Sonntag, 11. Januar 2015

Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe von Sina Müller

Inhalt

Liebe hat zwei Seiten. Sie ist wunderschön - aber sie kann verdammt weh tun. Das muss auch Emma feststellen, als sie Joshua auf einer Party kennenlernt und sich in ihn verliebt. Denn er ist einer der angesagtesten Nachwuchs-Popstars und das bringt neben den Schmetterlingen im Bauch leider auch seine ganz eigenen Probleme mit sich. Blitzlichtgewitter, kreischende Mädchen, Konzerte und dann sind da noch diese ständigen Termine zu den unpassendsten Zeiten. Dabei hat Emma eigentlich genug mit sich selbst zu tun. Das Abi steht an und das geplante Studium wird sie unweigerlich in eine andere Stadt führen. Gelingt es den beiden, trotz aller Hindernisse einen Weg für ihre Liebe zu finden?

Kennt ihr den Film „Groupies bleiben nicht zum Frühstück“? Vom Thema her ist es „Josh & Emma“ ziemlich ähnlich, auch wenn man sich dort eher auf das Zusammenkommen des Stars (Chris) mit dem normalen Mädchen (Lila) konzentriert hat. Josh und Emma kriegen aber die ganze Härte davon zu spüren, was es heißt, wenn jemand normales mit einem Star zusammen ist. Während des Lesens habe ich noch oft an den Film gedacht, der, am Rande gesagt, übrigens zu meinen liebsten gehört. ☺
Also, Emma mochte ich sehr gerne. Schon am Anfang war mir klar, dass sie mir ziemlich ähnlich ist und dadurch konnte ich viele Entscheidungen, die sie trifft und Situationen, in denen sie ist, besonders gut verstehen, da ich oft genauso handeln würde wie sie. Aber auch sonst ist Emma in einer Situation, die vielen bekannt kommen wird, nämlich mitten im Abi, mit allem, was dazu gehört. Hin und wieder hat ihr das nichts gebracht und sie hat mich ziemlich genervt, aber im Großen und Ganzen war Emma eine tolle Protagonistin.
Auch Josh ist ein liebenswerter und sympathischer Charakter. Allerdings hatte ich öfter mal den Eindruck, dass er zu perfekt ist. Im Laufe der Geschichte hat er zwei einige Ecken und Kanten bekommen, trotzdem war er für meinen Geschmack etwas zu glatt. Genau wie die Beziehung zwischen Josh und Emma. Ich sage nicht, dass sie problemlos ist und immer alles gut ist zwischen ihnen, aber auch hier war mir das einfach zu perfekt. Dieser Eindruck entstand vermutlich dadurch, dass der Leser sehr viele positive und kaum negative Szenen mit den Beiden geboten bekommt. Die schmerzhafte Seite der Liebe kriegt Emma nämlich ab, wenn sie von Josh getrennt ist.
Aber trotzdem passt es. Eine Beziehung mit jemand Berühmtem ist nicht leicht und das kommt gut rüber, genau wie Emmas Gefühle in den einzelnen Situationen.
Das Ende hat mich jedoch wieder versöhnt. Ich mochte es sehr und, um nicht zu viel zu verraten, sage ich nur noch, dass es passt und dass ich es mir nicht anders vorstellen könnte. An dieser Stelle hat die Autorin ganze Arbeit geleistet.

Über die Autorin:

Viele Autoren fingen früh zu schreiben an. So auch Sina Müller, die mit Vorliebe Spickzettel schrieb und kurze Nachrichte an ihre Freundinnen im Unterricht hin und her schickte. Mit dem belletristischen Schreiben sollte es aber erst später losgehen. Während ihrer Arbeit im Marketing, entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Doch die Werbetexterei bietet nur beschränkt Raum für all die Geschichten, die erzählt werden wollen. Neben der Familie, dem Arbeiten und dem Leben als Autorin, verschlingt sie Bücher, tanzt leidenschaftlich gerne auf Konzerten, klettert und genießt das Leben in vollen Zügen. An der Schule des Schreibens eignete sie sich das nötige Handwerkszeug an und traute sich 2012 schließlich an die Öffentlichkeit. Beim Panem-Schreibwettbewerb von triboox und dem Oetinger-Verlag sicherte sie sich unter rund 400 Einsendern auf Anhieb den dritten Platz im Expertenpreis. "Josh & Emma - Soundtrack einer Liebe" ist das Debüt der Freiburger Autorin und der erste Band des Zweiteilers rund um die Liebe zwischen Joshua und Emma.

Fazit

„Groupies“ nur als Buch, so würde ich „Josh & Emma“ beschreiben. Und trotz einiger Längen und der für mich häufiger mal zu perfekten Beziehung hat mir auch der erste Teil um das ungewöhnliche Paar Spaß gemacht.

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