Donnerstag, 13. August 2015

[R] Am Ende der Welt traf ich Noah von Irmgard Kramer

Inhalt

Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

Nachdem ich bei einigen Bloggern schon gesehen habe, wie begeistert sie von Noahs und Marlenes Geschichte sind, war ich selber sehr neugierig. Tolles Cover, cooler Klappentext, begeisterte Stimmen – klingt nach einem guten Rezept, ist es auch. Alles in einen Topf geschmissen ergibt das einen leckeren... Käsekuchen, von dem man nicht genug bekommen kann. (Der Vergleich hinkt, ich weiß. xD)
Ich fange mal ganz am Anfang an, nämlich bei der Protagonistin Marlene. Es steht zwar schon im Klappentext, dass Marlene sich als Irina Pawlowa ausgibt, aber was stellt man sich darunter vor? „Hallo, ich bin Marlene, will jetzt aber einen anderen Namen haben, weil ich meinen nicht mehr mag. Oh, da passt es doch gut, dass da gerade ein herrenloser Koffer steht.“ Marlene zweifelt ihre spontane Aktion schon in der nächsten Sekunde an und die Zweifel verfolgen sie auch während ihres Aufenthaltes in der Villa Morris immer wieder. Das war das Erste, was sie mir so richtig sympathisch gemacht hat.
Im Klappentext wird Noah als „faszinierend, blind und in der Villa gefangen“ beschrieben. Das sind Tatsachen. Denen füge ich auch noch ein paar eigene hinzu. Noah ist besonders, manchmal total romantisch und auf welchem Baum wachsen Noahs? Ja, ich habe mich zusammen mit Marlene ein klitzekleines bisschen in Noah verliebt, aber wie soll man das nach einem solch tollen Liebesbrief denn bitte nicht tun?
An einer Stelle relativ in der Mitte habe ich das Buch als „schräg, aber mit Charme“ beschrieben und nachdem ich es beendet habe, stehe ich noch immer voll und ganz hinter diesen Worten. Besonders die Nonne Schwester Fidelis ist nicht ganz einfach und ich würde ihr auf gar keinen Fall begegnen wollen, aber irgendwie mochte ich sie trotzdem. Sie passt zu der Villa und sie und sie anderen zwei Mitarbeiter, die der seltsamen Situation den Charme verleihen.
Die Geschichte ist absolut genial. Anders kann ich sie echt nicht beschreiben. Zum Einen bleibt das Mysteriöse und damit auch die Spannung die ganze Zeit über erhalten, wenn sie sich nicht gerade noch weiter steigern. Nichtmal die ruhigeren oder romantischeren Stellen können dagegen etwas tun. Irgendwann klebte ich nur noch an den Seiten und wollte unbedingt wissen, was es mit Noah und der Villa auf sich hat. Zum Anderen das Ende, dass man garantiert nicht vorhersagen kann. (An dieser Stelle nochmal Respekt an die Teilnehmerin an der LB-Leserunde, die das tatsächlich zum Teil erraten hat.) Wahnsinn, Irmgard ist der Wahnsinn.
Einen einzigen Kritikpunkt habe ich. Einerseits wurde am Ende alles irgendwie aufgeklärt, aber mir persönlich blieben noch zu viele Fragen offen, die mir keine Ruhe lassen wollen. Die werden mich vermutlich auch noch eine ganze Weile verfolgen. Aber hey, so bleibt mir das Buch zumindest auf jeden Fall noch ein wenig im Gedächtnis.


Über die Autorin:

Irmgard Kramer wurde 1969 in Vorarlberg geboren und wuchs in einem alten Häuschen auf, das sich lebendig anfühlte. Nach 19 Jahren hängte sie die Arbeit als Grundschullehrerin an den Nagel und lebt heute als freie Autorin zwischen Bergen, Kühen und Käse im Bregenzerwald. Sie schreibt Geschichten für kleine und große Leser sowie Texte für Magazine.

Fazit

Am Ende der Welt traf ich Noah: Der Wahnsinn. Mit seinen Geheimnissen und seinem besonderen Charme hat mich das Buch gepackt und erst am Ende wieder ausgespuckt. Das Eine oder Andere hätte ich zwar noch gerne gewusst, aber das ist irgendwie auch wieder ein Teil dessen, was das Buch so besonders macht.

Kommentare:

  1. Ich! Will! Dieses! Buch! ... Jetzt!! =DD Das Buch klingt echt nicht schlecht und sein wir mal ehrlich, wir brauchen Alle diesen Baum, von dem die ganzen Buchcharaktere wachsen. =P
    Steht auf meiner WuLi! =))

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    1. xD Solltest du ihn jemals finden, musst du mir auf jeden Fall Bescheid sagen. =D

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    2. Wenn ich ihn finde dann sorge ich dafür, dass du als Erste davon Bescheid weißt und dann sorgen wir beide dafür, dass es der größte Baum auf der Erde wird. =D

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    3. Damit tun wir der Menschheit einen so großen Gefallen. =D

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  2. Huhu :)

    Und noch so eine begeisterte Rezension! Ich kenne jetzt schon so viele, die richtig begeistert davon waren, ich glaube, ich muss es auch unbedingt noch lesen ;) Schön geschrieben!

    Liebe Grüße,
    Marie
    book-camp.net

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    1. Na, auf jeden Fall! Das Buch ist eben auch etwas ganz Besonderes. =)

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