Mittwoch, 21. November 2018

Ich schreib mit beim NaNoWriMo 2018

Quelle: https://nanowrimo.org/


So viel zu meinem Vorhaben ^^ Der geplante Post für den Oktober war mein Messebericht, doch die FBM musste kurzfristig ausfallen für mich und danach fehlte mir die Zeit und ehrlich gesagt auch die Motivation, mir ernsthaft ein anderes Thema zu suchen.

Eigentlich lese ich aktuell an einem Rezensionsexemplar, komme aber so wenig zum Lesen, dass die Rezension wohl erst nächsten Monat kommt. Daher bietet es sich an, dass ich heute ein wenig über den NaNoWriMo rede.





Was ist der National Novel Writing Month, kurz NaNoWriMo, überhaupt? Vermutlich kennen manche von euch ihn, aber für diejenigen, denen das nichts sagt, ist hier der Crashkurs: es geht darum, in einem Monat 50.000 Wörter zu schreiben, was in etwa die Länge eines Romans ist. Die Seite ist mit jeder Menge Statistiken, Foren, Pep talks und was nicht sonst noch alles, darauf ausgerichtet, jemanden zu motivieren, dran zu bleiben und die Sache durchzuziehen. Falls ihr euch mal umsehen wollt, *hier* findet ihr den Link.

Ich habe mich relativ spontan entschieden, dieses Jahr nicht nur mitzuschreiben, sondern den NaNo dieses Mal auch ernst zu nehmen. (Die letzten zwei Jahre habe ich es nebenher probiert und geschrieben, "wenn mir danach war" und dementsprechend gut lief es ^^) Bei Twitter hat der deutsche Account im Oktober angefangen, jeden Tag Vorbereitungsfragen zu posten und nachdem ich diese Tweets und diverse Antworten erst oft genug gelesen habe, dachte ich mir: "Wieso nicht?" und habe für mich angefangen, die Fragen für mein aktuelles Projekt zu beantworten. Eine der Fragen hat mir eine mögliche Lösung für eine Situation aufgezeigt, über der ich schon seit MONATEN gegrübelt habe, und da war sie, die Motivation xD

Ich bereue nicht, die Entscheidung getroffen zu haben. Der NaNo gibt mir so viel, was ich teilweise gar nicht erwartet habe. In einer Liste zusammen gefasst:

-Spaß. Es macht unglaublich viel Spaß, sich jeden Tag hinzusetzen und zu sehen, wohin sich die Geschichte entwickelt. Und ich kann dafür Sorgen, dass meine Figuren tatsächlich einen anständigen Grund haben, wieso sie nicht mit einander reden und keine von den üblichen Ausreden vorschieben =P

-unerwartete Ideen bzw. kleine Aspekte und Verbindungen. In meiner Geschichte sind jetzt bereits eine Menge Elemente eingeflossen, an die ich vorher gar nicht gedacht habe. Ich habe mit sowas wie einem Grundgerüst angefangen und einigen Szenen, die drin sein sollen, alles andere, was dazu kam, ist während des NaNoWriMos entstanden.

-Gemeinschaftsgefühl. Man ist eben nicht alleine. Ich habe mich nicht viel im Forum oder in sozialen Medien ausgetauscht, aber man sieht, dass andere Autoren in der selben Situation sind wie man selbst und das verbindet. Oder auch direkter: ich habe bei einer Care-Paket Wichtelrunde teilgenommen, wo man nochmal direkter motiviert und motiviert wird <3

-die Wortzahl. Ja, okay, das kommt nicht unerwartet, aber es ist trotzdem toll, zu sehen, wie viel man schon geschrieben hat. Vermutlich komme ich nicht auf die 50k, aber ich kriege ein Gefühl dafür, wie lange es dauert, etwas zu schreiben und wie lang eine Szene sein sollte. Und das ist mir mehr wert, als das Ziel zu erreichen.

-mehr darüber gelernt, was für mich funktioniert und was nicht. Ich habe schon verschiedene Sachen probiert - von Anfang an darüber reden, was ich schreibe, zum Beispiel, oder die Sachen direkt zum Lesen weiter geben. Während des NaNos schreibe ich erstmal nur für mich. Es fühlt sich richtig an. Ich kann darüber reden, dass meine Figuren sowas wie Superkräfte haben und divers sind, aber viel weiter ins Detail gehen fühlt sich privat an, weil, naja, es kommt eben alles frisch aus meinem Kopf ^^'

-zusätzlich zu den letzten beiden Punkten weiß ich jetzt aber auch, wie das Hinsetzen und Schreiben für mich funktioniert und ich hoffe, ich kann das auch nach dem NaNo noch weiter beibehalten =)


Es nimmt Zeit ein und ich merke es immer wieder (vor allem wenn es Zeit ist, in der ich sonst schlafen würde ^^'), aber es ist nur ein Monat. Ich mache mir nicht zu viel Druck, den word count am Ende des Monats zu erreichen - ich meine, jedes Wort, das ich jetzt schreibe, ist ein Wort mehr als ich am Anfang des Monats hatte - und schaue einfach, was passiert.



Wie sieht es bei euch aus? Schreibt ihr? Macht ihr vielleicht auch gerade beim NaNoWriMo mit? Oder hättet ihr Lust, es irgendwann auszuprobieren?

Kommentare:

  1. Hallo liebe Julia,
    ich habe auch schon öfters vom NaNoWriMo gehört, aber selbst noch nicht daran teilgenommen. Ich denke es würde mich etwas unter Druck setzen, wenn ich in einer bestimmten Zeit eine bestimmte Anzahl von Wörtern schreiben müsste. Der Vorteil am NaNoWriMo ist natürlich der Austausch und die Tatsache, dass dieser Druck auch helfen kann aus einer Schreibblockade rauszukommen bzw. dass man die Motivation hat, eine Geschichte auch weiterzuschreiben. Bist du mit deiner Geschichte fertig geworden? Wie lang ist sie geworden? Magst du verraten, worum es darin geht?

    Ganz liebe Grüße
    Tanja :o)

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    1. Hey Tanja,
      ja, ich kann dich verstehen. Mich hat es wahnsinnig motiviert und ich habe letztendlich jeden Tag wenigstens ein wenig geschrieben, auch wenn es teilweise nur ein Satz war. Aber du kannst dein Ziel stecken, wie du möchtest =) Vielleicht ist das Camp NaNo mehr was für dich? Das ist ein wenig lockerer.
      Ich glaube, ich habe etwa um die 25k herum geschafft. Fertig ist sie nicht, ich arbeite noch daran, doch ich hänge im Moment an der Auflösung und es vergeht zwischenzeitlich immer wieder Zeit, bis ich einen Teil davon ausgeknobelt habe. Im Moment will ich es irgendwann zu Ende bringen und dann nochmal ordentlich überarbeiten ^^' Zu dem worüber: Ganz grob gesagt Superhelden, mehr oder weniger. Genaueres kann ich dir die Tage gerne privat erzählen =)

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