Dienstag, 7. Juni 2016

[R] Falaysia. Allgrizia von Ina Linger

Inhalt

Unvermutet und plötzlich wacht Jenna in einer ihr völlig fremden, mittelalterlichen Welt auf und weiß zunächst gar nicht, wo ihr der Kopf steht und was sie tun soll. Erst als sie auf ein altes Bauernpaar stößt, erfährt sie, dass sie sich in Falaysia befindet, einer Welt, die sich von der ihren völlig unterscheidet. Wie sie dorthin gekommen ist und warum, bleiben für sie jedoch zunächst unbeantwortete Fragen – bis sie Leon begegnet, der ebenfalls aus ihrer Welt kommt, jedoch schon seit Jahren in Falaysia verschollen ist. Durch ihn erfährt sie, dass ihre Tante Melina und deren alter Freund Demeon für ihre missliche Lage verantwortlich und sie beide in ein gefährliches ‚Spiel‘ verwickelt sind, das sie erst noch begreifen müssen.
Obwohl Jenna und Leon sich gegenseitig nicht wirklich geheuer sind, beschließen sie, sich zusammenzuraufen und zu versuchen, gemeinsam den Weg durch die Länder Falaysias zurück nach Hause zu finden. Dies ist allerdings alles andere als ein Kinderspiel, denn es scheint so, als würde in Falaysia gerade ein Krieg ausbrechen. Und dann gibt es da noch den gefürchteten Kriegerfürsten Marek, der noch eine persönliche Rechnung mit Leon offen hat und diesen wie ein Besessener verfolgt. Ein Mann, der bald auch schon Jennas Leben bedroht, aber dennoch eine seltsame Faszination auf sie ausübt…

Falaysia fand ich weder besonders gut, noch besonders schlecht. Es ist das perfekte Beispiel dessen, was bei mir 3 Sterne bekommt.
Die Idee ist ganz gut, ein Spiel, das eine Art Magier spielen und in dem Menschen aus unserer Welt als Spielfiguren nach Falaysia geschickt werden. Nicht die Neuerfindung des Rades, aber ganz interessant, daraus lässt sich einiges machen. Ich bin allerdings mit der Umsetzung nicht so recht zufrieden. Für meinen Geschmack setzt die Geschichte zu sehr auf Beschreibungen und büßt dadurch an Action ein. High Fantasy Welt, klar, die muss beschrieben werden, aber mir wäre lieber gewesen, wenn das noch stärker mit der Handlung verknüpft gewesen wäre. Irgendwo hatte ich es schon mal erwähnt: Vielleicht ist die Geschichte für mich persönlich auch einfach etwas zu fantasylastig?
Mit den Figuren schwankte es auch ständig hin und her. Einerseits ist Jenna eine coole und starke Protagonistin, andererseits ist sie unglaublich naiv, was zu einem Mädchen ihres Alters nicht wirklich passt. Bei Leon sieht es ähnlich aus. Einerseits ist er eine Art Ritter in strahlender Rüstung, der Jenna unter seine Fittiche nimmt (was spannender war als die Beschreibung klingt), aber andererseits war er zu sehr auf seinen Hass und seine Rachegelüste versteift, sobald Marek in der Geschichte auftauchte.
Eine Richtung, in die die Geschichte geht, hat mir aber gar nicht gefallen. Okay, es wird im Klappentext schon angedeutet, deshalb will ich das auch erwähnen. Und zwar ist das die „seltsame Faszination“, die Marek auf Jenna ausübt. Der Typ hat sie relativ am Anfang fast vergewaltigt und ich konnte es echt nicht glauben, dass sich zwischen den Beiden später sogar eine Liebesgeschichte anbahnt. Tut mir leid, aber das geht für mich gar nicht, wie sympathisch er später auch dargestellt wird.

Über die Autorin:

Ina Linger wurde 1975 in Berlin geboren und hatte schon als Kind eine immense Fantasie. Aus diesem Grund fing sie auch schon im Kindesalter an, ihre ersten kleinen Geschichten zu schreiben und hat bis heute nicht damit aufgehört. Sie arbeitete nach einem Germanistik- und Grundschulpädagogik-Studium in der Funktion einer Sozialpädagogin in Berlin Neukölln und ist erst seit Anfang 2015 hauptberuflich freischaffende Autorin. Im Dezember 2011 veröffentlichte sie zusammen mit Cina Bard ihren ersten Roman mit dem Titel 'Three-Night-Stand - Liebe ist simpel'. Im Sommer 2012 folgte der erste Band ihrer Fantasyreihe 'Falaysia - Fremde Welt', der im Oktober sogar mit dem dnbp (derneuebuchpreis) für Selbstverleger ausgezeichnet wurde. Bis heute (Stand Juni 2015) sind bereits fünf Bände der Reihe erschienen. Ein sechster wird im Juli 2015 veröffentlicht werden.
Die Autorin bewegt sich jedoch gern in unterschiedlichen Genres. So wird auch in diesem Sommer wieder ein romantische Komödie als weiteres Gemeinschaftsprojekt mit Cina Bard entstehen und veröffentlicht werden. 

Fazit

Alles in allem fand ich die Geschichte gut, die Ausführung auch ganz okay, weiß aber noch nicht, ob sie mich genug interessiert, dass ich die Reihe weiter verfolgen werde.

Kommentare:

  1. *urks* Eine Liebesgeschichte mit dem Vergewaltiger vom Anfang????? Auf was für Ideen manche Autoren kommen. ö.o Irgendwie sind die Liebesgeschichten in den Büchern heutzutage auch nicht mehr ganz das Wahre. Es freut mich aber für dich, dass du dem Buch noch etwas Positives abgewinnen konntest und ein paar schöne Lesestunden hattest. =)

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    1. Danke. ♥ Ja, was ist nur aus den guten alten, normalen Liebesgeschichten geworden? Wobei, ich habe vor Kurzem erst eine gelesen... ^^ Ich finde, manche Konstellationen gehen einfach zu weit. =/

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