Samstag, 24. Mai 2014

"Willkommen in Hawks" von Juliane Käppler

Inhalt

Ein Jahr Schüleraustausch in Hawks, Michigan: Die 17-jährige Charlotte Engel findet es einfach ätzend. Bis sie sich in Cameron McCready, den Bad Boy der Kleinstadt, verliebt. Plötzlich ist Hawks für Charlotte der schönste Ort der Welt. Doch dann muss Cameron wegen eines Verbrechens, das er nicht begangen hat, ins Gefängnis. Mit gebrochenem Herzen fliegt Charlotte zurück nach Deutschland. Fünf lange Jahre vergehen - dann treffen sie sich erneut in Hawks. Ihre Liebe lebt, und jetzt sind sie beide, anders als damals, wirklich frei dafür! Doch derjenige, dessen Gefängnisstrafe Cameron abgesessen hat, hat noch eine Rechnung offen. Ein gefährlicher Wettlauf gegen die Vergangenheit beginnt …

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Charlotte und Cameron erzählt, einige Szenen auch aus der von einigen Nebencharakteren. Ich finde es immer viel interessanter, wann man bei einer Geschichte mehr als eine Perspektive bekommt, denn wie man weiß können verschiedene Leute komplett verschiedene Auffassungen haben. Daher hat es mir auch großen Spaß gemacht, die Beziehung zwischen Cameron und Charlotte nicht nur aus deren Sicht zu erleben, sondern zum Beispiel auch zu lesen, was Charlottes Oma Lucy davon hält.
Die Charaktere, nicht bloß die beiden Protagonisten, sind sehr schön und liebevoll ausgearbeitet. (Fast) Jeder von ihnen hat etwas an sich, dass man sie sofort gern hat. Ein Beispiel dafür ist Lucy, die ich eben schon mal erwähnte. Mit ihrer Lebensfreude und ihrer Art, alles optimistisch, aber auch realistisch zu betrachten, hat sie mich schon nach wenigen Sätzen für sich gewonnen.
„Willkommen in Hawks“ ist keine reine Liebesgeschichte, wie ich es erwartet habe. Sie ist viel mehr. Dadurch, dass es zwei Teile gibt, die im Abstand von fünf Jahren spielen, erhält die Geschichte eine Tiefe, die ohne einen der beiden Teile nicht da gewesen wäre. Aber das ist wie gesagt nicht das Einzige, worum es in diesem Buch geht. Es geht um Freundschaft, Toleranz, aber auch Vorurteile und Verlust. Da wurden meine Erwartungen deutlich übertroffen. Und gegen Ende wurde das Buch sogar zu einem kleinen Krimi. Normalerweise ist das so gar nicht mein Genre, doch hier haben diese Krimielemente wunderbar in die Geschichte gepasst, ohne die Oberhand zu gewinnen.

Über die Autorin:

Juliane Käppler, Jahrgang 1977, stammt aus Thüringen. Aus Liebe zum Rheinland zog sie nach Mainz, wo sie als freiberufliche Autorin für verschiedene Verlage in ganz unterschiedlichen Genres schreibt. Als Tochter einer Deutschlehrerin und Enkelin eines Geschichtenerzählers wuchs die Autorin mit Literatur und der Liebe zu phantastischen Welten auf. Der Reiz, ihre eigenen Märchen zu schreiben, packte sie früh. Schon auf den letzten erlernten Buchstaben des Alphabets türmten sich Wörter. Bald folgten Reime über Spatzen, Wolken und Flöhe. Einige Jahre später, mit der Expedition ins Reich der Kurzprosa, nahmen ihre Helden menschliche Gestalt an. Es gab keinen Zeitpunkt, an dem Juliane beschlossen hat, Schriftstellerin zu werden. Vielmehr glaubt sie nicht, dass die Schreiberei etwas ist, zu dem man sich entschließt, das man erlernen oder aufgeben kann. Für sie ist es weder Hobby noch Alternative, sondern ein Teil ihrer selbst.


Fazit

Ich finde, „Willkommen in Hawks“ ist ein solches Buch, dass jeder lesen sollte.Es hat mich positiv überrascht und mit seinen ständigen unerwarteten Wendungen wurde es nie langweilig. Von mir gibt es deshalb eine ganz klare Leseempfehlung!

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