Donnerstag, 10. Juli 2014

Die Beschützerin der Erde von Sabine Niedermayr

Inhalt

Das Schicksal einer jungen Frau und die Erfüllung einer uralten Prophezeiung … Im Wartebereich des Bahnhofs beobachtet Elise den Überfall auf einen alten Mann und trifft eine Entscheidung, die ihr ganzes Leben verändert. Anstatt wegzulaufen, hilft sie ihm und wird selbst zum Opfer. In die Enge getrieben und geschlagen, stürzt sie unglücklich von der Bahnsteinkante, verliert sich in der Schwärze der Bewusstlosigkeit und erwacht wenig später in einem Krankenhaus. Von diesem Zeitpunkt an ist alles anders. Sie entdeckt Fähigkeiten an sich, die unmöglich real sein können. Inmitten dieses Chaos tritt ein Mann, der seine wahre Identität verschweigt. Bei der verzweifelten Suche nach der Lösung all dieser fantastischen Ereignisse kommt Elise einer Legende auf die Spur …

„Die Beschützerin der Erde“ ist ein ungewöhnliches Buch, vor Allem durch den Schreibstil der Autorin. Wo andere noch seitenweise unwichtige Details einfügen würden, wird hier alles kurz und knapp auf den Punkt gebracht. Zum einen fand ich es erfrischend, dass die Geschichte recht schnell voranging, andererseits aber hätte ich mir an der einen oder anderen Stelle schon gewünscht, dass ein wenig genauer beschrieben wird, was passiert. Unter Anderem gingen dadurch schon recht wichtige Informationen unter, da sie nicht näher ausgeführt wurden. Dadurch brauchte ich schon eine ganze Weile, um mich an diesen Schreibstil zu gewöhnen, sodass es nach einem etwas schwierigerem Start Spaß machte, Elises Geschichte zu verfolgen.
Das Buch beginnt mit einer Legende, die schon mal einen groben Überblick darüber gibt, worum es in der Geschichte geht. Was mich an ihr aber besonders beeindruckt hat, ist, wie realistisch sie sich liest. Wüsste ich nicht genau, dass sie erfunden ist, dann könnte ich sie vermutlich tatsächlich für echt halten.
Die Protagonistin erscheint sympathisch. Schon auf den ersten Seite gerät sie in eine Situation, in der sie sich entscheiden muss, ob sie flieht oder einem anderen Menschen in einer Notlage zu Hilfe eilt und natürlich hilft sie dem schon verletzen Opfer. Und das bleibt keine einmalige Sache, in dem recht dünnen Buch rettet Elise vielen Menschen das Leben. Jedoch brauchte ich etwa die Hälfte des Buches, um endlich einen Draht zu ihr finden zu können, hier wären einige mehr ausführliche Passagen bestimmt hilfreich gewesen. Anfangs erschien Elise nämlich zu perfekt, zu begabt. Sie kam als jemand rüber, der alles kann und auch alles tut, was er machen muss. Dass sie sich am Anfang vor ihren neu entwickelten Fähigkeiten und dem merkwürdigem Geschehen um sie herum fürchtet geht unter und so entsteht schnell das Bild der Alleskönnerin, was ich persönlich ziemlich langweilig finde. Wenn eine Person schon alles kann, was soll dann denn noch groß passieren?

Zur Autorin:

Die Salzburgerin Sabine Niedermayr, Jahrgang 1981, schreibt seit ihrer Jugend Kurzgeschichten. Sie hat selbst zwei Kinder und malt und musiziert mit Leidenschaft neben der Schriftstellerei und Kindererziehung.



Fazit

„Die Beschützerin der Erde“ ist ein sehr ungewöhnliches Buch, sowohl von der Geschichte, als auch vom Schreibstil her. Allein dadurch ist es schon sehr lesenswert. Jedoch war die Geschichte nicht so ganz meins. Es hat Spaß gemacht, das Buch zu lesen, doch ich fand einige Aspekte, wie zum Beispiel Elises Kräfte oder Jeffs Nettigkeit, zu stark ausgeprägt. Da wäre weniger mehr gewesen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen