Samstag, 23. Juli 2016

[R] Was auch immer geschieht von Bianca Iosivoni

Inhalt

Sieben Jahre ist es her, seit Callie und Keith sich zuletzt gegenüberstanden. Damals, kurz nach Callies dreizehntem Geburtstag, war ihr Vater bei einem Autounfall ums Leben gekommen – einem Unfall, an dem Keith die Schuld trug. Callie konnte ihrem Stiefbruder nie verzeihen. Noch heute leidet sie unter den Erinnerungen an das schreckliche Ereignis. Doch als sie für den Highschoolabschluss ihrer kleinen Schwester in das Haus ihrer Stiefmutter zurückkehrt, begegnet sie Keith zum ersten Mal nach all den Jahren wieder. Sofort flammen ihre Wut und ihr Hass auf ihn wieder auf. Aber auch die gefährlichen Gefühle, die Keith schon damals in ihr ausgelöst hat …

Ich hatte bei Goodreads angekündigt, dass diese Rezension ein einziger Liebesbrief sein würde. Sorry, es geht gar nicht anders. Es gibt gute Bücher, die man gerne liest, wenn man zum Lesen kommt und die man liebt, solange die Geschichte noch präsent ist. Und dann gibt es da noch Was auch immer geschieht, das einen mit voller Macht fesselt und vergessen lässt, dass es auch noch eine Welt außerhalb der Seiten gibt.
Ich lese nicht oft New Adult, aber wenn, dann, weil ich mir eine gute (Liebes)Geschichte davon erhoffe. Wisst ihr was? Was auch immer geschieht ist genau das, was ich darin immer gesucht habe. Wo andere Bücher nur scheinbar eine tragische Vergangenheit haben, die sehr gewollt rüber kommt, ist hier eine Tiefe und Natürlichkeit. Wo Liebesgeschichten sonst eher oberflächlich bleiben, haben Keith und Callie eine Vergangenheit und die Funken sprühen nur so zwischen ihnen. Und wo es in anderen Büchern ab einem Punkt kaum noch etwas Anderes geht als Sex, ist es hier nicht so. Was auch immer geschieht ist sowas wie die perfekte Ausführung eines New Adult-Romans.
Callie ist eine fantastische Protagonistin! Am besten hat mir gefallen, dass sie sich selbst treu bleibt, egal, was auch passiert. Aber sie kam mir auch vollkommen echt und natürlich vor. Seien wir mal ehrlich, viele Bücher haben Protagonisten nach bestimmtem Schema, doch hier bin ich noch nicht mal entfernt auf den Gedanken gekommen, Callie zu vergleichen. Ja, sie ist bestimmt nicht einzigartig, aber sie ist erfrischend anders im Gegensatz zu den üblichen Mädels in YA und NA.
Keith … Hach, ja. Wenn er einen mit seinem Charme nicht einwickelt, dann weiß ich auch nicht. xD Auch er ist nicht der übliche Bad Boy, dem man in NA so oft begegnet.
Ganz ehrlich? Als ich das Buch zum ersten Mal entdeckt habe, hatte ich bedenken, weil Keith und Callie Stiefgeschwister sind. Besonders diesen Satz hier, der neben der Inhaltsangabe herumgeistert, fand ich schrecklich: „Sie darf ihn nicht lieben. Denn er ist ihr Stiefbruder.“ Ich habe da meine Ansichten und auch einige echt miese Ausführungen hinter mir. Doch die zwei haben eben nicht diese Bruder-Schwester-Beziehung. Sie haben „nur“ als Kinder in der selben Familie gelebt und gerade die sieben Jahre Abstand, die sie seitdem hatten, machen einen Unterschied, für mich zumindest. Es sind dann halt nicht mehr Stiefbruder und Stiefschwester, die sich lieben, es sind Callie und Keith, zwei ganz normale Menschen, wie alle anderen auch (mehr oder weniger). Wie sie nun zu einander stehen, ist da nicht mehr so wichtig.
Am allerbesten hat mir die Natürlichkeit gefallen, die aus allem und jedem spricht. Bei den Charakteren hatte ich das ja schon erwähnt, aber auch für die Handlung gilt das selbe. Ein Beispiel: Eine Diskussion über Gilmore Girls und wer am besten zu Rory passen würde. Oder auch generell alle Beziehungen, Figuren, alles, was passiert. Okay, alles, da kann ich mich auch kurz halten. Zu keinem Zeitpunkt erscheint IRGENDWAS gezwungen oder als würde es da nicht hin gehören oder nicht passen.

Über die Autorin:

Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni, geb. 1986, von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

Fazit

Leute, im Ernst, lest es einfach! Wenn ihr auch nur einen entfernt ähnlichen Buchgeschmack habt wie ich, dann solltet ihr euch diesen Schatz hier nicht entgehen lassen.

Kommentare:

  1. Ja guuut, also obwohl du so wenig begeistert klingst, schätze ich, dass ich es wohl trotzdem auf meine Wunschliste setzen muss. =D Nein mal im Ernst, wenn du so schwärmst und man den Post wirklich schon glatt Liebesbrief hätte nennen können, dann bleibt einem fast gar nichts anderes mehr übrig. Das klingt echt klasse und neugierig bin ich jetzt natürlich total. Wirklich tolle Rezi (Liebesbrief =D).

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    1. Ach ja, auch wenn es gar nicht so toll was, könnte es sein, dass es dir vielleicht, ganz vielleicht, gefällt. ^^ Dieses Buch liegt mir immer noch echt am Herzen und ich hoffe, du magst es genauso sehr wie ich. =)

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  2. Huhu Julia,
    wow, du klingst so begeistert, das ist richtig ansteckend. Das Buch wandert sofort auf meine Wunschliste. Vielen Dank für diese Buchempfehlung :o)

    Ganz liebe Grüße Tanja

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    1. Wuhu! =D Dann drücke ich dir die Daumen, dass du es auch so toll findest wie ich. =)

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