das Ziel zu erreichen.

-mehr darüber gelernt, was für mich funktioniert und was nicht. Ich habe schon verschiedene Sachen probiert - von Anfang an darüber reden, was ich schreibe, zum Beispiel, oder die Sachen direkt zum Lesen weiter geben. Während des NaNos schreibe ich erstmal nur für mich. Es fühlt sich richtig an. Ich kann darüber reden, dass meine Figuren sowas wie Superkräfte haben und divers sind, aber viel weiter ins Detail gehen fühlt sich privat an, weil, naja, es kommt eben alles frisch aus meinem Kopf ^^'

-zusätzlich zu den letzten beiden Punkten weiß ich jetzt aber auch, wie das Hinsetzen und Schreiben für mich funktioniert und ich hoffe, ich kann das auch nach dem NaNo noch weiter beibehalten =)


Es nimmt Zeit ein und ich merke es immer wieder (vor allem wenn es Zeit ist, in der ich sonst schlafen würde ^^'), aber es ist nur ein Monat. Ich mache mir nicht zu viel Druck, den word count am Ende des Monats zu erreichen - ich meine, jedes Wort, das ich jetzt schreibe, ist ein Wort mehr als ich am Anfang des Monats hatte - und schaue einfach, was passiert.



Wie sieht es bei euch aus? Schreibt ihr? Macht ihr vielleicht auch gerade beim NaNoWriMo mit? Oder hättet ihr Lust, es irgendwann auszuprobieren?

Montag, 20. August 2018

Lesetipp für den Sommer


Der Jahreszeiten-Lesetipp ist eine Aktion von Leni von Meine Welt voller Welten und Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee. Schaut bei den beiden vorbei für weitere Lesetipps!

Als ich den Ankündigungspost gesehen habe, dachte ich mir: Wieso nicht? Ich habe sowieso vor, wieder mehr zu bloggen (dazu bald mehr) und ich habe aktuell tatsächlich DAS Sommerbuch, das ich am liebsten jedem in die Hand drücken würde (und da ich wahrscheinlich keine Rezension mehr dazu schreiben werde...).

My First Love von Tanja Voosen

Eigentlich wollte Cassidy einem Mädchen an ihrer Schule nur dabei helfen, ihren blöden Freund loszuwerden. Doch plötzlich hat die 17-Jährige sich damit den Ruf erworben, Beziehungen innerhalb eines Tages zerstören zu können. Die dankbaren Mitschüler bezahlen sie sogar für ihren „Schlussmach-Service“. Als Cassidy aber den ebenso gutaussehenden wie nervigen Colton von seiner Freundin „befreit“, fordert er sie zu einer unglaublichen Wette heraus: Statt Paare zu trennen, soll sie zwei ganz bestimmte Mitschüler verkuppeln. Nicht ahnend, welch finstere Hintergedanken Colton hegt, nimmt Cassidy die Herausforderung an. Und stolpert mitten hinein in ein Wirrwarr aus heimlichen Küssen, verschlungenen Intrigen und der ersten großen Liebe ...


Für mich ist YA Contemporary, insbesondere die, die auch im Sommer spielt, das Genre to go, wenn es heiß ist und ich mich nur noch von Eis ernähren kann und wenige Autoren meistern es so gut wie Tanja Voosen. Eine nicht sortierte Liste der Gründe, wieso ihr ihr neuestes Buch lesen solltet:
- Haters to Lovers
- Cassidy
- der Humor
- realistische und tolle Darstellung von Freundschaft
- originelle Story (Schlussmachservice!)
- die Stelle, an der der Bezug zum Cover auftaucht
- es macht Spaß und teilweise konnte ich nicht aufhören zu grinsen (Die Leute in der Bahn haben mich bestimmt für verrückt gehalten)
- es ist ihr bisher bestes Buch! Wenn ihr noch nichts von ihr gelesen habt, wieso nicht direkt mit dem hier anfangen?
- gespoilert, deshalb mal so: es wird nicht aus jeder Figur ein Paar -> Abwechslung und realistischer


Kennt ihr das Buch schon? Oder habt ihr es vielleicht auf eurer Liste? =)

Sonntag, 20. Mai 2018

So brauch ich Gewalt von Stefanie Mühlsteph

Vielen Dank an den Papierverzierer Verlag für das Rezensionsexemplar!

Inhalt

Es ist das Jahr 1837. Eine Geheimorganisation mit dem Namen Sealgair agiert in und um London, um die Machtverhältnisse der Reichen, der Krone und des Staates im Gleichgewicht zu halten.
Nicht nur um ihre Eltern zu rächen, bleibt Megan Teil der Organisation, der man nachsagt, dass sie die gesamte Londoner Unterwelt kontrollieren würde. Sie ist noch keine einundzwanzig Jahre alt und bringt trotzdem jahrelange Berufserfahrung als Auftragsmörderin mit. Unter dem Decknamen "Black Widow" führt sie ihre blutigen Aufträge im Alleingang durch.
Doch auf einmal wird "Black Widow" zum Schutz einer einflussreichen Person abgestellt, die eine andere Sealgaira mit dem Namen "Hawk" eliminieren soll. So beginnt ein Spiel aus Intrigen, Verfolgungsjagden und zu ergründenden Geheimnissen, bei dem sie doch von ihrem sonst so subtilen Vorgehen abweichen muss. Denn manchmal braucht es eben doch Gewalt …


