Montag, 3. September 2018

I'm back! oder: Wie geht es weiter mit Eclipses Bücherregal?

Ihr habt keine Ahnung, wie oft ich diesen Post in meinem Kopf in den letzten zwei Jahren schon geschrieben habe. Manchmal war es eine Erklärung mit dem Versprechen, dass jetzt wieder mehr kommt, manchmal ein Abschiedsbrief. Einen besonders nostalgisch-tragischen Anfang habe ich sogar irgendwo in den Entwürfen und ich bin froh, dass er dort geblieben ist. Ich will mir gar nicht vorstellen, wie kitschig der Post geworden wäre ^^

Ich habe es in letzter Zeit ein paar Mal vorsichtig angekündigt, jetzt mache ich es offiziell: Ich bin zurück! Und ich will damit anfangen, euch ein wenig zu erzählen, was die letzten Jahre bei mir los war und wie sich das darauf ausgewirkt hat, dass es seit Anfang 2017 genau 10 neue Posts gab. (Das war übrigens keine Absicht, aber ich finde cool, dass es zumindest so eine Runde Zahl ist.)


(Qualifiziere ich mich damit schon als Buchcharakter?)

Vor zwei Jahren hatte ich mit dem Physikstudium angefangen und ziemlich schnell gemerkt, dass es doch nichts für mich war. Da ich nicht wusste, was ich sonst machen soll, weil das mein einziger Plan war, bin ich damals in ein Loch gefallen und es ging mir nicht besonders gut - mein Blog stand dabei sehr weit unten auf meiner Prioritäten-Liste. Durch eine Freundin bin ich dann auf Elektrotechnik gekommen. Da ich nichts zu verlieren hatte, bin ich letzten Herbst zu ETIT gewechselt, was wohl die richtige Entscheidung war. Das Studium gefällt mir nun deutlich besser und ich fühle mich wohler damit.

Nachdem das gesagt ist: Eigentlich wollte ich sogar schon nach dem letzten Semester wieder mit dem Bloggen anfangen. Ich fühlte mich schon im Frühling wieder bereit dazu. Nur etwa eine Woche, bevor ich losgelegt hätte, habe ich von der DSGVO erfahren. Will wer raten, wo ich meine Blogzeit stattdessen rein gesteckt habe? Ich glaube nicht, dass ich dazu viel sagen muss. Ich habe meine Blog, den einer Freundin und die Seite meiner Mutter angepasst und musste mich jedes Mal neu einlesen, was halt eine Menge Zeit in Anspruch nahm, aber damit sind wir soweit endlich fertig geworden, sodass dem Bloggen nichts mehr im Weg steht =)



In der Zeit, die ich so gut wie gar nicht gebloggt habe, habe ich mich verändert und deshalb wird sich auch die Art, wie ich hier blogge, ändern. Zum Einen habe ich gelernt, dass ich zu 100% ein mood reader bin. Als die REs und der damit einhergehende Druck, diese in einer bestimmten Zeitspanne zu lesen und zu rezensieren (es wurde zu genau dem, was ich immer als Argument gegen einen Job in der Buchbranche genannt habe), wegfielen, las ich, worauf auch immer ich gerade Lust habe oder auch mal gar nicht, wenn mir danach war und ich glaube nicht, dass ich wieder dazu zurückgehen könnte, wie ich das vorher gehandhabt habe. Dementsprechend wird es vermutlich weniger Rezensionen geben - wenn ich ein Buch besonders gut oder schlecht fand oder wenn ich etwas dazu zu sagen habe, will ich schon von mir aus darüber sprechen. Aber wieso sollte ich mich gezwungen fühlen, mir zu einem durchschnittlichen Buch, über das ich nichts sagen kann, außer, dass es durchschnittlich ist, etwas aus den Fingern zu saugen? Wieso sollte ich mich von meinem Hobby stressen lassen?

Des Weiteren habe ich, als ich anfing zu bloggen, immer darauf geachtet, dass es auf Eclipses Bücherregal nur um Bücher geht. Immerhin ist es ein Buchblog, dachte ich. Aber wieso eigentlich? Es ist meine kleine Ecke, wieso sollte ich nicht über eine Serie schreiben können, die ich gerade entdeckt habe? Oder über etwas, das mich privat beschäftigt? Etwas Politisches? Wenn ihr es nicht lesen wollt, lest ihr die entsprechenden Posts eben nicht. In erster Linie blogge ich für mich selbst und finde, dass ich das so machen sollte, wie ich es möchte. Deshalb werde ich diese mentale Beschränkung aufheben. Ich denke, mein Blog wird weiterhin überwiegend ein Buchblog bleiben, aber wenn ich über etwas anderes sprechen will, werde ich das auch tun.

Meine vorerst letzte Änderung ist eine Art Zeitplan. Bisher habe ich meine Beiträge immer veröffentlich, sobald sie fertig waren. Man sieht, wie toll das funktioniert hat. Teilweise haben sie sich dadurch gehäuft, während es andere Phasen gab, in denen nichts kam. Daher habe ich mir grob einen Post im Monat vorgenommen. Das sind mindestens zwölf im Jahr, das klingt machbar. Ich hoffe, mich damit selbst zu motivieren und zumindest der völligen Funkstille der letzten Monate entgegenzuwirken. Mal schauen, ob das klappt. Aber ich will nichts versprechen, was ich am Ende brechen könnte, besonders mit Blick auf meinen Stundenplan im kommenden Semester ^^'

Das wars erstmal von mir. Ich habe noch keine konkrete Ahnung, wie es hier weiter geht, aber es geht weiter =)