Vielen Dank an impress für das Rezensionsexemplar!
Inhalt
Maisfelder bis zum Horizont und kein
Hochhaus weit und breit. Ihre Sommermonate bei einem
Schlachthauspraktikum mitten im Nirgendwo Deutschlands zu verbringen,
hätte die 17-jährige Leda unter normalen Umständen niemals in
Erwägung gezogen. Doch genau hier ist ihre Mutter vor einem Jahr ums
Leben gekommen und Leda ahnt, dass sich hinter der Idylle ein
düsteres Geheimnis verbirgt. Erst als sie dem jungen Amerikaner
Silas über den Weg läuft, bekommt der Sommer einen Hauch flirrender
Romantik. Aber auch der attraktive Silas trägt ein Geheimnis mit
sich und zwar ein nicht weniger dunkles als Ledas…
Erstmal, bevor ich irgendetwas anderes
sage: Dicke, fette Warnung vor dem Schlachthaus!! Ein kleines
Wörtchen, dass ich irgendwie überlesen hatte. Deshalb will ich
jeden von euch warnen, dass das ernst gemeint ist. Teilweise wird es
ZIEMLICH blutig. Am Anfang war das wie ein Klotz am Bein, durch den
ich eine ganze Weile brauchte, um die Geschichte überhaupt richtig
anzufangen. Nach einer Weile rückt das Schlachthaus jedoch in den
Hintergrund und sorgt „nur“ noch für eine angespannte,
bedrohlich Atmosphäre.
Was ich an Jugendthrillern mag, ist,
dass man da so schön mit grübeln kann, ohne dass gleich aus jeder
Seite das Blut trieft. Das erfüllt Regenbogenzeit voll und ganz.
Teile des großen Ganzen werden recht früh aufgedeckt, andere nicht
und eigentlich die ganze Zeit über kann man zusammen mit Leda ein
Puzzlestück neben das andere setzen.
Leda ist ein Charakter irgendwo
zwischen sympathisch, tough und unerschrocken. Auf eine Vermutung
hin, dass der Unfall, bei dem ihre Mutter gestorben ist, geht sie ein
Risiko nach dem anderen ein, um nach dem Mörder zu suchen und auch
nach Gründen, wieso sie sterben musste. Auf gewisse Weise bewundere
ich diese Eigenschaft an ihr. Andererseits war über ihrem Handeln
auch immer dieses Gefühl des Zwangs, sie hatte nicht wirklich eine
andere Wahl, als immer weiter zu suchen und konnte nicht einfach
akzeptieren, dass ihre Mutter tot ist und ihr eigenes Leben
weiterleben.
Silas ist der geheimnisvolle Bad Boy,
der Leda sofort verfällt. Ihn fand ich relativ klischeehaft,
gleichzeitig ist er aber auch die interessanteste Figur der
Geschichte, da man eben nicht weiß, wer er ist und was seine Motive
sind. Er war eines dieser Puzzlestücke, die man mit Leda irgendwo
unterbringen musste.
Die Liebesgeschichte fand ich, ehrlich
gesagt, nicht so super. Für meinen Geschmack passiert da nicht genug
zwischen Leda und Silas. Gerade, weil die Reihe schon so heißt, habe
ich eine große, romantische Liebesgeschichte erwartet, aber da ist
von Anfang an einfach eine Verbindung zwischen ihnen und man wird als
Leser vor diese Tatsache gestellt. Da, sie sind ein Paar und werden
nun zusammen kommen. Ich hätte mir gewünscht, etwas mehr von den
Gefühlen sehen zu können.
Generell fand ich die Geschichte
spannend und die Thematik interessant und unverbraucht. Nach dem
etwas holprigen Start war ich drin in der Geschichte und wollte auch
immer wieder wissen, wie es weiter geht. Lediglich das Ende fand ich
SEHR abrupt und unpassend, auch wenn man im Kopf hat, dass es noch
eine Fortsetzung geben wird.
Über die Autorin:
Julia K. Stein wuchs in einer
Kleinstadt im Ruhrgebiet auf, bis sie mit achtzehn zum Studieren nach
Berkeley in Kalifornien zog. Sie studierte Literatur und Philosophie
und promovierte später in Deutschland. Sie liebt Poetry Slams und
schreibt neben Romanen für Erwachsene und Jugendliche auch Gedichte.
Heute lebt sie in München.
Fazit
Eine spannende Geschichte mit einer
echt interessanten Kulisse, die es in sich hat. Leider konnten die
Charaktere mich aber nicht überzeugen, sodass ich das Buch zwar ganz
gut fand, aber nicht völlig überzeugt bin.
Huhu Julia,
AntwortenLöschennicht nur der Titel, auch das Cover sprechen für eine sehr romantische Geschichte. Schade, wenn diese dann nicht zu genüge beim Leser rüberkommt.
Blutiges Schlachthaus klingt für mich recht heftig. Ich kriege schon immer die Krise, wenn ich im Fernsehen zufällig auf solche Bilder zappe.
Du hast mit deiner Rezension defintiv meine Neugierde für das Buch geweckt, ich denke aber, dass aus den oben genannten Gründen diese Geschichte nichts für mich ist.
Ganz liebe Grüße Tanja :o)
Für meinen Geschmack war es echt nicht romantisch genug. =) Und Vegetarierin bin ich auch nicht ohne Grund. ^^ Abgesehen von ein paar Szenen am Anfang war es aber zum Glück gar nicht so arg schlimm. So, wie ich es einschätzen würde, brauchst du es aber wirklich nicht unbedingt gelesen zu haben. =)
LöschenOh je, jetzt male ich mir die schrägsten Sachen aus, wie man ein Schlachthaus mit in die Geschichte einbauen könnte. xD Kennst du den Film "Monster house"? Daran muss ich hierbei dir ganze Zeit denken und gleichzeitig noch ein SCHLACHThaus? Woaaah, doppelt gruselig. ö.ö Wie kommt man denn dazu dort ein Praktikum zu starten? Genau wie du und Tanja hätte ich bei diesem Buch aber auch eher auf etwas romantisches gesetzt und so wie du das beschreibst, scheint auch das nicht ganz so präsent zu sein. Schade =/ spricht mich jetzt nicht so an. Trotzdem wieder mal eine tolle Rezi! =))
AntwortenLöschenNee, kenne ich nicht, aber ich kann mir denken, worum es geht. ^^ Zu dem Praktikum: Frag mich nicht, wieso, aber für Tierarztstudenten ist ein Praktikum in einem Schlachthaus Pflicht. Total bescheuert, aber es ist so. =/ Und auch hier wieder: Ich finde, du musst das Buch nicht unbedingt gelesen haben. ;-)
LöschenMonsterhouse ist der Lieblingsfilm meiner kleinen Schwester. Danach liegt sie zwar Abends komischerweise immer in meinem Bett, aber gut. xD
LöschenDas erklärt zumindest, warum sie das Praktikum da gemacht hat. Ist aber schon ein wenig ironisch erst mal Tiere abschlachten zu müssen, damit man sie danach beruflich retten darf oder nicht? ö.o *haha* Danke für den Tipp! =)
P.S. Ich weiß nicht ob ich dir das schon irgendwo geschrieben habe, aber das mit "The wrath and the dawn" im März habe ich gesehen und bin voll dafür! =))
Lieblingsfilm? Und danach hat sie Angst alleine? Irgendwie passt das in meinem Kopf nicht zusammen. ^^
LöschenKeine Ahnung. Damit man weiß, wo man welches Teil dann später dran nähen muss?