Na, wer musste beim Lesen des Klappentexts auch an Marvel denken? Megan – Black Widow – hat tatsächlich gewisse Ähnlichkeiten mit Natascha. Abgesehen von den offensichtlichen roten Haaren, haben beide Frauen die spezielle Art, ihren Körper einzusetzen, um ihre Opfer näher heranzulocken. Das war es auch schon an Ähnlichkeiten, sonst haben die beiden nichts mehr mit einander zu tun.
Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, Megans und Abigails, und sie könnten gar nicht unterschiedlicher sein. Beide Figuren sind vielschichtig aufgebaut. Megan ist ruhig und wie gesagt, ihre Art zu töten hat Stil. Abigail dagegen ist temperamentvoll, sie regt sich schnell auf, doch mit dem Colt macht ihr keiner etwas vor. Gerade in dieser Kombination spiegelt die Tötungsweise den jeweiligen Charakter gut wieder, finde ich. Ich mochte sie beide auf ihre Weise und besonders die Dynamik zwischen ihnen. Es hat Spaßgemacht, zu beobachten, wie sie sich gegenseitig gesehen haben zwischen dem ersten Aufeinandertreffen und der letzten Szene. Dennoch, Megan war mein Liebling. Im direkten Vergleich wirkt Abigail so gewöhnlich neben ihr, die typische Auftragsmörderin, wie ich mir eine im ersten Moment vorstellen würde.
Im Gegensatz zu Megan und Abigail wirken die meisten Nebencharaktere dagegen recht eindimensional. Sie werden fast alle auf eine einzige Eigenschaft oder Funktion beschränkt, was ich schade fand. Einige hatten interessante Ansätze und konnten sich gefühlt nur nicht entfalten.
Bis zur Hälfte etwa besteht das Buch aus mehreren Aufträgen von Megan und Abigail, bei denen sie teilweise aufeinander treffen und die scheinbar nicht mit einander zusammenhängen. Es dauert lange, bis ein roter Faden erkennbar wird. Gerade als es anfing, mich zu stören, dass es kein Ziel gibt, auf das die Geschichte hinarbeitet, kamen die Verbindungen zwischen den Ereignissen und das größere Bild langsam zum Vorschein. Ich kann damit leben, hätte es trotzdem gerne schon früher gesehen. So wirkt die erste Hälfte wie eine sehr lange Einleitung und dementsprechend hat der Rest der Geschichte weniger Raum.
Ich sage das immer wieder: wenn ich irgendwas zum Schreibstil schreibe, dann nur, wenn er besonders gut oder besonders schlecht war. Im Fall von So brauch ich Gewalt ist es der erste Fall. Die Autorin hat eine geniale Balance gefunden. Einerseits passt er zum historischen Setting und wirkt leicht altmodisch, andererseits aber benutzt sie moderne Begriffe, die zu den modernen Ansichten von Hawk und Black Widow passen. Dadurch lässt sich das Buch einfach lesen. Zusätzlich habe ich mir während des Lesens bestimmt mindestens ein Dutzend Stellen markiert, Stephanie Mühlsteph bringt Sachen teilweise kurz und schön beschrieben auf den Punkt, da geht es gar nicht anders.
Abschließend will ich noch sagen, dass mir am Ende noch zu vieles offen geblieben ist und ich auf eine Fortsetzung hoffe, in denen die Hintergründe der Sealgair erklärt werden. Wieso haben alle zum Beispiel Tiere als Codenamen? Wer sucht sie aus? Das wollte ich von Anfang an Wissen. Oder auch, wie das mit den Sealgair überhaupt anfing. Da sehe ich definitiv noch Potential.


Fazit

Auftragskillerinnen im historischen London und ein toller Schreibstil – was gibt es daran nicht zu lieben? Trotz meiner kleinen Kritikpunkte kann ich das Buch nur empfehlen, ich hatte eine Menge Spaß mit Abigail und Megan.

Mittwoch, 21. März 2018

[Rezension] Im Zauberbann des Schneemonds von Natalie Luca

Vielen Dank an Natalie Luca für das Rezensionsexemplar.

Klappentext

Neuwald - ein nobler Stadtteil in den Weinbergen des Wienerwalds: Hierher muss die siebzehnjährige Ari nach einem Schicksalsschlag ziehen, um bei ihrem Großvater zu leben, den sie nie zuvor kennengelernt hat.
Als wäre das nicht schon schlimm genug, wird Ari in der neuen Privatschule schnell klar, dass etwas sehr Merkwürdiges in Neuwald vorgeht. Die alten Adelsfamilien der Gegend scheinen ein dunkles Geheimnis zu hüten …
Wie viel weiß der gutaussehende, aber verschlossene Schüler-Counselor Lykos darüber? Ari beginnt nachzuforschen und gerät dabei selbst in größte Gefahr …


Ich habe mich sehr auf Natalie Lucas neues Buch gefreut. Sobald ich von ihrer neuen Reihe erfahren habe, habe ich gar nicht weiter darüber nachgedacht, ob ich es lesen werde – ich mag ihren Schreibstil sehr und bisher mochte ich alle Bücher von ihr, die ich gelesen habe. Leider ist „Im Zauberbann des Schneemonds“ die erste Ausnahme. Direkt nach dem Lesen habe ich dem Buch drei Sterne gegeben, doch je länger ich darüber nachdenke, desto mehr hat mich gestört.

Ich lasse euch ein paar Wörter da: Vollmond, Jäger, Wolf. Woran denkt ihr? Werwölfe? Glückwunsch, ihr seid schneller darauf gekommen als Ari. Ich erwarte gar nicht, dass sie ganz alleine hinter die Geheimnisse Neuwalds kommt, aber wenn wir bei den Worten allein schon an Werwölfe denken, wieso nicht auch Ari, die noch viel mehr Hinweise hat? Wenigstens einen Gedanken à la „Glauben die tatsächlich an Werwölfe?“ hätte ich super gefunden. Es dauert lange, sehr lange, bis sie erfährt, was in Neuwald überhaupt los ist und selbst dann hat sie noch Probleme damit, es zu glauben, obwohl es wirklich überall um sie herum ist. Ihr muss alles Wort für Wort gesagt werden, von selbst kommt sie auf gar nichts. Sie hat sogar an einer Stelle das Wort „Werwolf“ gehört. Ihre Reaktion? Tja, drei Mal dürft ihr raten...

Wobei die Wölfe selber ziemlich cool sind. Die Ideen und Strukturen sind interessant und gut durchdacht und obwohl man nicht viel davon mitkriegt, waren sie einer meiner Lieblingsteile des Buches. Das wäre einer der Punkte, die mich vielleicht reizen würden, die Reihe weiterzuverfolgen.
Dagegen fand ich den Konflikt zwischen den Wölfen und den Jägern relativ eindimensional gehalten. Die Wölfe hassen die Jäger, die Jäger hassen sie Wölfe und sobald sie auf einander treffen und die Fehde erwähnt wird, bestehen sie nur noch aus Zorn und Hass und der Rest ihrer Persönlichkeit ist ausgelöscht. Außer den Protagonisten und den Leuten, mit denen sie direkt zu tun haben, kann ich über sonst niemanden etwas anderes sagen, als dass er zu einer der Gruppen gehört.

Natalie hat es drauf, ruhige, zurückhaltende Protagonistinnen zu schreiben, in denen ich mich bis zu einem gewissen Grad wiederfinde. Auch Ari ist wieder so eine Protagonistin, die sich eher im Hintergrund hält. Leider hatte ich öfter das Gefühl, dass das nicht unbedingt zu der Geschichte passt, dass die Autorin in diesem Buch erzählt. Ari stolpert praktisch in einen bevorstehenden Krieg und ist Mitten drin. Völlig unabhängig davon, was sonst geschieht – das ist die Position, bei der es am gefährlichsten ist und bei der es meiner Meinung nach tödlich sein kann, wenn man nichts tut. Ari tut nicht viel und steht mitten zwischen den Fronten und so sehr ich verstehe, dass die Autorin sie bewusst anders machen wollte als die anderen Figuren um sie herum, wie zur Hölle hat sie es geschafft, nicht mal verletzt zu werden?

Ein zentraler Punkt des Buches ist die „Liebesgeschichte“ zwischen Ari und dem Ordensbruder und Schüler Counselor Lykos. Ein Ordensbruder! Oh Gott, wie kann sie nur? Er ist doch ein ORDENSBRUDER!! Von Anfang an hält Ari ihre Liebe zu ihm genau deshalb für verboten, sogar noch, als sie erfährt, dass er bisher noch keine Schwüre abgelegt und deshalb auch kein richtiger Bruder ist. Wie wäre es mit dem Werwolf-Jäger Konflikt und dass die Gruppen sich sonst hassen und immer nur für sich bleiben? Wollt ihr mir weismachen, dass das nicht ein viel besseres Argument für diese verbotene Liebe gewesen wäre als irgendwelche Vorgeschobenen Ordensbruder-Ausreden? Wie auch immer, verboten oder nicht, die Liebe ist da. Nur leider war sie mir vollkommen egal. Ich sehe die Punkte, an denen sich die Beziehung zwischen den beiden entwickeln und vertiefen sollte, ich verstehe objektiv, wieso das an genau den Stellen passiert. Aber die Gefühle, die Lykos und Ari anscheinend haben, kommen nicht bei mir an. Es war nicht direkt eine Instalove, Ari fühlte sich nur vom ersten Moment an zu Lykos hingezogen und Lykos hatte keine tieferen Gefühle ihr gegenüber. Aber so fühlt es sich an. Von dieser anfänglichen Faszination kommt Ari nicht weg. Wenn ich einen Graphen zeichnen würde mit ihren Gefühlen ihm gegenüber, es wäre eine konstante Gerade, er TUT sich einfach nichts mehr. Bei Lykos dagegen kriegt man nicht viel mit. Es gibt diese paar Ereignisse, bei denen Ari mehr oder weniger was für ihn tut und er fühlt sich vermutlich dankbar und verpflichtet, diese Schuld zu begleichen. So kam es zumindest bei mir an. Später aus dem Nichts nennt er Ari „mein Herz“. Mag sein, dass er das wirklich fühlt und es nur die ganze Zeit verborgen hat oder ich nur zu doof bin seine Gefühle zu lesen, wenn nicht explizit steht, wie er sich fühlt. Aber für mich passt das nicht zusammen.

Einen Punkt möchte ich noch ansprechen. Und zwar betrifft es die Familiennamen in dem Buch. Der einzige Nachname aus Neuwald, den ich noch im Kopf habe, ist von Grafenstein, der Name von Aris Familie. Dafür, dass diese Namen ziemlich wichtig für die Geschichte sind, finde ich das traurig. Die Jäger und die Wölfe haben alle längere Namen, mit denen sie angesprochen werden, wenn die Sprache auf sie fällt. Versteht mich nicht falsch, während des Lesens wusste ich, wer gemeint war und die Namen passen zu einem gehobenem Viertel Österreichs. Doch selbst da hätte ich keinen von ihnen nennen können, wenn mich jemand gefragt hätte. Sie bleiben nicht im Kopf.



Fazit

Leider hat mir Natalie Lucas neues Buch nicht gefallen. Von den Protagonisten und ihrer Beziehung unter einander, über die blassen Nebenfiguren bis zum Hauptkonflikt hat mich „Im Zauberbann des Schneemonds“ nicht überzeugen können. Ich lege euch ans Herz, eher Natalies andere Romane, „Unter goldenen Schwingen“ und „Gefährliche Wünsche“ zu lesen.

Samstag, 2. Dezember 2017

Bird and Sword von Amy Harmon

*3,5 Sterne*

Vielen Dank an Lyx und Netgalley für das Rezensionsexemplar!


Inhalt
Lark ist fünf Jahre alt, als ihre Mutter vor ihren Augen hingerichtet wird. Ihre letzten Worte sind "Still, Tochter. Bleib am Leben.", womit sie Lark sowohl die Fähigkeit nimmt, zu sprechen, als auch die Möglichkeit, ihre Magie einzusetzen - eine Todsünde im abergläubischen Jeru. Dreizehn Jahre verbringt das Mädchen daraufhin am Hof ihres Vaters, der sich für sie schämt und sie wie einen Vogel im goldenen Käfig hält. Lark wünscht sich nichts sehnlicher, als endlich frei zu sein. Da bittet König Tiras von Jeru ihren Vater um Unterstützung im bevorstehenden Krieg. Um sicherzugehen, dass dieser sich an die Abmachung hält, nimmt der König Lark als Geisel mit in sein Schloss. Zunächst fürchtet sich Lark vor Tiras. Doch sie merkt schnell, dass er der Einzige ist, der sie auch ohne ihre Stimme verstehen kann ...


Bird and Sword hat von mir 3,5 Sterne bekommen. Das ist ja an sich keine schlechte Wertung, aber ich will trotzdem etwas erklären, bevor ich richtig loslege. Und zwar habe ich von dem Buch kein Märchen erwartet und dementsprechen auch nicht einige Aspekte, die mich bei Märchen generell öfter mal stören.
Ich habe also mit komplett falschen Erwartungen angefangen, die Geschichte ist sehr viel ruhiger als die actiongeladene Fantasy, die in Richtung Throne of Glass geht. Dennoch habe ich mich nach ein paar Umgewöhnungsseiten fallen lassen und Larks Geschichte und den märchenhaften (^^) Schreibstil genießen. Ich meine, hier sind einge Sätze, die ich mir markiert habe:

Die Feigen und Schwachen ließen zu, dass das Böse gedieh.“

Worte können grausam sein, wenn man die Wahrheit nicht hören will.“


Völlig untypisch ist Lark eine unauffällige, graue Maus, die damit aber auch ganz zufrieden ist. Sie ist auf eine Art gar nicht besonders und will es auch gar nicht sein. Die hat einen fast naiven Glauben an das Gute, obwohl sie echt keinen Grund dafür hat, so, wie sie zu Hause behandelt wurde. Und auf ihre stille Art ist sie stark und lässt sich nicht von der Welt zerquetschen. Die Mischung ist klasse, ich mochte Larks Version einer toughen Protagonistin sehr gerne.
Was mir sehr gefallen hat war das Magiesystem der Welt. Dass es mehr oder weniger normal ist, welche zu haben und man nicht direkt auserwählt ist, weil man ein paar Fähigkeiten hat. Und wie „alltäglich“ die Fähigkeiten sein: sich in Tiere Verwandeln, Heilen, Weissagen und Spinnen bzw. Stoffe in andere Stoffe verwandeln. Fähigkeiten, die dazu geeignet sind, im täglichen Leben genutzt zu werden. Auch Larks extrabesondere Gabe wirkt natürlich und passt vor allem super zu ihrem Charakter.
Womit ich nicht völlig zufrieden bin, sind Tiras und die Liebesgeschichte zwischen ihm und Lark. Tiras ist vom Typ Prince Charming, er hat kaum Ecken und Kanten und ich habe das Gefühl, hätte er den Fluch nicht gehabt, wäre er völlig langweilig gewesen. Er war ganz nett, hat einige wahnsinnig tolle Sachen gemacht, doch seine Rolle und sein Charakter haben für mich nicht ganz zusammen gepasst.
Jaa, wie gesagt ist es nach wie vor ein Märchen und weist Märchenaspekte auf. Märchen sind oft vorhersehbar und das Buch hier bildet leider keine Ausnahme. Der Bösewicht ist böse, weil er nun mal der Bösewicht ist und das selbe mit den Helden (wie Tiras). Ich bin kein großer Märchenfan, vielleicht stört das andere gar nicht so sehr, doch mich hat das gestört und ich habe bis zum Ende gehofft, dass es doch anders kommt, dass die Figuren mehr Tiefe und die Geschichte mehr Wendungen kriegt. Deshalb kam mir das Buch auch etwas zu lang vor für die Geschichte, einen Teil der zweiten Hälfte hätte man auch streichen können.
Laut Goodreads gibt es einen zweiten Teil von Bird and Sword. Ich habe keine Ahnung, ob ich ihn lesen werde. Einerseits habe ich das Buch gerne gelesen und vieles hat mir gefallen, andererseits ist die Story abgeschlossen und ich kann mir nicht vorstellen, was da noch kommen soll, sodass es gezwungen wirkt.



Fazit

Bird and Sword ist ein nettes, märchenhaftes Buch, das man gerade zwischendurch gut lesen kann und meine „Probleme“ damit sind mein persönlicher Geschmack. Falls ich mit meinem jetzigen Wissen vor der Wahl stünde, hätte ich das Buch vermutlich trotzdem gelesen.

Donnerstag, 16. November 2017

Berühre mich. Nicht. von Laura Kneidl

Als Sage in Nevada ankommt, besitzt sie nichts – kein Geld, keine Wohnung, keine Freunde. Nichts außer dem eisernen Willen, neu zu beginnen und das, was zu Hause geschehen ist, zu vergessen. Das ist allerdings schwer, wenn einen die Erinnerungen auf jedem Schritt begleiten und die Angst immer wieder über einen hereinbricht. So auch, als Sage ihren Job in einer Bibliothek antritt und dort auf Luca trifft. Mit seinen stechend grauen Augen und seinen Tätowierungen steht er für alles, wovor Sage sich fürchtet. Doch Luca ist nicht der, der er auf den ersten Blick zu sein scheint und als es Sage gelingt, hinter seine Fassade zu blicken, lässt dies ihr Herz gefährlich schneller schlagen ...

Ich habe ein paar von Laura Kneidls Büchern gelesen und auch gemocht, doch ich hätte nie gedacht, dass aus ihrer Feder mal so eine Perle kommen würde. In den vorherigen zwei Wochen habe ich noch zwei weitere NA Bücher gelesen, um meine plötzliche Lust auf das Genre zu stillen. Berühre mich. Nicht. hat alles, was ich in denen gesucht und nicht gefunden habe.
Zuerst das unwichtigste: Es ist für NA ja üblich, dass die am College spielen, doch vom Studium der Figuren selbst bekommt man nicht viel mit. HIER NICHT! Man schlägt das Buch auf und merkt: diese Leute studieren. Sie haben Stress mit Hausarbeiten und der Vorbereitung auf Klausuren und nicht allzu viel Freizeit (an dieser Stelle mochte ich Physikstudentin und Freundin April sehr =P), sie sitzen in ihren Vorlesungen und hören ihrem Professor zu und lästern untereinander über sie. Man sitzt mit vielen Leuten im Vorlesungssaal, von denen man die meisten nicht mal kennt. Sage führt das „typische“ armer Student-Dasein. Es gibt die eine oder andere Party, klar, doch das Thema Party ist hier nicht zentral wichtig für die Geschichte.
Nicht nur das Studentendasein ist realistisch aufgebaut. Auch generell sind Entwicklungen logisch und nehmen sich die Zeit, die sie brauchen. Manchmal hat es mich wahnsinnig gemacht, wie langsam Luca und Sage sich näher kamen, doch ich würde es gar nicht anders haben wollen, alles andere würde keinen Sinn machen. Oder auch Sages Umgang mit ihrem Problem, das nicht über Nacht plötzlich weg ist. Toll, einfach toll. (Und erinnert mich an mein anderes Jahreshighlight, wo es dieses Wunderheilmittel ebenfalls nicht gab.)
Berühre mich. Nicht. hat mich direkt von der ersten Seite an gefesselt und so sehr mitgenommen. Ich habe mit Sage gefühlt, ich wollte wissen, was ihr widerfahren ist und ich habe micht über jeden kleinen Erfolg mit ihr gefreut. DAS ist die Art von Buch, die meine Liebe zum Lesen immer wieder neu entfachen.
Die Figuren sind toll. Die Hauptcharaktere sind durchweg sympathisch, haben aber auch ihre Ecken und Kanten, die ihnen Tiefe verleihen. Ich kaufe es Laura einfach ab, Sage ist nicht perfekt, April und Luca sind keine Engel. Ich habe das schon ein paar mal hier gesagt, aber auch sie sind genauso realistisch, wie auch alles andere an dem Buch.
Einziges kleines Manko: Das Ende! WIE kann man Leser so hängen lassen? D= Der 2. Teil kommt Ende Januar raus, ich wollte ihn am liebsten nach den ersten 50 Seiten schon haben. Ich hätte sehr viel lieber ein doppelt so dickes Buch gelesen und alles direkt zusammen gehabt, als jetzt diese Qual aka Warten durchstehen zu müssen.


Fazit


Lest es. Lest dieses Buch unbedingt, es ist eine der besten New Adult Geschichten, die ich kenne. Besonders Fans des Genres werden viel Freude daran haben. Doch wartet am besten noch die zwei Monate, damit ihr beide Teile direkt hintereinander lesen könnt. Vertraut mir.

Sonntag, 22. Oktober 2017

Buchmesse 2017




Vorneweg will ich sagen, dass ich von den Konflikten durch die Rechten auf der Buchmesse nichts mitbekommen, ich habe erst davon erfahren, als ich zu Hause Twitter aufgemacht und dort davon gelesen habe. Es ist furchtbar, dass das nun auch die Buchmesse erreicht hat. =( Aber da ich persönlich während meines Messebesuches nichts davon mitbekommen und den Beiträgen, die es zu dem Thema schon gibt, hinzuzufügen habe, werde ich nicht weiter darauf eingehen.

Auch dieses Jahr war ich auf der Frankfurter Buchmesse ohne Termine unterwegs und habe nicht viel zu berichten (letztes Jahr habe ich daher nicht mal einen Beitrag geschrieben), deshalb habe ich mir überlegt, dass ich dieses Mal meinen Bericht nutze, um euch auf spannend aussehende und klingende Bücher aufmerksam zu machen, die man sonst vielleicht nicht finden würde. Ich habe für mich dabei die Grenze gesetzt bei Büchern, von denen ich vorher tatsächlich nicht gehört und die ich erst auf der Messe entdeckt habe. Henrik von zuendegelesen (Edit. inzwischen offline) hatte die gleiche Idee, also stöbert auch bei ihm mal rein.

Vorher will ich noch mein persönliches Zeug loswerden. Ich habe so viele tolle Leute getroffen, die ich kannte, aber auch total nette neue Leute kennengelernt und über jedes „Dein Blog kommt mir bekannt vor“ von „Fremden“ habe ich mich mega gefreut. Aus verschiedenen Gründen war hier die letzten Monate nicht viel los, aber das war so ein Egobooster, dass meine Motivation, weiterzumachen, gerade wieder da ist und dafür will ich mich bei euch bedanken. ♥

Dieses Jahr habe ich mich zum ersten Mal am Cosplayen probiert und war am Samstag als Danaerys aus Game of Thrones unterwegs. Ein kleines Highlight war für mich, dass mich völlig Fremde nach einem Foto mit mir gefragt haben. Ich habe keine Ahnung, ob ich das nochmal machen werde, aber auch dabei habe ich mich über jeden gefreut, der etwas Nettes gesagt hat. Diese Messe war auf jeden Fall sehr gut fürs Selbstwertgefühl ^^
Ich dieses Jahr auf der Messe

Das einzig andere, was ich sonst noch teilen könnte, sind die Signierungen, die ich dieses Jahr bekommen habe. Tanja Voosen, Bianca Iosivoni, Amelie Murmann und Becky Albertalli haben mir ein paar liebe Wörter in meine Bücher geschrieben, aber da ich nicht dazu komme, sie abzufotografieren, müsst ihr mir das so glauben. ;-)


Im Grunde war es das und ab hier folgen die Buchentdeckungen, vielleicht ist ja was für euch dabei.


Nimmerlands Fluch von Salome Fuchs

Was wäre, wenn alles, was du in deiner Kindheit über Peter Pan gehört hast, eine einzige Lüge ist?
Peter Pans Macht knechtet nicht nur Nimmerland – auch in die Menschenwelt gelangt er immer wieder, um sich dort von Kinderseelen zu ernähren.
Es gibt nur einen Ausweg aus diesem Albtraum: Fay.
Doch die kann nicht glauben, dass sie es sein soll, die Pan besiegen wird. Und hinter jeder Ecke scheint ein Geheimnis zu lauern, das darauf wartet, seine spitzen Krallen tief in das Fleisch der ahnungslosen Opfer zu schlagen.



Ich denke, dazu muss ich nicht viel sagen ^^ Es geht um Peter Pan und nach der Interpretation aus Once upon a time bin ich ein Fan von PP-Nacherzählungen.



Dreamkeeper von Joyce Winter

Wer schützt uns, wenn wir träumen?

Mitten im Schuljahr wird Allegra an die Akademie der Dream Intelligence berufen, um wie ihre verstorbenen Eltern Traumagentin zu werden. Diese Spezialisten schützen die Träume der Menschen, damit ihre Seelen im Schlaf keinen Schaden nehmen und dünne Membran, die unsere Träume von der realen Welt trennt, keine Risse bekommt. Doch kaum an der Akademie angekommen, begreift Allegra, dass die Agenten selbst in größter Gefahr schweben und es einen Verräter in den eigenen Reihen geben muss. Als dann Allegras eigene Schwester in der Traumzeit verschwindet, beginnt ein Kampf um Leben und Tod.


Dieses Buch hat meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen, da seine Seiten leer waren. Ich schätze mal, es wurde noch nicht gedruckt, da es erst im Januar erscheint. Es hat funktioniert - es klingt interessant und ich warte auf mehr Informationen.



Elesztrah: Feuer und Eis von Fanny Bechert

Eine verbannte Jägerin auf der Suche nach ihrem Gefährten …
Ein Krieger aus den Reihen der königlichen Garde …
Eine Macht, die beide untrennbar miteinander verbindet …

Als die Elfe Lysanna herausfindet, dass ihr Gefährte von dem gefürchteten Flammenden Lord gefangen gehalten wird, verspürt sie nur einen Wunsch: ihn zu befreien. Dabei zählt sie auf die Hilfe ihres Clans ›Angelus Mortis‹.
Mitten in den Vorbereitungen auf den bevorstehenden Kampf taucht jedoch der Elfenkrieger Aerthas in ihrem Dorf auf, mit dem sich Lysanna auf unerklärliche Weise verbunden fühlt. Liegt es daran, dass sie beide geheimnisvolle Kräfte in sich tragen, die sie gemeinsam lernen müssen, zu beherrschen? Denn ihre vereinte Macht könnte die einzige Möglichkeit sein, den Flammenden Lord endgültig zu vernichten.
Doch selbst wenn ihnen das gelingen sollte, steht die wachsende Zuneigung, die zwischen Aerthas und Lysanna entsteht, unter einem ungünstigen Stern.


Ich weiß nicht, wie viel ich auf die Meinung der Autorkolleginnen geben kann, die am Stand waren und von diesem Buch hier geschwärmt haben. Vielleicht will es einer von euch lesen und mir dann erzählen, ob es sich lohnt?



Banshee Livie: Dämonenjagd für Anfänger von Miriam Rademacher

So hat sich Livie ihren Tod nicht vorgestellt. Sie bekommt einen Job, der aus Heulen und Scharade besteht, einen altklugen Kollegen mit sexy Stimme, aber ohne Gesicht und eine staubige Dachkammer ohne Internetanschluss. Livie ist jetzt die Banshee von Schloss Harrowmore und hat in ihrer Rolle als Schutzgeist die Aufsichtspflicht über eine der tollpatschigsten Familien Englands. Als dann auch noch ein nachtragender Dämon auftaucht, um eine uralte Rechnung zu begleichen, ist Livies Tod endgültig aufregender als es ihr Leben jemals war.

Meine Hoffnung, dass es gute Bücher über Banshees gibt, ist noch nicht gestorben...





Linas Reise ins Land Glück von Martin Widmark

Es ist schon spät und Schlafenszeit für den kleinen Daniel. Zum Einschlafen erzählt Julia ihm ein fantastisches Märchen: Eines Tages verschwindet plötzlich Julias lieber Bruder. Sie vermisst ihn ganz schrecklich und bekommt zum Trost einen kleinen roten Schlitten. Den probiert sie aus und landet damit - plumps - direkt im Land Glück. Hier macht sie einige interessante Bekanntschaften, zum Beispiel mit Herrn Jacobi, einem Käfer in Frack und Fliege. Der bringt sie endlich mal wieder zum Lachen. Aber auch die gierige Krabbe hat es auf sie abgesehen. Und wird sie ihren Bruder jemals wiedersehen?

Auf dieses Buch hat mich Franzi von my.written.heartbeat aufmerksam gemacht. Es hat sehr schöne Illustrationen, wie man auf dem Cover schon direkt sieht =)




Constable and Toop von Gareth P. Jones

Something mysterious and terrible is happening throughout Victorian London: Ghosts are disap­pearing. When this reaches the attention of the Ghost Bureau, the diligent but clueless Mr. Lapsewood, a paranormal paper-pusher, is sent to investigate, and what he discovers is grave. The Black Rot has arrived—a voracious spiritual infestation whereby empty haunted houses suck in unsuspecting ghosts and imprison them. Lapsewood’s investigation weaves through the plotlines of several other memorable characters—both living and dead—including an undertaker’s son who can see ghosts, a serial throat-slasher reminiscent of Jack the Ripper, an evangelical exorcist, and many more. The living and dead must work together if they hope to destroy the Black Rot—before it destroys both the ghost and human worlds.

This highly atmospheric and bitingly funny ghost story by successful British author Gareth P. Jones will delight fans of Eva Ibbotson and Neil Gaiman.


 Das einzige englische Buch auf meiner Liste... Ich habe es mir gemerkt, weil es nach einer ähnlichen Geschichte wie Lockwood & Co. klingt, nur im viktorianischem England und die Mischung klingt, als könnte sie richtig gut funktionieren.
 


Die Dämonen Akademie: Der Erwählte von Taran Matharu

Der 15-jährige Waisenjunge und Hufschmiedlehrling Fletcher hat es nicht leicht in seinem Dorf. Vor allem Didric, der verwöhnte Sohn des reichsten Mannes, macht ihm das Leben zur Hölle. Doch dann entdeckt Fletcher, dass er die seltene Gabe besitzt, einen Dämon zu beschwören – den feuerspuckenden Ignatius. Als Fletcher eines Verbrechens angeklagt wird, das er nicht begangen hat, müssen er und Ignatius fliehen. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zu einer geheimnisvollen Akademie, auf der Fletcher zum Dämonenkrieger ausgebildet werden soll, denn Orks drohen, die Welt der Menschen zu überfallen. Für den jungen Hufschmied und den kleinen Dämon beginnt das größte und gefährlichste Abenteuer ihres Lebens.

Ich merke, dass sich in dieser Liste ein wenig bemerkbar macht, was für ein Supernatural-Fan ich inzwischen bin xD Das hier und das Buch eben hatte ich hauptsächlich deshalb in der Hand. Es hört sich zwar nicht besonders, aber unterhaltsam an, also wieso nicht.




Heiße Liebe kalter Tod von Pia Hepke

Elsa liebt den Winter. Schon als kleines Mädchen konnte sie es kaum erwarten, bis es den ersten Schnee gab.
Als Jack Frost, der Sohn des Winters, Elsa begegnet, ist es Liebe auf den ersten Blick. Doch ihr Glück wehrt nicht lange, denn ihre Gefühle für einander bergen eine schreckliche Gefahr.
Die Schneekönigin hat es auf Jacks Herz abgesehen und lässt es durch ihren magischen Kuss gefrieren. Einzig und allein Elsa ist in der Lage, ihn zu retten.
Nur kann ihre flammende Liebe sie beide vor dem eisigen Tod bewahren?



Ich weiß nicht mehr, wer mir dieses Buch in die Hand gedrückt hat, aber das klingt nach einer mega coolen Märchenadaption. Elsa und Jack Frost, hat schon was...



