Samstag, 21. März 2015

[R] Gefährliche Wünsche von Natalie Luca

*4,5 Sterne*


Inhalt

Schuld ist nur diese dumme Wette: Weil die siebzehnjährige Lori zu schüchtern ist, um Jungs anzusprechen, muss sie die hässlichste Lampe auf dem Markt kaufen. Als kurz darauf ein leibhaftiger (und auch noch gutaussehender!) Dschinn vor ihr auftaucht, traut sie ihren Augen nicht. Sie soll sich etwas wünschen. Aber was? Während Lori noch grübelt, bringt der Lampengeist sie in eine peinliche Situation nach der anderen. Als dann noch ein fremder Junge an ihrer Schule auftaucht und beginnt Fragen zu stellen, weiß Lori nicht mehr, wie sie aus der Affäre wieder herauskommen soll.

Ich habe inzwischen die Angewohnheit, wenn ich ein eBook lese, Stellen entsprechend zu kommentieren (besonders wenn meine Schwester gerade nicht da ist, die ich in so einem Fall sonst voll quassele). Eine Stelle erinnert mich an etwas bestimmtes? Kommentar. Ich habe eine Vermutung, die ich nicht vergessen will? Kommentar. Etwas, das mir besonders gut gefallen hat? Auch ein Kommentar. Wenn ich mir meine Kommentare so anschaue, fällt eine gewisse Kombination aus zwei Buchstaben besonders häufig auf: xD. „Gefährliche Wünsche“ ist witzig und hat beim Lesen einfach super viel Spaß gemacht.
Am Anfang ist Lori ein schüchternes Mädchen mit schrecklichem Namen – Hannelore Kozlowski-Swoboda, die rot wird und kein Wort mehr heraus bringt, wenn sie in der Schule gemobbt wird. In ihrem Fall bin ich wirklich froh, dass es Spitznamen gibt. Lori ist nicht nur viel klangvoller, sondern passt auch viel besser zu Lori. Sie ist eine sympathische Protagonistin und ich mochte sie ganz gerne, aber schon nach wenigen Seiten hat sie mich komplett für sich gewonnen. Als sie nach Hause kommt, isst sie nämlich Schokoeis und Lasagne. Ich wiederhole: SCHOKOEIS UND LASAGNE! Es gibt kaum etwas auf der Welt, dass ich lieber esse, als diese zwei Sachen. Meine Sympathie war ihr da sicher. ;-)
Die Idee zum Buch finde ich ziemlich gut. Dschinns finden viel zu wenig Beachtung in Jugendbüchern, mir würden höchstens fünf andere Bücher einfallen, in denen ein Dschinn vorkommt. Und obwohl die Geschichte recht klischeehaft anfängt, bleibt das nicht lange so. Schon die nächste Biegung nimmt die Autorin, als der Dschinn anfängt, Lori zu „helfen“. Da steht die Arme dann auch schon mal in einem Bauchtanzkostüm vor ihrer gesamten Klasse, dass vor 800 Jahren der letzte Schrei war. Tja, seit dem sind ein paar Jahrhunderte vergangen.
Ich denke, man merkt es schon, oder? Dschinn ist wirklich liebenswert. Er bringt Lori zwar in ziemlich unangenehme Situationen, aber er meint es gut und will ihr eigentlich tatsächlich nur helfen. Für Lori unangenehm, für den Leser unglaublich lustig.
Ein kleiner Wermutstropfen ist das Liebesviereck, welches zumindest nicht das sonst übliche Liebesdreieck ist. Aber gleich drei Jungs, die Lori mögen, während sie am Anfang niemanden außer ihren zwei besten Freundinnen hatte? Na gut, so schlimm war es nun auch wieder nicht, denn den das Viereck habe ich die meiste Zeit gar nicht als solches empfunden. Der eine Typ hatte eher die Ausstrahlung eines guten Freundes und der zweite hat sich nicht wirklich um Lori bemüht (außer man zählt die Aussage „Ich will von dir mehr als nur Freundschaft“ dazu, der aber weder Taten vorgehen noch folgen, dazu, was aus meiner Sicht aber nun wirklich nicht genug ist). Somit blieb für mich nur ein möglicher Partner für Lori übrig, weshalb ich auch gar nicht mit irgendwelchen Teams anfangen werde. Aber da waren Szenen, in denen doch klar wurde, dass es nicht eindeutig ist, mit wem Lori am Ende zusammenkommt, in denen diese Existenz dieses Vierecks doch deutlich wurde.
Und es gibt noch eine weitere Figur, die auf jeden Fall eine Erwähnung verdient: Eine von Loris besten Freundinnen, Becky. Sie ist ein bisschen schräg und es interessiert sie gar nicht, was andere Menschen von ihr denken, sie zieht einfach ihr Ding durch. Und sie ist wirklich cool. Auf die Frage, was sie sich wünschen würde, wenn sie einen Wunsch frei hätte, zum Beispiel, antwortet sie, sie würde sich Eis wünschen, dass nicht schmilzt, wenn es warm ist. Oder ihr Lösungsvorschlag, als Lori sie um Rat bei ihren Problemen bittet. xD Ich finde, Becky ist der eigentliche Star des Buches.

Über die Autorin:

Natalie Luca lebt und arbeitet in Österreich. Seit dem Abschluss ihres Wirtschaftsstudiums widmet sie sich vermehrt dem Schreiben, ihrer Leidenschaft seit früher Jugend. Auf ausgedehnten Reisen lässt sie sich für ihre Fantasygeschichten inspirieren. “Unter goldenen Schwingen” war ihr erster Roman.

Fazit

„Gefährliche Wünsche“ macht Spaß, bringt oft zum Lachen und lässt ungeduldig auf die Fortsetzung warten. Einen klitzekleinen Abzug gibt es von mir lediglich für die paar Momente, in denen das Liebesviereck besonders deutlich wird. Aber ansonsten mochte ich den ersten Teil der Dschinn-Reihe genauso gerne wie schon die Nathaniel und Viktoria-Reihe, die andere Reihe der Autorin und empfehle dieses Buch ebenso weiter.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen