Dienstag, 23. Juni 2015

[R] Meister der Masken von Michelle Natascha Weber

Inhalt

Wer trägt die Schuld daran, dass von ihrer Schwester nicht mehr als eine leere Hülle geblieben ist? Wer hat das Horn der Einhorntochter geraubt und sie als lebendige Tote zurückgelassen? Es ist die Suche nach Antworten, die Sylveine nach Elorean treibt, in die Stadt des geheimnisvollen Meisters der Masken. Doch nur allzu schnell schwebt sie ebenfalls in Gefahr, denn auch in ihren Adern fließt Einhornblut, der Schlüssel zu Unsterblichkeit und ewiger Jugend. Als sie dem Adeligen Aerios begegnet, ahnt sie nicht, wie nah sie der Lösung gekommen ist. Denn Sylveine besitzt, was er am meisten begehrt - das mächtige Horn auf ihrer Stirn, die einzige Waffe, die das Leben des Unsterblichen zu beenden vermag. Aber Aerios ist nicht der Einzige, der ein Interesse an ihr hegt. Durch eine Intrige gelangt ihr Geheimnis in die Hände des Puppenspielers, eines finsteren Magiers, der in ihr das Mittel zur Erfüllung all seiner Wünsche gefunden hat. Denn so wie es Aerios nach dem Tod verlangt, dürstet es den Puppenspieler nach dem ewigen Leben. Ein erbitterter Kampf entbrennt und droht, Sylveine ebenso ins Verderben zu reißen, wie ihre Schwester.

Wenn nicht nach Feenblut, dann spätestens nach Der Fluch des Drachen bin ich ein riesiger Fan von Michelle Natascha Weber und ihren Geschichten. Deshalb waren meiner Erwartungen an Meister der Masken auch entsprechen hoch. Gerechtfertigt? Zum größten Teil, ja.
Ich fange mit Aureanne an, dann ist mein Hauptkritikpunkt auch gleich abgehakt. Aureanne ist so eine Art böse Königin und ich konnte sie etwa 90 % der Zeit nicht ausstehen. Aber ich kann nicht einmal sagen, dass ich sie hasse, auch wenn ich das während des Lesen manchmal wirklich getan habe. Aureanne ist ein viel komplexerer Charakter, als dass sich das so einfach sagen lässt. Mögen tat ich sie trotzdem nicht, deshalb war ich auch nicht allzu begeistert davon, dass ein echt großer Teil der Geschichte aus ihrer Sicht erzählt wird. Und das, Ladies und Gentlemen, ist der Grund, wieso ich den Meister der Masken nicht so abgöttisch geliebt habe, wie die anderen zwei Geschichten in den Nebellanden.
Aerios hat im Fluch des Drachen schon eine Nebenrolle inne gehabt und es schon da geschafft, meine Sympathie zu gewinnen. Ich mag Aerios, deshalb habe ich mich auch sehr gefreut, ihn nochmal zu treffen. Er ist nicht der übliche Held. Strahlende Rüstung? Weit gefehlt. Aerios handelt lieber unerkannt im Schatten und erscheint mir dadurch trotz seiner großen Macht sehr bodenständig.
Sylveine ist das, was man sich von einer Protagonistin immer erhofft. Stark und unabhängig. Mutig. Liebevoll. Hey, sie springt über ihren Schatten und geht an den Schattenhof, zu dem sie nie wollte, um das Rätsel um den Zustand ihrer Schwester zu lösen! Sylveine ist eine Prinzessin, die sich nicht wie eine Prinzessin benimmt. Sie zieht als Sängerin durchs Land und das hat ihr eine wilde, freie Ausstrahlung verschafft, der man sich nicht entziehen kann. Wenn sie nur hin und wieder den Schalter in ihrem Hirn umlegen würde, dann hätte ich nichts zu meckern. Sie trifft teilweise Entscheidungen, die sind SO blöd, dass man als Leser die Hände auf den Kopf schlägt und sich fragt, was sie sich dabei bloß gedacht hat (auch wenn man die Geschichte auch aus ihrer Sicht liest). Außerdem ist hat sie auf dem Weg zwischendurch leider wieder ein paar der Sympathiepunkte verloren, weil sie sich in der Mitte etwa in die eifersüchtige Freundin verwandelt hat. Diesen Teil von ihr mochte ich nicht so gerne, zum Glück kam er aber auch nicht allzu häufig zum Vorschein.
Was wäre ein Weber-Buch ohne die vielschichtigen Figuren und die sich schön langsam entwickelnde Liebesgeschichte? Keine Ahnung, aber jedenfalls kein Weber-Buch in dem Sinne. Und davon lebt auch Meister der Masken. Dafür hat Michelle echt ein Talent und das beweist sie hier mal wieder.


Über die Autorin:

Michelle Natascha Weber wurde 1980 in Hanau geboren und lebt heute am Rhein. Nach dem Abitur studierte sie Kunstgeschichte und Anglistik in Gießen und widmete sich ihrer Leidenschaft für das Schreiben. Sie schreibt Romane und Kurzgeschichten aus dem Bereich Fantasy, die häufig starke Einflüsse aus dem Mantel & Degen Genre aufweisen. 

Fazit

Auch wenn ich Meister der Masken nicht ganz so gut fand wie die anderen zwei Teile, gibt es immer noch etwas, wobei man sich sicher sein kann: Auf dem Buch steht der Name Michelle Natascha Weber drauf. Und dieser Name stand bisher noch immer für eine zauberhafte High Fantasy-Geschichte mit wundervollen Charakteren und genau dem richtigen Maß an... einfach allem.

Kommentare:

  1. Ui, irgendwie hat das Cover etwas. *-*
    Nach deiner Rezi schätze ich, werde ich mir mal "die anderen zwei Teile" noch etwas näher anschauen müssen. =D Wegen deiner positiven Meinung und weil du "langsam entwickelnde Liebesgeschichte" gesagt hast!! ^-^ (DA ist es! Schon wieder!! Diese nachvollziehbare langsame Romanze IST auch einfach das Beste!! =D)

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    1. Ich kenne ein Zauberwort! =D Merke ich mir auf jeden Fall. Die sind wirklich die Besten, da sind wir uns wieder einig. ;-) Da werden die Feenblut und Der Fluch des Drachen bestimmt auch gefallen. =) Psst, die Cover von den zweien sind genauso toll. *-*

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    2. Bei solchen Büchern bin ich auf jeden Fall immer sofort dabei!! Also ein Zauberwort könnte man es echt nennen. ='D
      Ich habe mir gerade die Cover von den anderen Beiden angeschaut und wie macht die Frau das?? *-* Bei ihr werde ich bestimmt mal rein lesen. ;-)

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    3. Ich habe keine Ahnung. Falls man irgendeinen Keks oder so essen muss, um so malen zu können, dann hätte ich den auch gerne. =D Ich wünsche dir viel Spaß beim Reinlesen. =)

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    4. Also ich hätte jetzt gerne einen Keks so oder so. ='D Aber wenn er mir auch noch Malfähigkeiten gibt, dann wäre das echt super!! ^-^

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    5. Okay, Lady, wir haben eine Mission: Kekse. Wenn möglich, dann mit magischen Kräften. Wenn nicht, dann reicht es mir, wenn sie mit Schoko sind. ^^

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    6. Ich LIEBE Schokokekse!! *-* Bei der Mission bin ich sofort dabei! Geben wir unserer Mission doch noch irgendeinen besonderen Namen! =D Mission Maschoke (Magische Schokokekse)... Ok, ich gebe es zu, so spät bin ich nicht mehr gaaanz so kreativ. =')

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    7. Das soll nicht krativ sein? Ich würde zuerst ganz einfallslos mit Operation Cobra ankommen. =D

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