Sonntag, 20. Juli 2014

Sephonie - Zeit der Engel von Jennifer Wolf

Inhalt

Kikis Großmutter sprach viel von Engeln, als sie noch klein war. Sie schenkte ihr sogar einen Anhänger des Engels Cassiel, mit dem Versprechen, dass er immer für sie da sein würde, wenn sie traurig wäre. Von ihren Eltern ignoriert, wird Kiki nach dem Tod ihrer geliebten Großmutter ins Internat abgeschoben. Als sie eines Nachts zum Nachdenken auf dem Dach des Gebäudes sitzt, begegnet sie Raphael. Kiki ahnt nicht, dass Raphael in Wahrheit ausgerechnet der Engel Cassiel ist. Sie allein kann ihm und den letzten Engeln helfen, den Himmel zu retten. Was hat Großmutter ihr verschwiegen?

In letzter Zeit habe ich einige richtig gute Engelsbücher gelesen und wurde kein einziges Mal enttäuscht, sobald ich mich entschied, wieder einer zu lesen (bzw. zu hören). Das war es, was mich auf „Sephonie – Zeit der Engel“ überhaupt erst aufmerksam machte, das „Engel“ im Titel. Und ich bin unglaublich froh, dieses Buch entdeckt zu haben, denn mit „Sephonie“ können die anderen Engelsbücher einfach nicht mithalten, so gut sie auch sein mögen.
Zum einen ist da Kiki, die Protagonistin des Buches. Zum einen steckt hinter dem Spitznamen Kiki eine kleine, aber ganz niedliche Geschichte und Namen mit so einer persönlichen Geschichte finde ich immer toll. Aber natürlich ist Kiki auch vom Charakter her eine sehr sympathische Figur. Gleich zu Anfang des Buches steht sie traurig und einsam auf dem Dach des Internates, auf das sie seit kurzen geht. Es ist gar nicht lange her, seit ihre geliebte Großmutter gestorben ist und ihre Eltern lassen sie links liegen und interessieren sich für kaum mehr als ihren Job. In diesem Moment kann sich wohl jeder in sie hineinversetzen und empfindet einfach nur Mitleid mit ihr. Aber trotz ihrer nicht gerade tollen Lebensaussichten schafft Kiki den Sprung wieder zurück ins Leben. Das allein finde ich schon sehr bewundernswert, dass sie die Stärke aufgebracht hat, sich wieder aufzurappeln. Dabei findet sie ihren Humor und ihre Freundliche und Lebensfrohe Art wieder, dir den Leser durch das Buch begleitet.
Wie der Buchtitel schon sagt, kommen in der Geschichte Engel vor. Diese sind unglaublich gut dargestellt und auch ihre kleinen Eigenheiten und ihre Unterschiede zu Menschen sind wundervoll dargestellt. Ohne zu viel verraten zu wollen, füge ich hier noch hinzu, dass auch ihre Namen sehr schön und passend gewählt sind, werde aber nicht weiter darauf eingehen.
Neben der Protagonistin und den Engeln hat das Buch aber auch ganz tolle und sehr liebenswerte Nebencharaktere, nämlich Kikis Freunde Gina, Marc und Colin. Sie alle drei (mit Kiki vier) sind an der Schule als Freaks und Außenseiter abgestempelt, meiner Meinung nach völlig zu Unrecht. Diese kleine Gruppe sprüht nur so vor Charme und Witz und durch ihre kleinen Besonderheiten kann man gar nicht anders, als sie alle ins Herz zu schließen.
Aber nicht nur die Charaktere hatten Witz, der humorvolle Schreibstil der Autorin ist einfach etwas Besonderes. Mit einer schlichten und einfachen Sprache schafft sie es, den Leser zu fesseln und die Seiten nur so vorbeifliegen zu lassen. Diese erfrischend jugendliche, aber nicht in Jugendsprache formulierte, Geschichte hebt sich von ähnlichen Büchern auch durch Thema und Idee ab, die mir so bisher nicht untergekommen sind und wahrscheinlich auch nicht nochmal werden, die das Buch direkt zu meinen Lieblingsbüchern katapultiert haben.
Schließlich hat das Buch mich auch auf eine wundervolle Band aufmerksam gemacht: Within Temptation. An einer Stelle im Buch singt Kiki ihr Lied „Angels“ vor sich her. Nach einer Weile habe ich mir das Lied selber angehört und bin noch immer begeistert. Nicht nur die Band, besonders die Stimme der Sängerin, ist wirklich klasse, auch das Lied passt perfekt zur Geschichte. Ich konnte das Lied während des Lesens in jedem Moment anmachen, es war zu keiner Zeit unpassend, was auch immer gerade in der Geschichte passierte. Und dafür ein ganz besonderes Kompliment von mir, für das Schaffen so einer tollen Beziehung zwischen Buch und Lied.


Zur Autorin:

Jennifer Wolf lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in einem kleinen Dorf zwischen Bonn und Köln. Aufgewachsen ist sie bei ihren Großeltern und es war auch ihre Großmutter, die ihre Liebe zu Büchern in ihr weckte. Aus Platzmangel mussten nämlich alle Bücher in ihr Kinderzimmer und so konnte sie gar nicht anders, als sich irgendwann mal eins zu greifen. Als Jugendliche begann sie sich dann über so einige Handlung zu ärgern und entschied sich schließlich, einfach ihre eigenen Geschichten zu schreiben. 


Fazit

Wie gesagt, das Buch gehört ab jetzt zu meinen absoluten Lieblingen und da kann ich eigentlich kaum mehr hinzufügen, außer dass es jeder lesen sollte. Ihr werdet nicht enttäuscht werden!

 

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