Sonntag, 15. März 2015

[R] Fürsten der Dämonen von J.K. Bloom

*3,5 Sterne*


Inhalt

Leanne war sich immer sicher, ein ganz normaler Teenager zu sein, mit einem relativ langweiligen Leben – auf keinen Fall etwas Besonderes. Doch dann lernt sie den geheimnisvollen Jonathan Paine kennen, der sie gleichermaßen fasziniert und verunsichert. Er nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise in eine Welt, die jenseits ihrer Vorstellung liegt. Dort kommt Leanne einem Familiengeheimnis auf die Spur, das ihr Leben verändert: Ihre Mutter ist eine Dämonenfürstin, eine Gefährtin Luzifers, und Leanne das Kind einer Liebe, die nicht sein durfte. Leanne muss schmerzlich feststellen, dass nichts, was sie über Familie, Freunde, Himmel und Hölle zu wissen glaubte, den Tatsachen entspricht – und dass sie zwischen die Fronten eines Krieges geraten ist, der schon seit dem Anbeginn der Zeit tobt …

Fürsten der Dämonen hat sich gezogen, jedenfalls am Anfang. Es hat sich so sehr gezogen. Das erste Drittel über war ich immer wieder drauf und dran, das Buch einfach abzubrechen. Es ist kaum etwas passiert und mich hat genervt, dass jeder, selbst der Leser, mehr weiß als Leanne. Doch ich habe weitergelesen, immerhin geht es um Engel und Dämonen. Und nach den ersten 100 Seiten nahm die Geschichte Fahrt auf und wurde immer spannender, bis ich die Geschichte irgendwann gar nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Leanne selber wirkt am Anfang ziemlich gestelzt. Ich hatte kaum einer Verbindung zu ihr, auch deshalb, weil sie mir recht blöd vorkam, da sie sich nicht vorher schon ihren Teil gedacht hat. Der Leser weiß zwar auch nicht mehr als sie, aber einiges habe ich mir schon zusammengereimt bis zu dem Moment, als endlich alles erklärt wurde, wieso konnte sie das nicht auch? An Engel und Dämonen würde ich wohl auch nicht von einem auf den anderen Tag glauben, aber nach allem, was sie mitbekommen hat, hätte sie das zumindest ein bisschen mehr in Erwägung ziehen können, finde ich. Trotzdem mochte ich sie ganz gerne. Was ich an ihr besonders an ihr mochte, ist ihr Ehrgeiz. Am Anfang des Buches erfahren wir, dass sie sich zum Ziel gesetzt hat, Klassenbeste zu werden und somit eine Reise zu gewinnen, die diesem zusteht. Und dafür hat sie wirklich alles getan. Und auch später hatte sie immer ihren eigenen Kopf. Wenn ihr jemand gesagt hat, dass sie etwas tun soll, dann bestand eine ziemlich hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie genau das Gegenteil tut, wenn sie es für richtig hält.
Zu den anderen Charakteren gibt es eigentlich nicht viel zu sagen. Manche mochte ich, andere nicht, nichts ungewöhnliches also.
In dem Buch wechseln Engel und Dämonen mal die Seiten: Die Dämonen sind die Guten und die Engel die Bösen. Ein paar Male ist mir das schon untergekommen, doch noch lange nicht häufig genug, um es langweilig zu machen. Wer sagt denn, dass die Engel immer die Guten sein müssen? Ich bin ein ziemlicher Engel-Fan und das war für mich ein netter und unerwarteter Aspekt, der mir gut gefallen hat.

Über die Autorin:

J.K. Bloom wurde 1995 geboren und lebt in Saarlouis, wo sie als angehende Verwaltungsfachangestellte arbeitet. In ihrer Freizeit schreibt sie mit großer Leidenschaft Romantic-Fantasy-Romane. Ihre Begeisterung für Religion und Übernatürliches zeigte sich schon in der Schule und inspirierte sie schließlich zu ihrem ersten Roman "Fürsten der Dämonen - Unsterblich". 

Fazit

Die Idee von Fürsten der Dämonen ist richtig gut, die Umsetzung eher nicht so. Doch das Buch wird immer besser, durchhalten lohnt sich also. Man merkt, dass die Autorin während des Schreibprozesses dazugelernt hat. Und kommt schon, Leute, ENGEL! Deshalb gibt es eine Empfehlung von mir, auch wenn ich recht lange gebraucht habe, um mit der Geschichte warm zu werden.

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