Donnerstag, 14. August 2014

Lana - Schattenbilder von Annie J. Dean

Inhalt

Geplagt von Albträumen und Wahrnehmungsstörungen glaubt die 18-jährige Lana gänzlich ihren Verstand zu verlieren, als sie von einem mysteriösen Mann bedroht wird, den sie zuvor auf einem Gemälde gesehen hat. Doch dann tritt der geheimnisvolle Tristan in ihr Leben und was sie von ihm erfährt, jagt ihr mehr Schrecken ein, als all die fiktiven Schattengestalten zuvor. Mit seiner Hilfe muss sie lernen, an ihre Grenzen zu gehen, bis ein elementarer Kampf gegen die finsteren Mächte der Magie alles ändert.

Ich ging an dieses Buch mit ziemlich niedrigen Erwartungen heran, woran genau das lag, kann ich nicht sagen, und wurde geradezu überrannt von der Geschichte. Es war kein bisschen, wie ich es erwartet habe, sondern um ein Vielfaches besser und das ist wahrscheinlich auch der Grund, dass ich so gefesselt von der Geschichte war, dass ich das Buch innerhalb kürzester Zeit durch hatte.
Lana, die Protagonistin des Buches, fand ich ziemlich sympathisch, doch erst im Laufe der Geschichte wuchs sie mir richtig ans Herz und ich fieberte mir jeder Seite mehr mit ihr mit. Am Anfang war sie für mich bloß eine Person, die mir auf Grund dessen, was ihr passiert, leid tut, aber das änderte sich ziemlich schnell.
Auch Tristan schlich sich langsam, aber sicher in mein Herz. Ich fand, es besonders süß, wie er sich Lana gegenüber verhielt, wobei ich nicht näher darauf eingehen werde. Wer jetzt wissen will, wie genau er sich verhält, dem kann ich nur empfehlen, es selbst zu lesen.
Bei den anderen Charakteren war es mehr oder weniger ähnlich. Ich war so sehr in der Geschichte, dass ich tatsächlich jede Figur gern hatte, ob sie nun gut oder böse war, und ich kann mich nicht erinnern, wann das das letzte Mal einem Buch gelungen ist (was nicht heißt, dass das noch nie vorher vorgekommen ist. Da gab es bestimmt einige, die mir in diesem Moment bloß nicht einfallen wollen). Aus meiner Sicht ist es eine echte Leistung, wenn man es schafft, den Leser selbst die Bösen zu mögen.
Die Geschichte ist für mich einfach eine perfekte Mischung, und zwar aus Lanas normaler Welt und den Geheimnissen um sie herum, aus vorhersehbaren und überraschenden Wendungen, aus Liebes- und Fantasygeschichte. Der Autorin ist es gelungen, genau das richtige Verhältnis zwischen dem Allem zu finden und daraus eine spannende und fesselnde Geschichte entstehen zu lassen.
Es hat mir großen Spaß gemacht, Lanas Geheimnisse und Fähigkeiten mit ihr zusammen zu ergründen. Sie war genauso unwissend wie der Leser und ich fand es immer wieder spannend, wenn Lana wieder etwas Neues erfuhr oder schaffte. Sie war auf dem gleichen Wissensstand und dann doch wieder nicht und genau das hat mich immer wieder zum Weiterlesen gereizt, ich wollte die ganzen Geheimnisse um sie herum genauso dringend lösen wie sie selbst, auch wenn ich mir einiges schob selbst zusammenreimen konnte.

Über die Autorin:

Die Autorin lebt mit ihrer Familie und ihrem Hund in einer kleinen Stadt am Rande des Ruhrgebietes. Ihren Kindern erzählte sie gerne eigene Geschichten, was irgendwann dazu führte, dass keine Bücher mehr als Gute-Nacht-Geschichte akzeptiert wurden. "Lana - Schattenbilder" ist der erste Fantasy-Roman der Autorin. Der zweite Band der Lana-Reihe erscheint voraussichtlich im Herbst 2014. 


Fazit

„Lana – Schattenbilder“ hat die fünf Sterne voll und ganz verdient. Das Buch konnte mich begeistern und mitfiebern lassen und ließ mich nach dem Ende mit gemischten Gefühlen zurück. Einerseits fand ich das Ende ganz toll, andererseits hätte ich zu gerne mehr von Lana, Tristan und den Anderen gelesen. Ich kann jedem empfehlen, dieses tolle Buch zu lesen und ich freue mich jetzt sehr, dass Annie J. Dean schon an der Fortsetzung arbeitet.

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