Dienstag, 12. Juli 2016

[R] Das verrückte Leben der Jessie Jefferson von Paige Toon

*2,5 Sterne*

Inhalt

An Jessies 15. Geburtstag verunglückt ihre Mutter tödlich - ohne je verraten zu haben, wer ihr leiblicher Vater ist. Außer sich vor Trauer und Wut, entlockt Jessie ihrem Stiefvater das schockierende Geheimnis: Ihr Erzeuger ist der Mega-Rockstar Johnny Jefferson, der nichts von ihrer Existenz ahnt! Klar, dass Jessie ihren berühmten Dad unbedingt treffen will, doch der Besuch im sonnigen Kalifornien, wo Johnny mit seiner Familie lebt, verläuft zunächst holprig. Dank des heißen Nachwuchsmusikers Jack findet Jessie schließlich Gefallen an der Glitzerwelt von L.A. Aber kann sie in dieser Glamourwelt wirklich bestehen?
Dieses Buch macht es einem echt nicht leicht, reinzukommen. Auf den ersten 50 Seiten hat Jessie kaum etwas gemacht, als ständig zu trinken, zu rauchen und sich mit Händen und Füßen gegen ihren Stiefvater zu wehren. Ich fand das anstrengend und spielte schon mit dem Gedanken, es abzubrechen, aber sobald Jessie erfahren hat, dass ihr Stiefvater weiß, wer ihr biologischer Vater ist, war sie wie ausgewechselt.
Paige Toon schreibt sonst Frauenromane und ich finde, das merkt man dem Buch an. Ich kann das auch an nichts Bestimmtem fest machen. Jessie wirkt auf mich wie eine Chick Lit- Figur und auch die Geschichte fühlt sich von dem Genre angehaucht an. Das kann man finden, wie man will, ich jedenfalls mochte das nicht so gerne. Ich habe in ein paar Rezensionen gesehen, dass sie gerne wieder im Jefferson-Universum waren, denn um Johnny und seine Frau gibt es ein eigenes Buch, einen Frauenroman. Und da ist wieder mein Punkt: Es ist eine andere Zielgruppe, die andere Sachen an Büchern gerne mag.
Am meisten habe ich wohl darauf gewartet, dass die Öffentlichkeit weiß, wer sie ist. Dieser Aspekt kam erst ziemlich spät auf und ich hätte mir gewünscht, dass er noch eine größere Rolle spielt. Vermutlich im nächsten Teil erst. Ich fand es auch so nicht schlecht, Jessie zum Beispiel auf eine große Hollywoodparty zu folgen, aber dadurch hatte es für mich immer auch etwas Surreales, als würde sie gar nicht richtig zu den anderen Leuten dort gehören.
Und dann ist da noch die „Liebesgeschichte“. Liebesgeschichte in Anführungszeichen, weil ich erstmal gut nachdenken musste, ob es da wirklich eine gab. Die hat bei mir leider gar keinen Eindruck hinterlassen. Ich könnte nichts mehr zu Jack sagen oder was er zusammen mit Jessie gemacht hat, außer, dass sie zwei sich auf einer Party getroffen haben und danach einige SMS hin und her gingen. Das wird wohl nicht gerade die große Liebe gewesen sein. Vor allem deutet es sich an, dass es im 2. Band eine Dreiecksgeschichte geben wird, da habe ich ehrlich gesagt nicht viel Lust, weiterzuverfolgen, wie es mit den Zweien weiter geht.


Über die Autorin:

Paige Toon ist die Tochter eines Rennfahrers. Doch für ihre eigene Laufbahn schwebte ihr eher rasantes Schreiben als Fahren vor. Sie arbeitet als freie Journalistin – wenn sie nicht damit beschäftigt ist, einen weiteren internationalen Bestseller zu verfassen. Zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern lebt sie in Cambridge. 


Fazit

Es war jetzt zwar nicht das schlechteste Buch, das ich je gelesen habe, aber ich habe mir echt mehr erhofft. Jessie Jefferson hat leider nicht meinen Geschmack getroffen und wirkte zu „erwachsen“ geschrieben.


Vielen Dank an :

http://www.bloggdeinbuch.de/und Harper Collins ya! für das Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Man merkt, dass das Buch jetzt nicht unbedingt schlecht ist, aber bei dir eben den falschen Nerv getroffen hat. Wenn man mit einer anderen Genre rechnet und dann eher negativ, statt positiv überrascht wird, kann ich es gut nachvollziehen, dass du es nicht so mochtest. Die Protagonistin hört sich aber ziemlich nervig an und auch die Liebesgeschichte wäre vermutlich nichts für mich. Ist wohl kein Buch für mich, aber wieder mal eine tolle Rezi. Sie hat deine Kritik wirklich gut auf den Punkt gebracht. =)

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    1. Danke. =) Ja, das trifft es. Ich habe schon genug gute Meinungen gesehen um sagen zu können: Das liegt voll und ganz an mir dieses Mal und nicht an dem Buch. ^^ Ich denke, für dich wäre das aber auch eher nichts.

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