Dienstag, 16. Februar 2016

[R] Tameha - Gene tanzen nicht von Marie Menke

Inhalt

Die angehende Tänzerin Tameha steht vor einer glorreichen Zukunft auf den Bühnen der Stadt. Das Silvarmädchen Bo hingegen ist gezwungen, ihre Begabung vor ihrer Familie zu verstecken. Auf den ersten Blick verbinden sie nur ein Amulett und eine Leidenschaft, doch ihre gemeinsame verborgene Vergangenheit reicht weit zurück.

Letztes Jahr habe ich Marie und ihren Blog kennengelernt, auf dem sie immer wieder über ihr Buch, Tameha, geschrieben hat. Damit hat sie mich damals so neugierig gemacht, dass ich es auf jeden Fall lesen wollte und vor Kurzem war es dann endlich so weit.
Tameha ist eine Dystopie mit einem richtig interessantem und aktuellem Thema: Gentechnologie. Welche Auswirkungen wird das auf die Menschen haben? Wie wird die Welt aussehen, wenn die Gene der Menschen erst verändert werden? Durch Tameha erleben wir eine mögliche Antwort auf diese Fragen.
Aber so interessant das Thema auch ist, für mich fehlte es der Geschichte an Spannung. Das Buch besteht aus vier sehr langen Kapiteln, wodurch ich gezwungenermaßen immer wieder im Kapitel Pause gemacht habe, was ich sonst nicht so gerne tue, und die Kombi hat immer wieder dazu verleitet, mal Pause zu machen. Ich habe gelesen, aber es konnte mich nicht fesseln.
Die Geschichte hat mehrere Handlungsstränge. In dem einen geht es um Bo und Tameha und ihre mysteriöse Verbindung mit einander, im anderen um Jess und den Versuch seiner Eltern, ihn von den Medikamenten, die er durch die Genmanipulation nimmt, wegzubringen. Bis auf einige Treffen zwischen den dreien, haben sie nicht viel mit einander zu tun. Und auch hier wieder spiegelt sich wieder, was ich schon gesagt habe: Alles, was mit den Genen zu tun hatte, also Jess Geschichte und ein Teil des Geheimnisses um Tameha und Bo, hat mir richtig gut gefallen und fand ich interessant, aber der Rest des Geheimnisses war ziemlich klar und es war so eine Situation, wo der Leser mehr weiß als der Protagonist und die zog sich durch einen großen Teil des Buches.
Von den Charakteren hat es mir Bo am meisten angetan. Bo ist eine sogenannte Silvar, sie gehört zu einem Nomadenvolk, dass immer durch die Wälder zieht. Sie hat eine Lebendigkeit, eine Wildheit an sich, die Tameha nicht hat. Während Tameha einen „perfekten“ Menschen darstellt, ist Bo jemand, der so ist wie heute. Perfekt ist aber langweilig, oder? Deshalb fand ich es wieder mal interessant zu sehen, wie Tameha ist und wie ihr Leben war, bevor sie auf Bo gestoßen ist, aber dieses Danach mochte ich auf jeden Fall lieber.

Über die Autorin:

Marie Menke wurde 1997 geboren und wohnt mit ihren Eltern und ihrer Schwester in einer Kleinstadt in NRW. Sie liebt Ranzen von Ballett bis Jazz swie gute Bücher und verblüffende Fantasiewelten. Auf ihrem Blog versorgt sie Schreib- und Lesesüchtige mit Tipps für ihre eigenen Geschichten und Rezensionen zu ihren Lieblingsbüchern. Mit ihrem Debütroman „Tameha – Gene tanzen nicht“ führt sie sie außerdem in die düstere Zukunft ihrer eigenen Fantasiewelt.

Fazit

Würde ich euch empfehlen, das Buch zu lesen? Ja, besonders, wenn ihr euch selbst für das Thema Gentechnik interessiert. Aber ich würde euch vorher mit auf den Weg geben, keine super spannende Geschichte zu erwarten und einfach die Welt, die Marie erschaffen hat, zu genießen und auf euch wirken zu lassen. =)

Kommentare:

  1. Huhu Julia,

    ich freue mich immer wieder, wenn ich auf deinem Blog zu Besuch bin und deine Rezensionen lese. Du stellst so oft Bücher vor, von denen ich bislang noch nichts gesehen, gelesen oder gehört habe :o)

    Das Buch spricht mich vom Cover her sehr an.
    Wenn die Spannung jedoch nicht so zu fesseln weiß, dann reicht die Thematik glaube ich für mich trotzdem nicht aus.

    Dennoch wundervolle Rezension und großen Dank, dass du wieder ein mir noch nicht bekanntes Buch vorgestellt hast :o)

    Liebe Grüße Tanja

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    1. Immer wieder gern. =D Mich freut es genauso sehr, dich auf Bücher aufmerksam zu machen, die du noch nicht kennst. =) Tameha ist aber auch nirgendwo gelistet, zumindest konnte ich es nirgendwo finden. Wenn ich Marie nicht kennen würde, hätte ich von dem Buch wahrscheinlich auch nichts gewusst.

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    2. Ich habe ja gerade eben noch ein Buch gesehen, was ich bislang noch nicht kannte und was mich sehr reizt. Deine neueste Veröffentlichung könnte ich mir auch sehr gut als eine der nächsten Lektüren vorstellen :o)

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    3. Cruel Beauty? Falls du es liest, dann will ich auf jeden Fall wissen, ob du es genauso toll findest. =D

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    4. Ich würde es soooooo gerne lesen. Wenn es auf deutsch rauskommt, dann wandert es bei mir ein :o) Ich denke schon,dass es mir gefallen würde. Deine Rezension hat mich jedenfalls überzeugt :o)

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