Donnerstag, 27. August 2015

[R] Wanderer. Hüter der Zeit von Amelie Murmann

*Achtung, Teil 2 der Wanderer-Dilogie!*

Inhalt

Das erste Schuljahr an der »Palaestra Viatorum« beginnt für Emilia alles andere rosig. Zwar weiß sie mittlerweile, dass es sich bei dem renommierten Internat um keine gewöhnliche Schule handelt, aber ihre neuentdeckten Fähigkeiten als Wanderer geben ihr immer noch so einige Rätsel auf. Nicht genug damit braut sich über den Köpfen der Internatsschüler ein gefährliches Himmelskomplott zusammen. Wieder liegt es an Emilia und Max, die Ziele der griechischen Götter und die Geschicke der Zeit zu entwirren. Dass ihre Beziehung vor wenigen Monaten in die Brüche gegangen ist, macht es für keinen der beiden leichter. Doch am Ende zählt nur eins: den drohenden Krieg der Götter zu verhindern …

Oh man, Hüter der Zeit hat ein so rasantes Tempo drauf, dass man während des Lesens gar nicht zum Durchatmen kommt. Es rast in die eine Richtung, biegt plötzlich scharf ab, nur um gleich wieder eine 180°-Wende zu machen. Es war klasse. =D
Die zwei Wanderer-Teile sind für mich einfach Bücher, in die man abtaucht und in denen man sich absolut wohl fühlt. So war das beim ersten Teil, Sand der Zeit, und so war es bei Hüter der Zeit wieder. Besonders gut gefallen hat mir, dass die Palaestra hier eher in den Hintergrund gerückt ist. Der drohende Krieg der Götter ist eben wichtiger!
Ich weiß zwar nicht mehr sicher, wer meine Lieblinge im Vorgänger waren, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich jetzt neue hatte, wobei „Lieblinge“ eigentlich ein Sammelbegriff ist. Für wen? Na für alle. Max, Emilia, Celia, Nic, Kit, Flo und wer da noch alles dabei war, sie sind alle ein großer, liebenswerter Haufen.
Manchmal kostet mich das Lesen echt Nerven. Zugegeben, ich hatte auch Lieblinge und den Lieblingen (Lieblingslieblinge?). Das Beste? Sie alle sterben. Vor Kurzem meinte jemand zu mir, ich suche mir die falschen Lieblinge aus. Vielleicht sollte ich das nochmal überdenken, DENN DAS IST DOCH NICHT MEHR NORMAL!! Alle meine Lieblinge! Ähm, Lieblingslieblinge meine ich.
Wie auch schon bei Teil 1 war eigentlich mein einziger Kritikpunkt, dass der Schreibstil auf mich die Hälfte der Zeit etwas kindisch wirkt. Es gab Stellen, da fiel es mir gar nicht auf, und dann wieder welche, in denen das ziemlich hervorstach. Als Beispiel fallen mir dazu die Geschichten aus der griechischen Mythologie ein. Klar, es weiß bestimmt nicht jeder Leser etwas darüber, aber so allgemeine Sachen (Aphrodite, Ares,...) weiß man einfach, finde ich, deshalb hatte ich den Eindruck, dass an diesen Stellen eher ein jüngeres Publikum angesprochen wird, das das noch nicht weiß.
Was das Ende betrifft, bin ich total zwiegespalten. Denn die Art Ende, die Amelie gewählt hat, hasse ich normalerweise eigentlich, doch zu Wanderer passt es. Es bringt die Geschichte zu einem schönen und passenden Schluss. Das finale Einparken, um das Bild von vorhin nochmal aufzugreifen. Eigentlich bin ich damit auch ganz zufrieden. Eigentlich. Denn da ich diese Art eben nicht mag, wurmt mich das doch auch noch.


Über die Autorin:

Amelie Murmanns Liebe zu Jugendromanen begann mit einem Jungen, der überlebte, und festigte sich endgültig mit einem Mädchen, das in Flammen stand. Um diese Liebe mit der Welt zu teilen, eröffnete sie 2010 ihren eigenen Buchblog, und begann kurz darauf mit dem Schreiben. Amelie lebt mit ihrer Familie und ihren über vierhundert Büchern in Moers. Wenn sie nicht gerade liest, schreibt oder bloggt, studiert sie Lehramt an der Universität Essen. "Wanderer. Sand der Zeit" ist ihr Debütroman. 

Fazit

Hüter der Zeit ist auf einer Wellenlänge mir Sand der Zeit, nur ein bisschen besser. Ich denke mal, wer Wanderer 1 mochte, wird auch den zweiten Teil lieben. Ich kann mit diesem Abschluss der Dilogie jedenfalls gut leben.

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