Am Samstag war ich bei einer Diskussion mit den Gewinnern des Jugendliteraturpreises. Ich habe keine Ahnung, wer die moderiert hat, aber die Moderatorin war der Wahnsinn. Ich kannte nur zwei der Gewinnerbücher und sie hat es geschafft, einem alle richtig schmackhaft zu machen.
Hier kommt keiner durch von Isabel Minhôs Martins und Bernardo P. Carvalho

Da steht er nun steif und streng, der Herr Aufpasser. Befehl des Generals: Keiner darf hinüber auf die rechte Buchseite! Die ist für ihn alleine reserviert. Der General will der Held der Geschichte sein. Also lässt sein Aufpasser keinen durch. Auch wenn sie noch so betteln, fragen, drängeln.

Die Menge wird immer dichter, immer bunter, immer aufgeregter. Eigentlich ist es überhaupt nicht mehr einzusehen, dass es da plötzlich eine Grenze geben soll,
nur weil ein General das bestimmt hat!
Und dann passiert etwas.

Anarchisch, wild und turbulent – ein wahrhaft grenzüberschreitendes Bilderbuch.


Ich wäre von selbst sonst vermutlich nie auf dieses Buch gekommen. Die Idee ist genial und spielt mit dem Medium Buch. Von Kinderbüchern bin ich nicht so begeistert wie ein paar der Leute, mit denen ich unterwegs war, doch ich hatte meinen Spaß mit Hier kommt keiner durch!, als ich es mir später in Ruhe angeschaut habe.

 

Sally Jones. Mord ohne Leiche von Jakob Wegelius

Lissabon um 1900: Bei einem Handgemenge im Hafen von Lissabon stürzt ein Mann ins Wasser. Seine Leiche wird nie gefunden. Doch der finnische Seemann Henry Koskela wird des Mordes angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt. Sally Jones will die Unschuld ihres Freundes beweisen und begibt sich deshalb auf eine abenteuerliche Reise um die halbe Welt. Diese führt sie aus den engen Gassen Lissabons über Alexandria und Bombay bis in den sagenhaften Palast des Maharadschas von Bhapur. Dabei begegnet sie einer Fadosängerin, einem zwielichtigen Bischof, einem freundlichen Friedhofswärter, einem finsteren Kommissar, dem Akkordeonvirtuosen Fabulous Forzini, einem launischen Maharadscha und einem dreihöckrigen Kamel.

 

Ich habe das Cover vorher irgendwo schonmal gesehen, aber dem Buch weiter keine Beachtung geschenkt. Zu Unrecht! Danke, Moderatorin der Diskussion! Das Buch wird von einer schlauen Gorilladame erzählt, die ihre Geschichte auf einer Schreibmaschine eintippt. Ihrem Pfleger wird ein Mord in die Schuhe geschoben und sie versucht, seinen Namen rein zu waschen und ihn aus dem Gefängnis zu kriegen. Zur Zeit ist Sally Jones ganz oben auf meiner Will-ich-unbedingt-bald-lesen-Liste.



Lizzy Carbon und der Klub der Verlierer von Mario Fesler

Das Leben macht es der dreizehnjährigen Lizzy nicht leicht: ein Körper, der tut, was er will, Eltern, die nichts kapieren, und Klassenkameraden, die abfällig auf sie und ihre beste Freundin Kristine herabgucken. Da macht das anstehende Schulfest die Laune nicht besser – denn da darf sie garantiert eh wieder nur die Gläser spülen. Als sie diesen Gedanken im falschen Moment laut ausspricht, hat sie plötzlich ihre eigene Projektgruppe mit allen Außenseitern der Unterstufe am Hacken. Doch schon bald stellt sie fest: Wenn so ein „Klub der Verlierer“ erst mal in Fahrt kommt, ist die Niederlage nicht so vorprogrammiert, wie alle denken …

Das Buch ist eigentlich nur auf der Liste, da mir der Autor (ebenfalls bei der Diskussion) so sympathisch war. ^^




 Evil Hero: Superschurke wider willen von Sandra Grauer

 Ein Action-Abenteuer über Freundschaft und Vertrauen, Helden und Schurken und darüber, wie man eine Mission gegen alle Widerstände erfolgreich meistert!

Wo lernen Superschurken, wie man so richtig böse ist? An der Evil Äcädemy natürlich. Und genau dorthin verschlägt es John, der eigentlich Sohn eines Superhelden ist. Denn John hat eine klare Mission: Er will an der Schurken-Schule den Erzfeind seines Vaters finden. Um nicht aufzufliegen, muss er so schnell wie möglich alles über Schurkische Etikette und Superwaffenkunde lernen! Dabei helfen ihm seine Mitschüler Max und Serena. Aber kann er den beiden trauen?


Hier hat mich das Cover angezogen und der Klappentext überzeugt. Superhelden sind zur Zeit überall und das hier klingt nach dem Typ Buch, das auf dem Markt noch fehlt.


Wenn ich dich nicht erfunden hätte von Julia Dibbern

Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?


Ein bisschen gemogelt. Dieses Buch hat Leni von Meine Welt voller Welten gerade gelesen und uns gezeigt. Wir waren dabei noch auf dem Gelände der Messe, deshalb zähle ich es nocht mit dazu. Es klingt SO MEGA GENIAL.





Für mehr Neuentdeckungen schaut hier bei zuendegelesen vorbei! (Edit. inzwischen offline)




War etwas für euch dabei, kennt ihr Bücher von meiner Liste vielleicht sogar schon? =)