Mittwoch, 11. Juni 2014

Die Zeitrausch-trilogie, Band 2: Spiel der Zukunft von Kim Kestner

Hier ist auch meine Rezension zum ersten Teil der Reihe zu finden.

Inhalt

Es soll die phänomenalste Fernsehshow werden, die es je gegeben hat: Die Linearität der Zeit wird aufgehoben, Menschen werden quer durch die Jahrhunderte geschickt und vor Herausforderungen gestellt, die im Falle eines Scheiterns ganze Generationen auslöschen können. So etwas hat es noch nie gegeben. Noch nie. Außer für Alison. Als man sie am 31. August 2015 für die erste Staffel ins 25. Jahrhundert holt, ist sie bereits vorbereitet. Sie hat dieses Spiel schon einmal gespielt, sie kennt seine Regeln, sie kennt ihre Zukunft. Und sie weiß, dass sie Kay wiedertreffen wird - einen jüngeren Kay, der sie noch nie zuvor gesehen hat. Doch auch sie weiß nicht alles…

Mit „Spiel der Zukunft“ geht die Zeitrausch-Trilogie genauso spannend weiter wie bisher. Besonders gespannt war ich auf das Wiedertreffen zwischen Alison und Kay, die nun die Rollen vertauscht haben. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es hat Spaß gemacht, zu sehen, was für Kay schon längst passiert ist und mitzuverfolgen, was ihn zu dem gemacht hat, der er ist.
Beim ersten Band hatte mich die Realityshow „Top the Reality“ gestört. Ich bin einfach nicht der Mensch, der sich solche Sendungen guten Gewissens anschauen kann. Deshalb freue ich mich noch immer sehr darüber, dass in diesem Band die Show eine eher kleine Rolle spielt. Vielmehr steht Alisons Veränderung im Mittelpunkt und ihre Beziehung zu Kay, wobei letzteres eine etwas kleinere Rolle einnimmt als ersteres. Es geht um Menschen und ihre jeweilige Entwicklungen.
Wer den ersten Teil „Spiel der Vergangenheit“ kennt, weiß, dass es mit den verschiedenen Realitäten teilweise ziemlich verwirrend werden kann. Dieses Mal gab es eigentlich bloß eine, höchstens zwei Stellen, an denen der Verlauf der Geschichte etwas mühsamer zu verfolgen war, ansonsten hat die Zeit keine großen Probleme gemacht.
Was mir besonders gefallen hat, war der Blick in die Zukunft. Im ersten Teil der Reihe hat Alison von ihr leider praktisch nichts gesehen und da hat sie echt etwas verpasst. In der Zukunft kann man mit einem Hologramm namens Sandra reden und sie gibt dir alles, worum du sie bittest. Besonders angetan hat es mir das Einrichten der Wohnung. Da wünscht man sich glatt, selbst in der Zukunft zu leben.
Mir war das Buch lediglich stellenweise ein wenig zu brutal. Klar, es ist nachvollziehbar, dass Alison alles für ihre Liebe zu Kay tut, doch für meinen Geschmack hat sie es hin und wieder ein wenig übertrieben. Ein Beispiel dafür ist, dass sie sich selbst einen Finger gebrochen hat, wobei ich nichts näheres dazu verraten will. Ihr Motiv verstehe ich voll und ganz, ihre Mittel jedoch weniger.
Aber trotz dieses kleinen Wermutstropfen ist „Spiel der Zukunft“ ein würdiger und sogar besserer Nachfolger des ersten Zeitrausch-Bandes.


Zur Autorin:

Kim Kestner, geboren 1975 in Gifhorn, studierte Visuelle Kommunikation und gründete später eine Marketingagentur. Als Kind klebte sie gebannt an den Lippen ihres Vaters, der ihr immer fantastischere Geschichten erzählte. Irgendwann gingen ihm dann die Ideen aus, deshalb entschloss sie sich, selbst Geschichten zu erfinden. Doch erst als sie ebenfalls Kinder bekam und sich Gute-Nacht-Geschichten ausdenken musste, erinnerte sie sich wieder an ihre Idee und fing an zu schreiben. Heute veröffentlicht sie regelmäßig Fantasyromane und erzählt immer noch Gute-Nacht-Geschichten …

Fazit

Durch die Brutalität an einigen Stellen reicht es zwar nicht für 5 Sterne, trotzdem verliert man sich mit „Spiel der Zukunft“ erneut in der Zeit und verfolgt gebannt Alisons Handeln in den verschiedenen Situationen, sowie die Anfänge der großen Liebe zwischen Alison und Kay. Von mir gibt es dafür eine klare Leseempfehlung!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen